Zuhause pflegen: Pausen einbauen

Wer Angehörige, Partner oder Freunde zuhause pflegt, übernimmt viel Verantwortung und anspruchsvolle Aufgaben. Pausen sind bei der Pflege zuhause wichtig und sollten immer im Pflegealltag eingebaut werden.

Dieser Artikel ist eine kleine Erinnerung an alle pflegenden Angehörigen, regelmäßig kleine oder größere Pausen einzubauen.

Vor allem, wenn Sie jemanden pflegen, mit dem Sie zusammenleben, kann die Pflege auch mal zu einer 24-Stunden-Aufgabe werden. Gefühlt ist man selbst im Schlaf ständig verfügbar und wartet nur auf den nächsten „Notfall“.

So angespannt „funktionieren“ Sie nicht nur irgendwann nicht mehr – viel früher schon fühlen Sie sich einfach nicht mehr gut. Bauen Sie Pausen unterschiedlicher Größe ein und achten Sie auf sich und Ihre Bedürfnisse.

Die 5-Minuten-Pause: Ruhe zwischendurch

Eine kleine 5-Minuten-Pause kann manchmal Wunder bewirken. Wenn Sie bewusst für fünf Minuten alle Pflege-Verantwortung ausblenden können, entspannt Sie das häufig für den ganzen Tag.

Je nachdem, wie es Ihrem „Patienten“ geht, kann natürlich auch so eine winzige Pause schon eine Herausforderung darstellen.

Wenn möglich, nutzen Sie aber bewusst kleine Pausenmöglichkeiten auch für sich. Viele Pflegende Angehörige versuchen, zum Beispiel während einer Schlafpause oder Fernsehstunde viel zu erledigen: Abwasch, Wäsche, Putzen, Telefonate, Briefe, Formulare, … – es gibt immer viel zu tun. Fünf Minuten Ruhe machen die übrigen Aufgaben leichter, also legen Sie die Pause in diese Zeit.

Wenn Sie zuhause pflegen und das Gefühl haben, da keine Ruhe zu finden – vielleicht ruft gleich jemand, vielleicht geht das Telefon -, bauen Sie Pausen unterwegs ein: Setzen Sie sich auf dem Rückweg vom Einkaufen einige Minuten auf eine Parkbank. Gehen Sie für ein paar Minuten spazieren.

Wenn Sie nicht mehr das Gefühl haben, für auch nur fünf Minuten verzichtbar zu sein und ständig auf Abruf bleiben müssen, sollten Sie sich Unterstützung von anderen holen. Die Pflege zuhause ist zwar immer viel Arbeit, aber sie sollte kein 24-Stunden-Job sein. Wenn Sie die Pflegeaufgaben selbst nicht anderen überlassen möchten, können Sie auch Unterstützung im Haushalt bekommen. Rufen Sie uns an und wir sprechen mit Ihnen unverbindlich darüber, wie wir helfen können.

Ein paar Stunden unterwegs: Kleine Oasen im Alltag

Einmal ausführlich einkaufen, ein paar Stunden spazieren gehen, ein Kaffee mit einer Freundin oder ein Theater- oder Kinobesuch – solche kleinen Ausflüge sind für pflegende Angehörige manchmal mit sehr viel Organisationsaufwand verbunden.

Sie sollten sich diese Unternehmungen aber trotzdem gönnen! Für die Zeit, in der Sie nicht verfügbar sind, gibt es das Angebot der Verhinderungspflege.

Auch wenn Sie regelmäßig Unterstützung von einem Pflegedienst bekommen, können Sie so zusätzliche Hilfe von jemandem bekommen, der während Ihrer Abwesenheit zu Ihnen nach Hause kommt und die Pflege für ein paar Stunden übernimmt.

Dadurch ist weiterhin Raum für Ausflüge, Unternehmungen oder einfach kleine Ruhepausen.

Kurztrips oder Urlaub

Auch längere Pausen sind nicht nur okay – sie sind gut für pflegebedürftige Patienten und ihre Angehörigen. Beide können in den Urlaub fahren und entspannter zurückkommen – das tut allen gut!

Viele Patienten haben sogar ein schlechtes Gewissen, weil sie das Gefühl haben, ihre Angehörigen vom Urlaub abzuhalten. Andersrum sorgen sich pflegende Angehörige, wie ihre Partner, Freunde oder Familienmitglieder im Urlaub zuhause gepflegt werden können.

In dieser Zeit können Sie über die Pflegekassen Pflege beantragen: Die schon angesprochene Verhinderungspflege, während der ein Pflegedienst die Pflege zuhause übernimmt. Oder eine Kurzzeitpflege in einer stationären Einrichtung, die pflegebedürftige Menschen für einige Tage oder Wochen besuchen können.

Auszeit von der Pflege gesucht?

Wenn Sie Pause machen möchten oder das Gefühl haben, sie sollten dringend Pause machen, kontaktieren Sie uns gern.

Vielleicht hilft Ihnen Unterstützung im Haushalt mehr als Hilfe bei der Grundpflege, vielleicht ist dauerhafte Hilfe bei der Pflege für Sie das Richtige oder eine geplante Auszeit durch Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege.

Wenn Sie uns eine E-Mail schreiben oder anrufen, helfen wir Ihnen, das passende Angebot für Sie zu finden.

Ambulante Pflege: Sich im Stress Zeit nehmen

Die ambulante Pflege bei Patienten zuhause ist oft eine stressreiche und belastende Tätigkeit – das gilt sowohl für Angehörige, die selbst die Pflege eines Familienmitglieds oder besonderen Menschen übernehmen, als auch für ausgebildete Pflegekräfte.

Die erste wichtige Botschaft für jeden, der Pflege als Stress empfindet, ist wohl, dass das Gefühl normal ist. Die Aufgaben sind anspruchsvoll – körperlich und emotional – und es ist kaum vorstellbar, dass jemand sie bewältigen kann, ohne sich je gestresst zu fühlen.

Es gibt aber Möglichkeiten, diesen Stress zu bewältigen und damit umzugehen – und gute Gründe, wieso alle Pflegenden sich aktiv Zeit nehmen sollten.

Wieso es wichtig ist, sich Zeit zu nehmen

Wer beruflich in der Pflege tätig ist, kann genauso ein Lied davon singen wie diejenigen, die „nur“ eine Person privat pflegen: Pflege kostet Zeit. Auch wenn Kataloge vorgeben, eine bestimmte Tätigkeit dauere nur fünf Minuten, vergessen diese Kataloge oft das Drumherum. Wer läuft beispielsweise zu einem pflegebedürftigen Menschen, grüßt nur beiläufig und wechselt blitzschnell einen Verband, während er sich gedanklich schon auf den nächsten Arbeitsschritt vorbereitet?

Die Antwort lautet: Alle, die unter Stress stehen und deswegen nicht viel Zeit für die Aufgabe haben. Pflegende Angehörige haben Verpflichtungen außerhalb der Pflege und Pflegekräfte müssen oft weiter zum nächsten Termin.

Ruhe bei der Pflege mitzubringen, ist aber ein essenzieller Bestandteil von guter Pflege, die mehr als nur die Abfolge von Tätigkeiten umschließt. Pflege sollte mit Empathie erfolgen und ist eine zwischenmenschliche Begegnung. Bei der ambulanten Pflege kommt eine Pflegekraft zu Besuch ins Haus eines Menschen. Dieser Besuch sollte nicht rein funktional sein. Jemand, der selbst zuhause pflegt, sollte ebenfalls nicht ausgerechnet bei der Pflege in einen „maschinellen“ Modus umschalten.

 Wieso alles länger dauert, als geplant

In der ersten Zeit dauern bestimmte Pflegeschritte noch etwas länger, weil jemand sie erst einüben muss. Später sitzen Handgriffe quasi automatisch und funktionieren routiniert. In dieser Zeit dauern die eigentlichen Tätigkeiten – das Wechseln von Verbänden, das Sortieren von Medikamenten, das Waschen oder Ankleiden – länger. Das gilt einerseits für die Lernphase der Pflegenden – ob als Pflegefachkraft oder als Angehörige –, aber andererseits auch für jedes „erste Mal“ mit neuen Patienten.

Später gehen Tätigkeiten in Routine über und das Zusammenspiel zwischen Patient und Pflegekraft lässt alles idealerweise schnell gelingen. Fern vom Ideal gibt es in der Realität aber oft verschiedene Gründe für „Verlängerungen“:

  • Das kann sein, weil jemand emotional belastet ist. Zum Beispiel, weil Pflegende in anderen Lebensbereichen Stress haben oder ein Patient morgens schlechte Nachrichten bekommen hat.
  • Manchmal liegt es auch am verwendeten Material – ein gerissener Handschuh oder ein abgebrochener Verschluss können enorm Zeit kosten.
  • Wenn jemand krank oder müde ist werden Pflegeaufgaben schwieriger.
  • Wer unter Zeitdruck ist, macht häufiger Fehler – die wiederum Zeit kosten.

 

Bei Pflege zuhause Ruhe bewahren und mitbringen

„Zu hastig und zu träge kommt gleich zu spät“, schrieb Shakespeare. Auch der Schlüssel zu mehr Zeit für Pflege ist weder, alles zu hetzen, noch sich einfach Zeit zu lassen und zu „trödeln“. Es lässt sich ja nicht leugnen, dass der nächste Termin ansteht und noch andere Pflichten warten.

Oft hilft es schon etwas, sich daran zu erinnern: Eile hilft kaum, Zeit zu sparen. Durch Hektik entstehen Fehler – die nur Zeit kosten. Viele Patienten sind durch Hast überfordert und haben Schwierigkeiten, wie gewünscht zu kooperieren.

Oft entsteht Hast aus dem Gefühl, sonst schneller zu sein – dann kann es helfen, die Zeit für verschiedene Aufgaben bewusst wahrzunehmen. Vielleicht dauert eine Aufgabe eigentlich immer zehn Minuten, egal, wie man sie tut. Dann sind zehn Minuten in Ruhe angenehmer, als zehn Minuten in Eile.

Manchmal hilft es auch, sich bewusst Zeit zu nehmen: Für eine Aufgabe, die „immer“ fünf Minuten dauert, werden zehn eingeplant. So gibt es Luft und weniger Druck, die Aufgabe in weniger als fünf Minuten zu erledigen.

Wenn der Stress in der Pflege überhandnimmt

Manchmal wird Pflege trotzdem zu viel – für Profis und für Angehörige. Wenn Sie merken, dass Sie bei der Pflege gestresst sind und keinen klaren Kopf mehr für Ihre Aufgabe haben, sollten Sie handeln.

Angehörige können sich Hilfe von Pflegediensten holen: Weitere Personen, die die Aufgaben teilen und dadurch entlasten.

Wenn professionelle Pflegekräfte merken, dass die ambulante Pflege zu viel Stress verursacht, können sie mit Teamleitern oder Arbeitgebern sprechen. Vielleicht wurde eine bestimmte Aufgabe bisher falsch eingeschätzt – die Arbeit bei manchen Patienten dauert länger als bei anderen und das ist keine Frage der Kompetenz der Pflegekraft. Vielleicht ist ein Plan auch falsch aufgestellt.

Wenn die ambulante Pflege bei Patienten nur gehetzt abläuft und es keine Aussicht auf Ruhe gibt, sehen Sie sich nach einem neuen Job um – zum Beispiel bei uns. Denn Zeit für gute Pflege ist eins unserer wichtigsten Prinzipien.

Für Angehörige: So früh wie möglich über Pflege informieren

Was tun, wenn ein Angehöriger bald vermutlich auf Pflege angewiesen sein wird – aber noch kein Antrag gestellt wurde? Nach streng ausgelegten Richtlinien zur Pflege haben Angehörige in dieser Situation keine Möglichkeiten. Wir empfehlen trotzdem: Informieren Sie sich so früh wie möglich!

Sie können sich dafür beispielsweise jederzeit telefonisch an uns wenden unter 0231 555 78 40.

 

Wenn Pflegebedarf absehbar ist

Pflegebedarf ist oft absehbar, bevor ein Mensch ins Krankenhaus kommt oder eine richtige Diagnose vom Arzt bekommt. Dann kann man aber noch nicht immer auch Pflegeleistungen beantragen.

Ein häufiges Beispiel ist ein geplanter Krankenhausaufenthalt. Bald steht eine OP oder Behandlung an, nach der jemand kurz- oder langfristig in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt sein wird. Es ist für diese Person und natürlich auch Angehörige absehbar, dass ein Pflegebedarf entstehen wird.

Manchmal erkennt man den weiteren Pflegebedarf auch erst im Krankenhaus. Wenn jemand sich nach einem Unfall oder einer Krankheit nur langsam erholt und – entgegen der Erwartungen – auch zuhause noch auf Hilfe angewiesen sein wird.

 

Wenn jemand langsam pflegebedürftig wird

Die wohl größte Gruppe „absehbarer Pflegefälle“ umfasst ältere Menschen, die langsam merken, dass sie nicht mehr ganz allein klar kommen. Oder Krankheiten haben, die schlimmer werden oder sich einfach häufen.

Oft gibt es eine Phase des Zögerns auf allen Seiten. Die Betroffenen schämen sich manchmal dafür, dass sie etwas nicht mehr allein schaffen. Oder wollen anderen keine Mühe bescheren. Angehörige möchten Schwächen nicht ansprechen und die „Zeichen der Zeit“ gern einfach übersehen. Das ist ganz normal.

Ratsam ist es aber trotzdem, früh über den Pflegebedarf zu sprechen. Und sich vielleicht auch schon einen Pflegedienst auszusuchen, bevor man zum ersten Mal mit der Pflegekasse spricht und Pflegeleistungen beantragt.

Pflege beantragen

Der Weg zur Pflege verläuft je nach Situation unterschiedlich – im Krankenhaus stehen andere Ansprechpartner zur Verfügung als zuhause. Wir sind in jeder Situation für Sie da und helfen Ihnen auch schon vor Beginn der Pflege, durch die richtigen Anträge alles Notwendige in die Wege zu leiten (0231 555 78 40).

In vergangenen Blogbeiträgen haben wir für Sie auch schon die wichtigsten formalen Informationen zusammengefasst:

Der Weg zur Pflege ist nicht immer leicht

Wenn Sie Pflege beantragen wollen, kommen eine Menge Antragsformulare auf Sie zu. Dabei müssen Sie manchmal genau aufpassen: Die richtigen Ansprechpartner erwischen, die richtigen Formulierungen wählen und sich auf die richtigen Paragraphen beziehen können.

Natürlich kann es gut sein, dass Ihre Krankenkasse Ihnen freundlich entgegenkommt! Viele Krankenkassen haben sogar spezielle Ansprechpartner rund ums Thema Pflege. Leider stecken die Krankenkassen oft aber nicht so viel Aufwand darein, es für Patienten und Angehörige leicht zu machen, Pflege zu organisieren.

Sie haben aber ein Recht auf Pflegeleistungen! Ob vom Arzt verschriebene medizinische Pflege oder die notwendige Grundpflege, ist dabei egal.

 

Sich früh informieren hilft

Wer sich früh Experten ins Boot holt, profitiert auf jeden Fall. Wenn alles von Anfang an glatt läuft – umso besser. Es gibt dann von Anfang an keine offenbleibenden Fragen. Beispielsweise „Wer übernimmt die Pflege?“ oder „Kann der Pflegedienst das auch?“ – wer von Anfang an dabei ist, ist ein guter Partner.

Und wenn es mal nicht so glatt läuft, gibt es einen Partner, der sich schon mit den Problemen auskennt. Neben der Hilfe über Stolpersteine oder bei anderen Schwierigkeiten ist dann von Anfang an jemand an Ihrer Seite, der Ihnen helfen kann, Ruhe zu bewahren und die Kämpfe durchzustehen.

Und wenn am Ende alles anders ausgeht und die Erholung nach der OP doch im Nu erfolgt oder entgegen aller Erwartungen eine Müdigkeit oder Krankheit wieder verschwindet? Dann können wir uns doch auch nur mit Ihnen freuen.

Scheuen Sie sich nicht, uns in jedem Fall zu kontaktieren – gern auch per E-Mail unter info@born-gesundheitsnetzwerk.de.

 

 

Zusammenarbeit mit Apothekern für gute Pflege

Bei der Pflege arbeiten wir mit Apotheken zusammen. Manchmal fragen sich Außenstehende, wozu ein Pflegedienst groß Kontakt mit Apothekern braucht – der eine liefert die Medikamente, der andere verabreicht sie? Natürlich könnte man da aufhören. Medikamente haben aber nicht immer die gewünschte Wirkung und Apotheker sind ausgebildete Experten dafür, die Probleme einschätzen und oft auch beheben zu können.

Apotheker als Ansprechpartner zu Medikamenten

Für gewöhnlich verschreibt ein Arzt ein Medikament und als Patient lässt man sich das entsprechende Mittel vom Apotheker „nur aushändigen“. Dadurch unterschätzen viele Menschen das Fachwissen von Apothekern, die sich besonders gut mit Medikamenten auskennen.

Pharmazeuten sind Experten für Wirkweisen

Anders als Ärzte haben Apotheker Pharmazie studiert – sich also expliziert mit den Wirkmechanismen und Wechselwirkungen von Medikamenten beschäftigt. Sie haben die chemischen Prozesse untersucht, die die Verarbeitung einer Tablette im Körper von der eines Safts oder einer Salbe unterscheiden.

Apotheker kennen Wechselwirkungen

Ärzte diagnostizieren Krankheiten und kennen die passenden Wirkstoffe zur Behandlung. Apotheker können oft im Detail aber noch viel wertvolles Wissen beitragen. Beispielsweise auch zu Wechselwirkungen von Medikamenten, die Fachärzte verschreiben.

Ein Mittel, dass der Herz-Spezialist verschreibt, kann gefährliche Nebenwirkungen haben, wenn ein Patient schon Medikamente gegen Lungenprobleme, Verdauungsschwierigkeiten oder Stimmungsschwankungen bekommt.

Apotheker können bei der Pflege helfen

Eine Studie der AOK Rheinland/Hamburg und des Apothekerverbands Nordrhein hat gezeigt, dass die Kooperation mit Apothekern Pflege spürbar verbessern kann: Gut ein Drittel der Probleme mit Medikamenten konnten die Apotheker direkt lösen.

Beispielsweise, indem sie eine Anpassung der Dosierung vorschlagen – manchmal reagieren Menschen sehr empfindlich oder sehr wenig auf Medikamente. Die Anpassung sollte man aber nie selbst vornehmen, weil einige Medikamente in zu hoher oder niedriger Dosis gefährlich sein können. Apotheker haben hier den Überblick.

Oder, indem die Darreichungsform geändert wird. Man kann also zum Beispiel manchmal von Tabletten zu Saft oder von Injektionen zu Zäpfchen wechseln. Das kann manchmal einfach einer persönlichen Vorliebe entsprechen – manche Menschen mögen Tropfen lieber, andere schlucken eher Tabletten. Oder es kann auch mit der Aufnahme im Körper zu tun haben. Der gleiche Wirkstoff wird über die Haut (durch eine Salbe) anders verteilt als durch den Magen (in einer Tablette).

Manchmal helfen auch Kleinigkeiten: Die Mittel mit einem bestimmten Essen oder Getränk einzunehmen beispielsweise. Oder den Zeitpunkt der Einnahme zu ändern: Statt eine Tablette morgens zu nehmen, die müde machen kann, wird die Einnahme auf den Abend verlegt.

All diese Entscheidungen können Apotheker gut beurteilen und ergänzen damit sehr wertvoll die Behandlungsentscheidungen.

Wir kooperieren mit Apothekern für gute Pflege

Auch deswegen kooperieren wir mit Apothekern für gute Pflege für unsere Patienten. Neben Ärzten sind sie wichtige Ansprechpartner für alle Behandlungsformen und -mittel.

Unsere Kooperation geht also darüber hinaus, dass wir uns von einem Apotheker fest beliefern lassen. Auch dieser Teil der Kooperation ist für unsere Patienten natürlich wertvoll. Wir haben die benötigten Medikamente und Pflegehilfsmittel immer dabei, weil wir uns auf unsere Apotheken-Partner verlassen können.

Außerdem haben wir in unseren Apotheker-Kollegen feste Ansprechpartner, wenn es mal Fragen zu Medikamenten oder Nebenwirkungen gibt. Dadurch sind auch unsere Patienten nicht mit Fragen allein und können auch zwischen Arztbesuchen beispielsweise erfahren, ob eine Nebenwirkung typisch oder eher unüblich ist.

 

Die Kooperation mit Apothekern, Ärzten und Therapeuten bedeutet, dass die Pflege durch uns unseren Patienten mehr bringt. Sie müssen nicht selbst eine weitere Gruppe koordinieren, sondern haben einen Partner an ihrer Seite, der die Koordination der Pflege für sie übernimmt.

 

 

Für Angehörige: Eine Hand halten lindert Schmerz

Angehörige von pflegebedürftigen Menschen fühlen sich oft überfordert, weil sie nicht wissen, wie sie einem geliebten Menschen helfen können. Viele Aufgaben in der Pflege erfordern Zeit, Wissen oder körperliche und seelische Kraft, die nicht jeder hat.

Angehörige schaffen die Pflege selten allein

Wenn ein geliebter Mensch pflegebedürftig wird, möchte man natürlich helfen. Oft geht das auch und in vielen Familien gibt es schnell eingespielte Teams, die gewisse Pflegeaufgaben „einfach so“ erledigen.

Es gibt aber auch Aufgaben, die Angehörige nicht allein stemmen können. Dafür gibt es viele mögliche Gründe. Für die Intensivpflege werden selbst examinierte Pflegekräfte noch mal extra ausgebildet – kein Angehöriger kann also einfach so wissen, wie er mit einer Trachealkanüle umgehen soll. Manche Aufgaben kosten auch für einige Leute einfach enorme Überwindung. Nicht jeder kann locker Insulinspritzen setzen und sich dabei wohl fühlen. Andere haben viele andere Verpflichtungen und nicht genug Zeit für die aufwändige Betreuung. Und dann gibt es noch Aufgaben, für die man viel körperliche Kraft braucht – ältere Leute können ihrem Partner beispielsweise oft nicht beim Aufstehen helfen, ohne sich selbst damit in Gefahr zu bringen.

All diese Gründe sind sehr gute Gründe und „logisch“. Logisch hilft aber nicht immer, wenn man sich überflüssig oder nutzlos fühlt und eigentlich doch so gern einem Freund, Partner, Elternteil oder Kind helfen möchte.

Wie Angehörige Pflegebedürftigen immer helfen können

Dabei können Angehörige eine enorme Hilfe für Pflegebedürftige sein – egal, ob sie viel Zeit, Kraft oder Kenntnisse haben. Eine Studie, die im März 2018 von der University of Colorado at Boulder veröffentlicht wurde, zeigt, dass der einfachste Körperkontakt sogar Schmerzen lindern kann: Wenn ein Mensch Schmerzen hat, werden die dadurch gelindert, dass sein Partner seine Hand hält.

In der Studie hat ein Forscherteam gezeigt, dass die Gehirnwellen der beiden sich aneinander angleichen – sie konnten das „Mitfühlen“ also sichtbar machen. Wenn im Experiment einer der beiden Partner Schmerzen hatte, hat das ihre „Verbindung“ in dem Moment geschwächt – außer sie konnten einander berühren.

Jeder weiß, dass kleine Aufmerksamkeiten von geliebten Menschen und ihr Mitfühlen uns beruhigen und helfen kann. Der kleine Körperkontakt – eine Hand zu halten, einen Kopf stützen oder jemanden zu umarmen – verringert sogar das Schmerzempfinden.

Jeder kann geliebten Menschen helfen

Auch wer also keine besonderen Kenntnisse hat, kann einem anderen helfen, der Schmerzen hat oder sich unwohl fühlt. Durch „Händchenhalten“ werden bestimmte Schmerzen gelindert.

Das soll auf keinen Fall heißen, das „Handauflegen“ oder ähnliches gute Pflege und gute Versorgung ersetzen kann. Die ist in jedem Fall nötig, damit es einem Patienten körperlich so gut wie möglich geht.

Aber jeder kann einem geliebten Menschen helfen, wenn der Schmerzen hat oder sich unwohl fühlt. Dafür reicht eine einfache Berührung, auch wenn einem in schwierigen Situationen mal die Worte fehlen.

Urlaub trotz Pflege? Kein Problem

Pflege und Urlaub – das kann für alle Beteiligten schwierig sein. Patienten, Angehörige und auch die Pflegekräfte sehen oft den Weg zu einem richtigen Urlaub nicht vor sich.

Dabei gibt es für jeden die Chance auf Urlaub. Wichtig ist ein guter und verlässlicher Pflegedienst als Kooperationspartner. Solche Pflegedienste finden im Born Gesundheitsnetzwerk ihren Platz und wir können deswegen – mit Vorsprung auf die Sommerferien – einige Möglichkeiten für Urlaub präsentieren.

Urlaub für Patienten: Mit Pflegestufe verreisen

Wer eine Pflegestufe hat, ist auf tägliche Unterstützung angewiesen. Das scheint erst mal der Urlaubsreise komplett zu wiedersprechen: Man kann ja schlecht den Pflegedienst mit in den Urlaub nehmen?!

Doch! Wir fahren auch mit unseren Patienten und ihren Familien in den Urlaub. Entweder als Team mit einzelnen Patienten, als Begleitung für eine Familie mit intensivpflegebedürftigen Mitgliedern oder mit einer Gruppe von Patienten, die gemeinsam Urlaub machen können. Und es sind bei Weitem nicht nur Tagesausflüge oder Städtetrips möglich: Wir waren schon am Meer und in den Bergen.

Solche Ausflüge sind möglich, weil wir tolle Mitarbeiter haben, die vollen Einsatz zeigen. Außerdem übernehmen die Krankenkasse die Kosten für die Pflege auch unterwegs. Und wir haben mittlerweile Übung in der Organisation vom „Drumherum“ – das macht es leichter. Sprechen Sie uns an, wenn Sie mit einem pflegebedürftigen Menschen in den Urlaub fahren möchten oder für einen Angehörigen eine Urlaubsreise organisieren möchten.

Urlaub für Angehörige: Auszeit von der Pflege

Auch wer andere pflegt, braucht mal eine Auszeit oder will einfach Urlaub machen. Das geht wie er wähnt mit der pflegebedürftigen Person, aber auch alleine und unabhängig.

In der Zwischenzeit wird der Pflegebedarf zuhause dann durch den Pflegedienst gedeckt. Das gilt für Familien, die sonst keinen Pflegedienst beauftragen, aber auch Patienten, die durch zusätzliche Termine oder Leistungen in der Zeit den Mehrbedarf ausgleichen.

Für die Pflege während des Urlaubs gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und Modelle – Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege und Ergänzungsangebote. Wenn Sie gerne in den Urlaub fahren möchten und sicherstellen wollen, dass ein pflegebedürftiger Angehöriger in der Zeit gut versorgt ist, rufen Sie uns an.

Urlaub für Pflegekräfte: Wirklich frei haben

In einem aktuellen Kurzfilm zum Notstand in der Pflege, den wir auch auf Facebook geteilt haben, geht es auch darum, wie viele Pflegekräfte „immer flexibel“ und „immer auf Abruf“ sein müssen. Auch wenn vermutlich die meisten Pflegedienste vermeiden, ihre Kollegin ausgerechnet vor dem Traualtar anzurufen, haben gerade kleine Pflegedienste durch fehlendes Personal oft keine andere Wahl.

Bei uns kann sich jeder auf viele Kollegen und Kolleginnen verlassen, sodass wirklich gilt: frei ist frei.

Das passt auch für den Urlaub: Wenn Urlaub ist, dann ist frei. Und mit den Jahren im Team wächst sogar der Urlaubsanspruch: Immer um einen Tag.

Wenn Sie Lust haben, unter den Bedingungen vor oder nach Ihrem nächsten Urlaub in unserem Team einzusteigen, melden Sie sich!

Pflege nach dem Krankenhaus: Ansprechpartner für Sie

Wenn ihr Partner, ein Elternteil oder ein Familienmitglied aus dem Krankenhaus entlassen wird und danach Pflege braucht, haben Sie eine Reihe Ansprechpartner. Die müssen Sie alle koordinieren – aber natürlich nicht ohne Hilfe.

Wir listen für Sie auf, mit wem Sie sprechen können oder auch müssen. Wichtig: Wenn Sie die Koordination der Pflege nicht allein übernehmen wollen, müssen Sie das nicht. Rufen Sie uns einfach an und wir helfen Ihnen beim Übergang aus dem Krankenhaus nach Hause.

Wir organisieren mit Ihnen dann jeden Schritt und kontaktieren alle Ansprechpartner für Sie. So können wir zusammen die Pflege für Sie organisieren.

Kontaktpersonen für Pflege im Krankenhaus

Sie haben schon im Krankenhaus einige Ansprechpartner. Dazu zählen erst einmal alle behandelnden Ärzte – aber vor allem natürlich der verantwortliche Arzt für den Patienten. Außerdem gibt es in vielen Kliniken einen Sozialdienst, der Ihnen helfen kann.

Der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin in der Klinik

Auch wenn es im Krankenhaus manchmal etwas chaotisch zugeht oder Sie die  behandelnde Ärztin nicht oft sehen: Es gibt garantiert einen Ansprechpartner für Sie. Fragen Sie ruhig nach und bitten Sie um einen Termin, bei dem Sie alle wichtigen Informationen bekommen können.

Dazu gehört zunächst, dass Patient/-in und Angehörige die Situation verstehen. Vor allem, wenn jemand durch einen Unfall ins Krankenhaus gekommen ist, wissen Sie vielleicht noch gar nicht, was Sie zuhause erwarten wird.

Neben der Aufklärung ist die Ärztin auch für einige organisatorische Dinge zuständig: Sie entscheidet, wann der Patient entlassen wird. Sie schreibt auch einen Arzt-Kurzbrief an den Hausarzt, der die weitere Behandlung übernimmt. Mit diesen Informationen können Sie die weitere Planung angehen.

Sozialdienst im Krankenhaus

Wenn Sie die Organisation nicht alleine stemmen wollen oder können, fragen Sie im Krankenhaus nach dem Sozialdienst, der Pflegeüberleitung oder den Entlassungsexperten. Diese Menschen helfen Ihnen bei der Organisation der Entlassung und auch den Schritten danach.

Sie vermitteln beispielsweise auch an Pflegedienste und erklären, wie Sie Hilfsmittel organisieren können. Alternativ können Sie sich, wenn Sie möchten, auch direkt an uns wenden.

 

Wir kooperieren aus Erfahrung auch mit Kliniken und helfen Ihnen, die Entlassung zu organisieren. Dazu besuchen wir Sie und den Patienten auch schon im Krankenhaus.

Kontaktpersonen für Pflege außerhalb des Krankenhauses früh ansprechen

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus werden Sie mit der Pflege auch nicht allein sein. Es gibt eine Reihe von Experten, an die Sie sich wenden können. Dazu gehören der Hausarzt und auch Ihre Apothekerin.

Mit dem Hausarzt absprechen

Ihr Hausarzt ist weiterhin ein wichtiger Ansprechpartner – auch zum Thema Pflege. Er übernimmt ab sofort die Behandlung und beispielsweise auch die Rezepte für weitere Medikamente. Deswegen bekommt er den Arzt-Kurzbrief vom Krankenhaus, in dem er über den aktuellen Stand informiert wird.

Sie besprechen mit Ihrem Hausarzt, der Sie und Ihre Familie vielleicht etwas besser kennt, auch, wie die Pflege weitergehen wird. Viele Hausärzte kennen auch schon Pflegedienste vor Ort und haben mit ihnen zusammengearbeitet. Wir koordinieren uns beispielsweise oft mit unterschiedlichen Ärzten.

Wenn Sie die Pflege mit der Pflegekasse organisieren (s.u.) hilft oft auch die Einschätzung Ihres Hausarztes zum Pflegebedarf. Es ist wichtig, dass der Hausarzt sich die bisherigen Befunde noch einmal ansieht und überprüft, ob alle aktuell wichtigen Informationen für den MDK (medizinischen Dienst der Krankenkassen) zusammengefasst wurden.

Hilfsmittel über die Apotheke organisieren

Auch viele Apothekerinnen kennen sich schon mit dem Thema Pflege aus – sie versorgen immerhin viele Pflegebedürftige und beraten Angehörige. Vor dem Kontakt zur Pflegekasse und zu einem Pflegedienst wissen Sie vielleicht noch nicht, was Sie alles brauchen werden. Aber Sie bekommen im Krankenhaus bereits erste Informationen, die Sie ja auch mit dem Hausarzt besprechen.

Ihre Apothekerin kann Sie auch zu den üblichen Vorgehensweisen beraten und weiß, welche Rezepte Sie brauchen werden.

 

Auch hier gilt: Wenn Sie möchten, sprechen wir für Sie mit Apotheken und Hausärzten und koordinieren die Pflege.

Pflege beantragen: Die Pflegekasse kontaktieren

Pflege beantragen Sie direkt bei der Krankenkasse. Hier erklären wir, wie Sie Pflege beantragen.

Nachdem die Pflege bewilligt wurde, sprechen Sie sich mit vielen Beteiligten noch mal ab: Hausärzte, Apothekerinnen, Physiotherapeuten und andere Gesundheitsprofis bleiben im „Team“. Als Pflegedienst an Ihrer Seite koordinieren wir diese Absprachen gerne für Sie und mit Ihnen!

 

Pflege beantragen: So geht’s

Sie wollen Pflege beantragen? Der richtige Ansprechpartner ist die Krankenkasse des Pflegebedürftigen.

Wir erklären, wie Sie in wenigen Schritten Pflege beantragen. Vorab: Wenn Sie dabei lieber nicht allein sein wollen, kontaktieren Sie uns! Wir helfen auch schon, bevor die Pflege bewilligt wurde.

Schritt 1: Antragsformular besorgen

Als erstes stellen Sie einen Antrag auf Pflege bei der Pflegekasse, die für Ihren Angehörigen zuständig ist. Sie ist immer an seine oder Ihre Krankenkasse angegliedert.

Dazu rufen Sie Ihre Krankenkasse an oder schreiben ohne besondere Form an Ihre Krankenkasse, dass Sie einen Antrag auf Pflegeleistungen stellen wollen.

Machen Sie das so früh wie möglich – das Datum auf dem Antrag zählt später für die Bewilligungszeit.

Bei einigen Krankenkassen können Sie auch direkt das Formular herunterladen:

Hier ein Überblick über den Weg zum Formular bei einigen großen Krankenkassen:

Wenn Ihre Krankenkasse hier nicht aufgelistet ist, kontaktieren Sie sie einfach direkt – zum Beispiel per Telefon, Brief oder auch Fax.

Schritt 2: Antrag ausfüllen

Den Antrag auszufüllen, ist für Laien nicht einfach. Auch wenn alle Fragen eindeutig wirken, kann es Stolperfallen geben. Außerdem punkten oft Fachbegriffe mehr als die einfache Beschreibung.

Lassen Sie sich dabei helfen oder beraten – beispielsweise von uns oder von einer Beratungsstelle für Pflegende in Ihrer Nähe.

Schritt 3: Besuch vom Gutachter

Ein Gutachter vom medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) kommt zu Ihnen, um den Pflegebedarf zu ermitteln.

Dazu vereinbart er mit Ihnen einen Termin – trauen Sie sich ruhig zu sagen, wenn Sie keine Zeit haben. Versuchen Sie, den Termin auf keinen Fall alleine wahrzunehmen: Jemand vom Pflegedienst oder mindestens ein weiterer Angehöriger sollte anwesend sein.

Bei dem Besuch beurteilt der Gutachter, welchen Pflegegrad der oder die Pflegebedürftige bekommt. Das passiert auch anhand von Fragen. Deswegen ist es wichtig, dass jemand die Probleme angemessen beschreiben kann. Beschönigen Sie auf keinen Fall die Situation!

Schritt 4: Mitteilung des Pflegegrads

Als nächstes teilt Ihnen die Pflegekasse den ermittelten Pflegegrad mit. Das muss spätestens fünf Wochen nach Eingang Ihres Antrags passieren.

Abhängig vom Pflegegrad bekommen Sie unterschiedlich viel Geld von der Pflegekasse und können unterschiedlich viele Leistungen in Anspruch nehmen. Auch hier beraten wir Sie gern.

Widerspruch bei Ablehnung

Wenn die Krankenkasse den Antrag ganz ablehnt, können Sie Widerspruch einlegen – aber nur innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Ablehnung.

 

 

Pflegekosten von der Steuer absetzen

Pflege kostet Geld, auch wenn die Krankenkassen oder Pflegekassen in vielen Bereichen Kosten übernehmen. Die übrig bleibende Belastung lässt sich teilweise von der Steuer absetzen – man muss nur sorgfältig vorgehen.

Es kann sich lohnen, die Kosten der Pflege genau im Auge zu behalten, um sie bei der Steuer angeben zu können. So sparen Sie Steuern und behalten einen guten Überblick. Wir geben Tipps dazu, welche Kosten Sie absetzen können und wie und wo Sie die Beträge in der Steuererklärung eintragen können.

Im folgenden finden Sie einige Erklärungen und Tipps – die natürlich keine Steuerberatung ersetzen. Wenn Sie keine Steuerberatung in Anspruch nehmen möchten (beim Steuerberater oder zum Beispiel Lohnsteuerhilfeverein), hilft oft schon ein Computer-Programm, das durch die Steuererklärung leitet.

Pflegekosten von der Steuer absetzen

Es gibt sehr unterschiedliche Möglichkeiten, wie Pflegekosten sich auf die Steuern auswirken können, die Sie zahlen. Dabei wird die Rechnung oft noch komplexer dadurch, dass beispielsweise die pflegebedürfte Ehefrau und der Ehemann zusammen eine Steuererklärung einreichen möchten.

Ganz allgemein können Sie folgende Optionen für Ihre Steuererklärung berücksichtigen:

  • Pflegekosten als außergewöhnliche Belastung
  • Pflegekosten als haushaltsnahe Dienstleistungen
  • Pflege-Pauschbetrag
  • Behinderten-Pauschbetrag

Die Pauschbeträge als pflegender Angehöriger oder Patient mit Behinderung in Anspruch zu nehmen, ist die einfachste Variante, Pflegekosten bei der Steuer geltend zu machen. Sie lassen sich auch nicht mit den anderen Möglichkeiten kombinieren. Oft lohnt es sich aber, den zusätzlichen Aufwand für die anderen beiden Optionen zu betreiben. So können auch anrechenbare Kosten, die höher als der Pauschalbetrag sind, berücksichtigt werden. Das ist bei vielen Leuten der Fall.

Pflegekosten als außergewöhnliche Belastung und Haushaltsnahe Dienstleistungen kombiniert absetzen

Pflegekosten können außergewöhnliche Belastung sein oder als haushaltsnahe Dienstleistung abgerechnet werden. Dabei ist es oft hilfreich, schrittweise vorzugehen: Erst die außergewöhnliche Belastung berechnen und dann die verbleibenden Kosten noch teilweise über haushaltsnahe Dienstleistungen abrechnen.

Der Unterschied: Die außergewöhnlichen Belastungen werden vollständiger berücksichtigt. Haushaltsnahe Dienstleistungen nur zu 20 % (bis zu maximal 4 000 €/Jahr).

Beispiel

Dazu berechnen Sie die Kosten, die angefallen sind: Für Materialien, den Pflegedienst oder andere Helfer – beispielsweise 10 000 €. Die Summe reduzieren Sie um die Beträge, die Sie von der Pflegekasse erhalten haben – in unserem Beispiel 4 000 €. Es verbleiben 6 000 €. Von denen wird ein bestimmter Prozentsatz des Jahreseinkommens als „zumutbare Belastung“ abgezogen. Die hängt vom Einkommen ab und davon, ob die Person verheiratet oder ledig ist, für Kinder unterhaltspflichtig ist und wie die Steuererklärung gemacht wird (für ein Ehepaar oder einen einzelnen). Für unser Beispiel nehmen wir an, sie beträgt 800 €. Dann bleiben insgesamt 5 200 €, die als „außergewöhnliche Belastung“ in die Steuererklärung eingetragen werden können.

Aber auch die Kosten, die als „zumutbar“ abgezogen wurden, können noch geltend gemacht werden: 20 % von 800 €, also 160 €.

Insgesamt können also von den 6 000 €, die selbst gezahlt werden mussten, 5 200 € steuerlich geltend gemacht werden.

Belege sammeln

Der wichtigste „Steuertrick“ ist immer, alle Belege zu sammeln. Sowohl über Pflegegrad und Einstufung, als auch zu Kosten. Dazu zählen erst mal alle Kosten: Materialien, Fahrten, Aufwand, Pflege, Pflegedienst, externe Betreuung, Haushaltshilfen, …

Wenn Sie am Ende des Jahres (oder zu Beginn des neuen) dann die Belege sichten, können Sie entscheiden, ob Sie das Sortieren mithilfe eines Programms selbst schaffen oder einen Steuerberater beauftragen möchten.

 

Intensivpflege im Ruhrgebiet: Deswegen werden wir gebraucht

Die ambulante Intensivpflege ist die Spezialität von einigen Pflegediensten im Born Gesundheitsnetzwerk. Der Kinderintensivpflegedienst Peggy Blue ist auf die Jüngsten (pädiatrische Intensivpflege) spezialisiert, AuK intensiv und die ipo kümmern sich um erwachsene Patienten.

Heute können Patienten sich – getreu dem Motto „ambulant vor stationär“ – in fast allen Fällen entscheiden, zuhause gepflegt zu werden. Das gilt auch für Intensivpflege. Die ist – wie der Name schon sagt – oft aufwändiger als die ambulante Pflege für andere Patienten. Ein wichtiger Aspekt der Intensivpflege ist, dass rund um die Uhr eine Fachkraft in der Nähe des Patienten sein muss, um in Notfällen eingreifen zu können.

Warum Intensivpflege?

Die Gründe, wieso jemand intensivpflegebedürftig ist, sind unterschiedlich. Grob lassen sie sich in drei Kategorien teilen:

  • Manche Kinder haben von Geburt an beispielsweise Probleme mit dem Atmen. Sie bekommen dann in ihrer Kindheit oder ihr ganzes Leben lang Unterstützung durch Intensivpflege.
  • Einige Menschen werden durch Erkrankungen im Laufe ihres Lebens intensivpflegebedürftig. Manchmal, weil eine Krankheit neu auftritt, manchmal, weil Symptome mit der Zeit schlimmer werden.
  • Die dritte Gruppe sind Menschen, die durch einen Unfall intensivpflegebedürftig geworden sind.

Genauer gibt es natürlich viele konkrete Gründe, wieso unsere Patienten im Ruhrgebiet von unseren Intensivpflegediensten betreut werden.

Was beinhaltet Intensivpflege?

Bei der ambulanten Intensivpflege im Ruhrgebiet und darüber hinaus betreuen wir Patienten mit ganz unterschiedlichen Problemen. Die Behandlung ist individuell unterschiedlich – immer in Absprache mit Ärzten, Physiotherapeuten und anderen Experten, die ihren Beitrag zur Behandlung leisten.

Hier einige Beispiele für die Krankheiten, die unsere Patienten betreffen:

  • Atemwegserkrankungen mit Atemdepression, respiratorischer Insuffizienz oder Atemkettendefekten
    • Wie Asthma, Tracheomalazie, Larynxstenosen, Hämangiome, …
    • Beatmung (rund um die Uhr oder nur nachts (Ganz-, Teil- und Langzeitbeatmung)
  • Komplikationen nach Organtransplantationen
  • Querschnittlähmung
  • Herzfehler, Muskelerkrankungen
  • Anfallsleiden
  • Diabetes Mellitus
  • Traumata
  • Koma, Wachkoma aus unterschiedlichen Gründen mit muskulären oder neurogenen Lähmungen
  • Chiari Syndrom, amyotrophe Lateralsklerose, Trisomien, Spina bifida, Undine Syndrom

Deswegen ist Intensivpflege zuhause so wichtig

Ob für Kinder oder Erwachsene: Intensivpflege ist auch zuhause möglich. Das bedeutet nicht, dass ambulante Intensivpflege für jeden Patienten und jede Familie das richtige ist. Auch Intensivpflege-WGs können beispielsweise genau das richtige für einen Patienten und seine Angehörigen sein.

Trotzdem bleibt es enorm wichtig, dass Patienten und Patientinnen die Möglichkeit haben, zuhause zu bleiben. Auch wenn sich eine Erkrankung verschlimmert oder sich durch einen Unfall etwas ändert. Für Kinder und Jugendliche ist es insbesondere schön, am Familienleben teilnehmen zu können und eine Kindheit in ihrer Familie zu erleben.

Auch ältere Patienten fühlen sich oft zuhause am wohlsten. Wenn die Möglichkeit dazu besteht – wir beraten Sie immer gern, wenn Sie Fragen haben! – kann die Behandlung auch bei komplizierten Beschwerden in der eigenen Wohnung funktionieren.

Wir bieten die ambulante Intensivpflege in Teams an, die sich mit den Familien, die wir betreuen, genau abstimmen. So sind wir immer da, wenn wir gebraucht werden, und stören so wenig wie möglich. Damit der „ganz normale Alltagswahnsinn“ auch in Familien mit intensivpflegebedürftigen Mitgliedern weiterlaufen kann.