Was ist Grundpflege?

Fast jeder, der sich als Patient, Angehöriger oder auch vor der Ausbildung mit dem Thema Pflege beschäftigt hat, hat auch den Begriff „Grundpflege“ schon einmal gehört. Dabei wird viel darüber gesprochen, was er bedeutet und vor allem auch, wie er sich von anderen Begriffen abgrenzen lässt. Grundpflege, Basispflege, Grundversorgung häufig werden diese Begriffe synonym verwendet. Dabei ist es wichtig, gerade den Unterscheid zwischen den Begriffen Grund- und Behandlungspflege zu kennen.

Was bedeutet Grundpflege?

Grundpflege bedeutet, dass jemand bei alltäglichen Grundverrichtungen unterstützt wird.

Diese alltäglichen Grundverrichtungen umfassen Essen, Körperpflege, Mobilität, Prophylaxe und die Förderung von Eigenständigkeit und Kommunikationsfähigkeit.

Diese Liste umfasst diverse Aufgaben:

  • Ernährung – Essen und Trinken, von der mundgerechten Darreichung bis zur Mahlzeit. (Das Zubereiten von Nahrung gehört zur hauswirtschaftlichen Hilfe!)
  • Körperpflege – vom alltäglichen Waschen und Zähneputzen bis hin zu regelmäßigen Körperpflegeaufgaben wie Nagelpflege oder Rasur.

Außerdem gehören Aufgaben dazu, die weitere Fähigkeiten fördern oder unterstützen sollen:

  • Mobilität – hierzu zählt die Unterstützung beim Bewegen (ob nur der Bewegung wegen oder zu einem Ziel wie einem Arzttermin) und Maßnahmen die helfen sollen, die Bewegungsfähigkeit zu erhalten oder zu fördern.
  • Prophylaxe – viele Tätigkeiten in der Grundpflege sind prophylaktisch, also vorbeugend. Sie verhindern weitere Erkrankungen oder Verschlimmerung von Krankheiten. (Beispiele sind die Prophylaxe von Dekubitus, Thrombose, Kontrakturen, Pneunomie, … viele der Maßnahmen überschneiden sich mit Zielen wie der Förderung von Mobilität oder der Körperpflege)
  • Förderung von Eigenständigkeit – mit der Perspektive auf die noch vorhandenen Fähigkeiten statt der Fehlenden. So sollen Patienten gefördert werden. Sie werden dabei unterstützt, sich selbst zu pflegen und die entsprechenden Fähigkeiten wieder zu lernen, wo möglich.
  • Förderung von Kommunikation und Kommunikationsfähigkeit – das einfache Reden mit Patienten und die Unterstützung bei der Kommunikation mit anderen (zum Beispiel durch Besuch einer Tagespflege, Seniorengruppe oder ähnlichem) gehört in diesen Bereich.

Wer bezahlt die Grundpflege?

Die Grundpflege wird von der Pflegekasse bezahlt.

In der gesetzlichen Pflegeversicherung ist jeder versichert, der auch in der gesetzlichen Krankenversicherung ist. Wer privat versichert ist, muss sich auch um eine private Pflegeversicherung kümmern.

Für so gut wie jeden Menschen in Deutschland gilt deswegen, dass er oder sie pflegeversichert ist.

Wer hat Anspruch auf Grundpflege?

Bei der Grundpflege handelt es sich um eine Leistung der Pflegeversicherung in Deutschland für alle Menschen, die pflegebedürftig werden.

Wenn jemand pflegebedürftig wird, hat er Anspruch auf Grundpflege.  Das kann durch Krankheit, Unfall oder Alter passieren.

Viele ältere Menschen verlieren einige Bewegungsfähigkeit und benötigen deswegen beispielsweise Unterstützung beim An- und Ausziehen oder bei der Körperwäsche. Andere sind zwar körperlich noch zur Durchführung der Tätigkeiten in der Lage, aber ihnen fehlt aufgrund von anderen Krankheiten die Organisationsfähigkeit. Beispielsweise vergessen demente Patienten oft bestimmte Aufgaben oder wiederholen sie immer wieder.

Jüngere Menschen können nach einem Unfall oder durch eine Krankheit pflegebedürftig sein. Manchmal sind sie vorrübergehend, manchmal dauerhaft pflegebedürftig. Wer sich einen oder beide Arme bricht, ist vorrübergehend eingeschränkt und hat während dieser Zeit Anspruch auf Unterstützung. Wer nach dem Unfall langfristig beispielsweise bewegungsunfähig ist, wird auch langfristig gepflegt.

 

Grundpflege von Pflegediensten im Born Gesundheitsnetzwerk

Im Born Gesundheitsnetzwerk finden sich einige Pflegedienste – von der ambulanten Alten- und Krankenpflege bis hin zur Intensivpflege.

Dabei gehört die Grundpflege zu unseren Aufgaben. Wir übernehmen die Grundpflege für alte, kranke oder verunfallte Patienten – im Notfall auch sofort.

Wenn Sie auf der Suche nach Grundpflege sind – für sich oder Angehörige – rufen Sie uns an, schreiben Sie uns oder kontaktieren Sie uns über Facebook.

Unterstützung für pflegende Kinder und Jugendliche

Aktuelle Befragungen zeigen, dass rund 6 Prozent der 10- bis 18-jährigen Kinder und Jugendlichen in der Pflege eines Angehörigen aktiv sind. Das bedeutet, dass schon in einer Klasse mit 20 Kindern im Schnitt mindestens eins in der Pflege aktiv ist.

Pflege ist für viele Erwachsene anstrengend oder belastend – wir haben uns im letzten Monat mit Depressionen als Folge für Pflegekräfte beschäftigt. Auch sonst fühlen sich viele pflegende Angehörige sehr belastet. Für Kinder und Jugendliche ist diese Belastung wesentlich größer, zumal sie aktuell noch keine angemessene Unterstützung erfahren.

Dass Kinder und Jugendliche pflegen, ist Normalität

Die aktuellen Zahlen von 6,1 % der Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren, die in der Pflege aktiv sind, basieren auf einer Umfrage unter Gymnasiasten aus den Jahren 2015 bis 2017. Hier wurden die Kinder direkt dazu befragt, wie sie in die Pflege in der Familie eingebunden sind.

Diese Zahl ist recht groß – zum Vergleich: Auch schwarze Haare haben rund 6 % der Menschen in Deutschland.

Zu große Aufgaben für junge Menschen

Die Aufgaben der Kinder und Jugendlichen reichen von Hilfsleistungen im Haushalt bis zur Körper- und Intimpflege. Hier hört die Normalität auf. Denn Kinder dürfen und sollen zwar in Familien alltägliche Mithilfe leisten – je nach Alter beim Einkauf, Putzen oder Waschen helfen -, aber müssen keine pflegerischen Aufgaben übernehmen.

Die Belastung ist wie bei Erwachsenen einerseits körperlich und andererseits seelisch. Sie kann aber gerade bei jungen Menschen sehr schnell zu groß werden. Wer pflegt, trägt viel Verantwortung für einen anderen Menschen. Mit dieser Anforderung umzugehen, muss man lernen. Nicht umsonst dauert die Ausbildung zur Pflegekraft Jahre und nicht bloß ein paar Wochen.

Und Kinder (und auch Jugendliche) hatten schlicht noch keine Zeit in ihrem Leben zu lernen, mit besonderen Belastungen umzugehen. Sie sollten stattdessen Zeit haben, sich zu entwickeln: Spielen, Lernen, Freunde treffen.

Kinder und Jugendliche müssen nicht pflegen

Keine Familie sollte auf die Hilfe von Kindern oder Jugendlichen in der Pflege angewiesen sein. Diese Aufgaben können von Erwachsenen übernommen werden: Entweder anderen Familienmitgliedern oder einem Pflegedienst.

Viele Familien schrecken aber davor zurück, sich Hilfe zu suchen. Sie erwähnen nicht, wie viel Unterstützung durch Kinder oder Jugendliche geleistet wird. Die Kinder oder Jugendlichen selbst werden oft gar nicht gehört – sie sind bei Gesprächen mit dem Arzt oder Pflegedienst nicht dabei. Und Erwachsene schämen sich manchmal, weil sie viele Aufgaben an die Kinder abgeben müssen. In einigen Fällen haben Familien auch Angst, dass sie auseinandergerissen werden, wenn sie zugeben, dass die Kinder bisher viele Aufgaben in der Pflege übernommen haben.

Hilfe für pflegende Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche, die ein Elternteil oder andere Angehörige oder Freunde der Familie pflegen, sollen nicht aus ihrer Beziehung zur pflegebedürftigen Person gerissen werden. Die Zeit mit einem kranken Angehörigen ist ihnen oft selbst wichtig und sie möchten sich „nützlich“ fühlen.

Deswegen sollte niemand einfach in das Familienleben einfallen und die Aufgaben übernehmen. Wir dürfen auch nicht die Betroffenen ohne Frage aus der Pflege werfen.

Stattdessen sollten verschiedene Gruppen ein Auge auf die Pflege haben und bei Bedarf ein Gespräch beginnen. Lehrer, die bemerken, dass ihre Schüler oft müde sind, immerzu besorgt wirken oder sich nicht an sozialen Aktivitäten beteiligen, können ihre Schüler an Beratungsangebote vermitteln. Familien können sich auch direkt an Beratungsstellen wenden – leider gibt es noch nicht überall spezialisierte Ansprechpartner. Aber oft können Pflegedienste ganz praktisch und pragmatisch helfen, weil sie wissen, wie mehr Pflegeaufgaben durch Erwachsene übernommen werden können.

Auch für uns als Anbieter von Pflege gilt gerade in Familien mit Kindern: Wir müssen ein Auge darauf haben, wer überlastet ist und wen die Pflege besonders strapaziert. Gerade wenn das Kinder sind, müssen wir allen in der Familie Beratung und auch mehr Unterstützung bei der Pflege anbieten. Dabei geht es nicht um Verkaufsgespräche, um mehr Pflege „zu verkaufen“. Es geht darum, dass jeder Patient und alle Angehörigen wissen sollten, welche Unterstützung sie haben könnten.

Wenn Sie Beratung möchten und nicht wissen, an welche Beratungsstelle Sie sich wenden könnten, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns hier oder über Facebook. Dann sprechen wir mit Ihnen darüber, welche Pflegeaufgaben wir in Ihrer Familie übernehmen können.

Noch in der Rente für die Rente pflegen und Flexirente nutzen

Rentnerinnen und Rentner sind von den Regelungen zu erhöhten Rentenansprüchen durch ehrenamtliche Pflege eigentlich ausgenommen – sie können die Pflege ja nicht „neben der Arbeit“ erbringen. Deswegen sieht es zunächst so aus, als könnten Menschen in voller Altersrente auch nicht davon profitieren, dass durch die sogenannte ehrenamtliche Pflege Rentenansprüche entstehen können.

Tatsächlich gibt es durch die Flexirente aber doch Möglichkeiten, die vor allem Rentner und Rentnerinnen mit niedrigem Einkommen nutzen sollten.

Flexirente bringt Möglichkeiten

Das Modell der sogenannten Flexi-Rente ermöglicht seit 2017 Rentnern und Rentnerinnen, neben der Rente zu arbeiten. Dafür wird mindestens 1 % der Rente gekürzt.

Durch die Arbeit verdienen „Flexirentner“ natürlich einerseits direkt Geld. Andererseits erhöhen sie durch diese Arbeit auch wieder ihre Rentenansprüche, denn in einem regulären Job zahlen sie weiterhin in die Rentenkasse ein. Sinn der Einführung der Flexirente war es, einen weicheren Übergang zwischen Arbeit und Rente zu ermöglichen. Wer sich noch fit fühlt, kann auch noch arbeiten und damit länger vorsorgen. So können ältere Menschen auch noch einige Lücken schließen, die sich vielleicht in ihrer Vorsorge ergeben haben.

Neu erworbene Ansprüche gelten jeweils ab sofort auch für die laufende Altersrente, werden aber nur jährlich aktualisiert (und rückwirkend ausgezahlt).

Pflegen in der Rente

Wer bereits in Altersrente ist, kann auf die Flexirente umsteigen und durch Pflege Ansprüche sammeln. Dazu müssen dann die gleichen Bedingungen erfüllt sein, wie bei anderen Pflegenden, die Rentenansprüche durch „ehrenamtliche“ Pflege sammeln.

Kurz gefasst: Die Pflege muss regelmäßig (mindestens 10 Stunden in der Woche in mindestens 2 Monaten im Jahr), unentgeltlich (also nicht beruflich) und für eine pflegebedürftige Person (mit Pflegegrad 2 oder höher) erfolgen. Die vollen Bedingungen finden Sie in unserem Artikel zu Rentenansprüchen durch Pflege.

Typisch ist der Fall einer Frau, die selbst keine hohe Altersrente bezieht. Sie pflegt ihren Mann, Nachbarn oder einen guten Freund. Weil sie dafür nicht bezahlt wird, kann sie überlegen, auf 1 % ihrer Rente zu verzichten und dafür höhere Rentenansprüche zu erwerben.

Rentenansprüche in der Flexirente erhöhen

Der große Vorteil des Modells ist, dass man höhere Rentenbeiträge sammelt. Wird man zum „Flexirentner“, hat man ja wieder „Arbeitszeit“, die durch Pflege aufgefressen werden kann. Die Beiträge zur Rentenversicherung werden also von der Pflegekasse gezahlt und erhöhen die monatlichen Rentenansprüche.

In der Praxis werden die aufgehäuften neuen Rentenansprüche jeweils im Juni eines Jahres für die letzten zwölf Monate ausgezahlt. Der Stand der Rente wird aber auch aktualisiert und ab sofort wird der höhere Betrag monatlich ausgezahlt. Wer weiter pflegt, erhöht auch im nächsten Jahr wieder seine Ansprüche und kann sich auf ähnliche Auszahlungen und Erhöhungen freuen.

Die Beträge sind zwar nicht enorm – zwischen 5 und 30 Euro pro Monat – aber können gerade für Menschen mit geringer Rente einen großen Unterschied ausmachen.

Für wen lohnt sich Pflegen in Flexi-Rente?

Für das laufende Jahr „lohnt“ sich der Umstieg, wenn die mögliche Erhöhung der Rentenansprüche mehr als ein Prozent der aktuellen Altersrente beträgt.

Insgesamt kann sich der Umstieg aber auch lohnen, wenn die Beträge sich nur knapp unterscheiden. Denn die zusätzlich erworbenen Ansprüche gelten lebenslang.

Ein Beispiel:

Herr Müller aus Dortmund bekommt eine Altersrente in Höhe von 710 €. Seine alte Nachbarin hat Pflegegrad 2 und Herr Müller teilt sich die Pflege mit einem Pflegedienst. Die Leistungen der Pflegekasse werden auch aufgeteilt in Pflegesachleistungen und Pflegegeld. Er pflegt seine Nachbarin für fünf Jahre. Danach zieht sie in ein Pflegeheim.

Wir ignorieren hier Veränderungen der Rente aus anderen Gründen.

Herr Müller bleibt bei seiner Rente

Wenn er weiterhin nur Rentner bleibt, bleiben seine Ansprüche jedes Jahr bei 710 €.

Herr Müller wird Flexirentner

Wenn Herr Müller Flexirentner wird und auf 1 % seiner Bruttorente verzichtet, sind das 7,10 €. Für die Pflege erwirbt er allerdings nur Rentenansprüche in Höhe von 7,09 €.

Trotzdem entscheidet er sich für das Modell. Wenn wir ignorieren, dass die erworbenen Ansprüche auch rückwirkend für das Jahr ausgerechnet und ausgezahlt werden, bekommt er im ersten Jahr nur 702,90 pro Monat. Im zweiten Jahr sind es allerdings schon 709,91 €, im dritten 716,94 €, im vierten 730,98, im fünften 730,98 und nach fünf Jahren hat Herr Müller seine Rentenansprüche auf 745,45 erhöht.

Rentenansprüche durch Pflege

Für viele kann sich der Umstieg auf die Flexirente vor allem langfristig lohnen. Wer absehen kann, dass er noch für eine Weile pflegen wird oder auch danach noch länger Rente bezieht, sollte das Modell auf jeden Fall für sich durchrechnen.

Ansprechpartner dafür sind die Rentenversicherung und die Pflegeversicherung. Bei der Planung von geteilter Pflege oder Übernahme aller Pflegesachleistungen durch uns, sind wir aber auch gerne für Sie da!

 

Zusatzrente für pflegende Angehörige: Wissenswertes für mehr Geld

Pflegende Angehörige können zusätzliche Ansprüche für ihre eigene Rente aufbauen. Das ist wertvolles Wissen für die vielen Menschen, die ganz oder teilweise die Pflege von Angehörigen, Freunden oder Nachbarn übernehmen. Denn anders als in anderen Fällen gelten hier nicht so scharfe Grenzen zur Beziehung zwischen Pflegepersonen und Patienten.

Pflegende Angehörige können höhere Rentenansprüche aufbauen

Wer regelmäßig relativ viel Zeit mit der Pflege einer Person verbringt und nebenbei nicht Vollzeit arbeitet, kann Rentenansprüche erwerben.

Einerseits in Form von „Wartezeit“, also Jahren, die als Arbeitszeit gelten. So können auch Menschen, die vorübergehend ihre normale Arbeit aussetzen, um ein Familienmitglied zu pflegen, weiter Rentenansprüche sammeln. Wer früher ein Jahr bei der Arbeit pausiert hat, um ein Familienmitglied zu pflegen, das durch Unfall, Krankheit oder Alter pflegebedürftig geworden ist, hat dieses Jahr für seine Rentenansprüche verloren – statt mit 65 konnte die Person also erst mit 66 volle Altersrente bekommen. Jetzt zählt die Pflegezeit wie Arbeitszeit.

Der zweite Bonus ist ein kleiner Beitrag zur Altersrente: Je nach Pflegegrad wird angenommen, dass die Pflege einer Tätigkeit mit einer Entlohnung von 562,28 bis 2 975 Euro entspricht, und die pflegende Person verdient die entsprechenden Rentenbezüge. Je höher der Pflegegrad, desto höher die Ansprüche. Am meisten gibt es, wenn die pflegende Person die Pflege allein übernimmt.

Die Voraussetzungen für Rentenansprüche für Pflegende

Pflegende, die die Zuschüsse „verdienen“ möchten, müssen einige Voraussetzungen erfüllen. Die beziehen sich teilweise auf sie selbst, teilweise auf den Patienten oder die Patientin.

  • Die pflegebedürftige Person hat mindestens Pflegerad 2 und deswegen Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung.
  • Die pflegebedürftige Person darf von einem Pflegedienst oder rein privat gepflegt werden – das hat nur Auswirkungen auf die Höhe der Ansprüche.
  • Die pflegende Person ist nicht beruflich, erwerbsmäßig mit der Pflege der pflegebedürftigen Person beschäftigt. (Pflegekräfte dürfen aber außerhalb ihrer Tätigkeit „ehrenamtlich“ (also ohne Bezahlung) eigene Freunde, Familie oder Nachbarn pflegen)
  • Die Pflege umfasst mindestens 10 Stunden pro Woche in häuslicher Umgebung.
  • Sie passiert an mindestens zwei Tagen in der Woche.
  • Die Pflege dauert mindestens 2 Monate im Jahr.
  • Die Pflegende Person arbeitet in ihrem Beruf maximal 30 Stunden in der Woche.
  • Die Pflegende Person lebt in Deutschland, in der EU oder in Norwegen, Liechtenstein, Island oder der Schweiz.

Ausnahmen von der Rentenversicherung

Es gibt auch freiwillige Pflegende, die die Regelung nicht in Anspruch nehmen können. Das sind insbesondere Kinder unter 15 Jahren (sie können noch nicht arbeiten, also können sie die Pflege auch nicht auf Kosten ihrer Arbeitszeit ausüben). Außerdem alle, die die freiwillige Pflege im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres, des Bundesfreiwilligendienstes oder wegen einer Ordenszugehörigkeit ausüben – hier gelten andere Regelungen.

Eine weitere Gruppe, die grundsätzlich von der Regelung ausgenommen wäre, sind Pensionäre und Rentner, die selbst bereits die volle Altersrente beziehen. Auch sie sind von der Regelung ausgenommen, weil sie keine Arbeitszeit haben, von der die Pflegezeit abgeht.

Es gibt aber auch für Rentner die Möglichkeit, von der Pflege während der Rente zu profitieren und weitere Ansprüche zu sammeln – dazu mehr in zwei Wochen!

Der Weg zur Zusatzrente

Die Anrechnung der Ansprüche funktioniert fast automatisch – es genügt, sich bei der Pflegekasse zu melden. Weitere Fragen beantwortet auch die Rentenversicherung unter der kostenlosen Rufnummer 0800 1000 4800.

Wenn Sie bei der Pflege Hilfe benötigen, planen wir mit Ihnen gemeinsam auch gern, wie Sie die Pflege am besten gestalten. Wie viele Stunden pro Woche können und wollen Sie pflegen? Was möchten Sie dabei tun und welche Aufgaben können Sie uns überlassen?

Egal, ob wir schon für Sie tätig sind, oder Sie gerade noch nach einem Pflegedienst suchen: Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir finden mit Ihnen die beste Lösung für Sie!

 

Depression durch Überlastung – pflegende Angehörige sind oft überfordert

Die Pflege der eigenen Angehörigen ist nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch eine außerordentliche Belastung für pflegende Angehörige. Von den rund 3,3 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden weniger als ein Viertel stationär gepflegt. Und über 90 % der ambulant betreuten Pflegefälle werden – teilweise oder ausschließlich – vom größten „Pflegedienst“ der Nation versorgt: den eigenen Angehörigen.

Eine Situation, die das Leben der Angehörigen oft auf dramatische Art und Weise schlagartig verändert. Zum einen durch die enorme körperliche Belastung, zum anderen auf der seelischen Ebene: durch großen psychischen Druck, radikale Veränderung des Alltagslebens und fehlender Unterstützung in der Pflegesituation. Die Folge ist oft ein Burn-Out oder Depressionen.

 

Weniger Selbstbestimmung im Alltag

Wird plötzlich oder schleichend ein Familienmitglied pflegebedürftig, ändert sich für die pflegenden Angehörigen viel. In besonders extremen Fällen bestimmt die Pflege bei den Angehörigen „das ganze Leben“.
Während Angehörige durch die emotionale Bindung zur pflegebedürftigen Person auf der einen Seite besonders hingebungsvolle Pflege verüben, leidet der Job und das Familienleben unter dem Zeitmangel.

Viele müssen ihre Arbeit reduzieren oder sogar ganz aufgeben, nur etwa 20 % der pflegenden Angehörigen arbeitet zusätzlich noch in Vollzeit. Denn rund die Hälfte der pflegenden Angehörigen investiert mehr als zwölf Stunden am Tag in die Pflege.

 

Depression rechtzeitig erkennen

Weltweit leiden rund 350 Millionen Menschen an Depressionen – und pflegende Angehörige werden etwa um zehn Prozent häufiger wegen psychischer Leiden behandelt als die übliche Bevölkerung. Der schleichende Beginn einer Depression wird von ihnen oft nicht bemerkt, da meist der Patient im Mittelpunkt steht und weniger der Pflegende.

Meist empfinden Angehörige die Zeichen der Depression als „Nebenwirkung“ der Gesamtsituation. Schließlich leiden sie „aus gutem Grund“ an Schlafmangel, fühlen starken Druck und leiden an Überforderung. Die Folgen, Müdigkeit, Hoffnungslosigkeit oder Traurigkeit, scheinen nicht wie eine „Krankheit“, sondern die passenden Gefühle zur Situation. Das sind sie auch.

Eine Depression ist keine „verrückte“ oder absurde Reaktion auf eine belastende Situation. Genausowenig ist eine Erkältung eine „verrückte“ Reaktion auf Kälte, Bakterien und Stress.

Depression oder „nur Stress“?

Es ist nicht immer leicht zu erkennen, ob eine Situation noch „nur Stress“ oder schon Depressionen auslöst. Die Betroffenen sind in einer belastenden Situation. Sie sehen „per Definition“ nicht unbedingt klar.

Ein erstes Kriterium ist Zeit: Wer für eine Woche besonders gestresst ist und sich danach wieder erholt, hat eher „nur“ Stress erlebt. Die Erholung ist wichtig und notwendig. Eine Depression ist meist längerfristig und Erholung scheint kaum noch zu helfen. Selbst wenn Betroffene einige Tage auf der Couch liegen oder durchschlafen können, fühlen sie sich dadurch nicht erholter oder besser.

Oft erkennen andere die Anzeichen eher. Denn viele depressive Menschen „verlernen das Lachen“ oder wirken dabei freudlos. Oder auch ständig unruhig aber ziellos. Viele Betroffene unternehmen erst dann etwas, wenn sie durch die Menschen in ihrem Umfeld aktiv auf Veränderungen und die möglichen Zusammenhänge zu einer Depression aufmerksam gemacht werden.

Hilfsangebote durch Pflegekurse

So mahnte die Präsidentin des deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe, Professor Christel Bienstein, in einer Stellungnahme zum aktuellen Pflegereport mehr Entlastung und Unterstützung für pflegende Angehörige an. Auch Krankenkassen zeigen sich engagiert. So bietet die DAK neuerdings einen kostenlosen online-Pflegekurs an, um es den Angehörigen im hektischen Alltag einfacher zu gestalten, an Unterstützung zu gelangen.

In Zukunft sollen außerdem überflüssige bürokratische Hürden verringert werden, um Angehörige frühzeitig zu entlasten.

Dabei soll die Last der Pflege weiterhin voll auf den Schultern der Angehörigen bleiben?

Über sieben Prozent der pflegenden Angehörigen denken darüber nach, die Pflege einzustellen. Weitere sechs Prozent wollen nur bei Erhalt zusätzlicher Unterstützung weiter pflegen. Auf der anderen Seite greifen aktuell nur die wenigsten auf existierende Hilfsangebote, wie z.B. kostenlose Pflegekurse, zurück. Maßgeblich, weil ihnen die Zeit dazu fehlt. In den meisten Fällen kümmern sich die pflegenden Angehörigen daher erst dann um Entlastungsmöglichkeiten, wenn es ihnen selbst durch die psychische Belastung bereits schlecht geht.

 

Echte Hilfe bei der Pflege

Alle Angehörigen können bei der Pflege echte Hilfe in Anspruch nehmen. Pflegedienste „übernehmen“ nicht einfach die gesamte Pflege.

Wir besprechen mit Ihnen genau, welche Aufgaben Sie gern abgeben möchten und welche Sie weiterhin selbst übernehmen können. Und wir sind flexibel: Bevor Sie richtig krank werden, können Sie die eigene Pflege auch für einige Wochen auf ein Minimum reduzieren. Wenn Sie erholt sind und Zeit hatten, die Pflege neu zu überdenken, können Sie wieder mehr Aufgaben übernehmen.

Altersdepression: frühzeitig erkennen, richtig pflegen

Depressionen im Alter bedeuten eine enorme Belastung – einerseits natürlich für Pflegebedürftige, andererseits für Pflegende. Zwar sinkt die Chance, an Depressionen zu erkranken, mit steigendem Alter. Die Ausprägungen und Einschränkungen sind, wenn sie sich zu bereits vorhandenen körperlichen Gebrechen hinzugesellen, allerdings eine starke zusätzliche Einschränkung der Lebensqualität.

Nachlassende körperliche Gesundheit, mangelnde Bewegungsfreiheit, Vereinsamung oder der Umzug in eine neue Wohnumgebung laden geradezu ein, sich depressiven Verstimmungen hinzugeben und können Auslöser einer Depression werden, oder bestehende Symptome drastisch verstärken. Gerade eine radikale Veränderung der Umgebung bei einer stationären Versorgung, oder der Verlust geliebter Menschen können die Seele von einem auf den anderen Tag schwer erkranken lassen.

In anderen Fällen hingegen werden schleichende Symptome auch von Angehörigen oft erst sehr spät im Sinne einer Depression ernst genommen, da die Umstände eine depressive Verstimmung absolut verständlich machen.

 

Depression im Alter erkennen

Die Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken, sinkt im Alter. Dennoch ist die häufigste psychische Erkrankung im Alter die Altersdepression. Gleichzeitig ist es für Ärzte oft nicht leicht, die Erkrankung zu diagnostizieren. Erleichtert wird die Diagnose, wenn die Symptome bereits von Angehörigen als alarmierend wahrgenommen werden.

Der Teufelskreis der „verdeckten Depression“ sieht so aus: In den meisten Fällen suchen die Betroffenen nicht den Arzt auf, weil sie fürchten, an einer Depression erkrankt zu sein. Vielmehr werden Symptome geschildert, wie zum Beispiel Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Gliederschmerzen oder Konzentrationsstörungen.

Ein Allgemeinmediziner, der keine Fachbildung im Bereich der Geriatrie hat, übersieht häufig die subtilen Anzeichen der Altersdepression. Denn die gravierenden Alarmzeichen, wie ein Gefühl von Wertlosigkeit, Nachdenken über den Tod oder Selbstmordgedanken, zeigen sich oft erst dann, wenn der Betroffene bereits in eine tiefe Depression verfallen ist. Außerdem verschweigen viele Patienten diese Überlegungen einem Arzt gegenüber.

 

Behandlungsmöglichkeiten der Altersdepression

So wie das Erkennen einer Depression bei alten Menschen meist viel schwieriger ist, als bei jüngeren, ist auch die Behandlung der Erkrankung weitaus komplizierter.

Eine medikamentöse Therapie ist im Alter meist nur eingeschränkt möglich. Viele pflegebedürftige Menschen erhalten oft bereits eine Menge von anderen Medikamenten. So sind oft unerwünschte Wechselwirkungen möglich, die eine medikamentöse Therapie erschweren.

Ein weiterer wichtiger Faktor zur Linderung von Depressionssymptomen ist ein sicheres soziales Umfeld, das Halt und Aussicht auf Besserung gibt. So ein fester Kontakt ist je nach Pflegeform nicht immer einfach aufrecht zu erhalten. Besonders in der stationären Pflege, fern des gewohnten Umfelds, ist es oft schwierig, einem depressiven Menschen eine Basis für positive Aussichten zu bieten. Es ist einfach, sich von Aktivitäten und sozialen Kontakten zurückzuziehen. Das Pflegepersonal wechselt und nicht zu jedem Pfleger besteht ein „guter Draht“, wodurch ein Wechselbad der Gefühle entsteht. Hier liegt es an den Angehörigen, möglichst regelmäßigen und intensiven Kontakt aufrecht zu erhalten.

Motivation für den Alltag – Pflegen bei Depression

Unabhängig von der notwendigen Behandlung der eigentlichen Depression: Altersdepressive Pflegebedürftige benötigen spezielle Pflege. Dazu können Pflegende – Angehörige und Profis – hilfreiche Tipps geben.

Auch kann man bei häuslicher Pflege viel durch kleine Aspekte ändern

  • Ein geregelter Tagesablauf für die Woche durchbricht das Rückzugs-Schema depressiver Senioren. Neben festen Uhrzeiten für den Besuch des Pflegediensts kann es auch andere Treffen oder Aktivitäten geben. Dazu sollte der Plan gemeinsam besprochen werden und auf vielfältige Beschäftigung ausgelegt sein.
  • Besuche helfen – auch wenn sie nur kurz oder selten möglich sind, sollte die Zeit dafür dann auch für eine echte Begegnung reichen. Gespräche, einfühlsames Zuhören, tröstender Körperkontakt (Umarmungen) helfen.
  • Bewegung hilft gegen Antriebslosigkeit. Für ältere oder eingeschränkt bewegliche Menschen sind Spaziergänge und andere aktivierende Tätigkeiten schon im Kleinen hilfreich.
  • Gegen Appetitlosigkeit hilft das gemeinsame Zubereiten von Mahlzeiten, wo möglich. Eine gemeinsame Mahlzeit pro Woche kann ein sozialer Höhepunkt sein und Lust auf mehr Experimente machen.

Depressionen im Alter sind eine ernstzunehmende Krankheit und eine enorme Belastung für Pflegebedürftige, Pflegekräfte und Angehörige. Daher ist es umso wichtiger, Symptome früh zu erkennen und Ärzte und Pflegepersonal gezielt auf diese anzusprechen. Mit gezielter Therapie und Pflege kann die Lebensqualität in vielen Fällen gesteigert werden, was den Pflegealltag für alle Beteiligten erträglicher macht.

Kombinationsleistungen – was ist das?

Die Kombinationsleistungen der Pflegeversicherung sind nicht allen bekannt, die eigentlich Anspruch darauf haben. Dabei können einige Menschen mit Pflegegrad über die Regelungen zu Kombinationsleistungen zusätzlich Geld bekommen.

Kombinationsleistungen von der Pflegeversicherung bedeuten, dass man sowohl Pflegegeld als auch Pflegesachleistungen bekommt – die beiden Leistungen also kombiniert. Das funktioniert, wenn Angehörige einige Pflegeaufgaben selbst übernehmen und andere von einem Pflegedienst durchgeführt werden.

Was sind ambulante Pflegesachleistungen und Pflegegeld?

Pflegesachleistungen sind alle Leistungen durch einen ambulanten Pflegedienst durchgeführt werden – man kann sich merken „Leistungen in Sachen Pflege“.

Pflegegeld ist ein monatlicher Betrag, den ein Pflegebedürftiger Mensch bekommen kann, wenn seine Angehörigen ihn oder sie pflegen. Das Geld soll sie für ihren zusätzlichen Aufwand entschädigen können.

Jeder pflegebedürftige Mensch bekommt einen Pflegegrad – je mehr Hilfe er oder sie benötigt, desto höher der Pflegegrad. Und je höher der Pflegegerad, desto höher die Ansprüche.

Bei Pflegegrad 1 gibt es nur Anspruch auf den Entlastungsbetrag und Beratung. Danach gilt:

  • Pflegegrad 2: 689 Euro oder 316 Euro Pflegegeld
  • Pflegegrad 3: 1298 Euro oder 545 Euro Pflegegeld
  • Pflegegrad 4: 1612 Euro oder 728 Euro Pflegegeld
  • Pflegegrad 5: 1995 Euro oder 901 Euro Pflegegeld

 

Kombinationspflege durch Kombinationsleistungen

Kombinationsleistungen bedeuten: Man muss sich nicht eindeutig zwischen Pflegesachleistungen und Pflegegeld entscheiden, sondern kann beides kombinieren.

Wer nur 75 % der Pflegesachleistungen in Anspruch nimmt, kann noch 25 % vom Pflegegeld bekommen.

Beispiel: Frau A. hat Pflegegrad 2. Ihre Familie teilt sich die Aufgaben mit dem Pflegedienst, deswegen arbeitet der Pflegedienst für 482,30 €. Frau A. nimmt also 70 % des ihr zustehenden Betrags für Pflegesachleistungen in Anspruch.
Wenn sie einen Antrag auf Kombinationspflege stellt, erhält sie 30 % vom Pflegegeld: monatlich 94,80 €.

Wie Sie Kombinationspflege beantragen

Jetzt wo Sie wissen, was Kombinationsleistungen der Pflegeversicherungen sind, bleibt nur noch, die Kombinationspflege zu beantragen. Wenn Sie nicht genau wissen, ob Sie die Pflegesachleistungen voll ausschöpfen, fragen Sie bei Ihrem ambulanten Pflegedienst nach!

Wenn Sie gerade keine Auskunft erhalten können, oder die Leistungen monatlich stark schwanken, können Sie die Kombinationspflege trotzdem beantragen. Wenn die Pflegesachleistungen voll ausgeschöpft werden, erhalten sie dann einfach kein Pflegegeld.

Dazu müssen Sie beiden Krankenkassen einen einfachen Antrag stellen. Dafür genügt ein relativ formloses Schreiben, in dem Sie erwähnen:

  • Name, Adresse, Pflegeversicherungsnummer und Geburtsdatum des Versicherten
  • Bitte stellen Sie mit sofortiger Wirkung die Pflegeregelung auf Kombinationsleistungen um.
  • Monatlich werden zurzeit ___ Euro für Pflegesachleistungen eingesetzt.“ ODER „Ich kann nicht abschätzen, wie genau das Verhältnis zwischen Pflegesachleistungen und Pflegegeld aussieht.

Sie können Kombinationspflege bei vielen Versicherungen auch telefonisch beantragen. Halten Sie dann die oben genannten Informationen einfach bereit.

Hilfe bei Kombinationspflege

Manchmal überlegen Patienten auch andersrum. Sie erhalten bisher nur Pflegegeld und möchten jetzt zusätzlich die Hilfe eines Pflegedienstes in Anspruch nehmen. Das Pflegegeld setzen Sie bis jetzt ein, damit ein Angehöriger an drei Tagen in der Woche die Fahrtkosten bezahlen kann, es bleibt aber etwas übrig. Jetzt suchen sie Unterstützung, die sie von diesem übrigen Betrag bezahlen können.

Ein Pflegedienst kann Ihnen dabei helfen, diese Rechnung ohne Risiko durchzuführen. Sind Sie gerade auf der Suche nach einem Pflegedienst, der Ihnen hilft? Sprechen Sie uns gerne an. Wir gehen mit Ihnen und Ihren Angehörigen alle Möglichkeiten durch und beraten Sie dazu, welche Leistungen Sie von uns in Anspruch nehmen wollen.

Der Entlastungsbetrag: Wieviel, wozu und wie?

In Kürze: Den Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich können Pflegebedürftige (Pflegestufe 1-5) für Pflegeleistungen nutzen. Er kann mit Beträgen für Pflegesachleistungen kombiniert werden und kann bis zum Juni des Folgejahres angespart werden.

Wer bekommt den Entlastungsbetrag?

Jede Person mit Pflegestufe 1 bis 5 bekommt den Entlastungsbetrag.

Dafür müssen Sie zunächst Pflege beantragen, um eine Pflegestufe zu erhalten. Wir erklären Ihnen hier, wie Sie den Antrag auf Pflege stellen.

Wie hoch ist der Entlastungsbetrag?

Der Entlastungsbetrag beträgt 125 €.

In einigen Ausnahmefällen können Ansprüche fortgesetzt werden, die vor der Umstellung auf Pflegestufen bestanden. Dann bekommen Betroffene 208 Euro, wenn Sie durch den Wechsel in die Pflegestufen nicht mindestens 83 Euro mehr erhalten als zuvor.

Wie funktioniert der Entlastungsbetrag?

Der Entlastungsbetrag steht Pflegebedürftigen ohne besonderen Antrag zu. Sie können also jeden Monat Leistungen über 125 € in Anspruch nehmen und dadurch bezahlen.

Meistens funktioniert das so, dass Patienten eine Leistung erst selbst bezahlen und dann die Rechnung an Ihre Pflege-/Krankenkasse schicken. Die erstattet den Betrag dann.

Viele Pflegedienste (oder andere Anbieter) können auch direkt mit den Pflegekassen abrechnen. Dann müssen Sie als Patient eine Abtretungserklärung unterschreiben. Die erlaubt dem Anbieter, die Rechnung direkt an die Pflegekasse zu schicken.

Bei uns funktioniert das auch – fragen Sie einfach nach!

Kann man sich den Entlastungsbetrag auszahlen lassen?

Nein, der Entlastungsbetrag ist nur für Leistungen vorgesehen. Die werden damit bezahlt.

Wenn man aber selbst eine Leistung bezahlt und die Rechnung einreicht, bekommt man das Geld von der Pflegekasse erstattet und direkt überwiesen. Deswegen sagen manche Menschen, dass sie den Entlastungsbetrag auf ihr Konto erhalten.

Wozu gibt es den Entlastungsbetrag?

Was kann man mit dem Entlastungsbetrag also bezahlen? Sie können nicht einfach alle Rechnungen einreichen, sondern nur die für bestimmte Leistungen.

Dazu zählen:

  • Tages- und Nachtpflege
    • Dabei insbesondere auch die sogenannten „Hotelkosten“, also die Kosten für Unterkunft, Mahlzeiten und Investitionskosten
  • Kurzzeitpflege
  • Angebote zur Unterstützung im Alltag. Dazu zählen insbesondere:
    • Haushaltsnahe Dienstleistungen
    • Gruppenangebote zum gemeinsamen Singen oder Basteln
    • Bewegungsangebote
    • Gemeinsame Spaziergänge
    • Begleitung zum Arzt, zu Behörden oder zu anderen Terminen

Für Patienten mit Pflegestufe 1 (nicht für alle anderen!) kann der Entlastungsbetrag auch für körperbezogene Pflegeleistungen wie Waschen und Anziehen eingesetzt werden. Denn sie bekommen ja keine andere finanzielle Unterstützung für diese Leistungen.

Wie kann man den Entlastungsbetrag ansparen?

Der Entlastungsbetrag wird automatisch „angespart“: Wenn Sie in einem Monat keine 125 Euro verbrauchen, sondern nur 100, stehen die restlichen 25 Euro weiter zur Verfügung.

Das gilt bis zum Juni des Folgejahres.

Sie können also jeden Monat 125 € verbrauchen, abwechselnd 50 und 200 oder Sie sparen alle 18 Beträge an, um im Juni eines Jahres 2250 Euro zur Verfügung zu haben, wenn beispielsweise dann Angehörige im Urlaub sind.

Allgemein sollten Sie darauf achten, dass von Januar bis Juni zunächst alte Restbeträge verbraucht werden. Für gewöhnlich sollte ihre Pflegekasse das selbst erledigen. Sie können aber zur Sicherheit auch nachfragen. Sie können auch erfragen, welche Beträge Sie schon verbraucht haben und welche Ihnen noch zur Verfügung stehen.

Kann ich den Entlastungsbetrag für … nutzen?

Wenn Sie noch Fragen zum Entlastungsbetrag haben, beraten wir Sie gern – auch bevor Sie Pflegeleistungen von uns in Anspruch nehmen. Dann können Sie vor Ihrer Entscheidung sehen, was bestimmte Leistungen Sie kosten werden und wie Sie diese Leistungen finanzieren können.

Kontaktieren Sie uns bei Facebook, telefonisch oder über unser Kontaktformular!

 

Checkliste: Einen guten Pflegedienst erkennen

Es gibt zwar viele Pflegedienste, aus denen jeder Patient frei wählen kann, aber in vielen Gegenden dennoch mehr Nachfrage als Fachkräfte. Viele Angehörige von pflegebedürftigen Menschen sind deswegen ohne Checkliste schnell bereit, einfach irgendeinen Pflegedienst zu beauftragen. Das sollte man sich aber zweimal überlegen – denn natürlich gibt es schwarze Schafe unter den Pflegediensten.

Wenn Sie auf der Suche nach einem Pflegedienst sind, soll Ihnen unsere Checkliste für Pflegedienste helfen, für sich zu entscheiden, ob ein Pflegedienst für Sie der richtige ist. Vorab allerdings der wichtigste Hinweis: Sie müssen sich mit dem Pflegedienst wohlfühlen. Ihr Bauchgefühl ist also der absolut entscheidende Faktor. Wenn Sie im Gespräch mit einem Pflegedienstkein gutes Gefühl haben, sehen Sie sich lieber weiter um!

Teil 1: Formales

An erster Stelle steht für Sie, den Pflegedienst „formal“ zu testen. Die Noten, die seit einiger Zeit vom medizinischen Dienst der Krankenkassen vergeben werden, helfen dabei leider nicht – mittlerweile hat sich herausgestellt, dass im bisherigen Messverfahren Pflegedienste ganz unterschiedlicher Qualität ähnliche Durchschnittsnoten erhalten.

Deswegen müssen Sie selbst prüfen (oder sich mit Freunden und Nachbarn austauschen) – nehmen Sie unsere Checkliste zur Hand, um einen Pflegedienst zu beurteilen!

Vorab: Welche Leistungen benötigen Sie?

Wissen Sie bereits genau, für welche Leistungen Sie den Pflegedienst beauftragen möchten? Dann achten Sie darauf, dass Sie einen Spezialisten auswählen: Einen ambulanten Pflegedienst für die Alten- und Krankenpflege, einen Intensivpflegedienst für Beatmungspatienten oder einen Kinderintensivpflegedienst für intensivpflegebedürftige Kinder und Jugendliche.

Wenn Sie noch nicht wissen, welche Leistungen Sie in Anspruch nehmen wollen, suchen Sie einen Pflegedienst, der Sie umfangreich berät – zu möglichen Leistungen, Kosten und Kostenübernahme.

  • Check: Ist es für den Pflegedienst in Ordnung, wenn Sie erst einmal ein unverbindliches Informationsgespräch möchten?
    • Bonus: Gibt es diese Unterstützung auch schon, bevor Sie Pflegeleistungen bei Ihrer Krankenkasse/Pflegekasse beantragt haben?
  • Check: Ist es in Ordnung, wenn bei den Gesprächen Angehörige oder Freunde dabei sind, damit Sie nicht allein entscheiden müssen?
  • Check: Bietet der Pflegedienst Unterstützung bei der Kommunikation mit Ihrer Krankenkasse?
  • Check: Erklärt der Pflegedienst Ihnen auf Wunsch, welche Leistungen wie abgerechnet werden? (Als Grundpflege, hauswirtschaftliche Versorgung, Sachleistungen, …)
  • Check: Erfahren Sie vom Pflegedienst auch etwas über weitere Möglichkeiten der Pflege wie Kurzzeit- oder Verhinderungspflege?
  • Check: Gibt es einen schriftlichen Vertrag? (gesetzlich vorgeschrieben!)

Wenn einer dieser Punkte nicht erfüllt wird, sollten Sie skeptisch sein. Vielleicht ist der Pflegedienst nur in Eile. Wenn Sie aber das Gefühl haben, dass man über Formalien „hinweggehen“ möchte, seien Sie auf der Hut: Unseriöse Anbieter nutzen Patienten manchmal aus und stellen später Leistungen in Rechnung, die nie besprochen wurden.

Tipp: Im Zweifel schreiben Sie alles mit, was passiert. Und unterschreiben Sie den Vertrag erst, wenn sie ihn gelesen haben. Sie können die unterschriebenen Papiere ja auch noch mit der Post an den Pflegedienst schicken, wenn der Termin sonst zu lange dauert!

 

Teil 2: Erreichbarkeit und persönlicher Kontakt

Wie erwähnt ist das wichtigste Kriterium bei der Wahl des Pflegedienstes Ihr Bauchgefühl. Aber auch wenn ein Pflegedienst sehr nett und sympathisch ist, muss die Organisation stimmen. Sonst haben Pflegekräfte oft nicht genug Zeit für ihre Patienten und jeder Besuch fühlt sich nach Stress an.

Deswegen stehen auch Fragen zu diesem Bereich in unserer Checkliste – stellen Sie ruhig einige Fragen zur Erreichbarkeit und zu ihren Kontakten im Pflegedienst.

Hier müssen Sie beurteilen, wie gut der Pflegedienst die Kriterien erfüllt und welche der Punkte für Sie wichtig ist. Einigen Patienten ist ganz egal, ob die Pflegekraft ein Mann oder eine Frau ist – Hauptsache pünktlich! Andere haben einen lockeren Tagesplan und warten gern länger auf einen Termin, wenn immer die gleichen zwei oder drei Leute die Pflege übernehmen.

  • Check: Bekommen Sie einen eigenen Ansprechpartner?
  • Check: Spricht der Pflegedienst Ihre Sprache? Verstehen Sie einander?
  • Check: Ist der Pflegedienst auf mehr als eine Weise sicher erreichbar? (Telefon, WhatsApp, E-Mail, …)
  • Check: Wird die Pflege von einem festen Team durchgeführt?
  • Check: Werden die Fachleistungen in der Pflege durch Fachkräfte durchgeführt?
  • Check: Meldet der Pflegedienst sich, wenn es zu Verspätungen kommt?
  • Check: Können Sie um Nichtraucher oder Pflegekräfte Ihres Geschlechts bitten?

Tipp: Hier geht es ganz um Ihre Vorlieben und Sie können im Gespräch entscheiden, ob ein Pflegedienst in diesen Bereichen zu Ihnen passt oder nicht. Lassen Sie sich nicht ausreden, wenn Ihnen ein Kriterium wichtig ist. Suchen Sie lieber nach einem anderen Pflegedienst in der Umgebung.

Teil 3: Wohlfühlen und Familie

Pflege umfasst viel mehr als „nur“ medizinische Leistungen. Wichtig ist auch, dass Sie und Ihre Familie sich wohlfühlen. Außerdem bieten Pflegedienste immer nur einen Teil Ihrer Versorgung – deswegen ist es wichtig, dass Sie mit Angehörigen, Ärzten, Therapeuten oder Apotheken kooperieren.

  • Check: Bietet der Pflegedienst an, Angehörige in Pflegetätigkeiten einzuweisen, um die Pflege zuhause zu erleichtern?
  • Check: Können bei der Terminvereinbarung Ihre Schlafens- oder Essenszeiten berücksichtigt werden?
  • Check: Kooperiert der Pflegedienst mit Ärzten, Therapeuten, Apotheken, … um Ihre Versorgung und Behandlung sicherzustellen?
  • Check: Können Sie Fragen stellen, wenn Sie besorgt sind oder eine (medizinische) Pflegeleistung nicht verstehen?
  • Check: (wenn für Sie relevant) Wissen die Pflegenden, wie Sie mit Patienten mit Demenz oder einer anderen spezifischen Besonderheit umgehen sollten?

Tipp: Wenn Ihnen einer der Punkte besonders wichtig ist, lassen Sie sich vom Pflegedienst ein wenig dazu erzählen, statt nur aufs „Ja“ zu hören. Wie genau löst der Pflegedienst ein bestimmtes Problem? Welche Erfahrungen gibt es in diesen Bereichen?

Unser Angebot

Auch wir schreiben hier für verschiedene Pflegedienste – spezialisiert auf Alten- und Kranken, Kinderintensiv- oder Intensiv- und Beatmungspflege.

Und natürlich stehen wir für Ihre Fragen bereit – mit oder ohne Checkliste.

Rufen Sie uns unter 0231 555 78 40 an oder schreiben Sie uns (per E-Mail an info@born-gesundheitsnetzwerk.de, über unser Kontakt-Formular oder per Fax an 0231 555 78 429), um einen Termin für ein ausführliches Gespräch zu vereinbaren, in dem Sie alle erwähnten Punkte prüfen und natürlich auch alle anderen Fragen stellen können, die Ihnen wichtig sind!

Welche Pflegeleistungen stehen mir zu?

Wer pflegebedürftig ist, hat bei seiner Krankenkasse Anspruch auf bestimmte Leistungen – also Geldbeträge, deren Höhe vom Pflegegrad abhängt. Dieses Geld muss für die Pflege eingesetzt werden. Dabei gibt es mehrere „Töpfe“ aus denen jeder Patient die für ihn wichtigen Leistungen bezahlen kann.

Pflegeleistungen abhängig vom Pflegegrad

Je nach Pflegegrad gibt es unterschiedlich viel Geld von der Krankenkasse. Es gibt fünf verschiedene Pflegegrade – hier haben wir erklärt, wie die Pflegegrade funktionieren.  Allgemein gilt: Je höher der Pflegegrad, desto mehr Geld steht für die Pflege zur Verfügung.

Die Pflegeleistungen gliedern sich in Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Leistungen für vollstationäre Pflege und weitere Sonderbeträge.

Pflegegeld und Pflegesachleistungen

Pflegegeld ist ein Geldbetrag, den die Krankenkasse dem Pflegebedürftigen direkt überweist. Er oder sie kann damit pflegende Angehörige oder Bekannte entschädigen, die ehrenamtlich pflegen, und die Kosten für den Aufwand decken.

Pflegesachleistungen sind Leistungen durch einen Pflegedienst. Es sind also keine „Sachen“ gemeint, sondern die Kosten für häusliche Betreuung, Hilfen im Haushalt und die Pflege selbst.

Diese beiden Leistungen können kombiniert werden. Mehr zum Thema Pflegesachleistungen und Pflegegeld haben wir hier für Sie zusammengefasst.

In aller Kürze die Beträge für Pflegegrad 2 bis 5:

  • Pflegegrad 2: 689 Euro oder 316 Euro Pflegegeld
  • Pflegegrad 3: 1298 Euro oder 545 Euro Pflegegeld
  • Pflegegrad 4: 1612 Euro oder 728 Euro Pflegegeld
  • Pflegegrad 5: 1995 Euro oder 901 Euro Pflegegeld

Vollstationäre Pflege

Bei der Pflege im Pflegeheim oder einer anderen dauerhaften Unterbringung übernimmt die Krankenkasse etwas höhere Kosten als das reine Pflegegeld betragen würde.

Achtung: Im Allgemeinen deckt dieser Betrag nie die Kosten der Unterbringung im Heim.

  • Pflegerad 1: 125 Euro
  • Pflegegrad 2: 770 Euro
  • Pflegegrad 3: 1262 Euro
  • Pflegegrad 4: 1775 Euro
  • Pflegegrad 5: 2005 Euro

Entlastungsbetrag

Der sogenannte Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich kann für unterschiedliche Leistungen eingesetzt werden – beispielsweise das Decken von Kosten für weitere Pflegeleistungen, für zusätzliche Kurzzeitpflege oder für „Hotelkosten“ einer Tages- oder Nachtpflege.

Zusätzliche Pflegeleistungen

Zusätzlich zu diesen Leistungen der Krankenkasse gibt es einige weitere Leistungen für Pflegebedürftige, die mit etwas mehr Variabilität genutzt werden können.

Tages- und Nachtpflege

Es gibt zusätzliche Zuschüsse für die Tages- oder Nachtpflege. Das sind Einrichtungen, in denen pflegebedürftige Menschen tagsüber oder nachts betreut werden. Diese Patienten und Patientinnen werden hauptsächlich zuhause gepflegt – meist durch Angehörige. Sie kommen aber allein körperlich oder seelisch nicht zurecht. Die Tages- oder Nachtpflege übernimmt die Pflege, während die Hauptpflegeperson nicht anwesend ist.

  • Pflegegrad 1: Die Kosten müssen durch den Entlastungsbetrag gedeckt werden.
  • Pflegegrad 2-5: Die Krankenkasse übernimmt die Kosten in Höhe von 50 % des Betrags für die Pflegesachleistungen für die Tages- oder Nachtpflege zusätzlich zu den übrigen Leistungen.

Dabei müssen Kosten, die nicht für Pflege selbst entstehen, also Essen, Unterkunft und „Bau“ des Gebäudes, vom Patienten getragen werden. Viele Patienten bestreiten die Kosten durch den Entlastungsbetrag.

Kurzzeit- und Verhinderungspflege

Für Kurzzeit- und Verhinderungspflege stehen außerdem Beträge zur Verfügung. Wir haben beides im Blog schon ausführlicher erklärt, hier gibt es mehr Infos zur Kurzzeitpflege und ausführliche Erklärungen der Verhinderungspflege.

  • Pflegegrad 1: Die Kosten müssen durch den Entlastungsbetrag gedeckt werden.
  • Pflegegrad 2-5: Jährlich stehen 1612 Euro für die Kurzzeitpflege zur Verfügung, die auf 8 Wochen verteilt werden können. Außerdem werden bis zu 1612 Euro für die Verhinderungspflege gezahlt. Dann stehen für die Kurzzeitpflege noch 806 Euro zur Verfügung. (Während dieser Zeit wird das Pflegegeld zu 50 % weiter gezahlt).

 

Wohnraumanpassung: Wohnung für die Pflege renovieren

Wer in seiner Wohnung Baumaßnahmen durchführt, durch die eine pflegebedürftige Person besser in der Wohnung leben kann – beispielsweise eine barrierefreie Dusche, verbreiterte Türen oder ähnliches – kann für diese Baumaßnahme Zuschüsse von der Krankenkasse beantragen.

Für jede pflegebedürftige Person werden pro Baumaßnahme bis zu 4000 Euro gewährt. Wenn mehrere pflegebedürftige Personen (ab Pflegegrad 1) in einem Haushalt leben, werden bis zu 16 000 Euro von der Krankenkasse zugegeben.