Intensivpflege im Ruhrgebiet: Deswegen werden wir gebraucht

Die ambulante Intensivpflege ist die Spezialität von einigen Pflegediensten im Born Gesundheitsnetzwerk. Der Kinderintensivpflegedienst Peggy Blue ist auf die Jüngsten (pädiatrische Intensivpflege) spezialisiert, AuK intensiv und die ipo kümmern sich um erwachsene Patienten.

Heute können Patienten sich – getreu dem Motto „ambulant vor stationär“ – in fast allen Fällen entscheiden, zuhause gepflegt zu werden. Das gilt auch für Intensivpflege. Die ist – wie der Name schon sagt – oft aufwändiger als die ambulante Pflege für andere Patienten. Ein wichtiger Aspekt der Intensivpflege ist, dass rund um die Uhr eine Fachkraft in der Nähe des Patienten sein muss, um in Notfällen eingreifen zu können.

Warum Intensivpflege?

Die Gründe, wieso jemand intensivpflegebedürftig ist, sind unterschiedlich. Grob lassen sie sich in drei Kategorien teilen:

  • Manche Kinder haben von Geburt an beispielsweise Probleme mit dem Atmen. Sie bekommen dann in ihrer Kindheit oder ihr ganzes Leben lang Unterstützung durch Intensivpflege.
  • Einige Menschen werden durch Erkrankungen im Laufe ihres Lebens intensivpflegebedürftig. Manchmal, weil eine Krankheit neu auftritt, manchmal, weil Symptome mit der Zeit schlimmer werden.
  • Die dritte Gruppe sind Menschen, die durch einen Unfall intensivpflegebedürftig geworden sind.

Genauer gibt es natürlich viele konkrete Gründe, wieso unsere Patienten im Ruhrgebiet von unseren Intensivpflegediensten betreut werden.

Was beinhaltet Intensivpflege?

Bei der ambulanten Intensivpflege im Ruhrgebiet und darüber hinaus betreuen wir Patienten mit ganz unterschiedlichen Problemen. Die Behandlung ist individuell unterschiedlich – immer in Absprache mit Ärzten, Physiotherapeuten und anderen Experten, die ihren Beitrag zur Behandlung leisten.

Hier einige Beispiele für die Krankheiten, die unsere Patienten betreffen:

  • Atemwegserkrankungen mit Atemdepression, respiratorischer Insuffizienz oder Atemkettendefekten
    • Wie Asthma, Tracheomalazie, Larynxstenosen, Hämangiome, …
    • Beatmung (rund um die Uhr oder nur nachts (Ganz-, Teil- und Langzeitbeatmung)
  • Komplikationen nach Organtransplantationen
  • Querschnittlähmung
  • Herzfehler, Muskelerkrankungen
  • Anfallsleiden
  • Diabetes Mellitus
  • Traumata
  • Koma, Wachkoma aus unterschiedlichen Gründen mit muskulären oder neurogenen Lähmungen
  • Chiari Syndrom, amyotrophe Lateralsklerose, Trisomien, Spina bifida, Undine Syndrom

Deswegen ist Intensivpflege zuhause so wichtig

Ob für Kinder oder Erwachsene: Intensivpflege ist auch zuhause möglich. Das bedeutet nicht, dass ambulante Intensivpflege für jeden Patienten und jede Familie das richtige ist. Auch Intensivpflege-WGs können beispielsweise genau das richtige für einen Patienten und seine Angehörigen sein.

Trotzdem bleibt es enorm wichtig, dass Patienten und Patientinnen die Möglichkeit haben, zuhause zu bleiben. Auch wenn sich eine Erkrankung verschlimmert oder sich durch einen Unfall etwas ändert. Für Kinder und Jugendliche ist es insbesondere schön, am Familienleben teilnehmen zu können und eine Kindheit in ihrer Familie zu erleben.

Auch ältere Patienten fühlen sich oft zuhause am wohlsten. Wenn die Möglichkeit dazu besteht – wir beraten Sie immer gern, wenn Sie Fragen haben! – kann die Behandlung auch bei komplizierten Beschwerden in der eigenen Wohnung funktionieren.

Wir bieten die ambulante Intensivpflege in Teams an, die sich mit den Familien, die wir betreuen, genau abstimmen. So sind wir immer da, wenn wir gebraucht werden, und stören so wenig wie möglich. Damit der „ganz normale Alltagswahnsinn“ auch in Familien mit intensivpflegebedürftigen Mitgliedern weiterlaufen kann.

 

Es gibt keine zu kleinen Aufgaben: Pflege ist Unterstützung

Zur Pflege gehören eine Reihe von Tätigkeiten und Aufgaben. Unsere Teams im Ruhrgebiet sind dabei nicht ausschließlich mit medizinischer Versorgung beschäftigt – zu Pflege gehört mehr. Insbesondere auch die hauswirtschaftliche Hilfe. Denn manchmal machen sehr kleine Dinge den Unterschied für ein viel schöneres Leben.

Haushaltshilfe ist Pflege

Wer pflegebedürftig wird, hat das Recht auf unterschiedliche Arten von Unterstützung. Unterstützung auch in Form von haushaltswirtschaftlicher Hilfe – beim Waschen, Putzen, Bügeln und so weiter. Für viele Leute kann das auch gesundheitlich einen riesigen Unterschied machen: Einerseits fällt ein Teil der körperlichen Belastung durch die Arbeit weg.

Andererseits bedeutet Hilfe im Haushalt aber auch Hilfe dabei, weiter zuhause leben zu können und sich dabei wirklich wohl zu fühlen. Die „kleinen“ und „großen“ Dinge im Haushalt machen oft den entscheidenden Unterschied aus.

In einer aufgeräumten Wohnung findet man sich besser zurecht – auch wenn das Erinnerungsvermögen manchmal schwächelt. Saubere Teller und ein gefüllter Kühlschrank helfen, regelmäßig und das richtige zu essen. Und auch die scheinbar banalsten Dinge können helfen: Saubere Gardinen machen Lust auf den Frühling und darauf, öfter zu lüften.

Unterstützung im Haushalt durch den Pflegedienst

Unsere Pflegedienste organisieren für Sie gerne auch die Hilfe im Haushalt. Dafür beschäftigen wir Menschen, die sich auf diese Hilfe spezialisiert haben. Medizinische ausgebildete Pflegekräfte übernehmen medizinische Aufgaben der Pflege. Unsere hauswirtschaftlichen Mitarbeiter sind Experten für alle Aufgaben, die im Haushalt anfallen.

Unabhängig von anderen Aufträgen

Eine wichtige Information für alle, die über Hilfe im Haushalt nachdenken: Sie müssen dafür sonst nichts in Anspruch nehmen. Wenn Sie nur hauswirtschaftliche Leistungen möchten, dann bekommen Sie auch nur die.

Wenn Sie also beispielsweise von einem Angehörigen oder Partner gepflegt werden, dann müssen Sie das nicht plötzlich einem unserer Pflegedienste überlassen. Sie können die Haushaltshilfe immer unabhängig beauftragen. Und Sie bestimmen auch selbst, was passiert.

Umgekehrt gilt übrigens auch: Wenn Sie schon Pflegeleistungen bewilligt bekommen haben, schließt das nicht aus, dass Sie auch hauswirtschaftliche Hilfe bekommen können.

Es gibt keine zu kleinen Aufgaben

In diesem Zusammenhang ist für viele auch wichtig. Es gibt keine zu kleinen Aufgaben. Wenn Sie unsere Hilfe nur bei einer bestimmten Sache wollen, dann ist das völlig in Ordnung. Wir werden nicht einfach über Ihre Wohnung herfallen und den Haushalt übernehmen. Wir besprechen vorher mit Ihnen, was Ihnen am meisten helfen würde und dann gibt es eine feste Vereinbarung. Wenn Sie mal etwas daran ändern wollen, ist die Vereinbarung aus Ihrer Richtung aber immer offen: Auch wenn es mal mehr oder weniger wird!

 

 

Wohnen im WoKo: Zimmer in der Beatmungs-WG in Dortmund

Menschen, die dauerhaft auf Beatmung angewiesen sind, können in Pflegeheimen oder Krankenhäusern oder zuhause von einem Pflegedienst für ambulante Intensivpflege gepflegt werden. Viele Patienten möchten lieber in ihrem Zuhause bleiben, aber können dort die Versorgung nicht einrichten. Unsere Beatmungs-WG in Dortmund für intensivpflegebedürftige Patienten ist eine Alternative.

Hier hat jeder der Bewohner ein Zimmer gemietet und wird dort versorgt. Das bedeutet dann Beatmungspflege im eigenen Zuhause, denn die Zimmer werden von den Patienten individuell eingerichtet. Angehörige und Freunde können zu Besuch kommen und alle können gemeinsam im Wintergarten sitzen oder eben im eigenen Zimmer.

Sitzecke im Aufenthaltsraum, schwarze Stühle mit Holzelementen auf Teppich.

Dekoration im Eingangsbereich des Wohnkonzeptes. Gelbe Blumen in verschiedenen Töpfen auf weißen Kästen. Blick in den Innenhof.

Individuell eingerichtete Zimmer

Die Zimmer im WoKo sind natürlich so vorab eingerichtet, dass hier Pflege stattfinden kann – das fängt bei der richtigen Zahl und Position der Steckdosen an.

Gleichzeitig kann jeder Patient mit seiner Familie aber entscheiden, wie genau sie das Zimmer einrichten und dekorieren möchten. Dadurch sieht es in jedem Zimmer auch jetzt kurz nach dem Einzug schon ein bisschen anders aus:

Patientenbett, Rollstuhl und Schrank mit medizinischen Geräten und Utensilien. Alles für die Pflege Notwendige direkt vor Ort in der Beatmungs-WG Patientenbett, TV-Schrank mit Büchern und CDs, Fernseher und Sitzgelegenheit. Patientenbett, digitaler Dokumentationsbereich und Schrank mit medizinischen Geräten und Utensilien. Alles für die Pflege Notwendige direkt vor Ort.

Küche als offener Bereich

Auch die Küche im WoKo ist ein offener Raum. Hier gibt es höhenverstellbare Theken und Sitzplätze an Tischen, die man auch mit einem Rollstuhl ansteuern kann.

Küchenanrichte mit Obst, Herd, Kühlschrank und absenkbarer Kochplatte. Kochgelegenheit für unsere Mitarbeitenden und Patienten. Küchenanrichte mit Toaster, Wasserkocher, Spüle und absenkbarer Kochplatte. Kochgelegenheit für unsere Mitarbeitenden und Bewohner.

 

Wohnen in der Beatmungs-WG: Das WoKo

Die Beatmungs-WG in Dortmund zählt zu den wenigen WGs in Deutschland, in denen intensivpflegebedürftige Patienten ein Zimmer mieten können. Mitarbeiter vom Pflegedienst sind rund um die Uhr vor Ort und versorgen die Patienten. Sie kümmern sich um die medizinische Pflege und die Beatmung und koordinieren zum Beispiel Termine mit Ärzten und anderen Experten, die von außen kommen.

So gibt es eine Rundum-Pflege in eigenen Zimmern. Neben Ärzten kommen beispielsweise Physiotherapeuten vorbei und können vor Ort mit den Patienten arbeiten. Und es gibt natürlich viel Besuch von Angehörigen.

Letztes Jahr haben wir das WoKo II in Dortmund aufgebaut. Dazu haben wir alle Räumlichkeiten renoviert und neu eingerichtet. Jetzt passiert hier schon jeden Tag viel. Bald ist auch die Renovierung vom WoKo „I“ abgeschlossen und neue Patienten können einziehen.

 

Hauswirtschaftliche Hilfe: Im Alltag unterstützen

Haushaltsführung war nicht umsonst früher der komplette Vollzeitjob einer Person – Putzen, Einkaufen, Kochen und Aufräumen nehmen viel Zeit in Anspruch und kosten Energie. Diese Energie und Kraft haben viele Menschen nicht, wenn sie pflegebedürftig sind. Auch ihre Angehörigen können nicht einfach zusätzlich alle Aufgaben in einem zweiten Haushalt oder auch nur für eine weitere Person übernehmen.

Deswegen gehört zu den Leistungen der Pflege auch Unterstützung im Haushalt. Dabei geht es nicht nur um eine Haushaltshilfe für Pflegebedürftige, sondern auch andere Unterstützungsangebote. Ab Pflegestufe 1 können Sie „haushaltsnahe Dienstleistungen“, eine Putzhilfe oder auch andere Zusatzangebote in Anspruch nehmen. Wie wir schon berichtet haben, steht monatlich ein fester Betrag für Haushaltshilfe zur Pflegestufe zur Verfügung, der auch angespart werden kann.

Haushaltshilfe zur Pflege

Bei der ambulanten Pflege können Sie zusätzliche Unterstützung im Haushalt organisieren. Das geht auch über uns!

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Putzen – von der Grundreinigung im Frühling, über regelmäßige Hilfe bei einzelnen Tätigkeiten. Auch wenn Sie vieles allein schaffen, ist Ihnen vielleicht Hilfe bei einzelnen Aufgaben willkommen wie zum Beispiel:
    • Böden wischen
    • Schränke aufräumen
    • Regale putzen oder staubwischen
    • Staubsaugen
    • Flur wischen
    • Fenster putzen
  • Waschen – Egal ob Kleidung oder zum Beispiel große Dinge wie Gardinen und Bettbezüge: Wir helfen beim Waschen, Bügeln oder falten.
  • Einkaufen – Entweder wir kaufen für Sie ein oder auch gerne mit Das geht im Supermarkt, in Fachgeschäften oder zum Beispiel auch auf dem Wochenmarkt. Wir gehen mit Ihnen auch zur Apotheke, in einen Drogeriemarkt oder zum Beispiel in ein Blumengeschäft.
  • Erledigungen – Rund um den Haushalt gibt es weitere Aufgaben, die erledigt werden müssen. Zum Beispiel das Wegbringen von Altpapier, Glas oder Pfandflaschen. Oder das Einwerfen von Briefen, Abholen von Papieren oder ähnlichem.

 

Haushaltshilfe mit und ohne Pflegestufe

Ab Pflegestufe 1 kann jeder auch diese Hilfen bekommen. Aber Sie können die Hilfe auch unabhängig selbst bezahlen. Dann können Sie die „haushaltsnahen Dienstleistungen“ zum Beispiel von der Steuer absetzen und sie so günstiger bekommen.

 

Rufen Sie uns an und wir besprechen mit Ihnen, wie eine Haushaltshilfe Sie unterstützen kann.

Entlastungsbetrag nutzen: Ansprüche aus 2015, 2016 und 2017 rückwirkend ausschöpfen

Durch den Entlastungsbetrag in Höhe von in der Regel 125 € monatlich können alle Pflegebedürftigen (Stufe 1-5) Angebote zur Unterstützung im Alltag finanzieren.

Wichtig und noch ganz aktuell: Sie können den Entlastungsbetrag jeweils rückwirkend im nächsten Kalenderhalbjahr noch nutzen. Das bedeutet, dass Sie bis zum 30.6.2018 noch bis zu 1500 € aus 2017 verwenden können.

Dazu kommt bis Ende 2018 die Ausnahmeregelung, dass Sie auch rückwirkend die Beträge aus 2015 und 2016 noch verbrauchen können: Jeweils 1 250 €.

Wenn Sie noch keine Leistungen durch den Entlastungsbetrag finanziert haben, könnten Sie im ersten Halbjahr 2018 insgesamt also Leistungen für 4 000 € rückwirkend aufbrauchen und zusätzlich 750 € für die aktuellen Monate verwenden.

Wozu ist der Entlastungsbetrag da?

Diese Unterstützung im Alltag kann aus ganz unterschiedlichen Angeboten bestehen. Wichtig ist, dass sie anerkannt sind – dazu können Sie sich mit uns absprechen und wir beraten Sie jederzeit!

  • Pflegebegleitung
  • Alltagsbegleitung
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen (Waschen, Putzen, Einkaufen)
  • Familienentlastende Dienste
  • Bezahlung von Agenturen, die Pflegeleistungen vermitteln
  • Tagesbetreuung oder Einzelbetreuung auch speziell für Patienten mit Demenzerkrankung

Zusätzlich zu diesen Angeboten zur „Unterstützung im Alltag“ im eigentlichen Sinne finanzieren Sie über den Entlastungsbetrag auch folgende Leistungen:

  1. Tages- oder Nachtpflege, die die ambulante Pflege mit stationären Angeboten ergänzt.
  2. Leistungen der Kurzzeitpflege. Das ist Pflege in „besonderen“ Situationen, in denen erhöhter Bedarf besteht (nicht zu verwechseln mit der Verhinderungspflege).
  3. Pflegesachleistungen, die Sie nicht bereits in Anspruch nehmen.

Wer hat Anspruch auf den Entlastungsbetrag?

Jeder Patient mit Pflegestufe 1-5 hat Anspruch auf den Entlastungsbetrag.

Woher weiß ich, ob ich noch „Guthaben“ vom Entlastungsbetrag habe?

Sie können bei Ihrer Pflegekasse nachfragen und sich die verbleibenden Guthaben der einzelnen Jahre (2015, 2016, 2017 und 2018) mitteilen lassen.

Wie beantrage ich Leistungen, die durch den Entlastungsbetrag finanziert werden?

Sie können die Leistungen jederzeit in Anspruch nehmen und die Rechnungen dann bei der Pflegekasse einreichen – das Einreichen ist dann automatisch Ihr „Antrag“.

Sprechen Sie vorab mit dem Anbieter – also zum Beispiel mit uns – wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine Leistung durch den Entlastungsbetrag finanziert werden kann oder nicht. Wir helfen Ihnen dann auch gerne dabei, das Schreiben an Ihre Pflegekasse aufzusetzen.

 

 

Schlechtes Gewissen wegen Pflege?

Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, steht die Entscheidung an: Zuhause selbst pflegen, einen Pflegedienst beauftragen oder einen Platz in einem Pflegeheim oder einer Patienten-WG suchen? Statistiken zufolge werden etwa 2/3 aller Pflegebedürftigen zuhause von ihren Angehörigen (mit-)gepflegt.

Die Entscheidung, zusätzlich einen Pflegedienst zu beauftragen, fällt vielen eher schwer. Das liegt auch daran, dass sie ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie nicht selbst alles übernehmen.

Pflege ist kein einfacher Job

Eine einfache Überlegung: Wenn man Pflege wirklich neben einem anderen Vollzeitjob nebenbei erledigen könnte, dann gäbe es nicht den riesigen Mangel an Pflegekräften in Deutschland. Pflege ist ein anstrengender Job und verlangt den Pflegenden viel ab. Das gilt für ausgebildete Fachkräfte, aber für Angehörige umso mehr.

Wir haben in einem ausführlichen Artikel beschrieben, was Pflege für Familien bedeutet und welche Belastungen auftreten können. Zeit, Geld, emotionale Kapazitäten und körperliche Energie können sich schnell erschöpfen, wenn man neben dem „ganz normalen Alltag“ – egal ob mit Job außer Haus oder Haushaltsführung – die Arbeit als Pflegekraft erledigen möchte.

Hilfe bei der Pflege ohne schlechtes Gewissen

Deswegen gibt es auch keinen Grund für ein schlechtes Gewissen, wenn Sie die Pflege nicht allein „schaffen“ – es macht Ihnen ja auch niemand Vorwürfe, wenn Sie neben dem Job tagsüber im Finanzamt die Nacht über nicht noch als Tankstellenwärter arbeiten können. Oder den Schichtdienst als Eisenbahner nicht mit einem Job in einer Bäckerei vereinen können.

Pflege kann genauso fordernd und aufwändig sein, wie ein zusätzlicher Job. Und natürlich gibt es immer Beispiele von Leuten, die zwei Jobs, Familie und Hobby oder eben Alltag und Pflege mühelos und ohne jede Hilfe von außen vereinen können (scheinbar). Aber eine andere wichtige Frage wäre: Wieso sollten Sie das tun müssen?

Sie können sich immer an einen Pflegedienst wenden und Unterstützung bekommen, wenn Sie bei der Pflege Hilfe haben möchten, einfach Pausen machen oder auch überlegen, ob eine Patienten-WG vielleicht das Richtige für Ihre Familie ist.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns!

Kurzzeitpflege in Bergkamen und Kamen: Schnelle Lösungen

Manchmal springen wir schnell ein: Mit Kurzzeitpflege in Bergkamen oder Kamen (oder natürlich in der Umgebung). Eine wichtige Anmerkung zu Beginn: Die Kurzzeitpflege kann auch einspringen, wenn Sie bis jetzt keine Pflege in Anspruch genommen haben, sondern der Pflegegrad gerade erst genehmigt wurde. Verhinderungspflege ist die Lösung für pflegende Angehörige, die kurzfristig ausfallen.

In jedem Fall können Sie sich für kurzfristige Pflegelösungen in Kamen, Bergkamen und Umgebung an uns wenden: Sie erreichen uns telefonisch und per E-Mail. Wir beraten Sie direkt am Telefon, machen mit Ihnen einen Termin aus oder kommen gleich vorbei. Wieso das so schnell geht? Weil es manchmal schnell gehen muss.

Kurzzeitpflege bei einem Gefühl von „am Rande des Abgrunds“

Ziemlich oft beantragen Angehörige oder Pateinten die Pflegeleistungen der Krankenkasse erst sehr spät. Sie versuchen, so lange wie irgendwie möglich alleine „durchzuhalten“. Dann kommt irgendwann der Zusammenbruch: Weil der Aufwand durch eine Krankheit größer wird. Oder weil die Pflegenden selbst krank werden. Dann gibt es plötzlich ein Loch in der Versorgung – und wir bekommen einen Anruf.

Ab dann geht es schnell sehr erleichternd weiter: Wir organisieren die Pflege in rund um Kamen oder Bergkamen – und zwar sofort oder in kürzester Zeit. Durch Kurzzeitpflege haben pflegende Angehörige Pause – der Patient kann kurzfristig in die stationäre Pflege oder wird ambulant versorgt. Verhinderungspflege schafft Raum für andere Termine und Verpflichtungen. Was zu Ihren Bedürfnissen passt, finden wir schnell gemeinsam raus.

 Notfall-Pflege in Bergkamen oder Kamen – und dann ein langfristiger Plan

Wenn der konkrete Notfall abgewandt ist, kümmern wir uns mit Ihnen um einen langfristigen Plan. Wie passt die ambulante Pflege am besten in Ihren Tagesablauf? Welche Pflegeleistungen sollen ab sofort von außen kommen und welche übernehmen die Angehörigen weiterhin selbst? Das vereinbaren wir gemeinsam.

Wenn Sie noch keine Pflegestufe beantragt haben, helfen wir auch dabei. Dann steht ab sofort die Finanzierung der ambulanten Pflege auf sicheren Beinen – keine Sorge.

Wann ist häusliche Pflege notwendig?

Ab wann braucht jemand Pflege – und wann wird sie von den Krankenkassen bewilligt? Das sind die zwei häufigsten Überlegungen von Angehörigen und Patienten, bevor sie zum ersten Mal häusliche Pflege beantragen. Wir widmen uns hier der ersten Frage, die wir oft gerade bei der ambulanten Pflege in Dortmund hören:  Wann ist Pflege zu Hause durch einen Pflegedienst nötig?

Wir bieten ambulante Pflege in Dortmund und vielen anderen Städten an. Der medizinische Pflegedienst AuK bietet ambulante Pflege in Kamen und Umgebung und Lazarus arbeitet von Bergkamen aus. Dabei hören wir oft, dass Patienten und Angehörige vor dem Antrag auf Pflege noch Bedenken haben. Was viele Angehörige mit der Frage nach der Notwendigkeit meinen ist oft: „Ist es in Ordnung, wenn ich Hilfe hole?“. Für Patienten bedeutet die Frage „Geht es mir schon so schlecht?“. Beide können wir beruhigen.

Ambulante Pflege hilft, damit nicht mehr nötig wird

Wenn ambulante Pflege durch Experten nötig wird, bedeutet das nicht, dass Angehörige die Pflege nicht schaffen könnten oder Patienten zu krank sind. Pflege zu Hause hilft manchmal, das zu verhindern. Angehörige werden nicht zu müde oder erschöpft. Und Patienten werden nicht krank, weil sie sich überanstrengen. Die Pflegeleistung durch einen Pflegedienst entlastet und nimmt so den Druck.

Hilfe annehmen: Pflege vom Arzt empfohlen

Wenn ein Arzt also die Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst empfiehlt, ist es immer eine gute Idee, die Empfehlung anzunehmen. Auch wenn Sie jetzt noch keine Unterstützung von außen brauchen, können Sie Pflegegeld beantragen. Falls Sie dann doch mal Kurzzeitpflege oder andere Pflegeleistungen in Anspruch nehmen wollen, geht das noch leichter.

Selbst Pflege organisieren

Wenn kein Arzt bis jetzt den Vorschlag gemacht hat, aber Sie merken, dass die Unterstützung gut täte – können Sie sich auch direkt bei Ihrer Krankenkasse melden. Die beraten sie – allerdings oft aus der Perspektive der Kostenträger. Eine andere Anlaufstelle bietet das bundesweite Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit.

Oder rufen Sie uns an (0231 555 78 40). Wir beraten Sie unverbindlich telefonisch und kommen auf Wunsch auch vorbei – dann helfen wir Ihnen beim Antrag bei der Krankenkasse.

 

Pflegegrade verstehen

Wer pflegebedürftig ist, bekommt Pflegegeld – das klingt einfach und wir versuchen hier im Blog immer mehr der Themen dazu zu erklären, damit das Thema Pflege auch wirklich einfach wird. Aber ganz so schnell geht es in der Realität dann doch nicht.

Wenn Sie für sich oder einen Angehörigen Pflege beantragen wollen, funktioniert das über die Krankenkasse. Bei einem Begutachtungstermin wird der sogenannte „Pflegegrad“ bestimmt – eine Zahl, mit der beschrieben wird, wie viel Unterstützung jemand im Alltag braucht. Je höher der Pflegegrad, desto mehr Unterstützung ist nötig.

Pflegegrad abhängig davon, was jemand noch kann

Der Pflegegrad soll zeigen, das noch funktioniert, und was nicht. Also wenn jemand sich selbst anziehen und waschen kann, kann er oder sie mehr als jemand, der das nicht kann. Alles, was die Person selbst kann, muss kein Pflegedienst oder Angehöriger übernehmen.

Diese Einschätzung kann die Pflegebedürftige Person zusammen mit ihren Angehörigen natürlich theoretisch selbst treffen. Sie wird aber von einem Beauftragten der Krankenkassen geprüft, um sicher zu stellen, dass niemand betrügt oder einfach Dinge vergisst. Manchmal ist es vollkommen normal geworden, dass zum Beispiel ein Angehöriger alle Mahlzeiten für eine pflegebedürftige Person vorbereitet und zurechtlegt. Dann fällt den Betroffenen gar nicht mehr auf, dass auch das als „Mehraufwand“ zählt und für einen Pflegeantrag wichtig sein kann.

Beurteilungstermin Pflegegrad

Wir haben einen Beitrag dazu, wie Sie Pflege beantragen, geschrieben. Darin finden Sie auch Tipps zum Termin bei der Beurteilung für den Pflegegrad. Wichtig ist, nichts zu beschönigen: Auch wenn sich jemand vielleicht dafür schämt, dass er nicht mehr allein essen kann, darf man das nicht verheimlichen. Als Angehöriger sollten Sie lieber einen kleinen Streit riskieren, als für den Stolz einer pflegebedürftigen Person die Unterstützung zu riskieren.

Die Beurteilung zum Pflegegrad

Der Pflegegrad bestimmt sich nach einem Punktesystem. Für jeden Bereich, in dem jemand auf Hilfe angewiesen ist, bekommt er Punkte – je mehr am Ende zusammen kommen, desto höher der Pflegegrad. Es sind zwischen 0 und 100 Punkte möglich, die aus fünf Bereichen gesammelt werden:

  • Mobilität – also ob sich jemand selbst bewegen kann, gut laufen kann und so weiter.
  • Selbstversorgung – kann eine Person für ihren eigenen Haushalt sorgen? Dieser Punkt ist sehr wichtig. Wer kein Essen mehr einkaufen oder kochen kann, braucht auf jeden Fall Hilfe.
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte – kann jemand Freundschaften aufrecht halten, sich mit Hobbies beschäftigen und allgemein einen angenehmen Alltag für sich schaffen?
  • Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen – Dieser (lang formulierte) Punkt beschreibt, ob und wie jemand mit gesundheitlichen Anforderungen umgeht – zum Beispiel Meidkamente nimmt, sich an Insulin-Spritzen erinnert oder körperliche Übungen schafft.
  • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten ODER Verhaltensweisen und psychische Problemlagen – Dieser Punkt besteht aus zwei „Modulen“ aber nur der höhere Wert fließt ein. Wenn jemand also kognitive oder kommunikative Schwierigkeiten hat – zum Beispiel vergisst, etwas zu tun oder sich nicht mit anderen unterhalten kann, ist das ein Punkt. Der andere Bereich beschreibt psychische Probleme: Wenn jemand zum Beispiel depressiv ist oder aggressiv wird und dadurch für sich und andere Belastungen auslöst.

In jedem dieser Bereiche notiert ein Begutachter im Gespräch Punkte. Die werden nicht direkt addiert, sondern unterschiedlich gewichtet. Eine Übersicht finden Sie auch auf der Webseite zum Pflegestärkungsgesetz.

 

Sie müssen mit dieser Beurteilung übrigens nicht allein zurecht kommen! Wenn Sie uns anrufen, kommen wir gern auch schon bevor der Pflegegrad bewilligt ist, vorbei. Wir beraten Sie dann in Ruhe, welche Pflegeleistungen wir Ihnen oder für Ihren Angehörigen empfehlen würden. Und wir sind dann bei dem Beurteilungstermin dabei – so haben Sie einen „Experten“ an Ihrer Seite.

Rufen Sie uns an (0231 555 78 40) oder schreiben Sie uns!

Pflegewissen: Welche finanzielle Unterstützung gibt es?

Wer Pflege braucht, bekommt von der Pflegekasse und Krankenkasse Geld. Wie viel Geld jemand für Pflege bekommt, hängt vom Pflegegrad ab. In einem früheren Beitrag haben wir einen Überblick darüber gegeben, wie der Pflegegrad bestimmt wird.

Heute wollen wir einen Eindruck davon vermitteln, was für finanzielle Leistungen es genau gibt. Die spalten sich im Wesentlichen in vier große Kategorien: Geldleistungen, Sachleistungen, den Entlastungsbetrag und den Leistungsbetrag.

Für Menschen mit Pflegegrad 1 stehen der Entlastungsbetrag und der Leistungsbetrag zur Verfügung. Ab Pflegegrad 2 kommen Geldleistungen oder Sachleistungen hinzu.

Entlastungsbetrag

Der Entlastungsbetrag beträgt für alle Pflegegrade 125 Euro im Monat. Er ist dazu da, pflegende Angehörige und andere nahestehende Personen zu entlasten. Mit dem Betrag können zum Beispiel für einzelne Tage Pflegezeiten bezahlt werden. Die Kurzzeitpflege wird ebenfalls aus diesem „Topf“ finanziert, aber auch zum Beispiel der Besuch einer Demenzgruppe am Tag oder ähnliches.

Die Beträge können teilweise in den nächsten Monat übertragen werden, sodass eine Person beispielsweise Geld „sammeln“ kann, um eine Kurzzeitpflege im Urlaub oder zu einem Wochenend-Trip zu finanzieren.

Leistungsbetrag

Der Leistungsbetrag wird für vollstationäre Pflege gezahlt. Hier unterscheiden sich die Beträge stark nach Pflegegrad:

  • Für Pflegegrad 1 stehen 125 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 2 stehen 770 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 3 stehen 1262 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 4 stehen 1775 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 5 stehen 2005 € zur Verfügung.

Mit diesen Beträgen werden die Kosten der vollstationären Pflege getragen – beispielsweise in unseren Wohngruppen und der Intensivpflege.

Geldleistung

Geldleistungen erhalten Patienten ab dem zweiten Pflegegrad. Geld und Sachleistungen können beliebig kombiniert werden – wir haben in unserem Artikel zu Pflegesachleistungen bereits etwas darüber geschrieben.

Die Geldleistungen in Form von „Pflegegeld“ können Angehörige bekommen. Auch hier richtet sich der Betrag nach dem Pflegegrad:

  • Für Pflegegrad 2 stehen 316 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 3 stehen 545 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 4 stehen 728 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 5 stehen 901 € zur Verfügung.

 

Sachleistung

Neben unserem ausführlichen Artikel zum Thema Pflegesachleistungen hier noch eine kurze Übersicht über die Beträge:

  • Für Pflegegrad 2 stehen 689 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 3 stehen 1298 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 4 stehen 1612 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 5 stehen 1995 € zur Verfügung.

 

Wir helfen Ihnen gern, diese Beträge zu beantragen oder zu entscheiden, wie sie am besten verteilt werden können. Kontaktieren Sie uns einfach!