Jobs in der Ambulante Alten- und Intensivpflege: Jetzt erst recht

Die Politik stärkt im Moment intensiv die Pflege in Krankenhäusern und Altenheimen – dagegen bleiben die ambulante Pflege und auch Jobs in der Intensivpflege auf der Strecke. Mit uns nicht! Und wir freuen uns über jeden, der weiterhin in der ambulanten Pflege aktiv sein will.

Die Intensivpflegedienste AuK intensiv und IPO (Intensivpflege-Organisation) der Kinderintensivpflegedienst peggy blue und die ambulanten Pflegedienste AuK und Lazarus bleiben auch 2019 dabei und sind offen für neue Mitglieder im Team.

Ambulante (Intensiv-)Pflege

Ambulante Pflege bedeutet Pflege bei Patienten zuhause. Sie müssen nicht in einem Kranken- oder Pflegeheim leben. Und das gilt Dank der verschiedenen Pflegedienste nicht nur für Patienten mit Pflegestufe 1 oder 2, die in ihrem Alltag viel selbst erledigen können.

Auch Patienten mit Pflegestufe 3-5 können zuhause gepflegt werden. Die Intensivpflegedienste helfen sogar Patienten – jung und alt – die nicht allein atmen können und deswegen rund um die Uhr auf maschinelle Hilfe und persönliche Betreuung angewiesen sind.

Ein Job in der ambulanten (Intensiv-)Pflege kann besonders herausfordernd sein, weil zur Arbeit einige Wegezeiten kommen. Dafür gibt man Patienten und Familien auch sehr viel.

Warum die ambulante Pflege so wichtig ist

Ambulante Pflege bedeutet, dass Patienten zuhause leben bleiben können. Patienten bleiben bei ihrer Familie in Dortmund, Kamen oder Bergkamen und werden nicht auseinandergerissen.

Das ist wichtig für Paare, wenn einer von beiden pflegebedürftig wird und der andere die Pflege nicht allein übernehmen kann. Egal, ob ein junges Ehepaar von einem Unfall getroffen wird oder ein älteres Pärchen den Zahn der Zeit spürt: Ambulante Pflegekräfte verhindern, dass beide allein leben müssen und sich nur zu Besuchszeiten sehen können.

Und es ist wichtig für Familien, aus denen ohne ambulante Pflegedienste mindestens ein Mitglied verschwinden würde. Gerade in der Kinderintensivpflege verlangen Pflegeheim- oder Krankenhausaufenthalte der ganzen Familie immer wieder Spagate ab. Die ambulante Kinderintensivpflege bedeutet, dass Pflegekräfte zu Gast kommen und die Pflege vor Ort stattfinden kann.

Ambulante Pflegeangebote sind aber nicht zuletzt auch wichtig für Menschen, die allein leben. Denn auch sie möchten ihr Zuhause nicht aufgeben oder die Beziehungen, die sie von ihrer Wohnung aus pflegen. Viele pflegebedürftige Menschen haben Haustiere und möchten sie nicht aufgeben – dank der ambulanten Pflege ist das nicht nötig.

Arbeit in der ambulanten Pflege

Sind Sie in der ambulanten Pflege tätig, aber möchten sich umorientieren? Oder sind Sie aktuell in einem Pflege- oder Altenheim angestellt und wollen in die ambulante Pflege wechseln?

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung für einen Job in unseren ambulanten Pflegediensten. Sie finden aktuelle offene Stellen auf dieser Seite und können direkt nach den passenden Kriterien filtern, oder Sie können uns einfach telefonisch erreichen unter 0800 000 1493 und per E-Mail an jobs@born-gesundheitsnetzwerk.de

Gewalt in der Pflege – Was können Pflegekräfte dagegen tun?

Gewalt gegen ältere Menschen und in der Pflege ist ein ernstzunehmendes Problem und gleichzeitig oft ein Tabu. Gerade bei Patienten mit psychischen Problemen kommt es oft auch zu Gewalt gegenüber den Pflegenden. In diesem Artikel soll es allerdings darum gehen, wie Pflegende damit umgehen können, wenn Sie Gewalt in der Pflege mitbekommen.

Gewalt ist in der stationären Pflege nach Statistiken ein größeres Problem als in der ambulanten Pflege. Sie kommt in der ambulanten Pflege oft aber gerade auch durch Angehörige vor. Der häufigste Grund dafür ist Überlastung – die Pflegenden werden gereizt, ungeduldig oder aggressiv, weil sie erschöpft sind. Manchmal werden pflegebedürftige Menschen aber auch von Angehörigen misshandelt, die aus anderen Gründen zu Gewalt neigen.

Professionelle Pflegekräfte vom Pflegedienst bemerken diese Situationen vielleicht. Auch wenn es sozial schwierig ist: hinsehen, ansprechen und helfen gehören zu unseren Pflichten!

Gewalt gegen pflegebedürftige Menschen erscheint in vielen Formen

Gewalt gegen pflegebedürftige Menschen kommt in vielen Formen vor. Unter dem Titel „Gewalt fängt nicht beim Schlagen an“ läuft die Kampagne #pflegeohnegewalt – zwar zur Zeit nicht mehr sehr aktiv, aber immer noch aktuell.

Gewalt in der Pflege kann sich auf folgende Arten äußern:

  • Körperliche Gewalt und Schmerzen – Auch dabei gilt nicht erst Schlagen als Gewalt. Auch Waschen mit zu heißem oder kaltem Wasser kann Schmerzen verursachen, ebenso wie ruppige Bewegungen.
  • Vernachlässigen und unterlassene Hilfe – Pflegebedürftige werden nicht ausreichend versorgt und leiden zum Beispiel an Hunger oder Durst, werden medizinisch nicht ausreichend versorgt oder werden nicht gewaschen.
  • Psychische Gewalt – Pflegende nutzen ihre Machtposition und behandeln die pflegebedürftige Person wie ein Kind, ignorieren sie, reden betont „von oben herab“ mit ihnen oder gleich über ihren Kopf. Es kann auch zu Beschimpfungen und Streit kommen.
  • Freiheitsentziehende Maßnahmen – besonders oft kommt es vor, dass pflegebedürftige eingesperrt oder ruhig gestellt werden. Durch Fesselung oder Medikamente.
  • Finanzielle Gewalt – Wenn der pflegebedürftigen Person jede finanzielle Eigenständigkeit entzogen wird, verschafft sich der Pflegende damit mehr Macht und der Patient oder die Patientin wird hilflos.

Gewalt erkennen

Pflegekräfte sind oft in Familien zu Gast. Sie besuchen als ambulante Pflegekräfte allein lebende Patienten, Paare und Familien. Dabei versuchen wir im Allgemeinen, nicht zu stören – die Privatsphäre von Patienten und ihren Angehörigen soll erhalten bleiben, auch wenn der regelmäßige Besuch notwendig ist.

Dabei kann es sein, dass Pflegekräfte vom Pflegedienst Spuren von Gewalt sehen: am Körper des Patienten oder im Verhalten zwischen Patient und Angehörigen. Auch wenn diese Anzeichen nicht eindeutig scheinen, muss jede Pflegekraft sie unbedingt beachten.

Wer Gewalt direkt beobachtet, ist verpflichtet, die Pflegedienstleitung unverzüglich zu informieren und Maßnahmen zum Schutz der Pflegebedürftigen zu ergreifen. Bei schweren Fällen sollten professionelle Pflegekräfte auch unverzüglich die Verletzungen dokumentieren (auf der Seite findet sich auch ein Bogen, um auffällige Befunde bei der Pflege zu dokumentieren). In einer akut bedrohlichen Situation rufen Sie die Polizei!

Wer Gewalt befürchtet, sollte seine Beobachtungen ebenfalls festhalten. Jeder Mitarbeiter eines Pflegedienstes kann sich immer an die Pflegedienstleitung wenden und seine Beobachtungen schildern. Der Pflegedienst ist verpflichtet, diesen Hinweisen nachzugehen.

Kein schlechtes Gewissen

Auch wenn Sie die Gründe für Gewalt verstehen oder sehen können: Die Gewalt zu beenden hat oberste Priorität. Die Scham einer Person, die Gewalt anwendet, „entdeckt“ zu werden, ist nicht schlimmer als die Gewalt, die eine pflegebedürftige Person sonst weiter erleiden muss.

Manchmal sind sich Angehörige gar nicht bewusst, dass sie etwas „falsch“ machen. Manchmal wissen sie aber auch, dass etwas schiefläuft und wissen nicht, wie sie etwas ändern können. Als Pflegedienst können wir helfen und auf Hilfsangebote hinweisen. Wenn pflegende Angehörige gewalttätig werden, haben sie oft ein schlechtes Gewissen. Sie sind für die Ansprache und Hilfsangebote aber meist auch sehr dankbar.

Bleibt jemand uneinsichtig, wissen Sie erst recht, dass es dringend Zeit ist, Hilfe zu holen.

 

 

Teamzusammenhalt in der Pflege

Die alltägliche Arbeit in der Pflege ist von Teamwork geprägt. Alleine funktioniert wenig – zum Glück ist aber auch niemand alleine. Dass man sich auf sein Team verlassen kann, ist ein gutes Gefühl. Sowohl, wenn alles gut läuft und man sich über den reibungslosen Ablauf freuen kann, also auch wenn mal etwas schief läuft und andere einspringen.

Im Born Gesundheitsnetzwerk weiß jeder – ob in der Pflege oder Verwaltung – wie wichtig Teams sind. Deswegen arbeitet jeder einzelne in seinem Team und die Struktur aller Zweige jedes Pflegedienstes ist voll auf Teamwork ausgelegt.

Teamwork in der Pflege

In der Pflege gibt es eine sehr unterschiedliche Landschaft an Möglichkeiten zur Organisation. Manchmal erfolgt die Pflege durch einzelne Angehörige oder Pflegekräfte, manchmal durch ein Team, das sich abwechselt und in festen Organisationen wie Pflegeheimen oft durch wechselnde Gruppen, die je nach Schichtplan anders aussehen.

Wir setzen auf zuverlässige Teams, die einander kennen und fest miteinander arbeiten. In der 1:1-Intensivpflege arbeiten die Teams im Wechsel mit bestimmten Kunden, die dadurch rund um die Uhr betreut sind. In der ambulanten Pflege sieht jede Pflegekraft täglich mehrere Patienten oder Patientinnen auf festen Routen.

Die richtige Teamgröße

Die Teamgröße ist dabei ein wichtiger Faktor: In zu kleinen Teams ist ein Ausfall durch Krankheit oder Urlaub schwer zu kompensieren. In zu großen Teams kennt man sich nicht mehr – weder die Patienten, noch die Pflegekräfte untereinander.

Deswegen haben wir uns gut überlegt, wie groß unsere Teams sein sollten und für alle Bereiche – von der ambulanten Pflege bis zur Intensivpflege-WG – Teams aufgebaut, die groß und klein genug sind.

Dadurch können wir für jeden Patienten nicht nur eine zuverlässige Versorgung anbieten, die auch gesichert ist, wenn mal jemand krank oder im Urlaub ist. Wir bieten sowohl Pflegekräften als auch Patienten durch unser System zuverlässige Kontaktpersonen. Unsere Patienten müssen sich nicht ständig an neue Gesichter gewöhnen – ein Team ist zuständig und zuverlässig da. Und unsere Pflegekräfte haben Zeit, mit Patienten eine echte Beziehung aufzubauen, statt jede Woche neue Persönlichkeiten kennenzulernen.

Kennenlernen und Organisation – alles im Team

Teamwork in der Pflege fördern wir nicht nur durch „Zahlen“. Denn das Team kann die beste Größe haben und sich trotzdem nie zu Gesicht bekommen. Dann entwickelt sich kein Zusammenhalt und die Arbeit macht nur halb so viel Spaß.

Deswegen sehen sich alle Teams bei uns bei regelmäßigen Teamsitzungen – egal ob ambulant und sonst allein unterwegs oder aus der Intensivpflege in den Pflege-WGs in Dortmund.

Neben dem Kennenlernen und Austauschen steht dabei die Terminplanung im Vordergrund. Jeder hat an der Planung seiner Schichten teil. Das sorgt nicht nur für mehr Zufriedenheit, sondern auch weniger Ausfällen.

Spaß im Team

Wichtig für den Spaß im Team sind auch explizit spaßige Veranstaltungen – beispielsweise die großen Feste, an denen jeder im Born Gesundheitsnetzwerk teilhat, oder auch die kleinen gemeinsamen Aktionen, die sich oft ergeben.

Unsere ambulanten Teams haben die jeweilige „Basisstation“ ihres Pflegedienstes zu richtigen Zuhause gemacht. In jeder Zentrale gibt es auch mindestens einen Ort, um gemütlich zusammenzusitzen. Wenn es halt wird sicher eher drinnen, im Sommer auch gern beim gemeinsamen Grillen.

Als Team Teil eines großen Netzwerks sein

Und dann gibt es noch unsere Klassenfahrten: Große Ausflüge, zu denen jeder im Born Gesundheitsnetzwerk eingeladen ist. Denn bei uns weiß jeder, dass er nicht nur Teil eines Teams ist, sondern eines großen Netzwerks.

Das ist im Zweifel für die einzelnen da – damit kein Ausfall zu echten Problemen führt. Und natürlich einfach, damit die Teams sich auf gute Pflege konzentrieren können, statt zusätzlich Organisationsaufgaben bewältigen zu müssen.

 

Auch Lust auf Teamwork in der Pflege? Wir haben oft freie Stellen, die genau zu Ihnen passen!

Telemedizin als Zukunftsperspektive für die Pflege?

Eng verwandt mit dem Thema ist auch der Bereich Telemedizin. Sachsen ist dabei momentan ein besonders weit fortgeschritten arbeitendes Bundesland. Hier sind seit dem 1. September Ärztesprechstunden über das Internet möglich.

Die Vorteile des Checks aus der Ferne sind gerade in Sachsen und anderen Regionen außerhalb von Ballungszentren, dass Patienten aus ländlichen Regionen sich nicht immer zum Arzt kämpfen müssen.

In der Pflege könnten Fern-Besuche von Ärzten auch helfen, die Zusammenarbeit mit Fachärzten einfacher zu gestalten. Gerade für Intensivpflege-Patienten könnte Telemedizin eine Möglichkeit bieten, mehr Kontakt zu Ärzten bei weniger Aufwand für alle zu schaffen.

Entwicklung der Telemedizin

Telemedizin, also Medizin „aus der Ferne“ umfasst eine Reihe von Möglichkeiten. Dazu zählen beispielsweise Diagnose und Behandlungsverfahren.

Die ersten Ansätze der Telemedizin waren eher für Krisengebiete gedacht. Roboter sollten helfen, wo Menschen nicht hinkommen konnten. Beispielsweise zu Verschütteten in eingestürzten Gebäuden, aber auch zu Menschen, die in Kriegsgebieten isoliert sind.

Dabei bedeutete Telemedizin oft, dass ein Roboter vor Ort „Augen und Ohren“ eines Arztes sein konnte und der Patient oder ein Helfer die notwendige Erstversorgung vornehmen konnten. Manche der entsandten Roboter, die zum Beispiel vom Flugzeug abgeworfen werden sollten oder sich den Weg durch Geröll bahnen konnten, hatten auch Ausrüstung zur Versorgung vor Ort dabei.

Heute umfasst Telemedizin gerade in Europa und Nordamerika eher Ansätze, bei denen Ärzte aus der Ferne Patienten betreuen und nur in geringem Maße behandeln. Dabei können Ärzte andere Ärzte bei der Behandlung unterstützen: Beispielsweise kann ein auf bestimmte Krankheiten spezialisierter Hautarzt aus der Ferne konsultieren, wenn er einen Ausschlag über Videoübertragung ansehen kann.

In der aktuellsten Form geht es meist vor allem um „Fernsprechstunden“ von Ärzten für Patienten, die sie nicht erreichen können. Über Video-Telefonie können Ärzte ein Beratungsgespräch anbieten und eine erste Diagnose oder Behandlungsempfehlung geben.

Möglichkeiten der Telemedizin in der Pflege

In der Pflege kann Telemedizin natürlich nicht die Versorgung durch eine Pflegekraft ersetzen, genauso wenig wie eine vollständige körperliche Untersuchung durch einen Arzt durch Telemedizin ersetzt werden kann.

Es bestehen aber Möglichkeiten zur Verbindung von Telemedizin und Pflege.

In der ambulanten (Intensiv)pflege arbeiten wir beispielsweis eng mit Ärzten zusammen, die nicht mobile Patienten oft zuhause besuchen müssen. Diese Hausbesuche sind manchmal aus akuten Gründen nötig, oft aber routinemäßig angesetzt. Wenn kein besonderer Bedarf zu einer genauen körperlichen Untersuchung besteht, könnten Ärzte auch über Videotelefonie einige dieser Termine erledigen.

Durch die Anwesenheit von Pflegekräften beim Patienten könnten Ärzte sich auf ausgebildete Fachkräfte verlassen, die Fragen beantworten oder bei Untersuchungen helfen können.

Telemedizin und Pflege: Mehr als nur Datenschutz

In der Diskussion um Telemedizin in der Pflege wird erstaunlich häufig vor allem die Kontrolle über die eigenen Daten in den Vordergrund gestellt. Wichtig sei, dass Patienten die Kontrolle über ihre Daten behalten und selbst entscheiden, was mit der elektronischen Patientenakte passiert.

Sicherlich ist das ein entscheidender Punkt, aber die Diskussion geht dadurch an anderen Aspekten der Telemedizin vorbei. Die umfasst wesentlich mehr als die digitalisierte Verwaltung und Weitergabe von Patientendaten, über die so viel diskutiert wird.

Telemedizin kann eben auch die Versorgung von Patienten durch entfernt ansässige Ärzte bedeuten. Klar müssen dafür Daten weitergegeben werden. Aber der entscheidende Punkt ist die Diagnostik aus der Ferne.

 

Mehr als nur Zeitersparnis

Ja, Ärzte sparen durch diese Form der Konsultation Zeit – der Weg zum und vom Patienten entfällt beispielsweise. Aber auch für viele Patienten ist ein Arztbesuch Aufruhe und nicht immer notwendiger Stress.

Für Pflegekräfte kann die zusätzliche Aufgabe, bei der Untersuchung zu helfen, zusätzlich Zeit kosten. Andererseits können sie aber auch viel Zeit sparen und leichter Entscheidungen treffen.

Denn Ärzte, die via Telemedizin konsultieren, können dann auch bei konkreten Fragen kontaktiert werden. Wenn eine Pflegekraft eine gesundheitliche Veränderung bemerkt, könnte sie zukünftig direkt einen Arzt befragen: Muss die Medikation angepasst oder die Versorgung umgestellt werden? Statt zu warten, bis der Patient einen Termin hatte und von diesem die richtigen Antworten mitbringt, könnten Pflegekräfte sich mit Ärzten absprechen, ohne dass beide physisch am gleichen Ort sein müssen.

Gesetzgebung blockiert

Ein Hindernis, das der Telemedizin im Moment noch im Weg steht, sind uneinheitliche Vorgaben. Deutschland ist zwar bekannt für besonders viele Regelungen und Regelwerke. In der Vergangenheit ließ sich das Rechtssystem aber meist auf die betroffenen Bereiche gut anwenden: Industrie, Arbeitsrecht und selbst das Bildungssystem sind keine echten „Neuerungen“ für die Gesetzgeber. Auch in Sachsen gibt es bisher keine Erfolgsmeldungen, sondern eher Unzufriedenheit mit der Umsetzung.

Telemedizin und anderen Formen digitaler Medizin scheinen aber in eine andere Kategorie zu fallen. Aus der Entscheidungsschwäche entsteht ein Hin und Her, das zunächst moderne Formen der Versorgung in Begriffskonstrukte zwängen möchte. Bevor die Einteilung aller Innovationen in altbekannte Begriffe erfolgt ist, bleibt die Gesetzgebung wohl behäbig – und damit auch die Innovationsleistung.

Telemedizin in der Pflege hat noch einen langen Weg vor sich

Auch in der Pflege liegt dementsprechend noch ein langer Weg vor der Entwicklung der Telemedizin. Wir hier immer wieder betont, darf der Mangel an Fachkräften nicht kaschiert werden, indem weniger qualifizierte Menschen oder überhaupt nicht taugliche „Computerlösungen“ eingesetzt werden.

Trotzdem sehen wir gespannt in die Zukunft. Da, wo Technologie unsere Mitarbeiter entlasten kann, ohne an der Qualität der Pflege zu rühren, sind wir gern bereit, sie einzusetzen.

 

Pflege hat Zukunft: Ausbildung und Arbeit

Vor einer Weile haben wir eine kleine Checkliste zur Berufswahl Pflege veröffentlicht. Jetzt steht für einige vielleicht der Berufswunsch fest. Trotzdem sind Eignung und Leidenschaft für ein Thema nicht immer genug – es stellt sich ja auch die Frage, ob eine Berufswahl tatsächlich Zukunft verspricht.

Ist eine Ausbildung in der Pflege sinnvoll?

Ganz spontan neigt man natürlich dazu, der Ausbildung in der Pflege viel Zukunftspotenzial zuzuschreiben. Immerhin gibt es den festen Begriff des „Pflegenotstands“ und Landes- und Bundesregierung diskutieren nicht ohne Grund viel über Finanzierung und Organisation der Pflege der Zukunft. Der Arbeitsmarkt scheint genau auf Pflegekräfte ausgelegt.

Andererseits sind Roboter und Digitalisierung im Gespräch und sollen die Pflege von Grund auf verändern. Ist da wirklich noch so viel Bedarf an Pflegekräften?

Außerdem muss Pflege auch für jede Fachkraft persönlich Perspektive haben: Werden die Arbeitsbedingungen langfristig gut genug sein, auch in 10, 20 oder 30 Jahren noch in der Pflege arbeiten zu wollen?

Zahl der Auszubildenden in der Pflege steigt …

Die Werbetrommel zu rühren hat für die Ausbildungsberufe in der Pflege tatsächlich einen spürbaren Effekt gehabt. Es gibt einen Anstieg gerade in der Altenpflege: Von 2015 auf 2016 beispielsweise um 2,1 Prozent auf 24 130 Personen, die ihre Ausbildung begonnen haben. Insgesamt waren im Schuljahrgang 2016 dann 140 639 Pflegeschüler (in allen Bereichen) für den Schuljahrgang 2016 eingeschrieben (und 68 260 davon in der Altenpflege).

Insgesamt waren 2015 schon etwa 1,1 Millionen Personen in der Pflege beschäftigt – zusammengesetzt aus denjenigen, die in ambulanten Pflegediensten arbeiten und denjenigen, die in stationären Pflegeeinrichtungen tätig sind. In der Altenpflege sind davon etwa 310 000 Menschen tätig (ca. 28 %).

Insgesamt gab es 2015 schon 74 Prozent mehr Pflegekräfte als 1999 – die Zahl hat sich also schon fast verdoppelt.

… nicht genug

Aber der Bedarf ist noch lange nicht gedeckt – und wird es vielleicht auch für einige Zeit nicht sein.

Jüngst veröffentlichte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) eine Studie, die den Pflegebedarf für 2035 abschätzt. Das liegt 17 Jahre in der Zukunft – wer heute über eine Ausbildung in der Pflege nachdenkt, wird dann selbst in den Dreißigern oder Vierzigern sein und vielleicht eine Familie (mit)ernähren. Nach dieser Studie steigt die Zahl der Pflegebedürftigen bis dahin um ein Drittel auf vier Millionen an. Gerade in Nordrhein-Westfalen wird sogar ein Anstieg um 34 % erwartet. Um den Bedarf zu decken, müssten gleichzeitig 44 % mehr Pflegekräfte bis 2035 arbeiten.

Die Lösung liegt in Ausbildung und ambulanter Pflege

Von der Bertelsmannstiftung gibt es dazu eine Studie, die als Lösungsansatz vor allem den Ausbau der Pflege zuhause sieht: Die Hälfte der zu erwartenden Versorgungslücke kann so aufgefangen werden.

Dazu sollen einerseits Menschen gestärkt werden, die Angehörige zuhause pflegen. Dazu soll die Organisation verbessert werden, aber auch die Hilfsangebote für pflegende Angehörige.

Andererseits sollen vor allem die Ausbildung in der Pflege zugänglicher und attraktiver gemacht werden. Denn nur, wenn die ambulanten Pflegedienste in Zukunft viele Aufgaben übernehmen, können die anstehenden Probleme gelöst werden.

Ausbildung in der Pflege: Zum Preis von Rückenschmerzen?

Der Bedarf an Pflegekräften ist also lange noch nicht gedeckt. Und keine seriöse Studie geht davon aus, dass in Zukunft der Bedarf plötzlich zu 50 % durch Roboter oder ähnliches gedeckt werden könnte. Deswegen kann sich jeder, der heute eine Ausbildung in der Pflege absolviert, wohl recht sicher sein, auch in 30 Jahren noch sicher einen Job zu finden.

Die persönliche Perspektive ist einerseits abhängig von der eigenen Eignung für den Job. Die Arbeit in der Pflege verlang einem vieles ab. Andererseits ist die Zukunftstauglichkeit der Pflege aber auch von der Entwicklung der Arbeitsbedingungen abhängig. Junge Pflegekräfte sehen heute, dass ihre erfahrenen Kollegen nach vielen Jahren in der Pflege mit Problemen zu kämpfen haben: Rücken, Beine oder Psyche sind am Ende. Darauf wollen sie sich nicht mehr einlassen – zu Recht!

Gute Pflegedienste sind der Schlüssel

Die Ausbildung in der Pflege kann nur langfristig eine gute Lösung sein, wenn sie in einem guten Pflegedienst eingebettet ist. Auch die Qualität der späteren Arbeit hängt davon ab, wie gut ein Pflegedienst schon heute seine Möglichkeiten nutzt. Zum Beispiel, um das Leben der Pflegekräfte einfacher zu machen.

Faire Schichtpläne und gute Bezahlung fließen ebenso ein wie der Umgang mit der Digitalisierung, dem Bewusstsein für körperliche und psychische Gesundheit der Angestellten und nicht zuletzt die Stimmung im Unternehmen.

Wertschätzung für Pflegekräfte vom Pflegedienst aus macht eine Ausbildung in der Pflege attraktiver – und einfacher!

Pflege als Zukunftsperspektive

Deswegen laden wir beispielsweise alle ein, die interessiert daran sind, wirklich gute Pflege leisten zu können – mit Zeit für die Pflege und mit Freizeit für sich selbst.

Neben Auszubildenden sind auch Umsteiger und Wiedereinsteiger uns herzlich willkommen. Ein kurzer Kontakt genügt: Über unser Formular gleich hier online, per E-Mail an jobs@born-gesundheitsnetzwerk.de oder telefonisch unter 0800 000 1493.

Selbsttest: Könnte ich in der Pflege arbeiten?

Pflegekräfte werden gebraucht – das ist mittlerweile bei vielen Leuten angekommen. Gleichzeitig werden auch die Arbeitsbedingungen in der Pflege heftig diskutiert: Hohe Anforderungen stehen nicht immer einem angemessenen Gehalt gegenüber.

Der Pflegeberuf ist also nicht für jeden etwas – trotz guter Berufsperspektiven. Wer pflegen möchte, sollte dazu auch persönlich geeignet sein. Wir helfen mit einer kleinen Checkliste, vor der Ausbildung oder Umschulung schon einen Eindruck zu gewinnen.

Je mehr der Aussagen für Sie zutreffen, desto besser sind Ihre Chancen, in der Pflege den richtigen Beruf zu finden.

Selbsttest Pflege: Persönlichkeit

  1. Ich habe schon mal mit alten Menschen gearbeitet – zum Beispiel in einer Seniorengruppe – oder einem älteren oder kranken Menschen zum Beispiel durch Einkaufen oder Putzen im Alltag geholfen.
  2. Ich glaube, dass auch alte oder kranke Menschen Respekt verdienen. Das gilt auch, wenn sie mal verwirrt, traurig oder langsam sind.
  3. Wenn ich sehe, dass es anderen schlecht geht, kann ich Anteil nehmen. Ich kann mich aber später auch wieder auf mich konzentrieren und schöne Dinge erleben.
  4. Ich habe oft Kontakt zu älteren, kranken oder behinderten Menschen und komme gut mit ihnen zurecht. Ich höre ihnen gern zu und sie fühlen sich mit mir wohl.
  5. Ich kann mir vorstellen, einen anderen Menschen zu waschen oder jemandem zu helfen, zu duschen oder zur Toilette zu gehen.
  6. Ich bleibe bei kleinen Unfällen ruhig und kann auch andere beruhigen.
  7. Ich kann Verantwortung übernehmen und bin gerne Ansprechpartner für andere.
  8. Ich akzeptiere andere auch, wenn sie in ihrem Leben andere Entscheidungen getroffen haben als ich.

Selbsttest Pflege: Fähigkeiten

  1. Ich bin körperlich fit und traue mir zu, jemandem beim Aufstehen zu helfen oder in den Rollstuhl zu helfen. Ich habe keine Rückenprobleme.
  2. Ich kann Blut sehen.
  3. Ich kann meine Arbeit organisieren.
  4. Ich halte Verabredungen ein und bin zuverlässig.
  5. Ich komme auch mit mehreren Anforderungen gleichzeitig zurecht – wenn das Telefon klingelt, währen dich koche, brennt nichts an.
  6. Ich habe keine Angst, andere Menschen zu berühren und auch intensive Emotionen mitzuerleben.
  7. Ich kann sachlich bleiben und wichtige Informationen für andere schriftlich festhalten (zum Beispiel besondere Messwerte, Medikamentenempfehlungen, Bestellungen, …)

 

Selbsttest Pflege: Arbeitsbedingungen

  1. Es ist für mich in Ordnung, dass mein Job nicht zu den bestbezahlten Berufen gehört.
  2. Ich kann mir vorstellen, in Familien zu Gast zu sein, die ganz anders leben, als ich gewohnt bin. Ich respektiere Patienten auch, wenn sie unordentlicher oder ordentlicher sind als ich, anders essen oder ihre Freizeit anders verbringen wollen.
  3. Ich komme mit Vorurteilen oder dummen Kommentaren zu meinem Beruf von Freunden oder Fremden zurecht.
  4. Pflege ist immer auch eine Team-Aufgabe. Ich bin ein Team-Player und stimme mich gerne und gut mit anderen ab.
  5. Pflege findet meist im Schichtdienst statt. Ich kann mir vorstellen, auch am Wochenende oder abends zu arbeiten.

Pflegebereiche

In einigen Pflegebereichen, beispielsweise der Kinderintensivpflege, kommen noch weitere Anforderungen zu den oben genannten hinzu. Wer mit Kindern arbeitet, sollte mit neugierigen Fragen ebenso umgehen können, wie mit plötzlicher Angst. In der Palliativpflege müssen Pflegende noch intensiver damit umgehen, dass Patienten sterben. Wer in der Intensivpflege arbeitet, ist oft zu ganz unterschiedlichen Uhrzeiten bei Familien zu Gast und begleitet Patienten in kleinen Teams über Jahre persönlich. Diese Nähe kann eine weitere Herausforderung bedeuten.

Sind Sie interessiert an der Ausbildung oder wollen als Quereinsteiger oder Umsteigerin in einem bestimmten Pflegebereich starten? Schreiben Sie uns oder rufen Sie an und wir besprechen Ihre Möglichkeiten in der Pflege.

Ambulante Pflege: Sich im Stress Zeit nehmen

Die ambulante Pflege bei Patienten zuhause ist oft eine stressreiche und belastende Tätigkeit – das gilt sowohl für Angehörige, die selbst die Pflege eines Familienmitglieds oder besonderen Menschen übernehmen, als auch für ausgebildete Pflegekräfte.

Die erste wichtige Botschaft für jeden, der Pflege als Stress empfindet, ist wohl, dass das Gefühl normal ist. Die Aufgaben sind anspruchsvoll – körperlich und emotional – und es ist kaum vorstellbar, dass jemand sie bewältigen kann, ohne sich je gestresst zu fühlen.

Es gibt aber Möglichkeiten, diesen Stress zu bewältigen und damit umzugehen – und gute Gründe, wieso alle Pflegenden sich aktiv Zeit nehmen sollten.

Wieso es wichtig ist, sich Zeit zu nehmen

Wer beruflich in der Pflege tätig ist, kann genauso ein Lied davon singen wie diejenigen, die „nur“ eine Person privat pflegen: Pflege kostet Zeit. Auch wenn Kataloge vorgeben, eine bestimmte Tätigkeit dauere nur fünf Minuten, vergessen diese Kataloge oft das Drumherum. Wer läuft beispielsweise zu einem pflegebedürftigen Menschen, grüßt nur beiläufig und wechselt blitzschnell einen Verband, während er sich gedanklich schon auf den nächsten Arbeitsschritt vorbereitet?

Die Antwort lautet: Alle, die unter Stress stehen und deswegen nicht viel Zeit für die Aufgabe haben. Pflegende Angehörige haben Verpflichtungen außerhalb der Pflege und Pflegekräfte müssen oft weiter zum nächsten Termin.

Ruhe bei der Pflege mitzubringen, ist aber ein essenzieller Bestandteil von guter Pflege, die mehr als nur die Abfolge von Tätigkeiten umschließt. Pflege sollte mit Empathie erfolgen und ist eine zwischenmenschliche Begegnung. Bei der ambulanten Pflege kommt eine Pflegekraft zu Besuch ins Haus eines Menschen. Dieser Besuch sollte nicht rein funktional sein. Jemand, der selbst zuhause pflegt, sollte ebenfalls nicht ausgerechnet bei der Pflege in einen „maschinellen“ Modus umschalten.

 Wieso alles länger dauert, als geplant

In der ersten Zeit dauern bestimmte Pflegeschritte noch etwas länger, weil jemand sie erst einüben muss. Später sitzen Handgriffe quasi automatisch und funktionieren routiniert. In dieser Zeit dauern die eigentlichen Tätigkeiten – das Wechseln von Verbänden, das Sortieren von Medikamenten, das Waschen oder Ankleiden – länger. Das gilt einerseits für die Lernphase der Pflegenden – ob als Pflegefachkraft oder als Angehörige –, aber andererseits auch für jedes „erste Mal“ mit neuen Patienten.

Später gehen Tätigkeiten in Routine über und das Zusammenspiel zwischen Patient und Pflegekraft lässt alles idealerweise schnell gelingen. Fern vom Ideal gibt es in der Realität aber oft verschiedene Gründe für „Verlängerungen“:

  • Das kann sein, weil jemand emotional belastet ist. Zum Beispiel, weil Pflegende in anderen Lebensbereichen Stress haben oder ein Patient morgens schlechte Nachrichten bekommen hat.
  • Manchmal liegt es auch am verwendeten Material – ein gerissener Handschuh oder ein abgebrochener Verschluss können enorm Zeit kosten.
  • Wenn jemand krank oder müde ist werden Pflegeaufgaben schwieriger.
  • Wer unter Zeitdruck ist, macht häufiger Fehler – die wiederum Zeit kosten.

 

Bei Pflege zuhause Ruhe bewahren und mitbringen

„Zu hastig und zu träge kommt gleich zu spät“, schrieb Shakespeare. Auch der Schlüssel zu mehr Zeit für Pflege ist weder, alles zu hetzen, noch sich einfach Zeit zu lassen und zu „trödeln“. Es lässt sich ja nicht leugnen, dass der nächste Termin ansteht und noch andere Pflichten warten.

Oft hilft es schon etwas, sich daran zu erinnern: Eile hilft kaum, Zeit zu sparen. Durch Hektik entstehen Fehler – die nur Zeit kosten. Viele Patienten sind durch Hast überfordert und haben Schwierigkeiten, wie gewünscht zu kooperieren.

Oft entsteht Hast aus dem Gefühl, sonst schneller zu sein – dann kann es helfen, die Zeit für verschiedene Aufgaben bewusst wahrzunehmen. Vielleicht dauert eine Aufgabe eigentlich immer zehn Minuten, egal, wie man sie tut. Dann sind zehn Minuten in Ruhe angenehmer, als zehn Minuten in Eile.

Manchmal hilft es auch, sich bewusst Zeit zu nehmen: Für eine Aufgabe, die „immer“ fünf Minuten dauert, werden zehn eingeplant. So gibt es Luft und weniger Druck, die Aufgabe in weniger als fünf Minuten zu erledigen.

Wenn der Stress in der Pflege überhandnimmt

Manchmal wird Pflege trotzdem zu viel – für Profis und für Angehörige. Wenn Sie merken, dass Sie bei der Pflege gestresst sind und keinen klaren Kopf mehr für Ihre Aufgabe haben, sollten Sie handeln.

Angehörige können sich Hilfe von Pflegediensten holen: Weitere Personen, die die Aufgaben teilen und dadurch entlasten.

Wenn professionelle Pflegekräfte merken, dass die ambulante Pflege zu viel Stress verursacht, können sie mit Teamleitern oder Arbeitgebern sprechen. Vielleicht wurde eine bestimmte Aufgabe bisher falsch eingeschätzt – die Arbeit bei manchen Patienten dauert länger als bei anderen und das ist keine Frage der Kompetenz der Pflegekraft. Vielleicht ist ein Plan auch falsch aufgestellt.

Wenn die ambulante Pflege bei Patienten nur gehetzt abläuft und es keine Aussicht auf Ruhe gibt, sehen Sie sich nach einem neuen Job um – zum Beispiel bei uns. Denn Zeit für gute Pflege ist eins unserer wichtigsten Prinzipien.

Keine Neuigkeit: Pflege wird nicht gut bezahlt

Liebe Kolleginnen und Kollegen, haltet euch fest: Der Gesundheitsminister hat kürzlich verlauten lassen, Pflegekräfte seien zu schlecht bezahlt.

Donnerwetter, denkt man sich da. Eine ziemliche Neuigkeit. Wir würden so weit gehen, etwas mehr zu verraten: Pflege wird zu schlecht bezahlt. Und zwar nicht erst seit gestern.

Etabliertes Wissen: Pflegekräfte verdienen im Schnitt sehr wenig

Dieses Jahr zeigt sich die schlechte Bezahlung von Pflegekräften im Vergleich aber auch mal wieder besonders deutlich. Das durchschnittliche Bruttoeinkommen einer Vollzeitpflegekraft liegt in einigen Bundesländern bei gerade einmal 21 500 € – kein Wunder, dass Pflegekräfte es 2018 auf Platz 9 der schlechtbezahltesten Berufe in Deutschland geschafft haben.

Besser sieht es meist in Pflegediensten aus, die etwas größer sind oder sich mit anderen zusammengeschlossen haben. Denn so kann man auffangen, wenn die Zahlung einer Rechnung mal wieder lange ausbleibt.

Das Problem dabei: Wachstum ist oft mit Fremdinvestoren verbunden.

Gewinn-zentrierte Pflege?

Ein größeres Unternehmen muss sich neuen Herausforderungen stellen. Regelungen und Vorschriften, die ein kleiner Pflegedienst noch nicht erlebt. Das endet nicht mit neuen Datenschutzregelungen, die verschärft greifen, wenn mehr Mitarbeiter im Unternehmen sind.

Eine der Herausforderungen ist auch die Finanzierung von neuen Projekten. Und in diesem Moment entscheidet sich oft, ob ein Pflegedienst in Familienhand bleibt oder zum reinen Investitionsobjekt wird.

Die Welt empfiehlt die Investition in Pflegeimmobilien als sichere Anlage. Das bedeutet, dass jede Menge „Shareholder“ (Leute, deren Interessen berücksichtig werden müssen) in die Pflege kommen, die keine Ahnung von Pflege, aber viel Geld haben. Sie erhoffen sich Renditen und investieren dafür in den Bau von Immobilien, die auch für ältere Menschen gut bewohnbar sind. Oder eben gleich in Pflegeheime.

Das Problem ist auch bei der Bundesregierung angekommen: Man denkt zur Zeit über eine Begrenzung der Rendite durch Pflegeprojekte nach. Wiederum die Welt zeigt sich davon wenig begeistert – wenn es keine Prozente in zweistelliger Höhe mehr geben darf, wer soll dann noch investieren? Die großen Unternehmen und Immobilien-Hedgefonds-Manager nicht.

Stellschrauben für wirtschaftliche Pflege

Wenn Zeitungen wie die Welt Pflegedienste vorstellen, die wirtschaftlich arbeiten, nehmen sie als Beispiel ein Pflegeheim, das seinen Gewinn neben der Pflege vor allem auch über die Vermietung der Räume erwirtschaftet und von der privaten Zuzahlung der Bewohner finanziert. Dann schieben sie die Faktoren nach, an denen das Unternehmen spart: Kopierpapier zum Beispiel. Naja, und die Miete für Gebäude, die das Pflegeheim nutzt, denn die Immobilien sei längst in Hand des Unternehmens.

Ein wichtiger Punkt aus einem Beisatz: „Zudem spart er sich die Kosten für die Verhandlungen mit den Pflege- und Sozialkassen.“ – der Beispielbetreiber eines Pflegeheims kann auf Verträge zurückgreifen und sich scheinbar auch darauf verlassen, dass die Kassen zahlen. Das ist unglücklicherweise aus mancher Perspektive auch ein besonderer Luxus.

Lösungsvorschläge – „Jemand muss mehr bezahlen“

Die Lösungsvorschläge zum Thema sind interessant. Sie lassen sich – natürlich – zusammenfassen unter dem Zitat von Gesundheitsminister Spahn: „Pflegekräfte müssen besser verdienen“. Was für eine Erkenntnis …

Es fehlen allerdings die weiteren Schritte. Denn in allen Zitaten aus Interviews mit Herr Spahn fällt auf, dass er zwar von Milliardeninvestitionen spricht („Am Ende müssen auch Milliarden investiert werden“), aber auffällig offen lässt, wer die Milliarden investiert – und wann „Am Ende“ sein wird.

Auch sonst bedient sich der Minister indirekter Formulierungen und passiver Ausdrücke. Er hätte gern weniger Leiharbeit in der Pflege und mehr Festangestellte. Hätten wir auch gern.

Wenn wir aber dabei sind, eine Liste zu machen: Wir hätten auch gern klarere Ansagen und zuverlässige, bedeutende Versprechen. Dann können Pflegedienste Einstellungen auf einer sicheren Grundlage verstärken. Und mit etwas mehr Unterstützung für die Pflegeseite im ewigen Seilziehen zwischen Pflegediensten und Krankenkassen können wir mehr Energie in das stecken, was wir eigentlich tun wollen: Für Menschen da sein.

Gemeinsame Aktivitäten: Kollegen und Freizeit

Es gibt viele Jobs, in denen man viel mit seinen Kollegen zu tun hat. Oder nur recht wenig, aber trotzdem jeder am Ende des Tages hauptsächlich nach Hause möchte, um sich nicht mehr mit den „lieben Kolleginnen“ beschäftigen zu müssen.

Bei uns ist das anders: Wir haben sehr viel miteinander zu tun und unternehmen manchmal trotzdem noch mehr miteinander. Bei gemeinsamen Aktivitäten abseits des Pflegealltags kommen wir zusammen – um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, oder um einfach mal ohne Arbeit Zeit füreinander zu haben.

Die Aktivitäten sehen dabei ganz unterschiedlich aus – ganz abhängig davon, was diejenigen mögen, die dabei mitmachen. Wichtig ist immer: Spaß haben!

Gemeinsame Teamaktivitäten

Die Teamaktivitäten sind keine zusätzliche Pflicht auf der Liste der Aufgaben unserer vielbeschäftigten Mitarbeitenden. Sie lockern den Arbeitsalltag auf oder bieten Chancen, sich nach der Arbeit noch mal zu sehen. Es ist kein Wunder, dass viele unserer Kolleginnen und Kollegen darauf einsteigen und mitmachen, auch wenn eigentlich „Feierabend“ wäre.

Das erste große Argument dafür ist natürlich der Spaß. Zusammen zu grillen und ein bisschen zu quatschen entspannt schon einfach nur, weil es mal ganz bewusst locker zugeht. Mit Leuten klönen, die genau den gleichen Job haben, entspannt – wir können ja auch über ähnliches lachen.

Sich lockerer begegnen.

Es gibt aber noch mehr Effekte. Zum Beispiel den, andere Mitarbeitende ab von der Arbeit immer wieder als Menschen kennenlernen zu können. Klar sind wir auch bei der Pflege Menschen und Persönlichkeiten. Beim Arbeiten stehen aber bestimmte Rollen im Vordergrund: Als Chefin oder Auszubildender, als Expertin auf einem Gebiet oder Neuling.

Ein anderer Nebeneffekt der Rollen im Arbeitsalltag ist sehr spezifisch für die Pflege. In Pflegejobs lösen wir jeden Tag gemeinsam Probleme. Dabei wird manchmal auch heiß diskutiert – zum Glück! Denn nur, wenn wir diskutieren, können wir uns auch weiterentwickeln. Solche Diskussionen beinhalten natürlich auch mal Kritik. In unsere Arbeit fließt das automatisch ein und macht uns besser – in unseren persönlichen Beziehungen kann das aber auch stören.

Denn bei der Arbeit ist meist vor allem Zeit für diese „Funktionen“. Bei einer Unterhaltung über die WM oder einen Urlaub lernt man sich einfach besser kennen und kann persönlich mitschwindende Probleme auflösen.

Abseits der Arbeit

Einfach mal etwas zusammen tun, das nichts mit der Arbeit zu tun hat – das verbindet und macht auch die Arbeit schöner, weil man gemeinsame Erinnerungen aufbaut. Manchmal treffen wir uns zum Grillen oder verabreden uns zum Fußballgucken.

Manchmal gibt es auch Aktivitäten speziell für bestimmte Aktionen. So haben sich in Kamen eine ganze Reihe von Mitarbeiterinnen regelmäßig getroffen, um gemeinsam zu nähen. Nicht nur für sich, sondern „den guten Zweck“: Sogenannte Herzkissen helfen beispielsweise Brustkrebspatientinnen bei den Schmerzen nach einer OP.

Diese Aktivitäten streuen sich im Born Gesundheitsnetzwerk aber auch zwischen die Arbeit. Da denken wir sehr pragmatisch: Wieso nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Deswegen verlagern wir Teamsitzungen beispielsweise auf den Minigolfplatz – Besprechungen rund um das Spiel sind gerade im Sommer eine echte Entspannung. Hier kann man in Kamen gemütlich zusammensitzen und die nächste Zeit plan

Teamwork: Case-Manager und das Wohnkonzept

Case-Manager und das Wohnkonzept arbeiten zusammen, um Patienten vom Krankenhaus direkt in ihr neues Zuhause zu bringen. Dort bieten wir Intensivpflege rund um die Uhr in einer unserer Beatmungs-WGs in Dortmund.

Wenn Sie als Case-Manager nach einem Platz für einen intensivpflegebedürftigen Patienten in Dortmund suchen, kontaktieren Sie uns gern.

Wir arbeiten gerne direkt mit Case-Managern zusammen und bieten Ihnen eine direkte Ansprechpartnerin: Sabrina Behrens ist für Sie per E-Mail und telefonisch immer ein direkter Kontakt.

Die Beatmungs-WGs in Dortmund

Bis zu 18 Patienten können wir gleichzeitig betreuen. Dabei hat jeder von ihnen ein eigenes Zimmer und kann mit seinen Angehörigen auch in den Aufenthaltsräumen oder der offenen Küche zusammenkommen. Jedes Zimmer ist zwischen 15 und 27 qm groß und die Kosten setzen sich aus 200 – 300 € pro Monat (je nach Zimmergröße) und 100 € Nebenkosten zusammen.

Alle Räumlichkeiten sind erst vor kurzem renoviert worden und genau auf die Bedürfnisse der Bewohner zugeschnitten. Sie wurden mit der Hilfe von Pflegefachkräften aus der Intensivpflege entworfen und sind so perfekt für die Intensivpflege und Beatmungspatienten geeignet.

Die Versorgung geschieht durch ausgebildete Fachkräfte. Das Pflegepersonal nimmt regelmäßig an Fortbildungen teil und wurde insbesondere auch in die Arbeit mit Beatmungsgeräten eingewiesen.

Unsere enge Zusammenarbeit mit Case-Managern

Dazu kommen wir auch schon vor der Aufnahme gern ins Krankenhaus oder zu den Angehörigen nach Hause, um mit ihnen alle Formalitäten zu klären und den Umzug zu organisieren. Wir bieten so viele Beratungstermine wie nötig an und das auch gern, bevor die Kostenübernahme geklärt ist.

So können wir eine schnelle Übernahme garantieren, wann immer Plätze in der WG frei sind.

Damit der Übergang glatt läuft, helfen wir beim Ausfüllen der Verordnung häuslicher Krankenpflege. So nehmen wir Ihnen einige Arbeit ab und erleichtern auch den Angehörigen die Situation. Wir helfen bei der Klärung der Kostenübernahme – sowohl hinsichtlich der Formulare, als auch der passenden Ansprechpartner.

Zusätzlicher Service im Überblick

Neben der reibungslosen Organisation ist für die Familien der Patienten oft auch die Frage der Kosten enorm wichtig. Uns ist wichtig, eine Abrechnung ohne Belastung der Angehörigen zu ermöglichen. Dafür unterstützen wir sie bei den entsprechenden Formalien.

Die Koordination gehört in allen Bereichen zu unseren Leistungen: Wir listen die nötigen Medizinprodukte für die Verordnung auf – so gibt es schnellstmöglich eine echte Übersicht. Und die Beschaffung und Versorgung können wir ebenfalls sicherstellen. Dazu kooperieren wir mit Ärzten, Therapeuten, Apotheken und Sanitätshäusern.

 

Für unsere Patienten bedeutet das jederzeit einen lückenlose Versorgung: Sobald der Umzug organisiert ist, übernehmen wir die Rundum-Pflege.

 

Das Wohnkonzept in Dortmund im Überblick

Wohnkonzept Eins und Zwei in Dortmund sind Beatmungs-WGs für Intensivpflegebedürftige Patienten. Hier hat jeder Patient ein eigenes Zimmer, das nach seinen Wünschen eingerichtet werden kann. Außerdem gibt es Aufenthaltsräume und eine geteilte für Patienten und Angehörige.

Die Pflege erfolgt durch Fachkräfte, die rund um die Uhr die Beatmung, Behandlungs- und Grundpflege sicherstellen. Durch die Kooperation mit Ärzten, Apotheken, Sanitätshäusern und anderen Experten sorgen wir für eine lückenlose Versorgung.

Weitere Details finden Sie online auf den Seiten des Wohnkonzepts – oder Sie kontaktieren uns direkt: Sie erreichen Sabrina Behrens per E-Mail oder telefonisch unter 0231 5557840.