Selbsttest: Könnte ich in der Pflege arbeiten?

Pflegekräfte werden gebraucht – das ist mittlerweile bei vielen Leuten angekommen. Gleichzeitig werden auch die Arbeitsbedingungen in der Pflege heftig diskutiert: Hohe Anforderungen stehen nicht immer einem angemessenen Gehalt gegenüber.

Der Pflegeberuf ist also nicht für jeden etwas – trotz guter Berufsperspektiven. Wer pflegen möchte, sollte dazu auch persönlich geeignet sein. Wir helfen mit einer kleinen Checkliste, vor der Ausbildung oder Umschulung schon einen Eindruck zu gewinnen.

Je mehr der Aussagen für Sie zutreffen, desto besser sind Ihre Chancen, in der Pflege den richtigen Beruf zu finden.

Selbsttest Pflege: Persönlichkeit

  1. Ich habe schon mal mit alten Menschen gearbeitet – zum Beispiel in einer Seniorengruppe – oder einem älteren oder kranken Menschen zum Beispiel durch Einkaufen oder Putzen im Alltag geholfen.
  2. Ich glaube, dass auch alte oder kranke Menschen Respekt verdienen. Das gilt auch, wenn sie mal verwirrt, traurig oder langsam sind.
  3. Wenn ich sehe, dass es anderen schlecht geht, kann ich Anteil nehmen. Ich kann mich aber später auch wieder auf mich konzentrieren und schöne Dinge erleben.
  4. Ich habe oft Kontakt zu älteren, kranken oder behinderten Menschen und komme gut mit ihnen zurecht. Ich höre ihnen gern zu und sie fühlen sich mit mir wohl.
  5. Ich kann mir vorstellen, einen anderen Menschen zu waschen oder jemandem zu helfen, zu duschen oder zur Toilette zu gehen.
  6. Ich bleibe bei kleinen Unfällen ruhig und kann auch andere beruhigen.
  7. Ich kann Verantwortung übernehmen und bin gerne Ansprechpartner für andere.
  8. Ich akzeptiere andere auch, wenn sie in ihrem Leben andere Entscheidungen getroffen haben als ich.

Selbsttest Pflege: Fähigkeiten

  1. Ich bin körperlich fit und traue mir zu, jemandem beim Aufstehen zu helfen oder in den Rollstuhl zu helfen. Ich habe keine Rückenprobleme.
  2. Ich kann Blut sehen.
  3. Ich kann meine Arbeit organisieren.
  4. Ich halte Verabredungen ein und bin zuverlässig.
  5. Ich komme auch mit mehreren Anforderungen gleichzeitig zurecht – wenn das Telefon klingelt, währen dich koche, brennt nichts an.
  6. Ich habe keine Angst, andere Menschen zu berühren und auch intensive Emotionen mitzuerleben.
  7. Ich kann sachlich bleiben und wichtige Informationen für andere schriftlich festhalten (zum Beispiel besondere Messwerte, Medikamentenempfehlungen, Bestellungen, …)

 

Selbsttest Pflege: Arbeitsbedingungen

  1. Es ist für mich in Ordnung, dass mein Job nicht zu den bestbezahlten Berufen gehört.
  2. Ich kann mir vorstellen, in Familien zu Gast zu sein, die ganz anders leben, als ich gewohnt bin. Ich respektiere Patienten auch, wenn sie unordentlicher oder ordentlicher sind als ich, anders essen oder ihre Freizeit anders verbringen wollen.
  3. Ich komme mit Vorurteilen oder dummen Kommentaren zu meinem Beruf von Freunden oder Fremden zurecht.
  4. Pflege ist immer auch eine Team-Aufgabe. Ich bin ein Team-Player und stimme mich gerne und gut mit anderen ab.
  5. Pflege findet meist im Schichtdienst statt. Ich kann mir vorstellen, auch am Wochenende oder abends zu arbeiten.

Pflegebereiche

In einigen Pflegebereichen, beispielsweise der Kinderintensivpflege, kommen noch weitere Anforderungen zu den oben genannten hinzu. Wer mit Kindern arbeitet, sollte mit neugierigen Fragen ebenso umgehen können, wie mit plötzlicher Angst. In der Palliativpflege müssen Pflegende noch intensiver damit umgehen, dass Patienten sterben. Wer in der Intensivpflege arbeitet, ist oft zu ganz unterschiedlichen Uhrzeiten bei Familien zu Gast und begleitet Patienten in kleinen Teams über Jahre persönlich. Diese Nähe kann eine weitere Herausforderung bedeuten.

Sind Sie interessiert an der Ausbildung oder wollen als Quereinsteiger oder Umsteigerin in einem bestimmten Pflegebereich starten? Schreiben Sie uns oder rufen Sie an und wir besprechen Ihre Möglichkeiten in der Pflege.

Ambulante Pflege: Sich im Stress Zeit nehmen

Die ambulante Pflege bei Patienten zuhause ist oft eine stressreiche und belastende Tätigkeit – das gilt sowohl für Angehörige, die selbst die Pflege eines Familienmitglieds oder besonderen Menschen übernehmen, als auch für ausgebildete Pflegekräfte.

Die erste wichtige Botschaft für jeden, der Pflege als Stress empfindet, ist wohl, dass das Gefühl normal ist. Die Aufgaben sind anspruchsvoll – körperlich und emotional – und es ist kaum vorstellbar, dass jemand sie bewältigen kann, ohne sich je gestresst zu fühlen.

Es gibt aber Möglichkeiten, diesen Stress zu bewältigen und damit umzugehen – und gute Gründe, wieso alle Pflegenden sich aktiv Zeit nehmen sollten.

Wieso es wichtig ist, sich Zeit zu nehmen

Wer beruflich in der Pflege tätig ist, kann genauso ein Lied davon singen wie diejenigen, die „nur“ eine Person privat pflegen: Pflege kostet Zeit. Auch wenn Kataloge vorgeben, eine bestimmte Tätigkeit dauere nur fünf Minuten, vergessen diese Kataloge oft das Drumherum. Wer läuft beispielsweise zu einem pflegebedürftigen Menschen, grüßt nur beiläufig und wechselt blitzschnell einen Verband, während er sich gedanklich schon auf den nächsten Arbeitsschritt vorbereitet?

Die Antwort lautet: Alle, die unter Stress stehen und deswegen nicht viel Zeit für die Aufgabe haben. Pflegende Angehörige haben Verpflichtungen außerhalb der Pflege und Pflegekräfte müssen oft weiter zum nächsten Termin.

Ruhe bei der Pflege mitzubringen, ist aber ein essenzieller Bestandteil von guter Pflege, die mehr als nur die Abfolge von Tätigkeiten umschließt. Pflege sollte mit Empathie erfolgen und ist eine zwischenmenschliche Begegnung. Bei der ambulanten Pflege kommt eine Pflegekraft zu Besuch ins Haus eines Menschen. Dieser Besuch sollte nicht rein funktional sein. Jemand, der selbst zuhause pflegt, sollte ebenfalls nicht ausgerechnet bei der Pflege in einen „maschinellen“ Modus umschalten.

 Wieso alles länger dauert, als geplant

In der ersten Zeit dauern bestimmte Pflegeschritte noch etwas länger, weil jemand sie erst einüben muss. Später sitzen Handgriffe quasi automatisch und funktionieren routiniert. In dieser Zeit dauern die eigentlichen Tätigkeiten – das Wechseln von Verbänden, das Sortieren von Medikamenten, das Waschen oder Ankleiden – länger. Das gilt einerseits für die Lernphase der Pflegenden – ob als Pflegefachkraft oder als Angehörige –, aber andererseits auch für jedes „erste Mal“ mit neuen Patienten.

Später gehen Tätigkeiten in Routine über und das Zusammenspiel zwischen Patient und Pflegekraft lässt alles idealerweise schnell gelingen. Fern vom Ideal gibt es in der Realität aber oft verschiedene Gründe für „Verlängerungen“:

  • Das kann sein, weil jemand emotional belastet ist. Zum Beispiel, weil Pflegende in anderen Lebensbereichen Stress haben oder ein Patient morgens schlechte Nachrichten bekommen hat.
  • Manchmal liegt es auch am verwendeten Material – ein gerissener Handschuh oder ein abgebrochener Verschluss können enorm Zeit kosten.
  • Wenn jemand krank oder müde ist werden Pflegeaufgaben schwieriger.
  • Wer unter Zeitdruck ist, macht häufiger Fehler – die wiederum Zeit kosten.

 

Bei Pflege zuhause Ruhe bewahren und mitbringen

„Zu hastig und zu träge kommt gleich zu spät“, schrieb Shakespeare. Auch der Schlüssel zu mehr Zeit für Pflege ist weder, alles zu hetzen, noch sich einfach Zeit zu lassen und zu „trödeln“. Es lässt sich ja nicht leugnen, dass der nächste Termin ansteht und noch andere Pflichten warten.

Oft hilft es schon etwas, sich daran zu erinnern: Eile hilft kaum, Zeit zu sparen. Durch Hektik entstehen Fehler – die nur Zeit kosten. Viele Patienten sind durch Hast überfordert und haben Schwierigkeiten, wie gewünscht zu kooperieren.

Oft entsteht Hast aus dem Gefühl, sonst schneller zu sein – dann kann es helfen, die Zeit für verschiedene Aufgaben bewusst wahrzunehmen. Vielleicht dauert eine Aufgabe eigentlich immer zehn Minuten, egal, wie man sie tut. Dann sind zehn Minuten in Ruhe angenehmer, als zehn Minuten in Eile.

Manchmal hilft es auch, sich bewusst Zeit zu nehmen: Für eine Aufgabe, die „immer“ fünf Minuten dauert, werden zehn eingeplant. So gibt es Luft und weniger Druck, die Aufgabe in weniger als fünf Minuten zu erledigen.

Wenn der Stress in der Pflege überhandnimmt

Manchmal wird Pflege trotzdem zu viel – für Profis und für Angehörige. Wenn Sie merken, dass Sie bei der Pflege gestresst sind und keinen klaren Kopf mehr für Ihre Aufgabe haben, sollten Sie handeln.

Angehörige können sich Hilfe von Pflegediensten holen: Weitere Personen, die die Aufgaben teilen und dadurch entlasten.

Wenn professionelle Pflegekräfte merken, dass die ambulante Pflege zu viel Stress verursacht, können sie mit Teamleitern oder Arbeitgebern sprechen. Vielleicht wurde eine bestimmte Aufgabe bisher falsch eingeschätzt – die Arbeit bei manchen Patienten dauert länger als bei anderen und das ist keine Frage der Kompetenz der Pflegekraft. Vielleicht ist ein Plan auch falsch aufgestellt.

Wenn die ambulante Pflege bei Patienten nur gehetzt abläuft und es keine Aussicht auf Ruhe gibt, sehen Sie sich nach einem neuen Job um – zum Beispiel bei uns. Denn Zeit für gute Pflege ist eins unserer wichtigsten Prinzipien.

Keine Neuigkeit: Pflege wird nicht gut bezahlt

Liebe Kolleginnen und Kollegen, haltet euch fest: Der Gesundheitsminister hat kürzlich verlauten lassen, Pflegekräfte seien zu schlecht bezahlt.

Donnerwetter, denkt man sich da. Eine ziemliche Neuigkeit. Wir würden so weit gehen, etwas mehr zu verraten: Pflege wird zu schlecht bezahlt. Und zwar nicht erst seit gestern.

Etabliertes Wissen: Pflegekräfte verdienen im Schnitt sehr wenig

Dieses Jahr zeigt sich die schlechte Bezahlung von Pflegekräften im Vergleich aber auch mal wieder besonders deutlich. Das durchschnittliche Bruttoeinkommen einer Vollzeitpflegekraft liegt in einigen Bundesländern bei gerade einmal 21 500 € – kein Wunder, dass Pflegekräfte es 2018 auf Platz 9 der schlechtbezahltesten Berufe in Deutschland geschafft haben.

Besser sieht es meist in Pflegediensten aus, die etwas größer sind oder sich mit anderen zusammengeschlossen haben. Denn so kann man auffangen, wenn die Zahlung einer Rechnung mal wieder lange ausbleibt.

Das Problem dabei: Wachstum ist oft mit Fremdinvestoren verbunden.

Gewinn-zentrierte Pflege?

Ein größeres Unternehmen muss sich neuen Herausforderungen stellen. Regelungen und Vorschriften, die ein kleiner Pflegedienst noch nicht erlebt. Das endet nicht mit neuen Datenschutzregelungen, die verschärft greifen, wenn mehr Mitarbeiter im Unternehmen sind.

Eine der Herausforderungen ist auch die Finanzierung von neuen Projekten. Und in diesem Moment entscheidet sich oft, ob ein Pflegedienst in Familienhand bleibt oder zum reinen Investitionsobjekt wird.

Die Welt empfiehlt die Investition in Pflegeimmobilien als sichere Anlage. Das bedeutet, dass jede Menge „Shareholder“ (Leute, deren Interessen berücksichtig werden müssen) in die Pflege kommen, die keine Ahnung von Pflege, aber viel Geld haben. Sie erhoffen sich Renditen und investieren dafür in den Bau von Immobilien, die auch für ältere Menschen gut bewohnbar sind. Oder eben gleich in Pflegeheime.

Das Problem ist auch bei der Bundesregierung angekommen: Man denkt zur Zeit über eine Begrenzung der Rendite durch Pflegeprojekte nach. Wiederum die Welt zeigt sich davon wenig begeistert – wenn es keine Prozente in zweistelliger Höhe mehr geben darf, wer soll dann noch investieren? Die großen Unternehmen und Immobilien-Hedgefonds-Manager nicht.

Stellschrauben für wirtschaftliche Pflege

Wenn Zeitungen wie die Welt Pflegedienste vorstellen, die wirtschaftlich arbeiten, nehmen sie als Beispiel ein Pflegeheim, das seinen Gewinn neben der Pflege vor allem auch über die Vermietung der Räume erwirtschaftet und von der privaten Zuzahlung der Bewohner finanziert. Dann schieben sie die Faktoren nach, an denen das Unternehmen spart: Kopierpapier zum Beispiel. Naja, und die Miete für Gebäude, die das Pflegeheim nutzt, denn die Immobilien sei längst in Hand des Unternehmens.

Ein wichtiger Punkt aus einem Beisatz: „Zudem spart er sich die Kosten für die Verhandlungen mit den Pflege- und Sozialkassen.“ – der Beispielbetreiber eines Pflegeheims kann auf Verträge zurückgreifen und sich scheinbar auch darauf verlassen, dass die Kassen zahlen. Das ist unglücklicherweise aus mancher Perspektive auch ein besonderer Luxus.

Lösungsvorschläge – „Jemand muss mehr bezahlen“

Die Lösungsvorschläge zum Thema sind interessant. Sie lassen sich – natürlich – zusammenfassen unter dem Zitat von Gesundheitsminister Spahn: „Pflegekräfte müssen besser verdienen“. Was für eine Erkenntnis …

Es fehlen allerdings die weiteren Schritte. Denn in allen Zitaten aus Interviews mit Herr Spahn fällt auf, dass er zwar von Milliardeninvestitionen spricht („Am Ende müssen auch Milliarden investiert werden“), aber auffällig offen lässt, wer die Milliarden investiert – und wann „Am Ende“ sein wird.

Auch sonst bedient sich der Minister indirekter Formulierungen und passiver Ausdrücke. Er hätte gern weniger Leiharbeit in der Pflege und mehr Festangestellte. Hätten wir auch gern.

Wenn wir aber dabei sind, eine Liste zu machen: Wir hätten auch gern klarere Ansagen und zuverlässige, bedeutende Versprechen. Dann können Pflegedienste Einstellungen auf einer sicheren Grundlage verstärken. Und mit etwas mehr Unterstützung für die Pflegeseite im ewigen Seilziehen zwischen Pflegediensten und Krankenkassen können wir mehr Energie in das stecken, was wir eigentlich tun wollen: Für Menschen da sein.

Gemeinsame Aktivitäten: Kollegen und Freizeit

Es gibt viele Jobs, in denen man viel mit seinen Kollegen zu tun hat. Oder nur recht wenig, aber trotzdem jeder am Ende des Tages hauptsächlich nach Hause möchte, um sich nicht mehr mit den „lieben Kolleginnen“ beschäftigen zu müssen.

Bei uns ist das anders: Wir haben sehr viel miteinander zu tun und unternehmen manchmal trotzdem noch mehr miteinander. Bei gemeinsamen Aktivitäten abseits des Pflegealltags kommen wir zusammen – um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, oder um einfach mal ohne Arbeit Zeit füreinander zu haben.

Die Aktivitäten sehen dabei ganz unterschiedlich aus – ganz abhängig davon, was diejenigen mögen, die dabei mitmachen. Wichtig ist immer: Spaß haben!

Gemeinsame Teamaktivitäten

Die Teamaktivitäten sind keine zusätzliche Pflicht auf der Liste der Aufgaben unserer vielbeschäftigten Mitarbeitenden. Sie lockern den Arbeitsalltag auf oder bieten Chancen, sich nach der Arbeit noch mal zu sehen. Es ist kein Wunder, dass viele unserer Kolleginnen und Kollegen darauf einsteigen und mitmachen, auch wenn eigentlich „Feierabend“ wäre.

Das erste große Argument dafür ist natürlich der Spaß. Zusammen zu grillen und ein bisschen zu quatschen entspannt schon einfach nur, weil es mal ganz bewusst locker zugeht. Mit Leuten klönen, die genau den gleichen Job haben, entspannt – wir können ja auch über ähnliches lachen.

Sich lockerer begegnen.

Es gibt aber noch mehr Effekte. Zum Beispiel den, andere Mitarbeitende ab von der Arbeit immer wieder als Menschen kennenlernen zu können. Klar sind wir auch bei der Pflege Menschen und Persönlichkeiten. Beim Arbeiten stehen aber bestimmte Rollen im Vordergrund: Als Chefin oder Auszubildender, als Expertin auf einem Gebiet oder Neuling.

Ein anderer Nebeneffekt der Rollen im Arbeitsalltag ist sehr spezifisch für die Pflege. In Pflegejobs lösen wir jeden Tag gemeinsam Probleme. Dabei wird manchmal auch heiß diskutiert – zum Glück! Denn nur, wenn wir diskutieren, können wir uns auch weiterentwickeln. Solche Diskussionen beinhalten natürlich auch mal Kritik. In unsere Arbeit fließt das automatisch ein und macht uns besser – in unseren persönlichen Beziehungen kann das aber auch stören.

Denn bei der Arbeit ist meist vor allem Zeit für diese „Funktionen“. Bei einer Unterhaltung über die WM oder einen Urlaub lernt man sich einfach besser kennen und kann persönlich mitschwindende Probleme auflösen.

Abseits der Arbeit

Einfach mal etwas zusammen tun, das nichts mit der Arbeit zu tun hat – das verbindet und macht auch die Arbeit schöner, weil man gemeinsame Erinnerungen aufbaut. Manchmal treffen wir uns zum Grillen oder verabreden uns zum Fußballgucken.

Manchmal gibt es auch Aktivitäten speziell für bestimmte Aktionen. So haben sich in Kamen eine ganze Reihe von Mitarbeiterinnen regelmäßig getroffen, um gemeinsam zu nähen. Nicht nur für sich, sondern „den guten Zweck“: Sogenannte Herzkissen helfen beispielsweise Brustkrebspatientinnen bei den Schmerzen nach einer OP.

Diese Aktivitäten streuen sich im Born Gesundheitsnetzwerk aber auch zwischen die Arbeit. Da denken wir sehr pragmatisch: Wieso nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Deswegen verlagern wir Teamsitzungen beispielsweise auf den Minigolfplatz – Besprechungen rund um das Spiel sind gerade im Sommer eine echte Entspannung. Hier kann man in Kamen gemütlich zusammensitzen und die nächste Zeit plan

Teamwork: Case-Manager und das Wohnkonzept

Case-Manager und das Wohnkonzept arbeiten zusammen, um Patienten vom Krankenhaus direkt in ihr neues Zuhause zu bringen. Dort bieten wir Intensivpflege rund um die Uhr in einer unserer Beatmungs-WGs in Dortmund.

Wenn Sie als Case-Manager nach einem Platz für einen intensivpflegebedürftigen Patienten in Dortmund suchen, kontaktieren Sie uns gern.

Wir arbeiten gerne direkt mit Case-Managern zusammen und bieten Ihnen eine direkte Ansprechpartnerin: Sabrina Behrens ist für Sie per E-Mail und telefonisch immer ein direkter Kontakt.

Die Beatmungs-WGs in Dortmund

Bis zu 18 Patienten können wir gleichzeitig betreuen. Dabei hat jeder von ihnen ein eigenes Zimmer und kann mit seinen Angehörigen auch in den Aufenthaltsräumen oder der offenen Küche zusammenkommen. Jedes Zimmer ist zwischen 15 und 27 qm groß und die Kosten setzen sich aus 200 – 300 € pro Monat (je nach Zimmergröße) und 100 € Nebenkosten zusammen.

Alle Räumlichkeiten sind erst vor kurzem renoviert worden und genau auf die Bedürfnisse der Bewohner zugeschnitten. Sie wurden mit der Hilfe von Pflegefachkräften aus der Intensivpflege entworfen und sind so perfekt für die Intensivpflege und Beatmungspatienten geeignet.

Die Versorgung geschieht durch ausgebildete Fachkräfte. Das Pflegepersonal nimmt regelmäßig an Fortbildungen teil und wurde insbesondere auch in die Arbeit mit Beatmungsgeräten eingewiesen.

Unsere enge Zusammenarbeit mit Case-Managern

Dazu kommen wir auch schon vor der Aufnahme gern ins Krankenhaus oder zu den Angehörigen nach Hause, um mit ihnen alle Formalitäten zu klären und den Umzug zu organisieren. Wir bieten so viele Beratungstermine wie nötig an und das auch gern, bevor die Kostenübernahme geklärt ist.

So können wir eine schnelle Übernahme garantieren, wann immer Plätze in der WG frei sind.

Damit der Übergang glatt läuft, helfen wir beim Ausfüllen der Verordnung häuslicher Krankenpflege. So nehmen wir Ihnen einige Arbeit ab und erleichtern auch den Angehörigen die Situation. Wir helfen bei der Klärung der Kostenübernahme – sowohl hinsichtlich der Formulare, als auch der passenden Ansprechpartner.

Zusätzlicher Service im Überblick

Neben der reibungslosen Organisation ist für die Familien der Patienten oft auch die Frage der Kosten enorm wichtig. Uns ist wichtig, eine Abrechnung ohne Belastung der Angehörigen zu ermöglichen. Dafür unterstützen wir sie bei den entsprechenden Formalien.

Die Koordination gehört in allen Bereichen zu unseren Leistungen: Wir listen die nötigen Medizinprodukte für die Verordnung auf – so gibt es schnellstmöglich eine echte Übersicht. Und die Beschaffung und Versorgung können wir ebenfalls sicherstellen. Dazu kooperieren wir mit Ärzten, Therapeuten, Apotheken und Sanitätshäusern.

 

Für unsere Patienten bedeutet das jederzeit einen lückenlose Versorgung: Sobald der Umzug organisiert ist, übernehmen wir die Rundum-Pflege.

 

Das Wohnkonzept in Dortmund im Überblick

Wohnkonzept Eins und Zwei in Dortmund sind Beatmungs-WGs für Intensivpflegebedürftige Patienten. Hier hat jeder Patient ein eigenes Zimmer, das nach seinen Wünschen eingerichtet werden kann. Außerdem gibt es Aufenthaltsräume und eine geteilte für Patienten und Angehörige.

Die Pflege erfolgt durch Fachkräfte, die rund um die Uhr die Beatmung, Behandlungs- und Grundpflege sicherstellen. Durch die Kooperation mit Ärzten, Apotheken, Sanitätshäusern und anderen Experten sorgen wir für eine lückenlose Versorgung.

Weitere Details finden Sie online auf den Seiten des Wohnkonzepts – oder Sie kontaktieren uns direkt: Sie erreichen Sabrina Behrens per E-Mail oder telefonisch unter 0231 5557840.

Materialien für Pflegekräfte: Aktuelle Empfehlungen zur Bewegungsförderung

Die Bewegungsförderung gehört zur Langzeitpflege vor allem von älteren Menschen. Kleine Aufgaben helfen, die Mobilität zu erhalten und zu fördern. Wer sich gut bewegen kann, ist meist auch fitter im Kopf und kann sich besser und länger in den eigenen vier Wänden zurechtfinden.

Ein wichtiger Effekt von regelmäßiger Bewegungsförderung ist auch, dass ältere Menschen seltener hinfallen und so Sturzverletzungen vermeiden können.

Deswegen gehören kleine Bewegungsübungen zu den Pflegeaufgaben. Das „Zentrum für Qualität der Pflege“ hat mit Hilfe von Forschern der Universität Bielefeld eine Übersicht über die verschiedenen Maßnahmen zusammengestellt. Damit können Pflegekräfte besser entscheiden, welche Maßnahmen sie anwenden sollen.

Aktivitätsübungen in der Pflege

Die Studie richtet sich zwar vor allem an Pflegekräfte in stationären Einrichtungen, aber enthält auch wertvolle Tipps für die ambulante Pflege. Auch Patienten, die zuhause leben, profitieren von Bewegungsübungen.

Dabei müssen die richtigen Übungen für einen Patienten ausgesucht werden. Die Übungen fordern sowohl geistig als auch körperlich und müssen zu den Fähigkeiten des Patienten passen.

Es gibt eine große Auswahl an Bewegungstrainings, die unterschiedliche Ziele haben. Beispielsweise kann man mit Gruppen von Patienten auch Spiele spielen, die neben der Bewegungsfähigkeit auch Spaß in der Gruppe machen.

Andere Übungen zielen spezifisch darauf ab, die Beweglichkeit von Patienten mit Demenz zu erhöhen und verringern dadurch oft auch die Verletzungsrisiken im Alltag.

Übersicht zu Aktivitätsübungen in der Pflege

Unter diesem Link finden sich die Auswertungen des ZQM zu Bewegungsübungen.

Man kann entweder die vollständigen Übungen als pdf runterladen oder Informationen zu einzelnen, üblichen Bewegungstrainings nachlesen.

Einige der Übungen sind wirklich eher für Gruppen gedacht – beispielsweise das Zuwerfen von Bällen in der Gruppe oder auch Bowlen. Es gibt aber auch sehr einfache Übungen, die auch einzelne Patienten durchführen können: Ein Beispiel dafür sind Bewegungsübungen zur Sprunggelenkskräftigung und Gehtraining – die positiven Effekte dieser Übung sind groß und die Durchführung ist sehr simpel auch beim Patienten zuhause durchführbar.

Urlaub trotz Pflege? Kein Problem

Pflege und Urlaub – das kann für alle Beteiligten schwierig sein. Patienten, Angehörige und auch die Pflegekräfte sehen oft den Weg zu einem richtigen Urlaub nicht vor sich.

Dabei gibt es für jeden die Chance auf Urlaub. Wichtig ist ein guter und verlässlicher Pflegedienst als Kooperationspartner. Solche Pflegedienste finden im Born Gesundheitsnetzwerk ihren Platz und wir können deswegen – mit Vorsprung auf die Sommerferien – einige Möglichkeiten für Urlaub präsentieren.

Urlaub für Patienten: Mit Pflegestufe verreisen

Wer eine Pflegestufe hat, ist auf tägliche Unterstützung angewiesen. Das scheint erst mal der Urlaubsreise komplett zu wiedersprechen: Man kann ja schlecht den Pflegedienst mit in den Urlaub nehmen?!

Doch! Wir fahren auch mit unseren Patienten und ihren Familien in den Urlaub. Entweder als Team mit einzelnen Patienten, als Begleitung für eine Familie mit intensivpflegebedürftigen Mitgliedern oder mit einer Gruppe von Patienten, die gemeinsam Urlaub machen können. Und es sind bei Weitem nicht nur Tagesausflüge oder Städtetrips möglich: Wir waren schon am Meer und in den Bergen.

Solche Ausflüge sind möglich, weil wir tolle Mitarbeiter haben, die vollen Einsatz zeigen. Außerdem übernehmen die Krankenkasse die Kosten für die Pflege auch unterwegs. Und wir haben mittlerweile Übung in der Organisation vom „Drumherum“ – das macht es leichter. Sprechen Sie uns an, wenn Sie mit einem pflegebedürftigen Menschen in den Urlaub fahren möchten oder für einen Angehörigen eine Urlaubsreise organisieren möchten.

Urlaub für Angehörige: Auszeit von der Pflege

Auch wer andere pflegt, braucht mal eine Auszeit oder will einfach Urlaub machen. Das geht wie er wähnt mit der pflegebedürftigen Person, aber auch alleine und unabhängig.

In der Zwischenzeit wird der Pflegebedarf zuhause dann durch den Pflegedienst gedeckt. Das gilt für Familien, die sonst keinen Pflegedienst beauftragen, aber auch Patienten, die durch zusätzliche Termine oder Leistungen in der Zeit den Mehrbedarf ausgleichen.

Für die Pflege während des Urlaubs gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und Modelle – Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege und Ergänzungsangebote. Wenn Sie gerne in den Urlaub fahren möchten und sicherstellen wollen, dass ein pflegebedürftiger Angehöriger in der Zeit gut versorgt ist, rufen Sie uns an.

Urlaub für Pflegekräfte: Wirklich frei haben

In einem aktuellen Kurzfilm zum Notstand in der Pflege, den wir auch auf Facebook geteilt haben, geht es auch darum, wie viele Pflegekräfte „immer flexibel“ und „immer auf Abruf“ sein müssen. Auch wenn vermutlich die meisten Pflegedienste vermeiden, ihre Kollegin ausgerechnet vor dem Traualtar anzurufen, haben gerade kleine Pflegedienste durch fehlendes Personal oft keine andere Wahl.

Bei uns kann sich jeder auf viele Kollegen und Kolleginnen verlassen, sodass wirklich gilt: frei ist frei.

Das passt auch für den Urlaub: Wenn Urlaub ist, dann ist frei. Und mit den Jahren im Team wächst sogar der Urlaubsanspruch: Immer um einen Tag.

Wenn Sie Lust haben, unter den Bedingungen vor oder nach Ihrem nächsten Urlaub in unserem Team einzusteigen, melden Sie sich!

Pflegekräfte und Angehörige: Mit Vorwürfen umgehen

Pflegekräfte sind in Familien zu Besuch oder betreuen Patienten rund um die Uhr in einer unserer Patienten-WGs. Angehörige reagieren mit vielen unterschiedlichen Gefühlen auf die Situation, die Umgebung und die Anforderungen. Sehr oft sehen wir: Wut. Die sich beispielsweise im Meckern über eine Situation äußert, in Vorwürfen oder sogar in Beschwerden.

Nicht immer fühlen sich diese Vorwürfe tatsächlich gerechtfertigt an – und nicht immer sind sie es. Oft ist das Problem wesentlich kleiner als die enorme Wut-Menge, die uns entgegenschwappt. Woher kommt Wut und wie gehen wir damit um?

Kritik an Pflegekräften

Wer in der Pflege arbeitet, hat garantiert schon mal Kritik abbekommen. Von Kollegen oder Patienten und vor allem von Angehörigen. Manchmal ist die Kritik gerechtfertigt, manchmal nicht. Sehr oft ist sie viel heftiger und lauter, als der Anlass eigentlich auslösen „sollte“. Wie kommt das?

Bei Angehörigen mischt sich oft viel „Wut“ in die Kritik.

  • Aus der berechtigten Frage „Wann kommen Sie vorbei?“ wird dann plötzlich „Sind Sie eigentlich auch mal pünktlich?“.
  • Statt „Haben Sie die Medikamente schon vorbereitet?“ hört man „Wieso haben Sie die Medikamente verschlampt?“.
  • Auch berechtigte Kritik („Ich hatte letzte Woche eine schriftliche Aufstellung der Leistungen gebeten. Die fehlt noch!“) wird schnell zu heftigen Vorwürfen („Sie wollen uns doch nur ausnehmen!“).

Der Ton macht die Musik. Gleichzeitig ist die Formulierung der Vorwürfe oft ziemlich verwirrend oder irreführend: Der Angehörige will ja nicht wirklich über betrügerische Absichten des Pflegediensts reden, sondern einfach nur die Auflistung, die noch fehlt. Das zu raten ist aber oft extrem schwierig.

Wieso Angehörige wütend werden

Wut wirft unseren Verteidigungs- und Angriffsmechanismus an. Meistens gehen wir von „Verteidigung“ zu „Angriff“ über, ohne es so richtig zu merken. Sicherer ist die Position allemal. Wieso also Verteidigung? In den seltensten Fällen hat die Pflegekraft oder der Pflegedienst ja wohl „angegriffen“.

Wir verteidigen uns aber auch, wenn wir uns hilflos fühlen. Viele Angehörige möchten den Patienten natürlich gerne selbst helfen – es sind immerhin ihre geliebten Partner, Eltern, Freunde oder Kinder! –, und fühlen sich nutzlos oder hilflos, weil sie das nicht können.

Einen Pflegedienst im Haus zu haben, bedeutet immer, etwas Kontrolle abzugeben. So sehr wir auch versuchen, rücksichtsvolle Gäste zu sein, sind wir immer „Fremde“. Zum Ausgleich möchten sie wenigstens alles kontrollieren, was sie beeinflussen können: Wann und wie passieren Dinge?

Hilflosigkeit und Kontrollverluste führen zu Angst – vor der man sich verteidigen möchte.

Ein dritter häufiger Grund ist Trauer um eine gesunde Partnerin, ein Elternteil, das früher alles selbst geschafft hat oder einen Freund, der nicht mehr so fit ist, dass er an allem teilnehmen kann. Die Anwesenheit des Pflegediensts macht deutlich, dass eben nicht mehr alles so ist, wie es mal war. Der Pflegedienst ist zwar eigentlich die Lösung eines Problems, aber das Problem ist nicht angreifbar oder lösbar. Traurigkeit wird oft zu Wut.

Zuletzt kann es natürlich immer sein, dass die Wut des Angehörigen schlicht aufgebaut wurde, weil es in letzter Zeit mehrere Fehler gab. Das kann passieren – jeder macht Fehler und selbst wenn es eigentlich kein großes Problem gibt, können die sich zufällig alle bei einem Patienten häufen.

Wie man wütenden Angehörigen begegnen kann

Den unterschiedlichen Formen von Wut kann man unterschiedlich begegnen.

Wenn man als Pflegekraft einen Fehler gemacht hat, dann sollte man den immer eingestehen. Es ist nicht nur unhöflich, sondern herabwürdigend, in so einer Situation die berechtigte Wut als Hilflosigkeit oder Angst vor einem Kontrollverlust abzutun. Deswegen lohnt es sich immer, erst einmal kurz zu überlegen, ob tatsächlich etwas schiefgelaufen ist. Wer sich ehrlich für Fehler entschuldigt, nimmt einem wütenden Angriff viel Wind aus den Segeln.

Die anderen Motive können dann immer noch mitspielen.

Hilflosen Angehörige und solchen, die sich schwer damit tun, Kontrolle abzugeben, kann man oft mit Informationen helfen. Wer versteht, was passiert, hat weniger Angst. Und auch wenn wir als Pflegeexperten „Profis“ in unserem Job sind, sollten wir als Gäste immer erklären, warum wir etwas tun. Statt „Ich habe die Medikamente nur an einen besseren Ort geräumt“: „Wir haben die Medikamente in diesen Schrank geräumt, damit sie nicht in der Sonne liegen.“ Vorab vermeiden kann man die Gefühle, indem man die Erklärungen auch schon vor der ersten Nachfrage gibt – im Zweifel als höfliche Frage formuliert („Mir ist aufgefallen, dass die Medikamente hier in der Sonne liegen. Ist in diesem Schrank vielleicht Platz für sie?“).

Gegen Trauer um alte Möglichkeiten können wir nicht viel tun – das ist auch nicht unsere Aufgabe. Wir können aber Hilfen anbieten: Eine Familie ermutigen, gemeinsam spazieren zu gehen, auch wenn jemand langsamer geworden ist. Hilfsmittel erwähnen, die alte Tätigkeiten leichter machen (zum Beispiel Kartenhalter zum Skat spielen). Oder Alternativen vorschlagen: Wer nicht mehr im Garten arbeiten kann, kann Pflanzen im Balkonkasten pflegen.

Hilfe bei ständigen Problemen

Wenn die Kritik sehr häufig kommt und sich immer wieder auf beliebige Dinge konzentriert, kann es Zeit sein, das zugrunde liegende Problem zu lösen. Vielleicht gibt es einen ungelösten Konflikt in der Vergangenheit, vielleicht gibt es auch Sorgen um formale Aspekte (Rechnungen, Krankenkassenleistungen, …) und so weiter.

Mitarbeiter im Born Gesundheitsnetzwerk können an Fortbildungen zu unterschiedlichen Themen teilnehmen. Einige davon beziehen sich auf die familienzentrierte Pflege. Inhalt ist auch der Umgang mit Konflikten.

Bei konkreten Problemen kann es helfen, sich mit anderen Pflegekräften auszutauschen oder mit Vorgesetzten zu sprechen: Vielleicht hilft ein vermittelndes Gespräch, vielleicht ein Tausch mit einer anderen Pflegekraft.

Weiterbildung in der Beatmungspflege

Wir haben mit unseren Intensivpflegediensten eine Menge Experten für Beatmungspflege im Team – oder eher in unseren unterschiedlichen Teams. Echte Profis kümmern sich um intensivpflegebedürftige Patienten.

Das können wir versprechen, weil wir uns um Fortbildungen zur Beatmungspflege kümmern. Einmal zur Qualifikation als Pfleger/-in in der Intensivpflege. Und dann kontinuierlich für unsere Mitarbeiter in den Intensivpflegediensten.

Fortbildung für Intensivpflege

Die Fortbildungen für Intensivpflegekräfte konzentrieren sich oft auf die Beatmungspflege. Denn diese macht den „Kern“ der Intensivpflege in vielen Fällen aus. Es geht darum sicherzustellen, dass der Patient oder die Patientin rund um die Uhr beatmet wird und die Pflegekraft immer weiß, was bei einem Zwischenfall zu tun ist – oder Zwischenfälle natürlich schon vorher verhindern kann.

Examinierte Krankenpfleger und vergleichbar ausgebildete Experten können bei uns im Gesundheitsnetzwerk die Fortbildung direkt vor Ort mitmachen. Wir bieten regelmäßig Fortbildungen an, die zur Intensivpflege qualifizieren und sind stolz auf viele erfolgreiche Teilnehmer. Die Weiterbildung für die Beatmungspflege ist ein wichtiger Meilenstein für viele Mitarbeiter.

Erst, wenn jemand sich mit dem Thema Beatmungspflege auskennt, darf er oder sie auch in der Beatmungspflege arbeiten – logisch.

Fortbildungen für Intensivpflegekräfte

Aber auch, wenn unsere Mitarbeiter schon qualifiziert für die Beatmungspflege sind, können sie noch an Weiterbildungen in der Beatmungspflege teilnehmen.

Einerseits zu speziellen Themen: Bestimmte Formen der künstlichen Beatmung beispielsweise oder zu Komplikationen. Einige Geräte muss man erst mal bedienen lernen, einige Techniken sind zwar nicht „typisch“, aber für die Pflege von bestimmten Patienten notwendig und so weiter.

So bilden sich Profis noch weiter in ihrem Gebiet fort.

Außerdem stehen allen Mitarbeitern – also natürlich auch denen aus der Intensivpflege – die Fortbildungen zur familienzentrierten Pflege offen, bei der wir Pflege allgemeiner und breiter untersuchen.

Hier geht es darum, den Job – mit oder ohne Beatmungspflege – besser und entspannter machen zu können. Für mehr Zufriedenheit bei allen: Patienten, Angehörigen und Pflegekräften.

 

Sind Sie interessiert an einem Job mit viel Weiterbildungspotenzial? Sehen Sie sich doch mal unsere aktuellen Stellenangebote an oder wenden Sie sich direkt per Telefon oder auf Facebook an uns!

 

Mobbing zerstört die Freude am Job in der Pflegebranche

Mobbing am Arbeitsplatz ist ein ernstes Thema. Dass Schüler unter dem Druck durch Klassenkameraden leiden können, ist mittlerweile bekannt. Kinder werden dafür auch immer wieder sensibilisiert. Leider gibt es einige Menschen, die nie verstanden haben, welchen großen, negativen Einfluss Mobbing auf andere haben kann. Oder die sich wider besseren Wissens einen Spaß daraus machen, ihre Macht über andere auszuspielen. Das passiert nicht selten auch am Arbeitsplatz.

Selbst unter Erwachsenen und auch in der Pflege kommen Fälle von Mobbing vor: Durch Kollegen, den Vorgesetzten und manchmal sogar Untergebene. Auf einer eigenen Webseite erklärt ver.di die Folgen und Gefahren von Mobbing. Hier wird die Kündigung der Betroffenen als „Aufgeben“ und „Ziel“ der Mobber dargestellt. Oft genug ist es aber auch nur Gedankenlosigkeit gemischt mit Frust und Stress, der aus Mitarbeitern Mobber macht.

Tratschen ist nicht automatisch Mobbing

Manchmal verdrehen sich ganz alltägliche Dinge allmählich in Mobbingsituationen. Beispielsweise ist es absolut normal, dass es in jeder Organisation „Flurfunk“ gibt – Gespräche zwischen Tür und Angel und vor allem zwischen den einzelnen Bereichen. Auch in der Pflege wird viel getratscht und geklatscht und gequasselt. Nicht immer geht es dabei um Fachthemen. Manchmal steht auch eine aktuelle Nachricht, ein Film oder eben ein Kollege im Mittelpunkt des Gesprächs.

Verteilt sich das gleichmäßig und in alle Richtungen passiert meist nichts Dramatisches – wer investiert schon ernsthaft Lebenszeit und Energie darein, länger über eine neue Frisur oder einen kleinen Fehler zu sprechen? Pflege macht allen mehr Spaß, wenn man sich bald wieder verträgt und gemeinsam einen guten Job macht.

Der Unterschied zwischen Flurfunk und Mobbing

Wenn Anna Stress hat und dadurch einen Fehler macht, kann das ihren Kollegen Bernd logischerweise stressen. Dann ist es manchmal für die Gesamtsituation besser, wenn Bernd sich darüber in der Mittagspause bei Claudia aufregt und den Minifrust verpuffen lässt, bevor er wieder mit Anna spricht. Anna hätte im Stress den Fehler kaum vermeiden können, Bernd hätte durch lautes Meckern nicht geholfen und vor allem hätte Anna sicher keine Zeit, sich das Problem anzuhören. Claudia hört von dem Fehler und kann Bernd Recht geben oder ihn besänftigen. So ist das „Problem“ nie zu einem größeren Anliegen geworden.

Wenn Anna dagegen immer wieder Fehler macht, die vielleicht sogar Patienten gefährden, ist das ein Thema, das Bernd sofort mit ihr besprechen sollte. Oder mit einer Vorgesetzten, wenn Anna nicht für Verbesserungsvorschläge offen ist. Auch in Konfliktsituationen steht die Gesundheit des Patienten (und von Kollegen) an erster Stelle.

Anders sieht es aus, wenn Bernd förmlich darauf lauert, dass Anna einen Fehler macht – Stress oder kein Stress. Ob Anna die Frisur wechselt, eine Aktennotiz nicht ganz leserlich schreibt oder in einem Gespräch über einen Patienten die Augen verdreht: Ab sofort ist jedes kleine Fehlverhalten ein Indiz dafür, dass Anna eine schreckliche Person und inkompetente Arbeitskraft ist.

Wenn Bernd seine Besessenheit von Annas „Fehlern“ nicht wegsteckt, sondern laut vor Anna kundtut oder brühwarm an Claudia weitertratscht, ist daran nichts mehr harmlos oder hilfreich. Bernd mobbt Anna – egal, ob die beiden Kollegen im gleichen Team sind oder sich so gut wie nie sehen.

Andere wegekeln oder „kündigen lassen“

Einige „Bernds“ dieser Welt gehen aber noch weiter: Sie belassen es nicht dabei, jede vermeintliche Schwäche ihres Opfers auszunutzen. Sie erfinden zusätzlich Geschichten. Wenn sie in einer Machtposition sind – Vorgesetzte oder einfach nur verantwortlich für die Gehaltsabrechnung – nutzen sie das gnadenlos aus. Oft gilt: Je kleiner das Machtgefälle, umso härter ist es umkämpft. Da kann der Sekretär der Chefin schon mal zum größten Gift-Monster im Unternehmen werden und seinen minimal „höheren Status“ ausnutzen.

Ob aus Unachtsamkeit, Langeweile, um eine sadistische Ader auszuleben oder für das billige Machtgefühl, Einfluss auf das Leben eines anderen genommen zu haben, gehen manche Mobber tatsächlich so weit, andere zur Kündigung zu drängen oder bei Vorgesetzten Geschichten zu erfinden, bis sie gekündigt werden. Dabei muss es nicht mal um fachliche Kompetenz gehen. Wenn der erwähnte Chefsekretär ständig erzählt, wie unangenehm ein Mitarbeiter sei und wie viele Kollegen „extra vorbeikommen, um über ihn zu lästern“, dann steht diese Person bei der nächsten „Umstrukturierung“ oder Kündigungswelle oben auf der Abschussliste.

Sich wehren – und Chefs in die Verantwortung nehmen

Ein böser Nebeneffekt von Mobbing ist, dass sich viele Opfer hilflos fühlen. „Was soll ich schon machen?“, fasst das Gefühl zusammen. Die Treiber von Mobbing sind sich immerhin oft nicht für Kindergartengehabe zu schade. Werden sie darauf angesprochen, was passiert, antworten sie mit einem simplen „War ich nicht – habe ich nie gemacht/gesagt/behauptet.“.

Die nächste Etage bei Mobbing auch in der Pflege sind immer Vorgesetzte. Wenn ein Konflikt beginnt, über einen einmaligen Streit hinauszuwachsen, sollte man etwas sagen. Der direkten Vorgesetzten, der nächsthöheren Chefin oder im Zweifel der Chefetage des Unternehmens: Mobbing macht krank und muss früh gestoppt werden.

In unserem Unternehmen wenden wir unterschiedliche Konfliktlösungsstrategien an, damit aus Meinungsverschiedenheiten kein Streit und aus Streit kein Mobbing wird. Dazu setzen sich auch Vorgesetzte gemeinsam mit Betroffenen zusammen, und versuchen die Hintergründe von Wut zu klären.

Denn auch wenn ver.di und Beratungsstellen dazu aufrufen, sich nicht unterkriegen zu lassen, kann bei Mobbing viel an der Chefetage scheitern. Ist die nicht bereit, sich mit Konflikten zu beschäftigen und sie auch in für alle unangenehmen Gesprächen anzusprechen, lautet der häufige Rat tatsächlich zu kündigen und sich einen neuen Job zu suchen. Dann ist die Kündigung durchs Unternehmen schon fast ein Geschenk – selbst wenn es durch Rufmord entstanden ist.