Mit (Fach-)Abi in die Pflege: Akademisch pflegen?

Für alle mit Abi und Fachabi stehen die Türen in der Pflege längt auch offen. Denn es gibt Positionen voller Anspruch – menschlich, organisatorisch und fachlich – für die man durch einen Schulabschluss sicher nicht überqualifiziert sein kann.

Im Gegenteil: Immer mehr Wege in die Pflege sind akademisch, führen also über ein Studium. Oft ist das Studium gekoppelt mit einer praktischen Ausbildung und die jungen „Allrounder“ sind in vielen Einrichtungen gefragte Führungskräfte in der Pflege. Ihr Weg mit Abi in der Pflege zu arbeiten, führt über die „Akademisierung der Pflege“.

Aber kann die Akademisierung der Pflege funktionieren? Im Born Gesundheitsnetzwerk freuen wir uns über Bewerber mit verschiedenem Hintergrund und ganz unterschiedlicher Ausbildung. Klappen kann es immer – wenn Teamwork und Freude an der Pflege gute Zusammenarbeit ermöglichen.

Mit Abi oder Fachabi in der Pflege arbeiten

Wer Fachabi oder Abi gemacht hat, kann natürlich immer eine Ausbildung in der Pflege machen. Sein Talent für Pflege einzusetzen, wenn man das möchte und kann, ist sicher keine Verschwendung. Verschwendet wäre Lebenszeit in einem Studium oder einem Job, den man gar nicht machen möchte.

Oft empfiehlt sich die Ausbildung aber auch für alle, die studieren möchten. Sie können so einen praktischen Einblick in die Pflege erlangen und wirklich verstehen, was in der Pflege passiert. Manchmal ist die aber sogar eine der Anforderungen an Studierende in der Pflege: Viele Hochschulen machen eine einschlägige Ausbildung zur Zulassungsvoraussetzung für Studiengänge in der Pflegewissenschaft.

Pflegewissenschaft oder Pflegemanagement studieren?

Die Studiengänge zur Pflege etablieren sich in Deutschland momentan. Sie sind sehr unterschiedlich benannt: Es gibt schlicht den Studiengang „Pflege“ an der Hochschule für Gesundheit in Bochum, an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin studiert man dagegen „Pflege- und Gesundheitsmanagemeent“. Es gibt auch sehr spezialisierte Studiengänge wie Pflegepädagogik oder oder „erweiterte klinische Pflege“.

Es ist wichtig, sich bei der Auswahl nicht nur vom Namen leiten zu lassen. Wer Interesse an einem der Studiengänge hat, sollte sich über verschiedene Punkte informieren:

  • Zugangsvoraussetzungen – Beispielsweise, ob man eine Ausbildung absolviert haben muss.
  • Kosten des Studiums – Einige Hochschulen sind privat und das Studium kostet viel Geld.
  • Dauer und Zeitplan – Es gibt Studiengänge, die auch aus der Ferne absolviert werden können oder in Teilzeit neben dem Beruf. So lässt sich der Abschluss oft besser finanzieren, fordert aber auch mehr Disziplin.
  • Bewertungen – es gibt viele unabhängige Bewertungsportale. Hier kann man sich einen Überblick verschaffen.

Mehr Akademiker in Pflegedienste?

Wer mit Abi in die Pflege möchte, kann sich den Weg vielleicht nur schlecht vorstellen. Immerhin ist ein Uni-Absolvent selbst nach dem Master meist erst Ende 20. In den wenigsten Berufen kommt man dann direkt in eine Führungsposition.

Die Pflege-Studiengänge sind aber darauf ausgelegt, dass sie vor allem die Führungspositionen in Pflegediensten und auf Pflegestationen versorgen sollen. In Niedersachsen beispielsweise hat der Wissenschaftsrat eine Quote von 10 – 20 % Akademikern in der Pflege gefordert. Diese sollen Management- und Ausbildungspositionen innehaben.

Deswegen muss man zusätzlich zur akademischen Kompetenz eine große Portion menschlicher Fähigkeiten mitbringen. Dann kann die Zusammenarbeit in der Pflege auch funktionieren!

 

Zusammenarbeit im Pflegedienst

Im Pflegealltag zählt der gegenseitige Respekt voreinander: Vor Patienten, Kollegen und auch Vorgesetzten. Wer „Pflege studieren“ will, weil er sich einen einfachen Weg in eine gut bezahlte Führungsposition erhofft, ist mit BWL vermutlich besser bedient. Wer in der Pflege arbeitet muss – egal auf welcher Ebene – verstehen, dass er an einer sozialen, menschlichen Aufgabe beteiligt ist.

Wirklich wertvoll sind Mitarbeiter, die einen Blick für „kalte harte Fakten“ haben und verstehen, wie ein Schichtplan optimiert oder die Bestellung von Materialien organisiert werden muss, UND menschliche Talente haben: Ein Ohr für andere Mitarbeiter, ein Auge auf den Patienten und ein klares Bewusstsein dafür, wann Zahlen vorrübergehend in den Hintergrund rücken müssen.

Wer sich die anspruchsvolle Verknüpfung zutraut – oder einfach bereit ist, sie zu erlernen! – ist auch bei uns herzlich Willkommen. Für einen Job in der Pflege als Akademiker kontaktieren Sie uns gern auch direkt. Wir besprechen dann, welche Möglichkeiten wir zusammen haben.

Viele Wege in die Pflege: Mit jedem Schulabschluss zu uns

Die Pflege ist ein Bereich, in dem Menschen mit ganz verschiedenen Vorbildungen eine Aufgabe, eine Ausbildung und eine Arbeit finden können. Mit steigendem Bewusstsein für die Notwendigkeit von Pflege nimmt auch die Anerkennung gegenüber Pflegekräften zu. Auch wenn es noch viel zu tun gibt, damit die Arbeitsbedingungen für alle passen, ist damit die Pflege eine der wenigen Bereiche, in denen man sich sicher sein kann, auch noch in Jahren gebraucht zu werden. Außerdem weiß man in der Pflege, dass man etwas sinnvolles tut.

Pflege: Ein Job mit Zukunft

Diese Überschrift verwenden wir erstaunlich oft. Aber hier können wir wirklich sagen: der Punkt bleibt relevant. Es ist etwas, das wir unseren Pflegekräften in allen Pflegediensten in Dortmund und quer durch Deutschland zusichern können: Sie werden gebraucht – auch in Zukunft. Denn der sogenannte demografische Wandel bedeutet, dass demnächst immer mehr Menschen pflegebedürftig sein werden und es fehlen viele tausende Pflegekräfte.

Viele andere Berufe stehen auf der Kippe: Werden wir in 20 Jahren noch Verkäufer brauchen oder wird jeder nur noch am „Self-Checkout“ einkaufen und selbst bezahlen? Werden wir noch Köche brauchen oder entwickelt jemand immer komplexere Kochmaschinen, die auf Wunsch das passende zubereiten? Selbst wenn wir Möglichkeiten finden, die menschliche Pflege durch technische Mittel zu ergänzen, lässt sich die Fürsorge durch einen anderen Menschen nicht ersetzen.

Pflegejobs sind vielfältig

Wir reden viel über die verschiedenen Arten von Pflege, die unsere Pflegedienste anbieten: Ambulante Pflege für alte oder kranke Menschen und Intensivpflege für Kinder und Erwachsene. Außerdem bieten wir auch Palliativpflege an, die am Lebensende steht.

Dabei deckt die Pflege direkt „am Menschen“ schon vielfältige Aufgabenbereiche und Tätigkeiten ab: Kinder zu pflegen ist natürlich ganz anders, als alte Menschen zu pflegen. Um jemanden nach einem Unfall zu versorgen, sind andere Fähigkeiten und eine andere Perspektive nötig, als in der Hospiz- oder Palliativpflege.

Neben den Fachkräften arbeiten in der Pflege auch Hilfskräfte, die beispielsweise mit Unterstützung im Haushalt betreut sind oder die Begleitung bei alltäglichen Terminen unserer Patienten übernehmen.

Aber zu den Pflegeteams gehören noch viel mehr: Teamleiter kommen teilweise aus der Pflege oder aus Krankenhäusern und haben mehr organisatorische Aufgaben. Einige Mitarbeitende bieten Fortbildungen für andere an: Dazu gehört die Fähigkeit, Wissen zu organisieren und zu vermitteln.

Außerdem steht gerade im Born Gesundheitsnetzwerk noch ein anderes Team im Hintergrund: Verwaltung und Organisation werden von Profis übernommen, die sich mit Buchhaltung, Technik oder auch Kommunikation auskennen.

Jeder Schulabschluss kann in die Pflege führen

Wer pflegen möchte, ist nicht an einen bestimmten Schulabschluss gebunden. Auch ohne Hauptschulabschluss gibt es Wege in die Pflege und auch mit Abi kann man in der Pflege einen passenden Job finden.

Egal, welchen Schulabschluss jemand mitbringt, gilt allerdings: Ohne Ausbildung geht es nicht in die Pflege. Wer nicht lernen will, kann auch nicht pflegen. Denn auch wenn traditionell die Versorgung von Alten und Kranken in den Familien lag, war diese Versorgung nicht immer den Bedürfnissen der Menschen angemessen. Traditionell war die Pflege nicht immer auf die Ansprüche der pflegebedürftigen Person angelegt, sondern eine von vielen weiteren Aufgaben bei der Haushaltsführung, die manchmal gut und manchmal weniger gut durchgeführt wurden.

Außerdem gehören andere Fähigkeiten dazu, einen fremden, kranken Menschen zu versorgen, als sich um einen Verwandten zu kümmern.

Unsere Serie: Wege in die Pflege

In den nächsten Monaten stellen wir verschiedene Wege in die Pflege vor: Mit jedem Schulabschluss und auch in ganz unterschiedlichen Lebensphasen.

Wenn Sie ungeduldig sind, können Sie sich natürlich auch jetzt schon über freie Stellen informieren oder uns zu einer Ausbildung bei uns kontaktieren.

E-Learning für Pflegekräfte – Eine Alternative zur klassischen Fortbildung?

Typischerweise lernen Pflegekräfte kein rein theoretisches Wissen – es geht um Handgriffe, Abfolgen und die richtige Reaktion in kritischen Situationen. So etwas kann man doch kaum am Computer lernen?

Trotzdem gibt es immer mehr E-Learning-Angebote auch für Pflegekräfte. Denn die können funktionieren und einen wertvollen Beitrag darstellen, wenn sie richtig eingesetzt werden. Die Wahl des Anbieters, Themas und der Zeit ist dabei entscheidend.

Wie E-Learning und klassische Fortbildungen sich unterscheiden

Eine klassische Fortbildung bedeutet meist, dass die Teilnehmer an einem festen Tag in einem bestimmten Raum untergebracht sind. Sie lernen von einem Trainer, Coach oder Experten und neben theoretischem Wissen gibt es oft auch praktische Übungen. In Gesprächen kann man konkrete Fragen stellen und klären.

In einem E-Learning-Kurs sind die Teilnehmer meist gar nicht zur gleichen Zeit mit dem Kurs beschäftigt. Sie gehen das Material wann sie wollen, wo sie wollen und auf beliebigen Geräten (am PC, übers Smartphone oder Tablet) durch. Sie lernen Wissen – durch Videos, Bilder oder Texte – und können sich testen, indem sie ein Quiz ausfüllen. Viele Anbieter setzen auch kleine Spiele oder Szenarien-Tests ein, damit das Lernen leichter fällt.

Beide Varianten haben Vor- und Nachteile

E-Learning wird in der Pflege bis jetzt noch nicht besonders häufig eingesetzt. Die Nachteile von Online-Programmen scheinen offensichtlich:

  • Man kann keine praktischen Übungen unter Anleitung vornehmen.
  • Man kann keine Rückfragen stellen.
  • Jeder muss die Disziplin aufbringen, seine Zeit selbst zu organisieren.
  • Für viele ist das Lernen am Computer nicht greifbar – also bleibt weniger im Kopf.
  • Die Teilnehmer können sich nicht untereinander austauschen oder voneinander lernen.

Deswegen scheint die Fortbildung am Computer in der Pflege wenig Zukunft zu haben. Es spricht aber auch viel dafür, E-Learnings auch hier einzusetzen:

  • Es müssen sich nicht alle Teilnehmer zur gleichen Zeit frei nehmen.
  • Man braucht keinen Raum.
  • Jeder kann den Stoff in seinem eigenen Tempo durcharbeiten und alles so oft wiederholen wie nötig.
  • Die Inhalte können stärker individuell angepasst werden.
  • Weil der Kurs nur einmal erstellt werden muss und dann verkauft werden kann, ist das Angebot meist günstiger als ein „Live-Coach“.

E-Learning kommt in der Pflege an

Zur Einführung des digitalen Lernens in der Pflege gibt es verschiedene Perspektiven. Die meisten Kommentare lassen sich darauf zusammenfassen, dass der Einsatz digitaler Medien für die Pflege-Fortbildung zumindest überdacht werden sollte. Es gibt aber auch konkrete Beispiele dafür, wie E-Learning in der Pflege funktionieren kann – zum Beispiel in der Dekubitusprophylaxe.

In der Pflege gilt dabei das gleiche Grundprinzip wie für andere E-Learnings auch: Die Verknüpfung mit realen Situationen macht den Unterschied zwischen vergeudeter Zeit und wertvollem Informationsgewinn.

Gelungene E-Learning-Angebote für die Pflege

E-Learning muss sich nicht auf die Arbeit am Tablet beschränken. Das Lernen am Computer, Tablet oder Smartphone kann aber beispielsweise die Vorbereitung für einen Workshop darstellen. Zum Beispiel wenn es um die wichtige Fortbildung für Intensivpflegekräfte geht.

Es ist gut, wenn jede Pflegekraft erst mal grundsätzlich (also theoretisch) versteht, was bei der Beatmung passiert, wieso Beatmung notwendig sein kann und welche Notfälle auftreten können. Das kann ein Lehrer vermitteln, oder jeder Teilnehmer an einer Fortbildung lernt für sich am Tablet. Videos, 3D-Animationen und sogar kleine „Reisen durch die Luftröhre“ in Form von Spielen oder Informationen kann man einzeln über einige Tage oder Wochen durchsehen. Die Teilnehmer prüfen ihr Wissen ins Tests zu den einzelnen Themen und Fragen.

Ausgerüstet mit diesem Grundwissen treffen sich alle Teilnehmer zu einem kürzeren Fortbildungstag. Dabei gibt es jetzt live an der Puppe und den Geräten nur noch eine Auffrischung des Wissens. Man spricht im Kontext darüber und alle können sich auf die praktische Anwendung konzentrieren.

So bleibt mehr Energie für die Anwendung des Wissens. Außerdem bleibt das Wissen länger im Kopf, weil es über einen längeren Zeitraum gelernt wurde. Gute E-Learning-Programme bieten auch Optionen zur Nachbereitung: Jeder Teilnehmer kann in Ruhe das Wichtigste noch mal durchgehen, wenn Zeit ist.

Wiedereinstieg in den Pflegeberuf?

Der Arbeitsmarkt in der Pflege ist und bleibt ein aktuelles und heiß diskutiertes Thema.

Ein Teil der Lösung soll die Motivation zum Wiedereinstieg sein – durch die Politik ist ein Prämienmodell vorgesehen. Aber sind Prämien der richtige Weg, alte Kollegen neu zu begeistern?

Aussteiger haben meist nicht nur finanzielle Gründe. Ihnen fehlen bessere Arbeitsbedingungen und mehr Kollegen in der Pflege!

Bessere Arbeitsbedingungen statt Prämien

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, möchte Pflegekräfte durch ein Prämiensystem zurückgewinnen: Pflegekräfte, die in ihren Beruf zurückkehren oder die Arbeitszeit aufstocken, sollen nach diesem Modell bis zu 5000 Euro Prämie erhalten. Und wer nach der Ausbildung direkt in den Beruf einsteigt, bekommt eine Prämie in Höhe von 3 000 Euro.

Daran sehen wir: grundsätzlich ist der Staat durchaus bereit, ordentliche Summen in die Bekämpfung des Fachkräftemangels im Bereich der Pflege zu stecken. Warum also nicht in die richtigen Maßnahmen investieren? Beispielsweise solche, die es engagierten Arbeitgebern ermöglichen, den Pflege-Rückkehrern ein Comeback mit Freude zu erleichtern?

Vor allem Schulungen und Trainings sowie Schnuppertage sind laut den Befragten der oben erwähnten Studie ein wichtiges Mittel, um den Wiedereinstieg zu erleichtern. Der Punkt „bessere Bezahlung“ ist zwar für rund 30 % der Befragten ein Argument, hat damit aber die niedrigste Priorität.

Aussteiger selten glücklicher

Laut der „#PflegeComeback-Studie“ sind die meisten Aussteiger in ihrem neuen Arbeitsfeld gar nicht glücklicher, als in ihrem ursprünglichen Beruf. Einer absoluten Zufriedenheit von 63 % bei Einstieg in den Pflegeberuf steht laut der Studie eine Zufriedenheit von 44 % der Befragten im neuen Job gegenüber.

Was sich Politik und Pflegedienste klar machen müssen: Die Aussteiger sind nicht gegangen, weil sie woanders glücklicher werden. Sondern „weniger unglücklich“.

Fast jede zweite ehemalige Pflegekraft würde gern zurück in den alten Beruf, wenn das unter besseren Bedingungen möglich ist. Für ein bisschen Geld zurück in die alte Tortur – dafür lohnt der Umstieg nicht. Neubeginn in einem Team, faire Arbeitsbedingungen und wieder Spaß bei der Arbeit? Dazu laden wir ein.

Die Gelegenheit nutzen

Wir möchten uns das Ergebnis zu Herzen nehmen. Denn wir glauben, dass richtig gute Pflege nur möglich ist, wenn wir unseren Kollegen und Kolleginnen richtig gute Arbeitsbedingungen bieten.

Und das heißt für uns vor allem: Drei Sorten „Zeit haben“: Zeit für gute Pflege, Zeit für Arbeitsplanung und Zeit für sich.

  • Wir arbeiten in festen Teams, die groß genug sind, dass ein Krankheitsausfall nicht zu Chaos führt und in denen jeder in fest eingeplanten Teamsitzungen an der Terminplanung Teil hat.
  • Wir geben jedem Mitarbeiter die Möglichkeit, an Fortbildungen teilzunehmen, um sein Wissen aufzufrischen oder zu erweitern. Denn wir wollen keine Fließbandarbeiter, sondern Mitarbeiter, die auf ihre Arbeit stolz sein können.
  • Wir geben unseren Mitarbeitern die nötige Freizeit, um sich von den Strapazen des täglichen Pflegealltags zu erholen. Das heißt für uns: 32 Tage Urlaub und freie Tage, an denen garantiert niemand von der Arbeit anruft.

Natürlich verlassen auch uns einmal Kolleginnen oder Kollegen aus den verschiedensten Gründen. Wir freuen uns auch, wenn solche Aussteiger zu uns zurückkehren wollen.

Und das nicht durch das Locken einer Geldprämie vom Gesetzgeber, sondern durch die Bereitschaft, über Strukturen und Arbeitsbedingungen zu sprechen. Damit unsere Mitarbeiter gerne bleiben möchten.

Sie sind Pflegeaussteiger? Bei uns sind Rückkehrer willkommen!

 

Ergonomisches Arbeiten in der Pflege

Ergonomisches Arbeiten in der Pflege kann helfen, Beschweren zu verhindern oder zu lindern. Dazu müssen Arbeitgeber und Pflegekräfte zusammenarbeiten.

Pflege ist ein sehr anstrengender Job, der sich vor allem auch auf die körperliche Gesundheit auswirken kann. Die häufigsten Probleme sind Rückenbeschwerden, Verspannungen, Schulterschmerzen und Gelenkentzündungen. Vielen Beschwerden kann in gewissem Maße vorgebeugt werden, wenn die Arbeitsweise angepasst wird.

Wie gefährlich ist Arbeit in der Pflege?

Arbeiten in der Pflege kann gefährlich sein – durch langfristige Probleme oder Unfälle. Kürzlich wurde heftig die Sicherheit von Pflegekräften bei der Arbeit diskutiert: Die Zahl der Arbeitsunfälle in der Pflege ist in den letzten zehn Jahren um 50 % gestiegen. Auch wenn gleichzeitig Zahl der Pflegekräfte um mehr als 50 % gestiegen ist (von 712 000 im Jahr 2007 auf 1,1 Millionen im März 2018), sollte sich eigentlich eine Verbesserung der Situation abzeichnen. Denn in den meisten Arbeitsfeldern wird die Arbeit mit der Zeit sicherer und es kommt zu weniger Unfällen.

Daher verlangten einige Politiker auch, die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte genauer zu prüfen. Der Arbeitsschutz sollte hier stärker greifen.

Ergonomisches Arbeiten kann helfen

Bei ergonomischem Arbeiten geht es darum, die Arbeitsbedingungen so anzupassen, dass Mitarbeitende gemäß ihren Fähigkeiten und Eigenschaften ihre Tätigkeit gut durchführen können. Dabei geht es darum, einerseits die körperliche Belastung zu verringern und andererseits sicherzustellen, dass eine Arbeit nicht langweilt oder überfordert.

In der Pflege ist ein häufiges Problem, dass Pflegekräfte schwere Gewichte bewegen müssen und viele sich sogar „krumm arbeiten“, weil sie so oft in gebückter Haltung am Bett arbeiten. Ergonomisch optimiert werden die belastenden Winkel verändert und es gibt mehr Hilfen bei der Arbeit mit schweren Gewichten.

Auch wenn man daran nicht als erstes beim Begriff „ergonomisch“ denkt, gehört auch die Arbeitsorganisation zu diesem Bereich: Zu lange Arbeitszeiten, Überforderungen oder fehlende Organisation tragen zur Frustration von Pflegekräften bei. Trotzdem soll es hier im Artikel um die körperlichen Aspekte gehen, die Pflegekräfte selbst oder mit ihrem Arbeitgeber verändern können.

Ergonomie in der Pflege

Zur guten Bewegung in der Pflege tragen viele Punkte bei, die teilweise Arbeitgeber und teilweise Pflegekräfte selbst umsetzen können. Bei allen Punkten, die Sie als Pflegekraft nicht allein umsetzen können, sollten Sie sich direkt an Ihren Arbeitgeber wenden. Verbesserte Arbeitsbedingungen bedeuten weniger Krankschreibungen und helfen daher allen Beteiligten.

Passende Kleidung

Auch wenn es banal klingt, wird dieser Punkt zu oft vernachlässigt. Angefangen bei festem Schuhwerk trägt die richtige Kleidung enorm zu guter Pflege bei. Wer pflegt, läuft und steht viel. Dabei ist es oft wichtig, gut Tritt fassen zu können – rutschfeste Sohlen sind also ein großes Entscheidungskriterium.

Auch die richtige Kleidung erleichtert Bewegungen. Dehnbare Stoffe oder weite Schnitte helfen, alle Handgriffe ungehindert ausführen zu können. Das muss für die Arbeitskleidung stimmen – oft stellen Arbeitgeber Oberteile oder auch Hosen – aber auch für alles, was man darunter trägt.

Bei Frauen kann eine Rückenbelastung beispielsweise auch von einem falschen BH ausgehen – in der falschen Größe stützt der BH nicht wie er soll und der Rücken wird übermäßig belastet. Sport-BHs für „mäßige Belastung“ sind für viele eine geeignete Alternative bei der körperlich belastenden Arbeit.

Da viele Pflegekräfte speziell für die Arbeit sowieso eigene Wäsche kaufen, die sich unter weißen Hosen oder Oberteilen nicht abzeichnet, kann man hier auch auf Funktionalität und Bequemlichkeit achten.

Heben und Tragen: Richtig und gestärkt

Beim Heben und Tragen helfen die richtigen Bewegungen enorm.

Eine allgemeine Maßnahme ist, Rücken und Bauchmuskeln zu trainieren, damit die Bewegungen vom Körper möglichst natürlich ausgeführt werden können und ohne spezielle Schon- oder Stützhaltungen einzunehmen, die langfristig schaden. Sport kann hier helfen und gleichzeitig ein Ausgleich zur Entspannung sein.

Bei der Durchführung von Hebebewegungen sollte das Anheben immer möglichst nah am eigenen Körper durchgeführt werden – mit breit aufgestellten, leicht versetzten Füßen. Dabei sollte eine Hebebewegung nie eine „Hau-Ruck“-Aktion sein, denn die belasten den Körper besonders. Gleichmäßige Bewegungen aus den Beinen schonen den Rücken

Richtige Bewegungen – oder Ausgleichsbewegung im Allgemeinen – kann auch ein Arbeitgeber erklären oder beibringen. Es gibt dafür spezielle Fortbildungen, die manchmal auch von Externen angeboten werden. Intern können sich Teams auch abstimmen und voneinander lernen. Außerdem kann man mit dem Team gemeinsam Sportgruppen organisieren, um sich gegenseitig zu motivieren.

Hilfsmittel bei der Pflege

Es gibt verschiedene Hilfsmittel, die allgemein bei der Pflege helfen können. Dazu zählen beispielsweise Hocker, die am Bett des Patienten helfen, die Tätigkeit nicht gebückt durchzuführen. Gerade in der ambulanten Pflege ist es selten möglich, zu jedem Patienten einen Hocker mitzubringen. Man kann aber darüber nachdenken, einen leichten Klapphocker mitzubringen.

Einige Pflegebedürftige haben auch höhenverstellbare Betten. Diese Funktion sollten Pflegekräfte wenn möglich nutzen – das Bett sollte auf Leistenhöhe sein. Alternativ sind viele Pflegebedürftige gern bereit, einen Hocker oder ähnliches am Bett aufzustellen, damit die Pflegetätigkeit einfacher wird – auch für Angehörige, die vielleicht mitpflegen.

Weitere Hilfsmittel wie Gleit- oder Antirutschmatten können Pflegekräfte mit sich tragen oder –in Absprache mit pflegenden Angehörigen – für einzelne Patienten vorschlagen. So wird die Pflege erleichtert.

In Absprache mit dem Arbeitgeber

Ergonomische Pflege wird möglich, wenn Arbeitgeber und Pflegekräfte zusammen arbeiten. Das funktioniert durch Absprachen über Arbeitsweisen, Arbeitsmengen und Hilfsmittel. Außerdem können Arbeitgeber spezifisch Schulungen durchführen, die ergonomisches Arbeiten unterstützen.

Pflege funktioniert nur, wenn sie Pflegekräfte nicht krank macht. Dadurch sollten alle Beteiligten motiviert sein – wie bei uns!

Jobs in der Ambulante Alten- und Intensivpflege: Jetzt erst recht

Die Politik stärkt im Moment intensiv die Pflege in Krankenhäusern und Altenheimen – dagegen bleiben die ambulante Pflege und auch Jobs in der Intensivpflege auf der Strecke. Mit uns nicht! Und wir freuen uns über jeden, der weiterhin in der ambulanten Pflege aktiv sein will.

Die Intensivpflegedienste AuK intensiv und IPO (Intensivpflege-Organisation) der Kinderintensivpflegedienst peggy blue und die ambulanten Pflegedienste AuK und Lazarus bleiben auch 2019 dabei und sind offen für neue Mitglieder im Team.

Ambulante (Intensiv-)Pflege

Ambulante Pflege bedeutet Pflege bei Patienten zuhause. Sie müssen nicht in einem Kranken- oder Pflegeheim leben. Und das gilt Dank der verschiedenen Pflegedienste nicht nur für Patienten mit Pflegestufe 1 oder 2, die in ihrem Alltag viel selbst erledigen können.

Auch Patienten mit Pflegestufe 3-5 können zuhause gepflegt werden. Die Intensivpflegedienste helfen sogar Patienten – jung und alt – die nicht allein atmen können und deswegen rund um die Uhr auf maschinelle Hilfe und persönliche Betreuung angewiesen sind.

Ein Job in der ambulanten (Intensiv-)Pflege kann besonders herausfordernd sein, weil zur Arbeit einige Wegezeiten kommen. Dafür gibt man Patienten und Familien auch sehr viel.

Warum die ambulante Pflege so wichtig ist

Ambulante Pflege bedeutet, dass Patienten zuhause leben bleiben können. Patienten bleiben bei ihrer Familie in Dortmund, Kamen oder Bergkamen und werden nicht auseinandergerissen.

Das ist wichtig für Paare, wenn einer von beiden pflegebedürftig wird und der andere die Pflege nicht allein übernehmen kann. Egal, ob ein junges Ehepaar von einem Unfall getroffen wird oder ein älteres Pärchen den Zahn der Zeit spürt: Ambulante Pflegekräfte verhindern, dass beide allein leben müssen und sich nur zu Besuchszeiten sehen können.

Und es ist wichtig für Familien, aus denen ohne ambulante Pflegedienste mindestens ein Mitglied verschwinden würde. Gerade in der Kinderintensivpflege verlangen Pflegeheim- oder Krankenhausaufenthalte der ganzen Familie immer wieder Spagate ab. Die ambulante Kinderintensivpflege bedeutet, dass Pflegekräfte zu Gast kommen und die Pflege vor Ort stattfinden kann.

Ambulante Pflegeangebote sind aber nicht zuletzt auch wichtig für Menschen, die allein leben. Denn auch sie möchten ihr Zuhause nicht aufgeben oder die Beziehungen, die sie von ihrer Wohnung aus pflegen. Viele pflegebedürftige Menschen haben Haustiere und möchten sie nicht aufgeben – dank der ambulanten Pflege ist das nicht nötig.

Arbeit in der ambulanten Pflege

Sind Sie in der ambulanten Pflege tätig, aber möchten sich umorientieren? Oder sind Sie aktuell in einem Pflege- oder Altenheim angestellt und wollen in die ambulante Pflege wechseln?

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung für einen Job in unseren ambulanten Pflegediensten. Sie finden aktuelle offene Stellen auf dieser Seite und können direkt nach den passenden Kriterien filtern, oder Sie können uns einfach telefonisch erreichen unter 0800 000 1493 und per E-Mail an jobs@born-gesundheitsnetzwerk.de

Gewalt in der Pflege – Was können Pflegekräfte dagegen tun?

Gewalt gegen ältere Menschen und in der Pflege ist ein ernstzunehmendes Problem und gleichzeitig oft ein Tabu. Gerade bei Patienten mit psychischen Problemen kommt es oft auch zu Gewalt gegenüber den Pflegenden. In diesem Artikel soll es allerdings darum gehen, wie Pflegende damit umgehen können, wenn Sie Gewalt in der Pflege mitbekommen.

Gewalt ist in der stationären Pflege nach Statistiken ein größeres Problem als in der ambulanten Pflege. Sie kommt in der ambulanten Pflege oft aber gerade auch durch Angehörige vor. Der häufigste Grund dafür ist Überlastung – die Pflegenden werden gereizt, ungeduldig oder aggressiv, weil sie erschöpft sind. Manchmal werden pflegebedürftige Menschen aber auch von Angehörigen misshandelt, die aus anderen Gründen zu Gewalt neigen.

Professionelle Pflegekräfte vom Pflegedienst bemerken diese Situationen vielleicht. Auch wenn es sozial schwierig ist: hinsehen, ansprechen und helfen gehören zu unseren Pflichten!

Gewalt gegen pflegebedürftige Menschen erscheint in vielen Formen

Gewalt gegen pflegebedürftige Menschen kommt in vielen Formen vor. Unter dem Titel „Gewalt fängt nicht beim Schlagen an“ läuft die Kampagne #pflegeohnegewalt – zwar zur Zeit nicht mehr sehr aktiv, aber immer noch aktuell.

Gewalt in der Pflege kann sich auf folgende Arten äußern:

  • Körperliche Gewalt und Schmerzen – Auch dabei gilt nicht erst Schlagen als Gewalt. Auch Waschen mit zu heißem oder kaltem Wasser kann Schmerzen verursachen, ebenso wie ruppige Bewegungen.
  • Vernachlässigen und unterlassene Hilfe – Pflegebedürftige werden nicht ausreichend versorgt und leiden zum Beispiel an Hunger oder Durst, werden medizinisch nicht ausreichend versorgt oder werden nicht gewaschen.
  • Psychische Gewalt – Pflegende nutzen ihre Machtposition und behandeln die pflegebedürftige Person wie ein Kind, ignorieren sie, reden betont „von oben herab“ mit ihnen oder gleich über ihren Kopf. Es kann auch zu Beschimpfungen und Streit kommen.
  • Freiheitsentziehende Maßnahmen – besonders oft kommt es vor, dass pflegebedürftige eingesperrt oder ruhig gestellt werden. Durch Fesselung oder Medikamente.
  • Finanzielle Gewalt – Wenn der pflegebedürftigen Person jede finanzielle Eigenständigkeit entzogen wird, verschafft sich der Pflegende damit mehr Macht und der Patient oder die Patientin wird hilflos.

Gewalt erkennen

Pflegekräfte sind oft in Familien zu Gast. Sie besuchen als ambulante Pflegekräfte allein lebende Patienten, Paare und Familien. Dabei versuchen wir im Allgemeinen, nicht zu stören – die Privatsphäre von Patienten und ihren Angehörigen soll erhalten bleiben, auch wenn der regelmäßige Besuch notwendig ist.

Dabei kann es sein, dass Pflegekräfte vom Pflegedienst Spuren von Gewalt sehen: am Körper des Patienten oder im Verhalten zwischen Patient und Angehörigen. Auch wenn diese Anzeichen nicht eindeutig scheinen, muss jede Pflegekraft sie unbedingt beachten.

Wer Gewalt direkt beobachtet, ist verpflichtet, die Pflegedienstleitung unverzüglich zu informieren und Maßnahmen zum Schutz der Pflegebedürftigen zu ergreifen. Bei schweren Fällen sollten professionelle Pflegekräfte auch unverzüglich die Verletzungen dokumentieren (auf der Seite findet sich auch ein Bogen, um auffällige Befunde bei der Pflege zu dokumentieren). In einer akut bedrohlichen Situation rufen Sie die Polizei!

Wer Gewalt befürchtet, sollte seine Beobachtungen ebenfalls festhalten. Jeder Mitarbeiter eines Pflegedienstes kann sich immer an die Pflegedienstleitung wenden und seine Beobachtungen schildern. Der Pflegedienst ist verpflichtet, diesen Hinweisen nachzugehen.

Kein schlechtes Gewissen

Auch wenn Sie die Gründe für Gewalt verstehen oder sehen können: Die Gewalt zu beenden hat oberste Priorität. Die Scham einer Person, die Gewalt anwendet, „entdeckt“ zu werden, ist nicht schlimmer als die Gewalt, die eine pflegebedürftige Person sonst weiter erleiden muss.

Manchmal sind sich Angehörige gar nicht bewusst, dass sie etwas „falsch“ machen. Manchmal wissen sie aber auch, dass etwas schiefläuft und wissen nicht, wie sie etwas ändern können. Als Pflegedienst können wir helfen und auf Hilfsangebote hinweisen. Wenn pflegende Angehörige gewalttätig werden, haben sie oft ein schlechtes Gewissen. Sie sind für die Ansprache und Hilfsangebote aber meist auch sehr dankbar.

Bleibt jemand uneinsichtig, wissen Sie erst recht, dass es dringend Zeit ist, Hilfe zu holen.

 

 

Teamzusammenhalt in der Pflege

Die alltägliche Arbeit in der Pflege ist von Teamwork geprägt. Alleine funktioniert wenig – zum Glück ist aber auch niemand alleine. Dass man sich auf sein Team verlassen kann, ist ein gutes Gefühl. Sowohl, wenn alles gut läuft und man sich über den reibungslosen Ablauf freuen kann, also auch wenn mal etwas schief läuft und andere einspringen.

Im Born Gesundheitsnetzwerk weiß jeder – ob in der Pflege oder Verwaltung – wie wichtig Teams sind. Deswegen arbeitet jeder einzelne in seinem Team und die Struktur aller Zweige jedes Pflegedienstes ist voll auf Teamwork ausgelegt.

Teamwork in der Pflege

In der Pflege gibt es eine sehr unterschiedliche Landschaft an Möglichkeiten zur Organisation. Manchmal erfolgt die Pflege durch einzelne Angehörige oder Pflegekräfte, manchmal durch ein Team, das sich abwechselt und in festen Organisationen wie Pflegeheimen oft durch wechselnde Gruppen, die je nach Schichtplan anders aussehen.

Wir setzen auf zuverlässige Teams, die einander kennen und fest miteinander arbeiten. In der 1:1-Intensivpflege arbeiten die Teams im Wechsel mit bestimmten Kunden, die dadurch rund um die Uhr betreut sind. In der ambulanten Pflege sieht jede Pflegekraft täglich mehrere Patienten oder Patientinnen auf festen Routen.

Die richtige Teamgröße

Die Teamgröße ist dabei ein wichtiger Faktor: In zu kleinen Teams ist ein Ausfall durch Krankheit oder Urlaub schwer zu kompensieren. In zu großen Teams kennt man sich nicht mehr – weder die Patienten, noch die Pflegekräfte untereinander.

Deswegen haben wir uns gut überlegt, wie groß unsere Teams sein sollten und für alle Bereiche – von der ambulanten Pflege bis zur Intensivpflege-WG – Teams aufgebaut, die groß und klein genug sind.

Dadurch können wir für jeden Patienten nicht nur eine zuverlässige Versorgung anbieten, die auch gesichert ist, wenn mal jemand krank oder im Urlaub ist. Wir bieten sowohl Pflegekräften als auch Patienten durch unser System zuverlässige Kontaktpersonen. Unsere Patienten müssen sich nicht ständig an neue Gesichter gewöhnen – ein Team ist zuständig und zuverlässig da. Und unsere Pflegekräfte haben Zeit, mit Patienten eine echte Beziehung aufzubauen, statt jede Woche neue Persönlichkeiten kennenzulernen.

Kennenlernen und Organisation – alles im Team

Teamwork in der Pflege fördern wir nicht nur durch „Zahlen“. Denn das Team kann die beste Größe haben und sich trotzdem nie zu Gesicht bekommen. Dann entwickelt sich kein Zusammenhalt und die Arbeit macht nur halb so viel Spaß.

Deswegen sehen sich alle Teams bei uns bei regelmäßigen Teamsitzungen – egal ob ambulant und sonst allein unterwegs oder aus der Intensivpflege in den Pflege-WGs in Dortmund.

Neben dem Kennenlernen und Austauschen steht dabei die Terminplanung im Vordergrund. Jeder hat an der Planung seiner Schichten teil. Das sorgt nicht nur für mehr Zufriedenheit, sondern auch weniger Ausfällen.

Spaß im Team

Wichtig für den Spaß im Team sind auch explizit spaßige Veranstaltungen – beispielsweise die großen Feste, an denen jeder im Born Gesundheitsnetzwerk teilhat, oder auch die kleinen gemeinsamen Aktionen, die sich oft ergeben.

Unsere ambulanten Teams haben die jeweilige „Basisstation“ ihres Pflegedienstes zu richtigen Zuhause gemacht. In jeder Zentrale gibt es auch mindestens einen Ort, um gemütlich zusammenzusitzen. Wenn es halt wird sicher eher drinnen, im Sommer auch gern beim gemeinsamen Grillen.

Als Team Teil eines großen Netzwerks sein

Und dann gibt es noch unsere Klassenfahrten: Große Ausflüge, zu denen jeder im Born Gesundheitsnetzwerk eingeladen ist. Denn bei uns weiß jeder, dass er nicht nur Teil eines Teams ist, sondern eines großen Netzwerks.

Das ist im Zweifel für die einzelnen da – damit kein Ausfall zu echten Problemen führt. Und natürlich einfach, damit die Teams sich auf gute Pflege konzentrieren können, statt zusätzlich Organisationsaufgaben bewältigen zu müssen.

 

Auch Lust auf Teamwork in der Pflege? Wir haben oft freie Stellen, die genau zu Ihnen passen!

Telemedizin als Zukunftsperspektive für die Pflege?

Eng verwandt mit dem Thema ist auch der Bereich Telemedizin. Sachsen ist dabei momentan ein besonders weit fortgeschritten arbeitendes Bundesland. Hier sind seit dem 1. September Ärztesprechstunden über das Internet möglich.

Die Vorteile des Checks aus der Ferne sind gerade in Sachsen und anderen Regionen außerhalb von Ballungszentren, dass Patienten aus ländlichen Regionen sich nicht immer zum Arzt kämpfen müssen.

In der Pflege könnten Fern-Besuche von Ärzten auch helfen, die Zusammenarbeit mit Fachärzten einfacher zu gestalten. Gerade für Intensivpflege-Patienten könnte Telemedizin eine Möglichkeit bieten, mehr Kontakt zu Ärzten bei weniger Aufwand für alle zu schaffen.

Entwicklung der Telemedizin

Telemedizin, also Medizin „aus der Ferne“ umfasst eine Reihe von Möglichkeiten. Dazu zählen beispielsweise Diagnose und Behandlungsverfahren.

Die ersten Ansätze der Telemedizin waren eher für Krisengebiete gedacht. Roboter sollten helfen, wo Menschen nicht hinkommen konnten. Beispielsweise zu Verschütteten in eingestürzten Gebäuden, aber auch zu Menschen, die in Kriegsgebieten isoliert sind.

Dabei bedeutete Telemedizin oft, dass ein Roboter vor Ort „Augen und Ohren“ eines Arztes sein konnte und der Patient oder ein Helfer die notwendige Erstversorgung vornehmen konnten. Manche der entsandten Roboter, die zum Beispiel vom Flugzeug abgeworfen werden sollten oder sich den Weg durch Geröll bahnen konnten, hatten auch Ausrüstung zur Versorgung vor Ort dabei.

Heute umfasst Telemedizin gerade in Europa und Nordamerika eher Ansätze, bei denen Ärzte aus der Ferne Patienten betreuen und nur in geringem Maße behandeln. Dabei können Ärzte andere Ärzte bei der Behandlung unterstützen: Beispielsweise kann ein auf bestimmte Krankheiten spezialisierter Hautarzt aus der Ferne konsultieren, wenn er einen Ausschlag über Videoübertragung ansehen kann.

In der aktuellsten Form geht es meist vor allem um „Fernsprechstunden“ von Ärzten für Patienten, die sie nicht erreichen können. Über Video-Telefonie können Ärzte ein Beratungsgespräch anbieten und eine erste Diagnose oder Behandlungsempfehlung geben.

Möglichkeiten der Telemedizin in der Pflege

In der Pflege kann Telemedizin natürlich nicht die Versorgung durch eine Pflegekraft ersetzen, genauso wenig wie eine vollständige körperliche Untersuchung durch einen Arzt durch Telemedizin ersetzt werden kann.

Es bestehen aber Möglichkeiten zur Verbindung von Telemedizin und Pflege.

In der ambulanten (Intensiv)pflege arbeiten wir beispielsweis eng mit Ärzten zusammen, die nicht mobile Patienten oft zuhause besuchen müssen. Diese Hausbesuche sind manchmal aus akuten Gründen nötig, oft aber routinemäßig angesetzt. Wenn kein besonderer Bedarf zu einer genauen körperlichen Untersuchung besteht, könnten Ärzte auch über Videotelefonie einige dieser Termine erledigen.

Durch die Anwesenheit von Pflegekräften beim Patienten könnten Ärzte sich auf ausgebildete Fachkräfte verlassen, die Fragen beantworten oder bei Untersuchungen helfen können.

Telemedizin und Pflege: Mehr als nur Datenschutz

In der Diskussion um Telemedizin in der Pflege wird erstaunlich häufig vor allem die Kontrolle über die eigenen Daten in den Vordergrund gestellt. Wichtig sei, dass Patienten die Kontrolle über ihre Daten behalten und selbst entscheiden, was mit der elektronischen Patientenakte passiert.

Sicherlich ist das ein entscheidender Punkt, aber die Diskussion geht dadurch an anderen Aspekten der Telemedizin vorbei. Die umfasst wesentlich mehr als die digitalisierte Verwaltung und Weitergabe von Patientendaten, über die so viel diskutiert wird.

Telemedizin kann eben auch die Versorgung von Patienten durch entfernt ansässige Ärzte bedeuten. Klar müssen dafür Daten weitergegeben werden. Aber der entscheidende Punkt ist die Diagnostik aus der Ferne.

 

Mehr als nur Zeitersparnis

Ja, Ärzte sparen durch diese Form der Konsultation Zeit – der Weg zum und vom Patienten entfällt beispielsweise. Aber auch für viele Patienten ist ein Arztbesuch Aufruhe und nicht immer notwendiger Stress.

Für Pflegekräfte kann die zusätzliche Aufgabe, bei der Untersuchung zu helfen, zusätzlich Zeit kosten. Andererseits können sie aber auch viel Zeit sparen und leichter Entscheidungen treffen.

Denn Ärzte, die via Telemedizin konsultieren, können dann auch bei konkreten Fragen kontaktiert werden. Wenn eine Pflegekraft eine gesundheitliche Veränderung bemerkt, könnte sie zukünftig direkt einen Arzt befragen: Muss die Medikation angepasst oder die Versorgung umgestellt werden? Statt zu warten, bis der Patient einen Termin hatte und von diesem die richtigen Antworten mitbringt, könnten Pflegekräfte sich mit Ärzten absprechen, ohne dass beide physisch am gleichen Ort sein müssen.

Gesetzgebung blockiert

Ein Hindernis, das der Telemedizin im Moment noch im Weg steht, sind uneinheitliche Vorgaben. Deutschland ist zwar bekannt für besonders viele Regelungen und Regelwerke. In der Vergangenheit ließ sich das Rechtssystem aber meist auf die betroffenen Bereiche gut anwenden: Industrie, Arbeitsrecht und selbst das Bildungssystem sind keine echten „Neuerungen“ für die Gesetzgeber. Auch in Sachsen gibt es bisher keine Erfolgsmeldungen, sondern eher Unzufriedenheit mit der Umsetzung.

Telemedizin und anderen Formen digitaler Medizin scheinen aber in eine andere Kategorie zu fallen. Aus der Entscheidungsschwäche entsteht ein Hin und Her, das zunächst moderne Formen der Versorgung in Begriffskonstrukte zwängen möchte. Bevor die Einteilung aller Innovationen in altbekannte Begriffe erfolgt ist, bleibt die Gesetzgebung wohl behäbig – und damit auch die Innovationsleistung.

Telemedizin in der Pflege hat noch einen langen Weg vor sich

Auch in der Pflege liegt dementsprechend noch ein langer Weg vor der Entwicklung der Telemedizin. Wir hier immer wieder betont, darf der Mangel an Fachkräften nicht kaschiert werden, indem weniger qualifizierte Menschen oder überhaupt nicht taugliche „Computerlösungen“ eingesetzt werden.

Trotzdem sehen wir gespannt in die Zukunft. Da, wo Technologie unsere Mitarbeiter entlasten kann, ohne an der Qualität der Pflege zu rühren, sind wir gern bereit, sie einzusetzen.

 

Pflege hat Zukunft: Ausbildung und Arbeit

Vor einer Weile haben wir eine kleine Checkliste zur Berufswahl Pflege veröffentlicht. Jetzt steht für einige vielleicht der Berufswunsch fest. Trotzdem sind Eignung und Leidenschaft für ein Thema nicht immer genug – es stellt sich ja auch die Frage, ob eine Berufswahl tatsächlich Zukunft verspricht.

Ist eine Ausbildung in der Pflege sinnvoll?

Ganz spontan neigt man natürlich dazu, der Ausbildung in der Pflege viel Zukunftspotenzial zuzuschreiben. Immerhin gibt es den festen Begriff des „Pflegenotstands“ und Landes- und Bundesregierung diskutieren nicht ohne Grund viel über Finanzierung und Organisation der Pflege der Zukunft. Der Arbeitsmarkt scheint genau auf Pflegekräfte ausgelegt.

Andererseits sind Roboter und Digitalisierung im Gespräch und sollen die Pflege von Grund auf verändern. Ist da wirklich noch so viel Bedarf an Pflegekräften?

Außerdem muss Pflege auch für jede Fachkraft persönlich Perspektive haben: Werden die Arbeitsbedingungen langfristig gut genug sein, auch in 10, 20 oder 30 Jahren noch in der Pflege arbeiten zu wollen?

Zahl der Auszubildenden in der Pflege steigt …

Die Werbetrommel zu rühren hat für die Ausbildungsberufe in der Pflege tatsächlich einen spürbaren Effekt gehabt. Es gibt einen Anstieg gerade in der Altenpflege: Von 2015 auf 2016 beispielsweise um 2,1 Prozent auf 24 130 Personen, die ihre Ausbildung begonnen haben. Insgesamt waren im Schuljahrgang 2016 dann 140 639 Pflegeschüler (in allen Bereichen) für den Schuljahrgang 2016 eingeschrieben (und 68 260 davon in der Altenpflege).

Insgesamt waren 2015 schon etwa 1,1 Millionen Personen in der Pflege beschäftigt – zusammengesetzt aus denjenigen, die in ambulanten Pflegediensten arbeiten und denjenigen, die in stationären Pflegeeinrichtungen tätig sind. In der Altenpflege sind davon etwa 310 000 Menschen tätig (ca. 28 %).

Insgesamt gab es 2015 schon 74 Prozent mehr Pflegekräfte als 1999 – die Zahl hat sich also schon fast verdoppelt.

… nicht genug

Aber der Bedarf ist noch lange nicht gedeckt – und wird es vielleicht auch für einige Zeit nicht sein.

Jüngst veröffentlichte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) eine Studie, die den Pflegebedarf für 2035 abschätzt. Das liegt 17 Jahre in der Zukunft – wer heute über eine Ausbildung in der Pflege nachdenkt, wird dann selbst in den Dreißigern oder Vierzigern sein und vielleicht eine Familie (mit)ernähren. Nach dieser Studie steigt die Zahl der Pflegebedürftigen bis dahin um ein Drittel auf vier Millionen an. Gerade in Nordrhein-Westfalen wird sogar ein Anstieg um 34 % erwartet. Um den Bedarf zu decken, müssten gleichzeitig 44 % mehr Pflegekräfte bis 2035 arbeiten.

Die Lösung liegt in Ausbildung und ambulanter Pflege

Von der Bertelsmannstiftung gibt es dazu eine Studie, die als Lösungsansatz vor allem den Ausbau der Pflege zuhause sieht: Die Hälfte der zu erwartenden Versorgungslücke kann so aufgefangen werden.

Dazu sollen einerseits Menschen gestärkt werden, die Angehörige zuhause pflegen. Dazu soll die Organisation verbessert werden, aber auch die Hilfsangebote für pflegende Angehörige.

Andererseits sollen vor allem die Ausbildung in der Pflege zugänglicher und attraktiver gemacht werden. Denn nur, wenn die ambulanten Pflegedienste in Zukunft viele Aufgaben übernehmen, können die anstehenden Probleme gelöst werden.

Ausbildung in der Pflege: Zum Preis von Rückenschmerzen?

Der Bedarf an Pflegekräften ist also lange noch nicht gedeckt. Und keine seriöse Studie geht davon aus, dass in Zukunft der Bedarf plötzlich zu 50 % durch Roboter oder ähnliches gedeckt werden könnte. Deswegen kann sich jeder, der heute eine Ausbildung in der Pflege absolviert, wohl recht sicher sein, auch in 30 Jahren noch sicher einen Job zu finden.

Die persönliche Perspektive ist einerseits abhängig von der eigenen Eignung für den Job. Die Arbeit in der Pflege verlang einem vieles ab. Andererseits ist die Zukunftstauglichkeit der Pflege aber auch von der Entwicklung der Arbeitsbedingungen abhängig. Junge Pflegekräfte sehen heute, dass ihre erfahrenen Kollegen nach vielen Jahren in der Pflege mit Problemen zu kämpfen haben: Rücken, Beine oder Psyche sind am Ende. Darauf wollen sie sich nicht mehr einlassen – zu Recht!

Gute Pflegedienste sind der Schlüssel

Die Ausbildung in der Pflege kann nur langfristig eine gute Lösung sein, wenn sie in einem guten Pflegedienst eingebettet ist. Auch die Qualität der späteren Arbeit hängt davon ab, wie gut ein Pflegedienst schon heute seine Möglichkeiten nutzt. Zum Beispiel, um das Leben der Pflegekräfte einfacher zu machen.

Faire Schichtpläne und gute Bezahlung fließen ebenso ein wie der Umgang mit der Digitalisierung, dem Bewusstsein für körperliche und psychische Gesundheit der Angestellten und nicht zuletzt die Stimmung im Unternehmen.

Wertschätzung für Pflegekräfte vom Pflegedienst aus macht eine Ausbildung in der Pflege attraktiver – und einfacher!

Pflege als Zukunftsperspektive

Deswegen laden wir beispielsweise alle ein, die interessiert daran sind, wirklich gute Pflege leisten zu können – mit Zeit für die Pflege und mit Freizeit für sich selbst.

Neben Auszubildenden sind auch Umsteiger und Wiedereinsteiger uns herzlich willkommen. Ein kurzer Kontakt genügt: Über unser Formular gleich hier online, per E-Mail an jobs@born-gesundheitsnetzwerk.de oder telefonisch unter 0800 000 1493.