Immer neue Anforderungen an die Pflege

In der Pflege gibt es immer neue Herausforderungen und Anforderungen – das macht den Beruf so spannend und interessant. Gleichzeitig ist er manchmal auch anstrengend und fordert viel. Wer sich für eine Ausbildung in der Pflege entscheidet, muss – im Guten wie im Schlechten – zur Zeit auf einiges gefasst sein.

Unter unserem Dach sind im Born Gesundheitsnetzwerk verschiedene Pflegedienste und damit hunderte Angestellte vereint. Diese große Team-Familie pflegt wiederum hunderte von Patienten in unterschiedlichen Bereichen:  Von der Kinderintensivpflege bis zur ambulanten Altenpflege.

Wir freuen uns über neue Mitarbeiter im Team – weil Pflege immer wieder Neues bedeutet und deswegen auch unsere Teams immer Raum für Veränderung und neue Kolleginnen und Kollegen haben.

Pflege wächst: Seit der Pflegereform sogar noch mehr

Jedes Jahr gibt es mehr pflegebedürftige Menschen. Immer mehr Familien beantragen Pflegeleistungen für einen Patienten oder eine Patientin. Das liegt natürlich einerseits daran, dass die Gesellschaft altert – es also im Verhältnis mehr alte Menschen gibt.

Außerdem steigt das Bewusstsein dafür, dass es Pflegeangebote gibt. Immer mehr Menschen suchen bewusst früh nach Hilfe durch einen Pflegedienst, statt es so lange wie möglich allein zu versuchen. Das Bewusstsein von Angehörigen, dass sie nicht allein pflegen müssen, steigt – zum Glück.

Auch durch die Pflegereform ist die Zahl der beantragten Pflegeleistungen stark gestiegen. Der Grund ist der Wechsel auf die neuen Pflegegrade, die die Pflegestufen ersetzt haben. Viele Patienten, die vorher keine Pflegestufeeinschätzung bekommen hätten, bekommen jetzt einen Pflegegrad.

Der Umstieg hat auch noch mal für mehr Aufmerksamkeit gesorgt: Mehr Angehörige und Patienten haben die Idee bekommen, sich mit dem Thema Pflegestufe auseinanderzusetzen. Insgesamt sind die Antragszahlen beim medizinischen Dienst der Krankenkassen enorm gestiegen: 2017 haben etwa 25 % mehr Menschen als im Vorjahr einen Antrag gestellt.

Mehr Aufmerksamkeit für Demenzkranke

Andererseits gibt es aber auch immer mehr Aufgaben, die wir in der Pflege übernehmen. Dazu gehört seit der Pflegereform insbesondere auch mehr die Arbeit mit demenzkranken Menschen. Auch wenn viele ältere Menschen körperlich relativ gesund sind, ist dann ihre mentale Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Dadurch wird auch der Anspruch an die Pflege größer.

Bei Patienten ohne körperliche Einschränkungen besteht Pflegebedarf durch Betreuungsleistungen. Die bestehen zum Beispiel aus dem gemeinsamen Erledigen von Alltagsaufgaben, um größtmögliche Selbstständigkeit zuhause zu erhalten. Oder es geht um Gesellschaft – jemand, der zum gemeinsamen Lesen, Spielen oder unterhalten zu Besuch kommt.

Bei Patienten mit körperlichem Pflegebedarf bedeutet eine Demenzerkrankung oft, dass die Behandlung etwas schwieriger wird. Menschen, die nicht verstehen, was passiert, kooperieren natürlich auch nicht so leicht. Hier ist von Angehörigen und Pflegekräften immer etwas mehr Zeit und Geduld gefragt.

Mehr Aufgaben für Pflegedienste

In unseren Pflegediensten müssen wir diesen neuen Anforderungen begegnen. Eine Herausforderung ist gerade in einer bevölkerungsstarken Region wie dem Ruhrgebiet viele neue Anfragen zu bewältigen. Hier liegt auch ein offensichtlicher Grund dafür, dass wir immer viele Stellen in der Pflege ausschreiben: Wir möchten gern neue Teams aufbauen oder Teams erweitern, um mehr Anfragen annehmen zu können.

Außerdem stellen wir uns durch Fortbildungen immer wieder auf neue Anforderungen ein. Wir lernen, wie Pflege in modernen Familienkonstellationen funktioniert oder welche neuen Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Dadurch bleiben Experten in der Pflege auch in Zukunft Experten.

In Zukunft stehen außerdem auch neue Konzepte zur Debatte: Für die Betreuung und als Gesellschafter müssen nicht immer ausgebildete Pflegekräfte eingesetzt werden. So ergeben sich viele neue Möglichkeiten, über die wir sorgfältig nachdenken.

Materialien für Pflegekräfte: Aktuelle Empfehlungen zur Bewegungsförderung

Die Bewegungsförderung gehört zur Langzeitpflege vor allem von älteren Menschen. Kleine Aufgaben helfen, die Mobilität zu erhalten und zu fördern. Wer sich gut bewegen kann, ist meist auch fitter im Kopf und kann sich besser und länger in den eigenen vier Wänden zurechtfinden.

Ein wichtiger Effekt von regelmäßiger Bewegungsförderung ist auch, dass ältere Menschen seltener hinfallen und so Sturzverletzungen vermeiden können.

Deswegen gehören kleine Bewegungsübungen zu den Pflegeaufgaben. Das „Zentrum für Qualität der Pflege“ hat mit Hilfe von Forschern der Universität Bielefeld eine Übersicht über die verschiedenen Maßnahmen zusammengestellt. Damit können Pflegekräfte besser entscheiden, welche Maßnahmen sie anwenden sollen.

Aktivitätsübungen in der Pflege

Die Studie richtet sich zwar vor allem an Pflegekräfte in stationären Einrichtungen, aber enthält auch wertvolle Tipps für die ambulante Pflege. Auch Patienten, die zuhause leben, profitieren von Bewegungsübungen.

Dabei müssen die richtigen Übungen für einen Patienten ausgesucht werden. Die Übungen fordern sowohl geistig als auch körperlich und müssen zu den Fähigkeiten des Patienten passen.

Es gibt eine große Auswahl an Bewegungstrainings, die unterschiedliche Ziele haben. Beispielsweise kann man mit Gruppen von Patienten auch Spiele spielen, die neben der Bewegungsfähigkeit auch Spaß in der Gruppe machen.

Andere Übungen zielen spezifisch darauf ab, die Beweglichkeit von Patienten mit Demenz zu erhöhen und verringern dadurch oft auch die Verletzungsrisiken im Alltag.

Übersicht zu Aktivitätsübungen in der Pflege

Unter diesem Link finden sich die Auswertungen des ZQM zu Bewegungsübungen.

Man kann entweder die vollständigen Übungen als pdf runterladen oder Informationen zu einzelnen, üblichen Bewegungstrainings nachlesen.

Einige der Übungen sind wirklich eher für Gruppen gedacht – beispielsweise das Zuwerfen von Bällen in der Gruppe oder auch Bowlen. Es gibt aber auch sehr einfache Übungen, die auch einzelne Patienten durchführen können: Ein Beispiel dafür sind Bewegungsübungen zur Sprunggelenkskräftigung und Gehtraining – die positiven Effekte dieser Übung sind groß und die Durchführung ist sehr simpel auch beim Patienten zuhause durchführbar.

Zusammenarbeit mit Apothekern für gute Pflege

Bei der Pflege arbeiten wir mit Apotheken zusammen. Manchmal fragen sich Außenstehende, wozu ein Pflegedienst groß Kontakt mit Apothekern braucht – der eine liefert die Medikamente, der andere verabreicht sie? Natürlich könnte man da aufhören. Medikamente haben aber nicht immer die gewünschte Wirkung und Apotheker sind ausgebildete Experten dafür, die Probleme einschätzen und oft auch beheben zu können.

Apotheker als Ansprechpartner zu Medikamenten

Für gewöhnlich verschreibt ein Arzt ein Medikament und als Patient lässt man sich das entsprechende Mittel vom Apotheker „nur aushändigen“. Dadurch unterschätzen viele Menschen das Fachwissen von Apothekern, die sich besonders gut mit Medikamenten auskennen.

Pharmazeuten sind Experten für Wirkweisen

Anders als Ärzte haben Apotheker Pharmazie studiert – sich also expliziert mit den Wirkmechanismen und Wechselwirkungen von Medikamenten beschäftigt. Sie haben die chemischen Prozesse untersucht, die die Verarbeitung einer Tablette im Körper von der eines Safts oder einer Salbe unterscheiden.

Apotheker kennen Wechselwirkungen

Ärzte diagnostizieren Krankheiten und kennen die passenden Wirkstoffe zur Behandlung. Apotheker können oft im Detail aber noch viel wertvolles Wissen beitragen. Beispielsweise auch zu Wechselwirkungen von Medikamenten, die Fachärzte verschreiben.

Ein Mittel, dass der Herz-Spezialist verschreibt, kann gefährliche Nebenwirkungen haben, wenn ein Patient schon Medikamente gegen Lungenprobleme, Verdauungsschwierigkeiten oder Stimmungsschwankungen bekommt.

Apotheker können bei der Pflege helfen

Eine Studie der AOK Rheinland/Hamburg und des Apothekerverbands Nordrhein hat gezeigt, dass die Kooperation mit Apothekern Pflege spürbar verbessern kann: Gut ein Drittel der Probleme mit Medikamenten konnten die Apotheker direkt lösen.

Beispielsweise, indem sie eine Anpassung der Dosierung vorschlagen – manchmal reagieren Menschen sehr empfindlich oder sehr wenig auf Medikamente. Die Anpassung sollte man aber nie selbst vornehmen, weil einige Medikamente in zu hoher oder niedriger Dosis gefährlich sein können. Apotheker haben hier den Überblick.

Oder, indem die Darreichungsform geändert wird. Man kann also zum Beispiel manchmal von Tabletten zu Saft oder von Injektionen zu Zäpfchen wechseln. Das kann manchmal einfach einer persönlichen Vorliebe entsprechen – manche Menschen mögen Tropfen lieber, andere schlucken eher Tabletten. Oder es kann auch mit der Aufnahme im Körper zu tun haben. Der gleiche Wirkstoff wird über die Haut (durch eine Salbe) anders verteilt als durch den Magen (in einer Tablette).

Manchmal helfen auch Kleinigkeiten: Die Mittel mit einem bestimmten Essen oder Getränk einzunehmen beispielsweise. Oder den Zeitpunkt der Einnahme zu ändern: Statt eine Tablette morgens zu nehmen, die müde machen kann, wird die Einnahme auf den Abend verlegt.

All diese Entscheidungen können Apotheker gut beurteilen und ergänzen damit sehr wertvoll die Behandlungsentscheidungen.

Wir kooperieren mit Apothekern für gute Pflege

Auch deswegen kooperieren wir mit Apothekern für gute Pflege für unsere Patienten. Neben Ärzten sind sie wichtige Ansprechpartner für alle Behandlungsformen und -mittel.

Unsere Kooperation geht also darüber hinaus, dass wir uns von einem Apotheker fest beliefern lassen. Auch dieser Teil der Kooperation ist für unsere Patienten natürlich wertvoll. Wir haben die benötigten Medikamente und Pflegehilfsmittel immer dabei, weil wir uns auf unsere Apotheken-Partner verlassen können.

Außerdem haben wir in unseren Apotheker-Kollegen feste Ansprechpartner, wenn es mal Fragen zu Medikamenten oder Nebenwirkungen gibt. Dadurch sind auch unsere Patienten nicht mit Fragen allein und können auch zwischen Arztbesuchen beispielsweise erfahren, ob eine Nebenwirkung typisch oder eher unüblich ist.

 

Die Kooperation mit Apothekern, Ärzten und Therapeuten bedeutet, dass die Pflege durch uns unseren Patienten mehr bringt. Sie müssen nicht selbst eine weitere Gruppe koordinieren, sondern haben einen Partner an ihrer Seite, der die Koordination der Pflege für sie übernimmt.

 

 

Pflege nach dem Krankenhaus: Ansprechpartner für Sie

Wenn ihr Partner, ein Elternteil oder ein Familienmitglied aus dem Krankenhaus entlassen wird und danach Pflege braucht, haben Sie eine Reihe Ansprechpartner. Die müssen Sie alle koordinieren – aber natürlich nicht ohne Hilfe.

Wir listen für Sie auf, mit wem Sie sprechen können oder auch müssen. Wichtig: Wenn Sie die Koordination der Pflege nicht allein übernehmen wollen, müssen Sie das nicht. Rufen Sie uns einfach an und wir helfen Ihnen beim Übergang aus dem Krankenhaus nach Hause.

Wir organisieren mit Ihnen dann jeden Schritt und kontaktieren alle Ansprechpartner für Sie. So können wir zusammen die Pflege für Sie organisieren.

Kontaktpersonen für Pflege im Krankenhaus

Sie haben schon im Krankenhaus einige Ansprechpartner. Dazu zählen erst einmal alle behandelnden Ärzte – aber vor allem natürlich der verantwortliche Arzt für den Patienten. Außerdem gibt es in vielen Kliniken einen Sozialdienst, der Ihnen helfen kann.

Der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin in der Klinik

Auch wenn es im Krankenhaus manchmal etwas chaotisch zugeht oder Sie die  behandelnde Ärztin nicht oft sehen: Es gibt garantiert einen Ansprechpartner für Sie. Fragen Sie ruhig nach und bitten Sie um einen Termin, bei dem Sie alle wichtigen Informationen bekommen können.

Dazu gehört zunächst, dass Patient/-in und Angehörige die Situation verstehen. Vor allem, wenn jemand durch einen Unfall ins Krankenhaus gekommen ist, wissen Sie vielleicht noch gar nicht, was Sie zuhause erwarten wird.

Neben der Aufklärung ist die Ärztin auch für einige organisatorische Dinge zuständig: Sie entscheidet, wann der Patient entlassen wird. Sie schreibt auch einen Arzt-Kurzbrief an den Hausarzt, der die weitere Behandlung übernimmt. Mit diesen Informationen können Sie die weitere Planung angehen.

Sozialdienst im Krankenhaus

Wenn Sie die Organisation nicht alleine stemmen wollen oder können, fragen Sie im Krankenhaus nach dem Sozialdienst, der Pflegeüberleitung oder den Entlassungsexperten. Diese Menschen helfen Ihnen bei der Organisation der Entlassung und auch den Schritten danach.

Sie vermitteln beispielsweise auch an Pflegedienste und erklären, wie Sie Hilfsmittel organisieren können. Alternativ können Sie sich, wenn Sie möchten, auch direkt an uns wenden.

 

Wir kooperieren aus Erfahrung auch mit Kliniken und helfen Ihnen, die Entlassung zu organisieren. Dazu besuchen wir Sie und den Patienten auch schon im Krankenhaus.

Kontaktpersonen für Pflege außerhalb des Krankenhauses früh ansprechen

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus werden Sie mit der Pflege auch nicht allein sein. Es gibt eine Reihe von Experten, an die Sie sich wenden können. Dazu gehören der Hausarzt und auch Ihre Apothekerin.

Mit dem Hausarzt absprechen

Ihr Hausarzt ist weiterhin ein wichtiger Ansprechpartner – auch zum Thema Pflege. Er übernimmt ab sofort die Behandlung und beispielsweise auch die Rezepte für weitere Medikamente. Deswegen bekommt er den Arzt-Kurzbrief vom Krankenhaus, in dem er über den aktuellen Stand informiert wird.

Sie besprechen mit Ihrem Hausarzt, der Sie und Ihre Familie vielleicht etwas besser kennt, auch, wie die Pflege weitergehen wird. Viele Hausärzte kennen auch schon Pflegedienste vor Ort und haben mit ihnen zusammengearbeitet. Wir koordinieren uns beispielsweise oft mit unterschiedlichen Ärzten.

Wenn Sie die Pflege mit der Pflegekasse organisieren (s.u.) hilft oft auch die Einschätzung Ihres Hausarztes zum Pflegebedarf. Es ist wichtig, dass der Hausarzt sich die bisherigen Befunde noch einmal ansieht und überprüft, ob alle aktuell wichtigen Informationen für den MDK (medizinischen Dienst der Krankenkassen) zusammengefasst wurden.

Hilfsmittel über die Apotheke organisieren

Auch viele Apothekerinnen kennen sich schon mit dem Thema Pflege aus – sie versorgen immerhin viele Pflegebedürftige und beraten Angehörige. Vor dem Kontakt zur Pflegekasse und zu einem Pflegedienst wissen Sie vielleicht noch nicht, was Sie alles brauchen werden. Aber Sie bekommen im Krankenhaus bereits erste Informationen, die Sie ja auch mit dem Hausarzt besprechen.

Ihre Apothekerin kann Sie auch zu den üblichen Vorgehensweisen beraten und weiß, welche Rezepte Sie brauchen werden.

 

Auch hier gilt: Wenn Sie möchten, sprechen wir für Sie mit Apotheken und Hausärzten und koordinieren die Pflege.

Pflege beantragen: Die Pflegekasse kontaktieren

Pflege beantragen Sie direkt bei der Krankenkasse. Hier erklären wir, wie Sie Pflege beantragen.

Nachdem die Pflege bewilligt wurde, sprechen Sie sich mit vielen Beteiligten noch mal ab: Hausärzte, Apothekerinnen, Physiotherapeuten und andere Gesundheitsprofis bleiben im „Team“. Als Pflegedienst an Ihrer Seite koordinieren wir diese Absprachen gerne für Sie und mit Ihnen!

 

Pflege beantragen: So geht’s

Sie wollen Pflege beantragen? Der richtige Ansprechpartner ist die Krankenkasse des Pflegebedürftigen.

Wir erklären, wie Sie in wenigen Schritten Pflege beantragen. Vorab: Wenn Sie dabei lieber nicht allein sein wollen, kontaktieren Sie uns! Wir helfen auch schon, bevor die Pflege bewilligt wurde.

Schritt 1: Antragsformular besorgen

Als erstes stellen Sie einen Antrag auf Pflege bei der Pflegekasse, die für Ihren Angehörigen zuständig ist. Sie ist immer an seine oder Ihre Krankenkasse angegliedert.

Dazu rufen Sie Ihre Krankenkasse an oder schreiben ohne besondere Form an Ihre Krankenkasse, dass Sie einen Antrag auf Pflegeleistungen stellen wollen.

Machen Sie das so früh wie möglich – das Datum auf dem Antrag zählt später für die Bewilligungszeit.

Bei einigen Krankenkassen können Sie auch direkt das Formular herunterladen:

Hier ein Überblick über den Weg zum Formular bei einigen großen Krankenkassen:

Wenn Ihre Krankenkasse hier nicht aufgelistet ist, kontaktieren Sie sie einfach direkt – zum Beispiel per Telefon, Brief oder auch Fax.

Schritt 2: Antrag ausfüllen

Den Antrag auszufüllen, ist für Laien nicht einfach. Auch wenn alle Fragen eindeutig wirken, kann es Stolperfallen geben. Außerdem punkten oft Fachbegriffe mehr als die einfache Beschreibung.

Lassen Sie sich dabei helfen oder beraten – beispielsweise von uns oder von einer Beratungsstelle für Pflegende in Ihrer Nähe.

Schritt 3: Besuch vom Gutachter

Ein Gutachter vom medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) kommt zu Ihnen, um den Pflegebedarf zu ermitteln.

Dazu vereinbart er mit Ihnen einen Termin – trauen Sie sich ruhig zu sagen, wenn Sie keine Zeit haben. Versuchen Sie, den Termin auf keinen Fall alleine wahrzunehmen: Jemand vom Pflegedienst oder mindestens ein weiterer Angehöriger sollte anwesend sein.

Bei dem Besuch beurteilt der Gutachter, welchen Pflegegrad der oder die Pflegebedürftige bekommt. Das passiert auch anhand von Fragen. Deswegen ist es wichtig, dass jemand die Probleme angemessen beschreiben kann. Beschönigen Sie auf keinen Fall die Situation!

Schritt 4: Mitteilung des Pflegegrads

Als nächstes teilt Ihnen die Pflegekasse den ermittelten Pflegegrad mit. Das muss spätestens fünf Wochen nach Eingang Ihres Antrags passieren.

Abhängig vom Pflegegrad bekommen Sie unterschiedlich viel Geld von der Pflegekasse und können unterschiedlich viele Leistungen in Anspruch nehmen. Auch hier beraten wir Sie gern.

Widerspruch bei Ablehnung

Wenn die Krankenkasse den Antrag ganz ablehnt, können Sie Widerspruch einlegen – aber nur innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Ablehnung.

 

 

Weiter- und Fortbildung: Mitarbeiter- oder Arbeitgeber-Sache?

Wer profitiert von der Fortbildung einer Pflegekraft: Der, der sie macht und „in der Tasche hat“, oder der Arbeitgeber, der sich auf einen Mitarbeiter mit neuen Fähigkeiten verlassen kann? Beide – keine Frage.

Fortbildungen sind aber auch immer wieder Streitthema – sogar bis (kurz vor) Gericht. Dabei geht es nicht nur darum, wer Fortbildungen machen kann, darf oder soll, sondern auch, wer zahlt.

Und gerade in der Pflegebranche gibt es auf beiden Seiten mittlerweile ziemlich anstrengende bis miese Praktiken – einige Infos zum Thema und meine Meinung zum „Stand der Branche“.

Fortbildungen in der Pflege: Wieso wir als Arbeitgeber gerne zahlen

Fort- und Weiterbildungen sind ein viel diskutiertes Thema unter Pflegekräften und bei Pflegediensten. Ohne Weiterbildungen könnten wir zum Beispiel keine Intensivpflege anbieten – denn hier sind besondere Qualifikationen nötig, um die besonderen Geräte bedienen zu können und die Beatmung der Patienten neben der „normalen“ Pflege sicher zu stellen.

Ohne Fortbildungen in der Familienzentrierten Pflege hätten unsere Pflegekräfte vermutlich auch erheblich mehr Stress, weil ihnen wichtige Kompetenzen für die Problemlösung vor Ort fehlen würden.

Haben Pflegekräfte ein Recht auf Weiterbildung?

In vielen Unternehmen in der Pflegebranche sind Fort- und Weiterbildungen eine Art Auszeichnung – manche Angestellte dürfen sich die Qualifikationen rauspicken und werden so besonders belohnt. Eine echte, in ganz Deutschland gültige „Verpflichtung“ der Arbeitgeber, die Fortbildung jedem zu bewilligen, gibt es auch nicht.

Wer bezahlt die Pflege-Fortbildung?

Und nirgends ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Weiterbildung zu bezahlen. Einzige Ausnahme: Wenn der Arbeitgeber die Fortbildung anordnet, muss er auch für die Kosten aufkommen und den Arbeitsausfall ausgleichen. Auch wenn sich viele Arbeitgeber darum drücken möchten – und natürlich jeder am liebsten „voll ausgebildete“ Pflegekräfte mit allen Extras einstellen möchte.

Das sieht bei uns schon anders aus: Wir bieten die Fortbildungen nicht nur allen Angestellten an, sondern veranstalten viele sogar direkt im Haus. Dadurch geht weniger Zeit verloren, die auf allen Seiten Anstrengungen bedeuten würde. Die Kosten für die Weiterbildung, zum Beispiel zur Intensivpflegekraft, übernehmen wir.

„Die Fortbildung nehm‘ ich noch mit – dann bin ich hier weg“?

Ein Problem, das dabei schnell auftritt: Wenn man als Arbeitgeber die Kosten für eine Fortbildung übernimmt, investiert man erst mal eine Menge Geld und kann auf den „Profit“ nur hoffen. Immerhin hängt er davon ab, ob ein Mitarbeiter wirklich Lust hat, etwas Neues zu lernen, Energie und Anstrengung investiert und das Gelernte später auch anwenden will.

Wer die Fortbildung zu Familienzentrierter Pflege mitmacht, aber eigentliche keine Lust auf die Inhalte hat, wird später auch nicht viel an seiner Herangehensweise an Pflege und Konflikte im Arbeitsalltag ändern. Das ist dann mindestens ärgerlich.

Fataler und erstaunlich häufig: Kollegen, die die Fortbildung oder Weiterbildung mitmachen und sich gerne weiterqualifizieren – und dann abhauen. Mit der Weiterbildung in der Tasche sind sie natürlich auf dem Arbeitsmarkt umso gefragter. Und wenn dann ein anderer Pflegedienst näher am Wohnort ist, mit Begrüßungsprämien wirbt oder auch irgendwas am alten Job störte und nicht angesprochen wurde oder geklärt werden konnte, dann springt die ein oder andere ab. Die Motive dafür können sehr verständlich sein. Vor allem, wenn man vom Arbeitgeber als „die da oben“ denkt und denkt, dass der Absprung ja niemandem wirklich wehtut.

Der Arbeitgeber, der nicht nur die Fortbildung bezahlt, sondern auch den Arbeitsausfall aufgefangen hat, steht da natürlich erst mal „doof da“.

Rückzahlungsklauseln und Bleibe-Verpflichtungen

Die übliche Vorgehensweise von Arbeitgebern, um sich gegen diese „Jetzt hab ich’s, dann bin ich weg“-Phänomene zu schützen, besteht in Rückzahlungsklauseln und Verpflichtungen, nach der Fortbildung für eine gewisse Zeit beim Unternehmen zu bleiben. Wer innerhalb der vereinbarten Zeit normal kündigt, muss dann die Kosten der Fortbildung selbst zahlen.

Diese Klauseln im Vertrag gibt es auch bei uns und sie sind abhängig von der Art und den Kosten der Fortbildung. Grob gesagt: Je umfangreicher die Fortbildung war, desto länger wollen wir die Mitarbeiter danach an uns binden.

Dabei gibt es aber Einschränkungen: Erstens dürfen wir nicht beliebige Phantasie-Zeiten festlegen oder Strafzahlungen von den Mitarbeitern einfordern. Die „Bleibeverpflichtung“ nach einer einmonatigen Fortbildung liegt beispielsweise bei etwa sechs Monaten und nicht vier Jahren. Außerdem zahlt der Mitarbeiter nur die Kosten für die Fortbildung, die er oder sie absolviert hat – nicht zusätzlich einen Ausgleich für die ausgefallene Arbeitszeit.

Streitigkeiten vor Gericht oft „vorprogrammiert“

Das kann trotzdem bitter für Mitarbeiter sein, die aus persönlichen Gründen gerne den Arbeitsplatz wechseln würden, aber sich die Fortbildung aus eigener Tasche nicht leisten können. Ein Beispiel: Sie wollen nach Bayern ziehen – klar ist dann der Pflegejob in Dortmund eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Gleichzeitig kostet aber schon der Umzug Geld und es ist nichts übrig für die Fortbildung. So entsteht das Gefühl, „eingesperrt“ zu sein im alten Job. Und Frust beim Arbeitgeber, der nur sieht, dass jemand versucht, „einfach abzuhauen“.

Immer öfter landen diese Vereinbarungen dadurch auch vor Gericht. Mitarbeiter kündigen und wollen die Fortbildungskosten trotzdem nicht zahlen. Dabei geht es manchmal um recht hohe, oft aber auch vergleichsweise geringe Beträge.

Vor Gericht scheitern Pflegedienste

Die Gerichte sind von dem Thema oft eher gelangweilt oder genervt – denn aus ihrer Sicht gibt es immer die einfache Möglichkeit, sich zu einigen. Oft geben sie auch dem Arbeitnehmer Recht und die Kosten bleiben beim Arbeitgeber. Das kann an Klauseln liegen, die nicht mehr „angemessen“ waren. Oft werden aber auch scheinbar wasserdichte Vereinbarungen zugunsten der Pflegekräfte gekippt.

Das Ergebnis: Die Pflegekraft geht zum neuen Arbeitgeber und der alte schaut in die Röhre. Und: Er wird skeptischer, wenn wieder jemand eine Fortbildung machen möchte. Ist das echtes Interesse am Thema oder nur die Aussicht auf ein paar Extras, die jemand noch mitnehmen will? Vor dem Hintergrund einiger dieser Streitigkeiten kann ich mittlerweile manchmal verstehen, wieso in anderen Pflegediensten Fortbildungen gehütet werden wie das Geheimrezept von Coca Cola.

Fair bleiben – auf beiden Seiten

Ich möchte aber nicht, dass sich die Pflegedienste im Born Gesundheitsnetzwerk auch so entwickeln. Denn ich sehe den großen Vorteil, den Fort- und Weiterbildungen in der Pflege allgemein haben und speziell für unsere Pflegedienste und die Mitarbeiter. Und ich will nicht, dass wir aufhören, die Fortbildungen jeder Kollegin und jedem Kollegen anzubieten – ohne Loyalitätscheck oder Gesinnungsprüfung.

Aber ich bin auch die Streitigkeiten im Nachhinein leid. Einfacher und schöner wäre doch, das ganze ohne Anwälte und zusätzlichen Stress zu regeln. Beispielsweise, indem ein neuer Arbeitgeber sich an den Kosten des neuen, fertig ausgebildeten Arbeitnehmers beteiligt.

Das würde ich auch, garantiert. Neue Pflegekräfte, die eine Fortbildung in der Tasche habe und bei uns anfangen möchten? Super. Und wenn diese Leute nicht mehr an den alten Arbeitgeber gebunden sind, ist das perfekt. Wenn Sie es aber doch sind, nehmen wir mit Kusshand Leute, die ihrem alten und neuen Arbeitgeber das faire Angebot unterbreiten: Der neue übernimmt die Fortbildungskosten und profitiert direkt.

 

Simon Born

Finanzierung der Pflege: Wo soll das noch hingehen?

Die Kosten für Pflege steigen auch in Deutschland. Wieso steigen die Kosten für Pflege? Weil es immer mehr pflegebedürftige Menschen gibt zum Beispiel. Und weil die Kosten für Versorgungsmittel steigen – so wie für Butter, Lebensmittel oder viele Dienstleistungen. Ein Grund, wieso die Kosten für Pflege in Deutschland definitiv nicht steigen, ist die Bezahlung der Pflegedienste. Hier passiert nicht viel, das den Preisanstieg, den wir auch erleben, ausgleichen könnte.

Im Gegenteil: Krankenkassen zeigen sich nicht williger, Rechnungen pünktlich zu begleichen und bei Privatpersonen sitzt das Geld auch nicht plötzlich so locker, dass sie die Pflege privat bezahlen könnten.

Statt nur darüber zu „jammern“ wie schlecht es uns damit geht, möchten wir eine andere Frage in den Mittelpunkt des heutigen Artikels – eine Woche vor dem neuen Jahr – stellen: Wohin soll das führen?

Bisherige Lösungen bringen uns nicht weiter

Es werden immer wieder Lösungen diskutiert, um dem Pflege(kräfte)mangel zu begegnen. Da kommen die interessantesten Ideen auf den Tisch, während gleichzeitig sehr einfache Lösungen (ein so anstrengender, anspruchsvoller Beruf sollte beispielsweise angemessen bezahlt werden) außen vor bleiben.

Stattdessen wird an anderen Stellschrauben gedreht: Wenn es nicht mehr Pflegekräfte gibt, weil zu wenig junge Leute in die Ausbildung starten wollen, dann gibt es eben weniger Zeit pro Patient. Oder mehr Patienten pro Pflegekraft.

Das führt zu fatalen Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte, Unterversorgung der einzelnen Patienten und vor allem eine Entmenschlichung in der Pflege, die viele Pflegekräfte immer wieder auf Jobsuche schickt, in der Hoffnung, ein Unternehmen zu finden, in dem es anders läuft. Wir versuchen, diese Belastung aufzufangen – ein Vorteil von unserem „großen Netzwerk“ ist dann doch, dass im Notfall mehr helfende Hände bereitstehen. Also halten wir dem Druck als Gemeinschaft im Moment noch gut stand.

Lange können die Pflegedienste in Deutschland aber nicht mehr unter diesem Dauerdruck arbeiten. Manchmal hangeln wir uns monatelang durch eine „momentane Krise“, weil wieder ein Pflegedienst aufgeben und andere einspringen mussten, oder weil die Bezahlung für erbrachte Leistungen einfach nicht ankommt.

Die Zukunft sieht grausig aus: Roboter und Pflege per Sprachausgabe

Was sind also die alternativen Lösungen? Im Moment sieht es auch da teilweise eher schaurig aus. Eins der neusten Projekte der Kategorie „Pflege entmenschlichen“ (Link zum englischen Artikel) ist gerade in England gestartet. Da versucht ein Unternehmen, die Kosten für die Betreuung älterer Menschen zu senken. Messerscharf analysiert entstehen die teilweise dadurch, dass die Patienten von ihrer Pflegekraft nicht nur medizinische Versorgung, sondern oft auch menschlichen Kontakt wollen. Ein paar Minuten Plaudern kann den Tag retten. Aber fürs Plaudern wird niemand bezahlt.

Andersrum müssen einsame Menschen öfter in die Notaufnahme oder sitzen beim Arzt. Sie haben echte Probleme – die Atemnot, die sie spüren bilden sie sich nicht ein -, aber die Ursache für diese Symptome ist nicht rein körperlich. Wer allein ist, kann sich schlecht selbst aus einer Panikattacke führen.

Die technische Lösung von care.coach: Eine App. Hier sprechen alte Menschen mit einer Katze oder einem Hund auf dem Bildschirm. Ihre Sätze nimmt die Sprachverarbeitung auf, schickt sie ans andere Ende der Welt und die Anfragen werden rund um die Uhr beantwortet: Der Mitarbeiter auf den Philippinen tippt sie ein und das Katzenprogramm liest sie vor. Klar spart das Kosten – diese Mitarbeiter kann das Unternehmen aus Großbritannien immerhin so schlecht bezahlen, wie es möchte.

Aber immerhin: Dieser Austausch bedeutet ja fast schon menschlichen Kontakt! Wenn die ganze App nicht darauf ausgelegt wäre, den zu reduzieren. Patienten dürfen mit dem Avatar am Bildschirm interagieren, wenn sie unruhig sind – dann gibt die Katze beispielsweise Anleitungen für Atemübungen. Und sonst? Für Gespräche steht die Katze nicht zur Verfügung, dazu ist auch sie zu beschäftigt. Aber sie spielt Musik ab, wenn der Patient selbst das Radio nicht anmachen kann.

Die bisherigen Tests laufen übrigens positiv. Nicht überraschend könnte man meinen, wenn man liest, dass die Patienten wissen, dass sie ihre kleinen Hilfen gegen Einsamkeit solange behalten dürfen, wie es ihnen gut geht und sie nicht wieder in der Notaufnahme landen.

 

So kann es nicht weitergehen

Das kann aber doch nicht unsere Perspektive auf die Zukunft sein? Ältere Menschen mit kleinen digitalen Begleitern abspeisen und das Problem für geklärt halten?

Pflege muss Geld kosten dürfen. Pflege muss Zeit brauchen dürfen. Pflege muss menschlich bleiben.

Daran können wir als Pflegedienst nur so viel machen, wie im Rahmen unserer Möglichkeiten gerade mit einer halben freien Hand noch geht. Wir versuchen, den Druck auf unsere Pflegekräfte durch einige Zwischenstufen abzufangen. Unsere IT hilft durch technische Lösungen, in der Verwaltung wird so viel Papierkram wie möglich erledigt, die GL verhandelt fleißig mit Kostenträgern und auch Politikern und die Stimmung im Unternehmen, wenn wir Pause oder Party machen, hilft bei der Entspannung. Danke an alle dafür!

Aber wir haben alle Hände voll zu tun und eigentlich kaum Kapazitäten frei, nebenbei Druck auszuüben auf Entscheider. Und wenn Sie warten, bis das Thema Pflege für Sie akut wird, kann das auch zu spät sein. Unsere älteren Patienten, die in Rente sind, können nicht mehr streiken, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Wer auf ständige Beatmung angewiesen ist oder ans Bett gefesselt ist, kann nicht auf die Straße gehen und protestieren.

Da sind wir auf die Hilfe von anderen angewiesen, die für uns mit laut sind.

Ein lautes neues Jahr

Nächste Woche bricht schon das neue Jahr an. Und wir können uns alle noch ein paar Punkte auf die Liste der guten Vorsätze schreiben. Etwas weniger rumbrüllen, wenn mal was schief geht oder uns eine Laus über die Leber gelaufen ist, zum Beispiel.

Oder sehr laut schreien, wenn die Dinge wirklich schieflaufen und andere oder wir die laute Stimme gut brauchen können.

So geht das doch nicht weiter, oder?

 

–  Simon Born

Was bedeutet Kinderintensivpflege?

Die Frage „Was ist eigentlich Intensivpflege?“ kommt oft genug vor – gerade ambulante Kinderintensivpflege ist aber sogar nicht allen Pflegekräften bekannt.

Das kann daran liegen, dass das Thema viele Leute erschreckt. Dass auch Kinder und Jugendliche manchmal intensivpflegebedürftig sind, ist für viele ein trauriger Gedanke. Und natürlich gibt es Momente, in denen die Arbeit belastet oder traurig macht. Unsere Kolleginnen vom Kinderintensivpflegedienst Peggy Blue in Nordrhein-Westfalen können aber auch bezeugen: Es gibt viele schöne Momente.

Kinderintensivpflege für Kinder und Jugendliche

Was Intensivpflege ist, haben wir schon vorgestellt. Kinderintensivpflege ist „das gleiche für Kinder und Jugendliche“. Zu der Intensivpflege gehört die medizinische Versorgung – das ist ganz abhängig davon, wieso der Patient oder die Patientin die Pflege braucht. Einige Kinder werden mit einer Erkrankung oder Behinderung geboren, andere werden später krank oder haben einen Unfall. Wenn sie es brauchen, steht ihnen jederzeit eine Pflegekraft zur Seite.

Unsere jüngsten Patienten werden meist rund um die Uhr beatmet – also ist auch rund um die Uhr eine Pflegekraft da, die sich mit der Beatmung auskennt. Es ist also eigentlich immer jemand bei der Familie zu Hause zu Besuch.

Das könnte sehr anstrengend und belastend sein: Welche Familie möchte gerne einen Fremden zu Gast haben? Deswegen achten wir auch hier bei der Pflege auf feste, kleine Teams, die sich um einzelne Patienten kümmern. So gibt es nicht ständig neue Gesichter, sondern feste Bezugspersonen für jüngere Patienten und klare Ansprechpartner für Eltern und Familie.

Wichtig ist auch, dass die Kinder und Jugendlichen natürlich nicht von allem abgeschnitten sind: Wir begleiten unsere Patienten und Patientinnen auch in die KiTa, in die Schule oder in den Urlaub.

 

Unser Kinderintensivpflegedienst Peggy Blue für NRW

Wenn Sie sich vorstellen können, in der Kinderintensivpflege in NRW (und darüber hinaus) zu arbeiten oder sogar schon Erfahrung haben, würden wir uns freuen, Sie kennenzulernen. In diesem Video stellt sich der Pflegedienst für Kinder Peggy Blue direkt vor

Pflege im Advent und zu Weihnachten

Heute ist Nikolaus und das bedeutet für viele Familien ein kleines Fest. In anderen steht die Vorbereitung auf Weihnachten im Vordergrund. Und wieder andere feiern gar kein Weihnachten und stecken bloß im allgemeinen Trubel des heranbrechenden Winters.

Pflegebedürftige Angehörige werden dabei natürlich nicht vergessen. Manchmal bedeutet die Aussicht auf Weihnachten aber auch mehr Stress oder Sorge – ein paar Punkte wollen wir dazu kurz ansprechen, damit Pflege und Weihnachten gut zusammenpassen.

Weniger Stress in der Adventszeit und im Winter

Die Zeit vor Weihnachten ist manchmal stressig und manchmal extrem stressig. Wer ein Weihnachtsfest vorbereiten muss, oder die Fahrt zu einem anderen Teil der Familie oder einfach nur Geschenke organisieren will, ist im Advent vielbeschäftigt. Viele Angehörige, die sonst zu Hause einen Großteil der Pflege übernehmen, wissen nicht, wie sie einen Ausflug zum Weihnachtsmarkt am Abend oder den „notwendigen“ Einkaufsbummel unterbringen sollen. Vergessen Sie nicht, dass Sie nicht nur in dramatischen Notfällen Kurzzeitpflege beantragen können: Auch ganz normale Termine und Unternehmungen sind natürlich „erlaubt“.

Keine Angst vor Advent bei der Pflege zu Hause

Eine andere Sorge für viele Familien sind ältere, pflegebedürftige Menschen, die in der Adventszeit allein zu Hause sind. Tatsächlich passiert auch mal der ein oder andere Unfall beim Dekorieren oder weil jemand eine Kerze auf dem Tisch vergisst. Eine einfache Abhilfe: Gemeinsam schmücken und LED-Kerzen aufstellen. Lauter Kleinigkeiten beruhigen oft aufgewühlte Geister und verschönern den Advent.

Wenn Sie gerade nicht weiterwissen, weil Pflege und Advent zu viel werden: Rufen Sie uns an. Wir finden eine Lösung für Kurzzeitpflege, Hilfe bei Stress und Chaos in der Vorbereitung und vielleicht auch beim guten Vorsatz, ab dem nächsten Jahr etwas mehr Hilfe von außen dazuzuholen. Für mehr entspannte gemeinsame Stunden. Sie können uns auch erst mal eine Nachricht schreiben, oder eben direkt anrufen: 0231 555 78 40

Wir freuen uns auf Sie und wünschen Ihnen eine schöne Adventszeit mit vielen bunten Lichtern im Dunklen!

Wann ist häusliche Pflege notwendig?

Ab wann braucht jemand Pflege – und wann wird sie von den Krankenkassen bewilligt? Das sind die zwei häufigsten Überlegungen von Angehörigen und Patienten, bevor sie zum ersten Mal häusliche Pflege beantragen. Wir widmen uns hier der ersten Frage, die wir oft gerade bei der ambulanten Pflege in Dortmund hören:  Wann ist Pflege zu Hause durch einen Pflegedienst nötig?

Wir bieten ambulante Pflege in Dortmund und vielen anderen Städten an. Der medizinische Pflegedienst AuK bietet ambulante Pflege in Kamen und Umgebung und Lazarus arbeitet von Bergkamen aus. Dabei hören wir oft, dass Patienten und Angehörige vor dem Antrag auf Pflege noch Bedenken haben. Was viele Angehörige mit der Frage nach der Notwendigkeit meinen ist oft: „Ist es in Ordnung, wenn ich Hilfe hole?“. Für Patienten bedeutet die Frage „Geht es mir schon so schlecht?“. Beide können wir beruhigen.

Ambulante Pflege hilft, damit nicht mehr nötig wird

Wenn ambulante Pflege durch Experten nötig wird, bedeutet das nicht, dass Angehörige die Pflege nicht schaffen könnten oder Patienten zu krank sind. Pflege zu Hause hilft manchmal, das zu verhindern. Angehörige werden nicht zu müde oder erschöpft. Und Patienten werden nicht krank, weil sie sich überanstrengen. Die Pflegeleistung durch einen Pflegedienst entlastet und nimmt so den Druck.

Hilfe annehmen: Pflege vom Arzt empfohlen

Wenn ein Arzt also die Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst empfiehlt, ist es immer eine gute Idee, die Empfehlung anzunehmen. Auch wenn Sie jetzt noch keine Unterstützung von außen brauchen, können Sie Pflegegeld beantragen. Falls Sie dann doch mal Kurzzeitpflege oder andere Pflegeleistungen in Anspruch nehmen wollen, geht das noch leichter.

Selbst Pflege organisieren

Wenn kein Arzt bis jetzt den Vorschlag gemacht hat, aber Sie merken, dass die Unterstützung gut täte – können Sie sich auch direkt bei Ihrer Krankenkasse melden. Die beraten sie – allerdings oft aus der Perspektive der Kostenträger. Eine andere Anlaufstelle bietet das bundesweite Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit.

Oder rufen Sie uns an (0231 555 78 40). Wir beraten Sie unverbindlich telefonisch und kommen auf Wunsch auch vorbei – dann helfen wir Ihnen beim Antrag bei der Krankenkasse.