Ein gesundes Arbeitsklima für gute Arbeit: Mental Health

Es gibt viele Begriffe aus dem Englischen, die sich zurzeit ihren Weg in unseren Alltag bahnen. Nicht alle davon sind sinnvoll und einige haben eigentlich nicht mal Inhalt. Andere beschreiben dagegen Konzepte, die es so auf Deutsch noch nicht ganz gibt. „Mental Health“ zum Beispiel bedeutet direkt übersetzt bloß „Geistige Gesundheit“.

Während ein Verlust der „geistigen Gesundheit“ aber danach klingt, dass jemand schlichtweg die Fassung verloren hat, fasst man unter dem Begriff Mental Health heute viele Kleinigkeiten zusammen, die wichtig für unser Wohlbefinden sind.

Gesund am Arbeitsplatz: Auch psychisch

Zum Beispiel auch Mental Health am Arbeitsplatz. Also alle Bedingungen, die dafür sorgen, dass uns die Arbeit nicht krank macht – weder körperlich, noch geistig oder psychisch. Bei der Beschreibung der Symptome von solchen Belastungen hat auch jede Generation ihre Lieblinge – wer im 19. Jahrhundert noch hysterisch oder nur „müde“ war, hatte vor etwa zwanzig Jahren eine Erschöpfungsdepression – und heute Burnout. Jedes der Probleme wurde von Zeitgenossen belächelt, die nicht darunter litten. Und jedes ist tatsächlich eine ernsthafte Krankheit.

Verhindern lässt sich so eine Erkrankung zum Beispiel durch ein gutes Arbeitsklima. Dazu gehört natürlich ein Job, den man mag, nette (oder zumindest erträgliche Kollegen), akzeptable Arbeitszeiten, das Gefühl durch Sinn oder Geld für die Zeit kompensiert zu werden und ein guter Chef. Oder, in größeren Unternehmen, mehrere gute Chefs auf mehreren Ebenen.

Neue Serie: Gesund in der Pflege

In den kommenden Monaten wollen wir uns hier stärker noch einem neuen Thema widmen und immer mal wieder Artikel veröffentlichen, in denen es um Gesundheit in der Pflege geht. Die Arbeit in der Pflege bedeutet viele Arten von Belastungen. Einerseits muss man viel wissen, viel können und viel leisten. Andererseits gibt es psychische Belastungen – das Aushalten von Krankheit und Tod als „Alltags“thema, die Schmerzen, die man sieht. Aber auch der Stress durch volle Zeitpläne und miese Arbeitsbedingungen kommt manchmal dazu.

In den Artikeln wird es um Belastungen gehen, um die man sich selbst kümmern „muss“. Ausgleichssport zum Beispiel oder kreative Hobbies. Wir werden auch über Dinge sprechen, die die Arbeit bei uns im Netzwerk einfacher machen – wie die Supervision in der Kinderintensivpflege.

Heute gibt es einen ersten Artikel dazu, wie man Belastungen erkennt, die man nicht aushalten muss und die es für Pflegekräfte auf der Suche nach einem neuen Job in der Pflege einfacher machen sollen, gute Arbeitgeber zu erkennen. Diesen Punkt haben wir allgemein schon in unserer Checkliste für gute Pflegejobs erwähnt, aber hier soll es noch mal ausführlicher werden.

Wir starten mit einem Thema zur psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz: Gute Chefs, böse Chefs – woran erkennt man einen schlechten Chef und wie geht man damit um?