Wie geht’s weiter nach dem Job-Interview beim Pflegedienst?

Viele Pflegekräfte sind auf der Suche nach neuen Jobs und viele Pflegedienste suchen neue Mitarbeiter. Es gibt viel Bewegung in unserer Branche – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Nicht aus jedem ersten Kontakt wird auch ein neuer Job, das ist vermutlich ganz normal.

Wir werfen trotzdem einmal einen Blick auf die Zahlen von unserer Seite – vielleicht haben Sie Lust, Ihre Erfahrungen auch mal mit uns zu teilen?

Der Weg vom ersten Kontakt zum neuen Job

Der erste Kontakt mit unserem Unternehmen entsteht auf ganz unterschiedliche Arten. Wir schalten Werbeanzeigen in unterschiedlichen Portalen, versuchen auch Noch-Nicht-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter über Facebook zu erreichen und freuen uns natürlich über persönliche Empfehlungen. In einem typischen Monat werden wir täglich von 1 oder 2 Pflegekräften kontaktiert, die Interesse an einer neuen Stelle hätten.

Der nächste Schritt wäre ein Bewerbungsgespräch, indem man sich gegenseitig kennenlernt. Im Bewerbungsgespräch klären wir, ob die Wünsche an die neue Stelle und die Anforderungen zusammenpassen. Wenn es auf beiden Seiten passt, bieten wir einen Vertrag an – und freuen uns, wenn der von einer neuen Pflegekraft im Team unterschrieben wird.

Ein Blick auf die Statistik: Bewerbungsgespräch im Pflegeunternehmen

Von allen Menschen, mit denen wir einen ersten Kontakt aufnehmen, …

  • … treffen wir etwa 2/3 zu einem Bewerbungsgespräch.
  • … startet 1/3 gleich in einen neuen Job bei uns.
  • … verschwindet 1/3 ohne Rückmeldung

Aus unserer Sicht ist also das Mysterium: Das Drittel, das ohne Rückmeldung verschwindet.

Etwa die Hälfte aller Bewerbungsgespräche läuft für beide Seiten gut und „endet“ in einer Anstellung, die natürlich ein Neubeginn auf beiden Seiten ist. Die andere Hälfte lässt sich wiederum halbieren: In die Kontakte, die mit einer Rückmeldung enden und die, die ganz ohne Kommentar abbrechen.

Ohne Kommentar – Aus dem Gespräch verschwunden

Insgesamt erhalten wir von etwa einem Drittel der Menschen, die ursprünglich Kontakt mit uns aufgenommen haben, irgendwann einfach gar keine Antwort mehr. Bei etwa einem Sechstel – also im Schnitt 16 von 100 Leuten – sogar, nachdem wir ein Bewerbungsgespräch geführt und einen möglichen Vertrag besprochen hatten.

Wir rätseln natürlich intern, wie sich diese Quote ergibt. Die Absage mit der Angabe eines Grunds ist keine Pflicht. Aber wir freuen uns trotzdem, wenn wir hören, dass wir im Interview einfach zu unfreundlich waren, die Arbeitszeiten nicht stimmen oder jemand einfach ein besseres Angebot gefunden hat.

Das klingt erst mal vielleicht paradox, aber tatsächlich bedeutet eine klare Absage nicht nur Sicherheit über den Stand einer möglicherweise besetzten Stelle, sondern auch einen Verbesserungsvorschlag für uns. Was hat nicht gepasst? Was können wir besser machen? Gab es vielleicht nur ein Missverständnis? Da wollen wir keine großen Diskussionen starten und den Eindruck unserer ehemaligen Bewerber wegargumentieren, sondern informiert sein.

Aus der anderen Perspektive: Wie verhalten sich mögliche Arbeitgeber in der Pflege?

Wir würden also gerne wissen: Wie sieht es andersrum aus? Was erleben die Bewerber auf der Suche nach einer neuen Stelle in der Pflege? Haben Sie schon mal einfach keine Rückmeldung mehr von einem möglichen Arbeitgeber bekommen? Oder haben Sie Geschichten erlebt, wegen derer Sie jetzt keinem Arbeitgeber mehr Rückmeldung geben?

Auf Facebook freuen wir uns deswegen über die Diskussion!