Welche Perspektiven gibt es nach der Ausbildung in der Pflege?

Wenn die Entscheidung zur Ausbildung in der Pflege gefallen ist, sind damit noch nicht alle Fragen beantwortet. In welche Richtung soll es gehen und was möchte man langfristig arbeiten?

Drei Ausbildungsberufe in der Pflege

Neben den drei Ausbildungsberufen in der Pflege gibt es auch zwei Assistenzberufe in der Pflege sowie immer mehr Studiengänge. Hier wollen wir uns aber die Ausbildungen ansehen und die Möglichkeiten, die man danach hat. Möglich sind für alle nach der Ausbildung in den Assistenzberufen der Pflege oder abgeschlossener zehnjähriger Schulbildung:

  • die Ausbildung zur Altenpflegerin oder zum Altenpfleger
  • in der Gesundheits- und Krankenpflege
  • oder in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

Jeder der Ausbildungen dauert drei Jahre und besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Der praktische Teil der Altenpflege-Ausbildung findet in Pflegediensten statt – wir bieten zum Beispiel Ausbildungsplätze in Altenpflege in Kamen an. Auch der praktische Teil der Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege ist in Pflegediensten möglich – oder in Altenheimen oder Krankenhäusern. Der praktische Teil der Ausbildung in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege findet in Krankenhäusern mit Kinderstation (Pädiatrie) statt.

Nach Ausbildungsende: Aus-gelernt?

In der Pflege gehört „lebenslanges Lernen“ zu einem der Vorteile (oder Nachteile), die jeder und jede Auszubildende erwarten sollten. Auch wenn die Theoriestunden in der Schule irgendwann geschafft sind, gibt es noch viele Möglichkeiten offiziell und inoffiziell dazuzulernen. Im Beruf ergibt sich durch neue Patienten immer wieder etwas Neues und das bedeutet alltägliches Lernen.

Dazu kommen weitere Möglichkeiten. Fort- und Weiterbildungen zum Beispiel. Auch wenn beides oft in einem Atemzug genannt wird, gibt es da einen kleinen Unterschied: In Fortbildungen frischt man sein Wissen auf oder erweitert es, um auf dem aktuellen Stand im aktuellen Beruf zu bleiben. In einer Weiterbildung lernt man dagegen etwas, das eine weitere berufliche Qualifikation bedeuten – zum Beispiel durch ein Zertifikat, das neue Tätigkeiten erlaubt.

In den meisten Pflegeunternehmen werden Fort- und Weiterbildungen angeboten. Ein großer Unterschied zwischen den Unternehmen ist, wer wann diese Kurse belegen und sich so weiter entwickeln darf. Bei uns gilt: Fortbildungen für alle – aus gutem Grund.

Der richtige Arbeitgeber nach der Ausbildung

Wenn man seine Ausbildung in der Pflege beendet hat, kann man oft bei dem Unternehmen bleiben, bei dem man auch den praktischen Teil seines neuen Handwerks gelernt hat. Manchmal ist es aber auch Zeit für einen Wechsel oder etwas Neues. Wer beispielsweise die Ausbildung im Krankenhaus absolviert hat, möchte vielleicht auch mal rausfinden, wie es so in einem ambulanten Pflegedienst läuft und umgekehrt.

Eine andere Möglichkeit ist, in spezielle Pflegebereiche vorzustoßen. Beispielsweise die ambulante Intensivpflege oder die Pflege in Patienten-WGs. In unseren Patienten-WGs im WoKo I und II in Dortmund beispielsweise. Hier steht vor dem Start in die Arbeit noch eine Weiterbildung zur Fachkraft für Intensivpflege. Die bieten wir allen in unseren Teams auch gerne an.

Die dritte Option ist vor allem auch für Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger interessant: Bei Peggy Blue bieten wir ganz besondere Stellen in der ambulanten Kinderintensivpflege im Ruhrgebiet an.

Ein Start im Born Gesundheitsnetzwerk

Egal, ob Sie Ihre Ausbildung in einem der Pflegedienste des Gesundheitsnetzwerks gemacht haben oder neu zu uns kommen würden: Wir freuen uns auf Sie! Wir haben freie Stellen in unterschiedlichen Bereichen für ausgebildete Pflegende aus allen drei Ausbildungsberufen.

Schlechtes Gewissen wegen Pflege?

Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, steht die Entscheidung an: Zuhause selbst pflegen, einen Pflegedienst beauftragen oder einen Platz in einem Pflegeheim oder einer Patienten-WG suchen? Statistiken zufolge werden etwa 2/3 aller Pflegebedürftigen zuhause von ihren Angehörigen (mit-)gepflegt.

Die Entscheidung, zusätzlich einen Pflegedienst zu beauftragen, fällt vielen eher schwer. Das liegt auch daran, dass sie ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie nicht selbst alles übernehmen.

Pflege ist kein einfacher Job

Eine einfache Überlegung: Wenn man Pflege wirklich neben einem anderen Vollzeitjob nebenbei erledigen könnte, dann gäbe es nicht den riesigen Mangel an Pflegekräften in Deutschland. Pflege ist ein anstrengender Job und verlangt den Pflegenden viel ab. Das gilt für ausgebildete Fachkräfte, aber für Angehörige umso mehr.

Wir haben in einem ausführlichen Artikel beschrieben, was Pflege für Familien bedeutet und welche Belastungen auftreten können. Zeit, Geld, emotionale Kapazitäten und körperliche Energie können sich schnell erschöpfen, wenn man neben dem „ganz normalen Alltag“ – egal ob mit Job außer Haus oder Haushaltsführung – die Arbeit als Pflegekraft erledigen möchte.

Hilfe bei der Pflege ohne schlechtes Gewissen

Deswegen gibt es auch keinen Grund für ein schlechtes Gewissen, wenn Sie die Pflege nicht allein „schaffen“ – es macht Ihnen ja auch niemand Vorwürfe, wenn Sie neben dem Job tagsüber im Finanzamt die Nacht über nicht noch als Tankstellenwärter arbeiten können. Oder den Schichtdienst als Eisenbahner nicht mit einem Job in einer Bäckerei vereinen können.

Pflege kann genauso fordernd und aufwändig sein, wie ein zusätzlicher Job. Und natürlich gibt es immer Beispiele von Leuten, die zwei Jobs, Familie und Hobby oder eben Alltag und Pflege mühelos und ohne jede Hilfe von außen vereinen können (scheinbar). Aber eine andere wichtige Frage wäre: Wieso sollten Sie das tun müssen?

Sie können sich immer an einen Pflegedienst wenden und Unterstützung bekommen, wenn Sie bei der Pflege Hilfe haben möchten, einfach Pausen machen oder auch überlegen, ob eine Patienten-WG vielleicht das Richtige für Ihre Familie ist.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns!

Wann ist häusliche Pflege notwendig?

Ab wann braucht jemand Pflege – und wann wird sie von den Krankenkassen bewilligt? Das sind die zwei häufigsten Überlegungen von Angehörigen und Patienten, bevor sie zum ersten Mal häusliche Pflege beantragen. Wir widmen uns hier der ersten Frage, die wir oft gerade bei der ambulanten Pflege in Dortmund hören:  Wann ist Pflege zu Hause durch einen Pflegedienst nötig?

Wir bieten ambulante Pflege in Dortmund und vielen anderen Städten an. Der medizinische Pflegedienst AuK bietet ambulante Pflege in Kamen und Umgebung und Lazarus arbeitet von Bergkamen aus. Dabei hören wir oft, dass Patienten und Angehörige vor dem Antrag auf Pflege noch Bedenken haben. Was viele Angehörige mit der Frage nach der Notwendigkeit meinen ist oft: „Ist es in Ordnung, wenn ich Hilfe hole?“. Für Patienten bedeutet die Frage „Geht es mir schon so schlecht?“. Beide können wir beruhigen.

Ambulante Pflege hilft, damit nicht mehr nötig wird

Wenn ambulante Pflege durch Experten nötig wird, bedeutet das nicht, dass Angehörige die Pflege nicht schaffen könnten oder Patienten zu krank sind. Pflege zu Hause hilft manchmal, das zu verhindern. Angehörige werden nicht zu müde oder erschöpft. Und Patienten werden nicht krank, weil sie sich überanstrengen. Die Pflegeleistung durch einen Pflegedienst entlastet und nimmt so den Druck.

Hilfe annehmen: Pflege vom Arzt empfohlen

Wenn ein Arzt also die Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst empfiehlt, ist es immer eine gute Idee, die Empfehlung anzunehmen. Auch wenn Sie jetzt noch keine Unterstützung von außen brauchen, können Sie Pflegegeld beantragen. Falls Sie dann doch mal Kurzzeitpflege oder andere Pflegeleistungen in Anspruch nehmen wollen, geht das noch leichter.

Selbst Pflege organisieren

Wenn kein Arzt bis jetzt den Vorschlag gemacht hat, aber Sie merken, dass die Unterstützung gut täte – können Sie sich auch direkt bei Ihrer Krankenkasse melden. Die beraten sie – allerdings oft aus der Perspektive der Kostenträger. Eine andere Anlaufstelle bietet das bundesweite Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit.

Oder rufen Sie uns an (0231 555 78 40). Wir beraten Sie unverbindlich telefonisch und kommen auf Wunsch auch vorbei – dann helfen wir Ihnen beim Antrag bei der Krankenkasse.

 

Menschen mit Demenz zu Hause pflegen

Alzheimer und andere Formen von Demenz sind sehr häufige Erkrankungen bei älteren Menschen. Sie sind im Alltag unterschiedlich spürbar und viele Menschen können und wollen in frühen und mittleren Stadien der Krankheiten zu Hause leben. Die vertraute Umgebung ist für viele Menschen nicht nur ein wichtiger Teil ihres Wohlbefindens. Sie hilft auch, weil es viele Erinnerungsstücke und Punkte gibt, durch die jemand zurückfinden kann, wenn er kurzfristig verwirrt ist.

Dabei unterstützen sie oft ihre Familien. Aber durch die Reform der Pflegedienste wird der geistigen Einschränkungen mehr Bedeutung eingeräumt und viele Familien schöpfen nicht alle Unterstützungsmöglichkeiten aus.

Auch wenn die Entscheidung zwischen Pflege zu Hause und in einem Heim schon gefallen ist, bleiben noch viele Fragen offen. Unsere Pflegedienste unterstützen Sie auf Ihrem Weg und bei allen Entscheidungen.

Demenz macht Angst

Für viele Patienten und ihre Angehörigen ist Alzheimer etwas Unheimliches. Plötzlich verschwinden Erinnerungen an Menschen oder sogar Bewegungsabläufe. Das Gehirn, auf das man sich immer verlassen konnte, lässt einen hängen. Viele Menschen versuchen, die ersten Symptome zu ignorieren oder zu vertuschen. Sie hoffen, dass es sich um normale Alterserscheinungen handelt, mit denen sie sich arrangieren werden.

Oft reagieren Patienten auch wütend, wenn ihre Angehörigen sie das erste Mal auf ihr nachlassendes Gedächtnis oder ihre Desorientierung ansprechen. Sie fürchten, Respekt zu verlieren oder nicht mehr ernst genommen zu werden, wenn sie die Schwächen eingestehen. Andererseits ist es für viele Familien und gerade Kinder manchmal sehr schwierig, mit den Gedächtnislücken einer geliebten Person umzugehen.

Es hilft, dass es mittlerweile für alle Beteiligten – Betroffene und Angehörige, Gesprächsgruppen und Beratungsstellen gibt. Hier kann man mit anderen Erlebnisse besprechen, Sorgen teilen und zum Beispiel sehen, dass andere Probleme bereits erlebt und bewältigt haben.

Pflege bei Demenz: Wir unterstützen Sie

Wir helfen auch gern, indem wir bei der Pflege an Ihrer Seite sind. Wir haben Erfahrung mit Patienten mit Demenzerkrankungen und können Ihnen Tipps dazu geben, wie Sie mit den Herausforderungen im Alltag umgehen können.

Unsere Mitarbeiter kennen sich auch in der Pflege von Demenzpatienten aus. In Dortmund, Kamen, Bergkamen und vielen umliegenden Städten betreuen wir Patienten mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen. Wir gehen nicht nur wegen eines Leitbildes, an das wir uns bei unserer Arbeit erinnern, sondern aus Gewohnheit und ganz selbstverständlich immer auf jeden einzelnen Patienten und seine Familie ein.

Wenn Sie Pflege für jemanden mit Demenz im Raum Dortmund, Kamen oder Bergkamen suchen, rufen Sie uns an. Wenn Sie weiter entfernt leben, können Sie uns auch ansprechen und wir sehen, wie wir Sie unterstützen können.

Und wir bieten auch Pflege im Urlaub für Demenzkranke Patienten und fahren mit Ihnen oder organisieren den Urlaub!

Tagespflege und Verhinderungspflege

Neben der täglichen, ambulanten Pflege für Demenzkranke gibt es weitere Möglichkeiten für Familien, die Pflege zu Hause mit ihren anderen Verpflichtungen und Wünschen zu verbinden. Wir unterstützen Sie beispielsweise täglich aber können mit Ihnen auch besondere Pflege zu bestimmten Terminen vereinbaren. Die sogenannte Verhinderungspflege springt ein, wenn Sie etwas vorhaben oder dringend zu einem Termin müssen. Dann kommen wir zum Beispiel nicht nur wie gewohnt vormittags, sondern bleiben am Abend für einige Stunden.

Wer tagsüber regelmäßig weg ist – zum Beispiel zur Arbeit oder, weil Kinder zur Schule gebracht und Einkäufe erledigt werden müssen – kann auch über Tagespflege nachdenken. Hier besuchen Patienten mit Demenz, die nicht gut den Tag allein Zuhause verbringen können, tagsüber eine Wohngruppe oder Pflegeeinrichtung. Nachmittags fahren sie nach Hause und nehmen abends wie bisher am Familienleben teil.

Wenn Sie Beratung zum Thema Pflege bei Demenz suchen oder direkt Pflege für Demenzkranke in Dortmund, Bergkamen und Umgebung möchten, rufen Sie uns an (0231-5557840) oder schreiben Sie uns.

Pflege zu Hause oder im Heim?

Bei der Entscheidung zwischen ambulanter Pflege und dem Umzug in ein Pflege- oder Altenheim spielen viele Faktoren eine Rolle.

Im Born Gesundheitsnetzwerk finden sich Pflegedienste mit unterschiedlichem Fokus:

  • Ambulante Pflege, die zum Beispiel der AuK anbietet. Auk steht für „Alten- und Krankenpflegedienst“ in Bergkamen und die meisten unserer Patienten sind ältere Menschen. Die können oft viel in ihrem Alltag selbst organisieren und tun, aber sie brauchen Unterstützung bei einigen Alltagshandlungen oder medizinische Versorgung. Ambulante Pflege ist eine Alternative zum Umzug in ein Heim.
  • Intensivpflege für Erwachsene. Die meisten von ihnen müssen rund um die Uhr beatmet werden oder bekommen eine andere Form von intensiver Unterstützung durch unsere Pflegedienste – wie die ipo –, sodass rund um die Uhr ein Mitarbeiter des Pflegediensts in der Wohnung anwesend ist.
  • Intensivpflege für Kinder, die zusätzlich zu ihren Eltern weitere Schutzengel zur Seite gestellt bekommen und zu Hause, im Kindergarten und in der Schule von PeggyBlue betreut werden.
  • Patienten, die in den Wohngruppen Intensivpflege bekommen und hier selbstbestimmt weiterleben.

Viele Patienten und ihre Familien haben zunächst die Entscheidung zwischen der Pflege zu Hause und der Pflege in einer Wohngruppe, einem Alten- oder einem Pflegeheim treffen müssen. Diese Entscheidung ist oft schwierig. Wir haben einige Aspekte gesammelt, die dabei helfen können.

Ambulante Pflege vs. Heim – Was bedeutet der Umzug?

Wenn die Frage ansteht: „Pflege im Heim oder zu Hause?“, ist zum Beispiel wichtig, was Pflege für Familien bedeutet. Die Ansprüche an Zeit, Emotionen und Geld sind oft hoch und jede Familie muss für sich entscheiden, welche Variante – die Pflege zu Hause oder im Heim – sie insgesamt weniger belastet. Dabei zählen natürlich die Wünsche des Patienten. Wo kann er oder sie am besten leben?

Die gewohnte Umgebung zu Hause ist für viele der wichtigste Aspekt einer Entscheidung für die Pflege zu Hause. Ein Umzug bedeutet vor allem eine Veränderung und vielleicht einen Abschied von einem gewohnten Leben. So eine Veränderung hat Nachteile – aber sie hat auch Vorteile. Manchmal ist ein Neuanfang etwas Gutes: Neue Dinge sind aufregend, wecken vielleicht neue Interessen und sind eine Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen.

Ein Heim hat außerdem den Vorteil, dass garantiert immer jemand da ist. Für Patienten, die größtenteils selbstständig leben, aber gelegentlich hinfallen oder akute Hilfe brauchen, kann das ein enormer Vorteil sein. Eine Rund-um-die-Uhr-Pflege zu Hause ist schwieriger einzurichten. Deswegen entscheiden sich oft auch Pflegebedürftige für einen Umzug, die in vielen Bereichen absolut fit sind. Hier kommt es sehr auf die richtige Wahl des Heims an: Gibt es viele Patienten, die noch ähnlich aktiv sind, bedeutet das all die Vorteile des letzten Abschnitts.

Irgendwann ist aber auch die Machbarkeit eines Unterfangens der entscheidende Faktor. Weniger technisch ausgedrückt: Nicht jeder Patient kann zu Hause gut gepflegt werden. Wenn die Wohnung nicht passt, nicht genug Raum ist oder auch andere Mitglieder der Familie pflegebedürftig sind, kann das Schwierigkeiten bedeuten. Schwierigkeiten, die unsere Experten für ambulante Pflege vielleicht mit Ihnen überwinden können.

Unterstützung auf dem Weg und bei der Entscheidung

Es beruhigt, Experten bei der Entscheidung an Ihrer Seite zu wissen. Auch wenn Sie die besten Experten für Ihre Familie und ihre Bedürfnisse sind, sind wir die besten Ansprechpartner bei der Entscheidung zwischen Pflegeheim und Pflege zu Hause.

Vielleicht kennen Sie noch nicht alle Optionen bei der Pflege zu Hause, vielleicht brauchen Sie eine gute Übersicht zur finanziellen Seite? Rufen Sie uns an und wir besprechen mit Ihnen persönlich Ihre nächsten Schrit

Familien und Pflege: Was Pflege für Familien bedeutet

Pflege ist ein Thema, das mehr als nur eine Person betrifft. Familien sind davon betroffen und neben der famlienzentrierten Pflege ist vor allem Wissen als Ressource für Angehörige und Pflegekräfte ein entscheidender Faktor.

Sie sollten wissen, dass Pflege auch für andere kein einfaches Thema ist und sie mit ihren Problemen nicht allein sind. Es gibt Experten für Pflege, die ihnen helfen können – auch wenn die Entscheidung letztlich immer bei den Familien selbst liegt.

Kein Patentrezept

Auch wenn wir als Experten für Pflege Tipps für viele Bereiche der Pflege haben, gibt es kein Patentrezept, dass wir allen Familien anbieten können. Einigen Patienten und Familien geht es am besten, wenn sie wissen, dass die sich Experten um alle Bereiche der Pflege kümmern. Andere Familien fühlen sich wohler, wenn sie möglichst viel selbst kontrollieren können.

Deswegen beginnen wir die Pflege auch mit einem Gespräch mit dem Patienten und seinen Angehörigen – natürlich dann, wenn dafür Zeit ist. Manchmal muss alles ganz schnell gehen und wir beginnen mit der Pflege und stimmen danach schrittweise Details mit Ihnen ab. Pflege ist neben vielem Anderen vor allem pragmatisch: Wenn wir gebraucht werden, sind wir da.

Die Entscheidung treffen Sie – und sie ist auch nicht immer endgültig. Wenn für Sie Rundum-Pflege zunächst die beste Lösung ist, um erst einmal Raum zum Nachdenken zu schaffen, können Sie später neu überlegen.

Wie Pflege Familien beeinflussen kann

 

  • Pflege benötigt Zeit – eine unserer wichtigsten Grundsätze für unsere Mitarbeiter. Auch Angehörige müssen mindestens die gleiche Zeit für die Pflege aufbringen und sind natürlich nicht so routiniert wie unsere Mitarbeiter. Ein wichtiger Aspekt der Entscheidung ist also Zeit: Haben Angehörige oder Freunde genug Zeit für die Pflege.
    Oder möchten Sie und Ihre Familie lieber ihre ganze gemeinsame Zeit mit anderen Dingen verbringen – Unterhaltungen, Erledigungen, Spiele oder einfach gemeinsamem Fernsehen? Keine Lösung ist allgemein besser als die andere! Es gibt nur gute Möglichkeiten für Sie und Ihre Angehörigen oder Freunde.
  • Pflege ist oft körperlich anstrengend – Viele Aufgaben sind anstrengend. Um einen Patienten im Bett umzudrehen braucht man Technik und Kraft. Um jemanden auf dem Weg irgendwohin zu stützten, braucht man Kraft. Selbst einen Rollstuhl zu schieben – auch wenn er sehr leichtgängig ist – kostet Kraft. Aber auch einfach viele Aufgaben immer wieder erledigen zu müssen, ist ermüdend. Es ist in Ordnung, dass nicht jeder diese Kraft hat.
  • Pflege ist auch emotional anstrengend – Das gilt für Pflegekräfte, die sich jeden Tag auf ihre Patienten einlassen und gleichzeitig Abstand halten müssen. Wenn ein Familienmitglied oder ein Freund pflegebedürftig wird, bedeutet das intensive Pflege einer Person, mit der man sich normalerweise auch mal streitet, deren Schmerz doppelt trifft und die umgekehrt auch eine Stütze ist. Wenn jemand plötzlich pflegebedürftig wird, ist dieser Übergang besonders schwer. Unterstützung durch einen Pflegedienst zu Hause kann diese Belastung reduzieren.
  • Pflege kostet Geld – Die Finanzierung von Pflege ist ein Thema, das anfangs sehr kompliziert aussieht. Es gibt Pflegegrade und die Wahl zwischen Sachleistungen und Pflegegeld. Ein Pflegedienst bietet auch dabei Unterstützung – wir zumindest. Bei Fragen rufen Sie uns gerne an und wir besprechen mit Ihnen Möglichkeiten.

Pflege mit der ganzen Familie besprechen

Wenn ein Familienmitglied pflegebedürftig wird, hat das oft Einfluss auf alle anderen Familienmitglieder: in der gleichen Wohnung oder weiter entfernt lebend, voll in die Pflege integriert oder nur Angehöriger von der pflegenden Person. Das gilt auch, wenn ein Pflegedienst mit der Pflege beauftragt wurde.

Diese Einflüsse sind nicht alle schlecht – und sie sind nicht die „Schuld“ des Pflegebedürftigen. Sie können sich trotzdem schlecht anfühlen. Beispielsweise für Kinder, wenn eine Mutter viel Zeit damit verbringt, die Großmutter zu pflegen und weniger Zeit für andere Unternehmungen hat. Kinder können dadurch aber auch den Zusammenhalt einer Familie sehen. Mit ihnen zu sprechen und auch erste Gefühle wie Wut, Frust oder Angst zu erlauben, kann den Unterschied machen.

Erwachsene halten sich gern für rationaler. Niemand ist aber gegen Stress, Angst, Wut, Frust, Ungeduld und Müdigkeit immun. Auch diese Gefühle zu erlauben und damit nicht immer allein umgehen zu müssen, ist wichtig.

Sprechen Sie in der Familie miteinander. Und wenn Sie allein sind oder nicht wissen, wie Sie das Gespräch beginnen sollen, können Sie auch an anderen Stellen Hilfe finden. Sprechen Sie mit uns über Möglichkeiten, Sie bei der Pflege zu unterstützen und etwas Druck aus der Situation zu nehmen.

Was bedeutet Verhinderungspflege?

Verhinderungspflege ist ein wichtiges Thema und wird in den unterschiedlichsten Situationen relevant.

Was ist Verhinderungspflege?

Es geht um Pflege, die normalerweise beispielsweise durch einen Angehörigen oder eine Nachbarin, einen Freund oder ein Familienmitglied übernommen wird. In diesen Fällen wird (anteilig oder vollständig) das sogenannte Pflegegeld ausgezahlt.

Wenn diese Person ausfällt – egal, aus welchen Gründen – kann Verhinderungspflege beantragt werden. Dann übernimmt zum Beispiel einer unserer Pflegedienste in der Zeit die Pflege. Dabei werden alle Aufgaben aus der ambulanten Pflege übernommen – auch beispielsweise einfach die Anwesenheit und Betreuung der pflegebedürftigen Person.

Die Gründe sind übrigens wirklich vielfältig. Manchmal fällt jemand spontan aus – wegen Krankheit, eines Unfalls oder dringender Termine. Manchmal ist der „Ausfall“ aber auch eine geplante Auszeit: Ein Theaterbesuch oder auch ein Urlaub. Egal, ob die eigentliche Pflegeperson wegen

  • eines wichtigen Termins (zum Beispiel beim Zahnarzt, zur Darmkrebsvorsorge oder zur Besprechung mit dem Steuerberater),
  • einer Pflicht (wie einem besonderen Arbeitsanlasses, einer Schulveranstaltung oder einem Termin beim Amt),
  • eines angenehmen Vorhabens (zum Beispiel einem Theaterbesuch, eines Tanztreffs oder einer Verabredung mit Freunden) oder
  • einer längeren Abwesenheit (für einen Urlaub, eine Geschäftsreise oder einen Besuch)

ausfällt: Ein Pflegedienst kann einspringen und die Pflege übernehmen.

Fragen zur Verhinderungspflege

Ein paar wichtige Fragen zum Thema kurz beantwortet – bei ausführlichen Fragen oder speziellen Problemen, rufen Sie uns an! Wir organisieren die Pflege immer mit allen Beteiligten gemeinsam.

Wie lange darf oder muss die Verhinderungspflege dauern?

Verhinderungspflege können Sie stundenweise oder für mehrere Tage oder sogar Wochen beantragen. Insgesamt dürfen im Jahr maximal 42 Tage zusammenkommen. Dabei zählen keine Tage, an denen die Verhinderungspflege für weniger als acht Stunden eingesetzt war.

Wer bezahlt Verhinderungspflege?

Verhinderungspflege wird von der Pflegekasse bezahlt. Dabei werden Kosten bis zu 1612 Euro im Kalenderjahr erstattet – oder bis zu 2 418 Euro, wenn im Jahr keine Kurzzeitpflege beantragt wird. Allgemeine Infos finden Sie auch auf den Seiten zum Pflegestärkungsgesetz – oder wir beraten Sie am Telefon.

Wie beantragt man Verhinderungspflege?

Den passenden Antrag finden Sie oft auf den Seiten der Krankenkassen – Sie können aber auch ein Anschreiben aufsetzen und so die Leistung beantragen.

Den Antrag stellt formal die gepflegte Person oder ein Bevollmächtigter. Wenn Sie unsicher sind, helfen wir Ihnen gerne.

Wann muss man Verhinderungspflege beantragen?

Verhinderungspflege können Sie auch nachträglich beantragen – sonst wäre es sicher schwer, eine Krankheitsvertretung rechtzeitig zu organisieren. Im Regelfall ist der Antrag vorher aber eine gute Idee – dann ist alles geklärt und Sie können sich ganz auf den Termin konzentrieren oder die Entspannung genießen.

Kein schlechtes Gewissen!

Ein wichtiger Einwurf für alle, die Angehörige pflegen und nach Verhinderungspflege suchen: Es gibt überhaupt keinen Grund für ein schlechtes Gewissen. Manche Leute fühlen sich, als würden sie die gepflegte Person im Stich lassen. Das ist verständlich, weil Sie sich natürlich verantwortlich fühlen und natürlich Ihre Angehörigen sehr mögen. Eine Auszeit ist aber kein Grund für ein schlechtes Gewissen, sondern wohlverdient und immer mal wieder notwendig. Ganz abgesehen von all den alltäglichen Pflichten und Terminen, denen sich niemand entziehen könnte, selbst wenn wir wollten.

Vielleicht haben Sie sogar schon mal blöde Sprüche von Nachbarn oder anderen Außenstehenden gehört, die Ihren Einsatz in Frage stellen. Diese dummen Sprüche sind Quatsch! Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie den Lästermäulern die Meinung sagen oder sie durch Ignorieren abstrafen – Hauptsache, Sie selbst wissen, dass Sie darauf nicht hören müssen.

Verhinderungspflege durch das Born Gesundheitsnetzwerk

Sie sind konkret auf der Suche nach Verhinderungspflege im Ruhrgebiet, in Bergkamen und Umgebung oder im Sauerland? Dann rufen Sie doch einfach bei uns an. Wir besprechen mit Ihnen, was möglich ist und helfen Ihnen bei Anträgen. Wir können gerne regelmäßige Termine vereinbaren – wenn Sie zum Beispiel wöchentlich zum Sport wollen – oder auch in dringenden Fällen einspringen.

Fragen zum Thema Pflegesachleistungen

Pflegegeld und Pflegesachleistungen werden von den Pflegekassen übernommen, wenn jemand pflegebedürftig ist. Die Pflege übernehmen Angehörige oder Pflegedienste – manchmal nur Angehörige, manchmal nur ein Pflegedienst und manchmal eine Kombination aus beiden.

Was ist der Unterschied zwischen Pflegegeld und Pflegesachleistungen?

Wenn die Pflege von einem professionellen Pflegedienst übernommen wird, muss der natürlich bezahlt werden. Die Kosten dafür trägt die Pflegeversicherung, indem sie die Pflegesachleistungen bezahlt. Wird die Pflege von Angehörigen übernommen, kann der Pflegebedürftige Pflegegeld beantragen. Er oder sie kann dieses Geld dann dem Angehörigen als Aufwandsentschädigung geben oder um Ausgaben wie Fahrtkosten auszugleichen.
Zusätzliche Kosten beispielsweise für Pflegehilfsmittel oder Medikamente werden über die Krankenkasse abgerechnet.

Wie viel Geld bekomme ich für Pflegesachleistungen?

Je mehr jemand noch selbst kann, desto niedriger ist der sogenannte Pflegegrad. Wenn viel Unterstützung nötig ist, ist auch der Pflegegrad hoch und damit der Betrag, der für Pflegeleistungen im Monat zur Verfügung steht. Wie viel Pflegegeld man bekommt hängt genauso vom Pflegegrad ab.

Hier sind die Beträge für Pflegesachleistungen nach Pflegegrad:

  • Pflegegrad 2: 689 Euro oder 316 Euro Pflegegeld
  • Pflegegrad 3: 1298 Euro oder 545 Euro Pflegegeld
  • Pflegegrad 4: 1612 Euro oder 728 Euro Pflegegeld
  • Pflegegrad 5: 1995 Euro oder 901 Euro Pflegegeld

Was sind Pflegesachleistungen?

Pflegesachleistungen sind die Dienstleistungen durch einen ambulanten Pflegedienst. Es geht dabei um die Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung – die medizinische oder Behandlungspflege fällt nicht darunter. Hier erfahren Sie mehr über den Unterschied zwischen Grund- und Behandlungspflege.

Kann ich Pflegesachleistungen und Pflegegeld kombinieren?

Ja! Das ist sogar ein häufiger Fall. Viele Pflegebedürftige werden zum Teil von ihren Angehörigen gepflegt. Aber es gibt auch Aufgaben und Bereiche, die ein Pflegedienst übernimmt. Bei der Kombination wird zunächst das Geld für die Sachleistungen abgezogen.

Ein Beispiel: Sagen wir, jemand mit Pflegegrad 3 wird vom Pflegedienst für 750 Euro im Monat versorgt. Er nimmt also 57,78 % des Höchstbetrags in Anspruch. Es verbleiben noch 42,22 % – die können für weitere Sachleistungen aufgewendet oder als Pflegegeld ausgezahlt werden. 42,22 % des Pflegegeld für Pflegegrad 3 sind 230,10 Euro.

Wie erhalte ich Pflegesachleistungen?

Dafür beauftragen Sie einen Pflegedienst – wie zum Beispiel einen unserer Pflegedienste. Sie können uns einfach anrufen oder uns schreiben. Wir vereinbaren dann mit Ihnen einen Termin, um genau abzusprechen, welche Leistungen Sie in Anspruch nehmen möchten.
Wir helfen Ihnen auch gerne bei allen Anträgen und planen mit Ihnen gemeinsam die Pflege.

Was bedeutet Intensivpflege?

Im Born Gesundheitsnetzwerk hat die Intensivpflege einen wichtigen Platz. Die ipo Intensivpflege Organisation nimmt eine wichtige Rolle ein. Ebenso der ambulante Intensivpflegedienst AuK intensiv. Und auf die jüngsten Patienten konzentriert sich der Kinderintensivpflegedienst Peggy Blue. Daneben gibt es bei uns die innovativen Wohngemeinschaften des Wohnkonzept 2016.

Heute werfen wir einen Blick auf die ambulante Intensivpflege, also die intensive Pflege bei unseren Patienten zu Hause. Bald kommen weitere Artikel zur Kinderintensivpflege und unseren Wohngemeinschaften!

Wozu ist Intensivpflege zu Hause gut?

Wenn aufwändige Pflege zu Hause stattfindet, bedeutet das, dass auch z.B. Patienten, die rund um die Uhr beatmet werden müssen, nicht in einem Krankenhaus oder Heim leben müssen. Die notwendigen Hilfsmittel können in der Wohnung oder im Haus einer Familie aufgebaut werden. Damit sind intensivpflegebedürftige Patienten so weit wie möglich weiter mitten im normalen Familienleben aktiv.

Die Pflegekräfte, die intensivpflegebedürftige Patienten rund um die Uhr betreuen, arbeiten deswegen bei uns nach den Grundlagen der familienzentrierten Pflege. Die Pflege konzentriert sich immer auf den Patienten und seine Familie und wir versuchen, so wenig wie möglich zu stören.

Denn Ziel der ambulanten Intensivpflege ist ja (unter anderem), dass der Patient sich weiter zu Hause wohlfühlt – nicht, dass die ganze Familie fortan in einer Krankenhaus-Atmosphäre lebt.

Ab wann zählt Pflege als Intensivpflege?

Viele Pflegedienste sprechen von Intensivpflege, wenn die ständige Beatmung des Patienten notwendig ist. Aber es kann auch andere Gründe für die Pflege rund um die Uhr geben. Die Betreuung zu allen/den meisten Zeiten am Tag ist ein gutes Kriterium: Auch wenn gerade keine Beatmung notwendig ist, kann hier die Rede von Intensivpflege sein.
Gerade, wenn sich Symptome oder Beschwerden verschlimmern oder verbessern entsteht oft eine Übergangzeit, in der manche Patienten nicht sicher sind, an welchen Pflegedienst sie sich wenden sollen. Dadurch, dass sich bei uns ambulante Pflegedienste und Intensivpflegedienste in einer Organisation wiederfinden, ist die Koordination einfacher. Fragen Sie also einfach bei einem Pflegedienst nach und wir helfen Ihnen, den richtigen Ansprechpartner zu finden.

Wer bezahlt Intensivpflege?

Wer die Kosten der Pflege übernimmt, hängt oft vom Einzelfall ab. Sie können sich aber sicher sein: Wenn ein Arzt Pflegeleistungen verordnet hat – zum Beispiel die Beatmung rund um die Uhr – werden die Kosten auch übernommen.

Bei einigen Patienten durch die Pflegekasse, bei anderen durch die Krankenkasse. Zu den Unterschieden und in Ihrem persönlichen Fall beraten wir Sie gerne – rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns. Wir besprechen oder planen mit Ihnen die Intensivpflege bei Ihnen zu Hause.

Die Intensivpflege-Ausbildung – auch für Umsteiger

Interessiert an der Arbeit als Intensivpflegekraft? Auch für Sie sind wir natürlich gerne erreichbar. Kontaktieren Sie uns zu den Möglichkeiten, bei uns um- oder einzusteigen. Auch wenn Sie bisher nicht in diesem Bereich gearbeitet haben, können Sie bei uns damit anfangen. Und wenn Sie schon Experte sind, freuen wir uns natürlich auch, wenn Sie in einem unserer Pflegedienste arbeiten möchten.

Familienzentrierte Pflege im Born Gesundheitsnetzwerk

Familienzentrierte Pflege ist ein wichtiges Thema im Born Gesundheitsnetzwerk. Es gibt immer wieder Fortbildungen in den unterschiedlichen Zentralen. Wir freuen uns, dass immer mehr Kollegen und Kolleginnen an den Fortbildungen teilnehmen und im Pflegealltag davon profitieren.

Heute stellen wir Familienzentrierte Pflege vor. In den nächsten Wochen wird es noch weitere Berichte zum Thema geben.

Welche Perspektive hat familienzentrierte Pflege?

Familienzentrierte Pflege ist für uns wie gesagt ein wichtiges Thema. Da stellt sich natürlich die Frage, wieso eigentlich. Das Konzept weitet den Blick während der Pflege: Nicht nur der Patient steht im Fokus, sondern die ganze Familie. „Familie“ schließt dabei alle wichtigen Bezugspersonen ein. Wir konzentrieren uns also auf Angehörige, aber auch Freunde oder Nachbarn – in jedem Leben sind unterschiedliche Menschen besonders wichtig.

Dieser Blick auf die Familie macht es uns leichter, mit Familien zusammenzuarbeiten. Klassische Pflege hieß oft – gerade unter Zeitdruck – dass die Aufgaben am Patienten abgearbeitet wurden und weiter ging es zum nächsten Termin. Davon sind wir natürlich schon lange weit weg. Unsere Pflegekräfte setzen sich ganz persönlich für einzelne Patienten ein – im Laufe der Jahre lernt man sich von allen Seiten auch immer besser kennen.

Wenn wir „familienzentrierte Pflege“ in Workshops oder Fortbildungen kennenlernen oder uns während der Arbeit daran erinnern, bedeutet das, dass wir unsere Perspektive bewusst auf alle Beteiligten ausrichten. Auch wenn viele Pflegekräfte das ganz natürlich immer schon machen, bieten die Fortbildungen einen Werkzeugkasten, um es noch besser in die Pflege einzubauen.

Bei der Pflege gibt es viele Experten

Pflege darf sich nicht nur auf die Krankheit und wie sie in Fallbüchern beschrieben ist konzentrieren. Ein einfaches Beispiel sind Erkältungen. Eine Person stören Kopfschmerzen am meisten, eine andere hasst die verstopfte Nase. Manche Leute möchten die Krankheit in Ruhe ausschlafen, andere dringend schnell wieder fit sein. Die Diagnose ist für alle die gleiche, aber eine gute Behandlung sieht für jeden anders aus.

Wer weiß am besten, was der Patient möchte? Der Patient. Es ist ähnlich mit anderen Bereichen: die Familie weiß am besten, wie ihr Alltag funktioniert. Die Familie und der Patient kennen sich mit dem Krankheitsbild am besten aus – denn jeder Patient und jede Familie ist anders. Was in einer Familie eine riesige Entlastung ist, bedeutet in einer anderen Komplikationen. Wenn wir unsere unterstützende Rolle als Pflegekräfte einnehmen, wollen wir auf diese Unterschiede achten und eingehen. Ziele der familienzentrierten Pflege ist so eine Rolle im Rahmen einer Familie zu finden.

Unsere Pflege-Philosophie im Born Gesundheitsnetzwerk

Wir haben keine feste Pflege-Philosophie. Das würde bedeuten, in einem Dokument all unsere Ziele und Gedanken zur Pflege festzuhalten. Und so wichtig uns Begriffe wie Rücksichtnahme, Einfühlungsvermögen und Lebensqualität auch sind – die Umsetzung in jedem Handgriff und Gedanken ist im Pflegealltag wesentlich wichtiger. Deswegen zeigen die Ziele der familienzentrierten Pflege uns eine Orientierung auf.

In Fortbildungen zur familienzentrierten Pflege beschäftigen wir uns nicht damit, bestimmte Verhaltensabläufe einzuüben. Darauf konzentrieren wir uns in medizinischen Weiterbildungen. Stattdessen geht es darum, durch gemeinsames Arbeiten eine Perspektive zu verinnerlichen und in alle Situationen einfließen zu lassen.
Dazu sehen wir uns zum Beispiel auch Konfliktsituationen an, besprechen Beispiel und vieles andere. Im Detail werden wir hier bald noch einmal mehr über unsere Fortbildungen zum Thema berichten.