Pflege braucht Vielfalt: Willkommen im Born Gesundheitsnetzwerk

Wir heißen immer wieder neue Pflegekräfte im Netzwerk Willkommen. Ganz oft sieht man auf unserer Facebookseite Fotos von kleinen Gruppen: sie fangen in unterschiedlichen Pflegediensten bei uns an, nutzen die Fortbildungsmöglichkeiten oder steigen in eine neue Position auf. Manchmal machen wir auch Ausflüge und auf den Fotos sind viele unserer Pflegekräfte auf einmal zu sehen.

Ein schöner Aspekt vieler Bilder: Sie zeigen die Vielfalt in unserem Netzwerk. Wir haben Kollegen und Kolleginnen aus vielen Ländern, in allen Altersgruppen und mit ganz verschiedenen Lebensgeschichten. Deswegen wissen wir sicher, dass vielfältige Pflege mehr Spaß macht.

Pflege ist aktive Menschlichkeit

Pflege ist ein Berufszweig, in dem es den wenigsten Leuten um Ansehen oder Reichtum geht. Letzterer insbesondere dürfte auch schwer erreichbar sein, solange nicht ein erheblicher Ruck durch die Gesellschaft geht. Aber auch Ansehen ist nicht immer garantiert.

Pflege ist Arbeit für Menschen mit Menschen an Menschen – und wird deswegen eher belächelt. Die Ausbildung vermittelt, wie man die Würde eines anderen Menschen erhält. Dafür sind kaum einmal Schraubenzieher nötig und man verzichtet auch meist auf das Malen von linearen Graphen. Wer „nur“ Pflegekraft ist, wollte es sich offensichtlich leicht machen – oder hat sich die schwierige Arbeit selbst ausgesucht und sollte sich nicht beklagen. Das schwankt, je nach Gesprächspartner.

Pflegekräfte behaupten sicher nicht, dass es in anderen Berufen keine Menschlichkeit gibt, jeder andere Beruf leichter ist oder weniger Verantwortung mit sich bringt. Aber sie wissen, dass sie einen anspruchsvollen, wichtigen Job haben. Sie wissen auch, dass Pflege nicht nur für bestimmte Leute da ist – und nicht nur von bestimmten Leuten durchgeführt werden muss.

Pflege ist keine Glaubensfrage

Im „Leitbild“ vieler Pflegedienste, das aus Büchern oder Fortbildungen übernommen wird, ist der Respekt für spirituelle Bedürfnisse der Patienten verankert. Wir haben in unserem Netzwerk kein solches Leitbild, sondern verankern unsere Pflege in festen Werten. Respekt zählt dazu und das Eingehen auf unterschiedliche spirituelle Bedürfnisse ist ein selbstverständlicher Teil davon.

Ob jemand Christ ist oder Atheist, Buddhismus mit dem Islam kombiniert oder eine eher naturbezogene, eigene Spiritualität entwickelt hat: Nichts davon macht eine Person als Pflegekraft besser. Und nichts macht eine pflegebedürftige Person der Pflege weniger würdig.

Pflege und Geschlechterfragen

„Natürlich wird nicht wegen des Geschlechts diskriminiert!“, werfen einige Zyniker ein. In Deutschland darf niemand bei seiner Berufsausübung wegen seines Geschlechts oder seiner Sexualität diskriminiert werden – so weit die Regel. Gerade in der Pflege gibt es aber viele Geschlechterfragen, mit denen wir uns beschäftigen müssen.

Es gibt viel mehr Frauen als Männer in der Pflege. Das macht einerseits die Pflege zu einem verwundbaren Bereich, weil traditionell jede „Frauenarbeit“ als weniger wert angesehen wurde. Teilweise kämpft gerade der Pflege-Zweig immer noch mit dem Image-Problem. In unserer Branche ist Familienfreundlichkeit ein Thema, das ganz anders als in vielen anderen betrachtet werden muss. Frauen in Führungskräften sind bei uns genau wie überall sonst ein Thema, über das immer noch gesprochen werden muss – bis alte Ideen wirklich platt sind.

Dass es weniger Frauen als Männer in der Pflege gibt, bedeutet auch, dass die Vorgabe verschiedener Pflegerichtlinien, nach denen jede pflegebedürftige Person das Recht auf Pflege durch eine Person gleichen Geschlechts hat, nicht erfüllt werden kann. Hier müssen wir mit der gesamten (Pflege-)welt darüber nachdenken, was das Geschlecht für Pflege bedeutet.

Zuletzt, aber nicht unwichtig, ist auch das Thema Sexualität in der Pflege in den letzten Jahren wichtig geworden. Traurigerweise vor allem wegen sexualisierter Gewalt – durch Patienten, Pflegekräfte, Angehörige. Kein Pflegedienst darf deswegen die Augen vor dem Thema verschließen.

Die Sexualität unserer Pflegekräfte ist dagegen nur ein weiterer Aspekt von Vielfalt: Genau, wie es unter unseren Patienten Menschen jeder Sexualität gibt, arbeiten bei uns selbstverständlich auch queere Menschen.

Alter, Länder und Lebensgeschichte in der Pflege

Pflege mit Migrationshintergrund – auch das ist manchmal eine Herausforderung für Pflegekräfte. In unseren Pflegeteams sind Menschen aus vielen Ländern: Süd- und Nordhalbkugel der Erde sind repräsentiert und miteinander in engen Netzwerken aus Freundschaft und Kollegialität verbunden. Wir sind stolz auf diese Freundschaften und darauf, als buntes Team in Deutschland zu arbeiten.

Auch die Zusammenarbeit über Generationen hinweg ist ein spannender Teil des Gesundheitsnetzwerks. Erfahrene Mitarbeiter und junge Berufseinsteiger, Quereinsteiger und Leute, die zielstrebig in die Pflege gelaufen sind: Es mischen sich die unterschiedlichsten Lebensgeschichten.

Wir sind froh, dass sie alle in unsere Netzwerk geführt haben und es zu einer bunten und lebendigen Gemeinschaft machen.

Wenn Sie Lust haben, auch ein Teil des Netzwerks zu werden, melden Sie sich!

Gemeinsame Aktivitäten: Kollegen und Freizeit

Es gibt viele Jobs, in denen man viel mit seinen Kollegen zu tun hat. Oder nur recht wenig, aber trotzdem jeder am Ende des Tages hauptsächlich nach Hause möchte, um sich nicht mehr mit den „lieben Kolleginnen“ beschäftigen zu müssen.

Bei uns ist das anders: Wir haben sehr viel miteinander zu tun und unternehmen manchmal trotzdem noch mehr miteinander. Bei gemeinsamen Aktivitäten abseits des Pflegealltags kommen wir zusammen – um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, oder um einfach mal ohne Arbeit Zeit füreinander zu haben.

Die Aktivitäten sehen dabei ganz unterschiedlich aus – ganz abhängig davon, was diejenigen mögen, die dabei mitmachen. Wichtig ist immer: Spaß haben!

Gemeinsame Teamaktivitäten

Die Teamaktivitäten sind keine zusätzliche Pflicht auf der Liste der Aufgaben unserer vielbeschäftigten Mitarbeitenden. Sie lockern den Arbeitsalltag auf oder bieten Chancen, sich nach der Arbeit noch mal zu sehen. Es ist kein Wunder, dass viele unserer Kolleginnen und Kollegen darauf einsteigen und mitmachen, auch wenn eigentlich „Feierabend“ wäre.

Das erste große Argument dafür ist natürlich der Spaß. Zusammen zu grillen und ein bisschen zu quatschen entspannt schon einfach nur, weil es mal ganz bewusst locker zugeht. Mit Leuten klönen, die genau den gleichen Job haben, entspannt – wir können ja auch über ähnliches lachen.

Sich lockerer begegnen.

Es gibt aber noch mehr Effekte. Zum Beispiel den, andere Mitarbeitende ab von der Arbeit immer wieder als Menschen kennenlernen zu können. Klar sind wir auch bei der Pflege Menschen und Persönlichkeiten. Beim Arbeiten stehen aber bestimmte Rollen im Vordergrund: Als Chefin oder Auszubildender, als Expertin auf einem Gebiet oder Neuling.

Ein anderer Nebeneffekt der Rollen im Arbeitsalltag ist sehr spezifisch für die Pflege. In Pflegejobs lösen wir jeden Tag gemeinsam Probleme. Dabei wird manchmal auch heiß diskutiert – zum Glück! Denn nur, wenn wir diskutieren, können wir uns auch weiterentwickeln. Solche Diskussionen beinhalten natürlich auch mal Kritik. In unsere Arbeit fließt das automatisch ein und macht uns besser – in unseren persönlichen Beziehungen kann das aber auch stören.

Denn bei der Arbeit ist meist vor allem Zeit für diese „Funktionen“. Bei einer Unterhaltung über die WM oder einen Urlaub lernt man sich einfach besser kennen und kann persönlich mitschwindende Probleme auflösen.

Abseits der Arbeit

Einfach mal etwas zusammen tun, das nichts mit der Arbeit zu tun hat – das verbindet und macht auch die Arbeit schöner, weil man gemeinsame Erinnerungen aufbaut. Manchmal treffen wir uns zum Grillen oder verabreden uns zum Fußballgucken.

Manchmal gibt es auch Aktivitäten speziell für bestimmte Aktionen. So haben sich in Kamen eine ganze Reihe von Mitarbeiterinnen regelmäßig getroffen, um gemeinsam zu nähen. Nicht nur für sich, sondern „den guten Zweck“: Sogenannte Herzkissen helfen beispielsweise Brustkrebspatientinnen bei den Schmerzen nach einer OP.

Diese Aktivitäten streuen sich im Born Gesundheitsnetzwerk aber auch zwischen die Arbeit. Da denken wir sehr pragmatisch: Wieso nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Deswegen verlagern wir Teamsitzungen beispielsweise auf den Minigolfplatz – Besprechungen rund um das Spiel sind gerade im Sommer eine echte Entspannung. Hier kann man in Kamen gemütlich zusammensitzen und die nächste Zeit plan

Materialien für Pflegekräfte: Aktuelle Empfehlungen zur Bewegungsförderung

Die Bewegungsförderung gehört zur Langzeitpflege vor allem von älteren Menschen. Kleine Aufgaben helfen, die Mobilität zu erhalten und zu fördern. Wer sich gut bewegen kann, ist meist auch fitter im Kopf und kann sich besser und länger in den eigenen vier Wänden zurechtfinden.

Ein wichtiger Effekt von regelmäßiger Bewegungsförderung ist auch, dass ältere Menschen seltener hinfallen und so Sturzverletzungen vermeiden können.

Deswegen gehören kleine Bewegungsübungen zu den Pflegeaufgaben. Das „Zentrum für Qualität der Pflege“ hat mit Hilfe von Forschern der Universität Bielefeld eine Übersicht über die verschiedenen Maßnahmen zusammengestellt. Damit können Pflegekräfte besser entscheiden, welche Maßnahmen sie anwenden sollen.

Aktivitätsübungen in der Pflege

Die Studie richtet sich zwar vor allem an Pflegekräfte in stationären Einrichtungen, aber enthält auch wertvolle Tipps für die ambulante Pflege. Auch Patienten, die zuhause leben, profitieren von Bewegungsübungen.

Dabei müssen die richtigen Übungen für einen Patienten ausgesucht werden. Die Übungen fordern sowohl geistig als auch körperlich und müssen zu den Fähigkeiten des Patienten passen.

Es gibt eine große Auswahl an Bewegungstrainings, die unterschiedliche Ziele haben. Beispielsweise kann man mit Gruppen von Patienten auch Spiele spielen, die neben der Bewegungsfähigkeit auch Spaß in der Gruppe machen.

Andere Übungen zielen spezifisch darauf ab, die Beweglichkeit von Patienten mit Demenz zu erhöhen und verringern dadurch oft auch die Verletzungsrisiken im Alltag.

Übersicht zu Aktivitätsübungen in der Pflege

Unter diesem Link finden sich die Auswertungen des ZQM zu Bewegungsübungen.

Man kann entweder die vollständigen Übungen als pdf runterladen oder Informationen zu einzelnen, üblichen Bewegungstrainings nachlesen.

Einige der Übungen sind wirklich eher für Gruppen gedacht – beispielsweise das Zuwerfen von Bällen in der Gruppe oder auch Bowlen. Es gibt aber auch sehr einfache Übungen, die auch einzelne Patienten durchführen können: Ein Beispiel dafür sind Bewegungsübungen zur Sprunggelenkskräftigung und Gehtraining – die positiven Effekte dieser Übung sind groß und die Durchführung ist sehr simpel auch beim Patienten zuhause durchführbar.

Pflegekräfte und Angehörige: Mit Vorwürfen umgehen

Pflegekräfte sind in Familien zu Besuch oder betreuen Patienten rund um die Uhr in einer unserer Patienten-WGs. Angehörige reagieren mit vielen unterschiedlichen Gefühlen auf die Situation, die Umgebung und die Anforderungen. Sehr oft sehen wir: Wut. Die sich beispielsweise im Meckern über eine Situation äußert, in Vorwürfen oder sogar in Beschwerden.

Nicht immer fühlen sich diese Vorwürfe tatsächlich gerechtfertigt an – und nicht immer sind sie es. Oft ist das Problem wesentlich kleiner als die enorme Wut-Menge, die uns entgegenschwappt. Woher kommt Wut und wie gehen wir damit um?

Kritik an Pflegekräften

Wer in der Pflege arbeitet, hat garantiert schon mal Kritik abbekommen. Von Kollegen oder Patienten und vor allem von Angehörigen. Manchmal ist die Kritik gerechtfertigt, manchmal nicht. Sehr oft ist sie viel heftiger und lauter, als der Anlass eigentlich auslösen „sollte“. Wie kommt das?

Bei Angehörigen mischt sich oft viel „Wut“ in die Kritik.

  • Aus der berechtigten Frage „Wann kommen Sie vorbei?“ wird dann plötzlich „Sind Sie eigentlich auch mal pünktlich?“.
  • Statt „Haben Sie die Medikamente schon vorbereitet?“ hört man „Wieso haben Sie die Medikamente verschlampt?“.
  • Auch berechtigte Kritik („Ich hatte letzte Woche eine schriftliche Aufstellung der Leistungen gebeten. Die fehlt noch!“) wird schnell zu heftigen Vorwürfen („Sie wollen uns doch nur ausnehmen!“).

Der Ton macht die Musik. Gleichzeitig ist die Formulierung der Vorwürfe oft ziemlich verwirrend oder irreführend: Der Angehörige will ja nicht wirklich über betrügerische Absichten des Pflegediensts reden, sondern einfach nur die Auflistung, die noch fehlt. Das zu raten ist aber oft extrem schwierig.

Wieso Angehörige wütend werden

Wut wirft unseren Verteidigungs- und Angriffsmechanismus an. Meistens gehen wir von „Verteidigung“ zu „Angriff“ über, ohne es so richtig zu merken. Sicherer ist die Position allemal. Wieso also Verteidigung? In den seltensten Fällen hat die Pflegekraft oder der Pflegedienst ja wohl „angegriffen“.

Wir verteidigen uns aber auch, wenn wir uns hilflos fühlen. Viele Angehörige möchten den Patienten natürlich gerne selbst helfen – es sind immerhin ihre geliebten Partner, Eltern, Freunde oder Kinder! –, und fühlen sich nutzlos oder hilflos, weil sie das nicht können.

Einen Pflegedienst im Haus zu haben, bedeutet immer, etwas Kontrolle abzugeben. So sehr wir auch versuchen, rücksichtsvolle Gäste zu sein, sind wir immer „Fremde“. Zum Ausgleich möchten sie wenigstens alles kontrollieren, was sie beeinflussen können: Wann und wie passieren Dinge?

Hilflosigkeit und Kontrollverluste führen zu Angst – vor der man sich verteidigen möchte.

Ein dritter häufiger Grund ist Trauer um eine gesunde Partnerin, ein Elternteil, das früher alles selbst geschafft hat oder einen Freund, der nicht mehr so fit ist, dass er an allem teilnehmen kann. Die Anwesenheit des Pflegediensts macht deutlich, dass eben nicht mehr alles so ist, wie es mal war. Der Pflegedienst ist zwar eigentlich die Lösung eines Problems, aber das Problem ist nicht angreifbar oder lösbar. Traurigkeit wird oft zu Wut.

Zuletzt kann es natürlich immer sein, dass die Wut des Angehörigen schlicht aufgebaut wurde, weil es in letzter Zeit mehrere Fehler gab. Das kann passieren – jeder macht Fehler und selbst wenn es eigentlich kein großes Problem gibt, können die sich zufällig alle bei einem Patienten häufen.

Wie man wütenden Angehörigen begegnen kann

Den unterschiedlichen Formen von Wut kann man unterschiedlich begegnen.

Wenn man als Pflegekraft einen Fehler gemacht hat, dann sollte man den immer eingestehen. Es ist nicht nur unhöflich, sondern herabwürdigend, in so einer Situation die berechtigte Wut als Hilflosigkeit oder Angst vor einem Kontrollverlust abzutun. Deswegen lohnt es sich immer, erst einmal kurz zu überlegen, ob tatsächlich etwas schiefgelaufen ist. Wer sich ehrlich für Fehler entschuldigt, nimmt einem wütenden Angriff viel Wind aus den Segeln.

Die anderen Motive können dann immer noch mitspielen.

Hilflosen Angehörige und solchen, die sich schwer damit tun, Kontrolle abzugeben, kann man oft mit Informationen helfen. Wer versteht, was passiert, hat weniger Angst. Und auch wenn wir als Pflegeexperten „Profis“ in unserem Job sind, sollten wir als Gäste immer erklären, warum wir etwas tun. Statt „Ich habe die Medikamente nur an einen besseren Ort geräumt“: „Wir haben die Medikamente in diesen Schrank geräumt, damit sie nicht in der Sonne liegen.“ Vorab vermeiden kann man die Gefühle, indem man die Erklärungen auch schon vor der ersten Nachfrage gibt – im Zweifel als höfliche Frage formuliert („Mir ist aufgefallen, dass die Medikamente hier in der Sonne liegen. Ist in diesem Schrank vielleicht Platz für sie?“).

Gegen Trauer um alte Möglichkeiten können wir nicht viel tun – das ist auch nicht unsere Aufgabe. Wir können aber Hilfen anbieten: Eine Familie ermutigen, gemeinsam spazieren zu gehen, auch wenn jemand langsamer geworden ist. Hilfsmittel erwähnen, die alte Tätigkeiten leichter machen (zum Beispiel Kartenhalter zum Skat spielen). Oder Alternativen vorschlagen: Wer nicht mehr im Garten arbeiten kann, kann Pflanzen im Balkonkasten pflegen.

Hilfe bei ständigen Problemen

Wenn die Kritik sehr häufig kommt und sich immer wieder auf beliebige Dinge konzentriert, kann es Zeit sein, das zugrunde liegende Problem zu lösen. Vielleicht gibt es einen ungelösten Konflikt in der Vergangenheit, vielleicht gibt es auch Sorgen um formale Aspekte (Rechnungen, Krankenkassenleistungen, …) und so weiter.

Mitarbeiter im Born Gesundheitsnetzwerk können an Fortbildungen zu unterschiedlichen Themen teilnehmen. Einige davon beziehen sich auf die familienzentrierte Pflege. Inhalt ist auch der Umgang mit Konflikten.

Bei konkreten Problemen kann es helfen, sich mit anderen Pflegekräften auszutauschen oder mit Vorgesetzten zu sprechen: Vielleicht hilft ein vermittelndes Gespräch, vielleicht ein Tausch mit einer anderen Pflegekraft.

Weiterbildung in der Beatmungspflege

Wir haben mit unseren Intensivpflegediensten eine Menge Experten für Beatmungspflege im Team – oder eher in unseren unterschiedlichen Teams. Echte Profis kümmern sich um intensivpflegebedürftige Patienten.

Das können wir versprechen, weil wir uns um Fortbildungen zur Beatmungspflege kümmern. Einmal zur Qualifikation als Pfleger/-in in der Intensivpflege. Und dann kontinuierlich für unsere Mitarbeiter in den Intensivpflegediensten.

Fortbildung für Intensivpflege

Die Fortbildungen für Intensivpflegekräfte konzentrieren sich oft auf die Beatmungspflege. Denn diese macht den „Kern“ der Intensivpflege in vielen Fällen aus. Es geht darum sicherzustellen, dass der Patient oder die Patientin rund um die Uhr beatmet wird und die Pflegekraft immer weiß, was bei einem Zwischenfall zu tun ist – oder Zwischenfälle natürlich schon vorher verhindern kann.

Examinierte Krankenpfleger und vergleichbar ausgebildete Experten können bei uns im Gesundheitsnetzwerk die Fortbildung direkt vor Ort mitmachen. Wir bieten regelmäßig Fortbildungen an, die zur Intensivpflege qualifizieren und sind stolz auf viele erfolgreiche Teilnehmer. Die Weiterbildung für die Beatmungspflege ist ein wichtiger Meilenstein für viele Mitarbeiter.

Erst, wenn jemand sich mit dem Thema Beatmungspflege auskennt, darf er oder sie auch in der Beatmungspflege arbeiten – logisch.

Fortbildungen für Intensivpflegekräfte

Aber auch, wenn unsere Mitarbeiter schon qualifiziert für die Beatmungspflege sind, können sie noch an Weiterbildungen in der Beatmungspflege teilnehmen.

Einerseits zu speziellen Themen: Bestimmte Formen der künstlichen Beatmung beispielsweise oder zu Komplikationen. Einige Geräte muss man erst mal bedienen lernen, einige Techniken sind zwar nicht „typisch“, aber für die Pflege von bestimmten Patienten notwendig und so weiter.

So bilden sich Profis noch weiter in ihrem Gebiet fort.

Außerdem stehen allen Mitarbeitern – also natürlich auch denen aus der Intensivpflege – die Fortbildungen zur familienzentrierten Pflege offen, bei der wir Pflege allgemeiner und breiter untersuchen.

Hier geht es darum, den Job – mit oder ohne Beatmungspflege – besser und entspannter machen zu können. Für mehr Zufriedenheit bei allen: Patienten, Angehörigen und Pflegekräften.

 

Sind Sie interessiert an einem Job mit viel Weiterbildungspotenzial? Sehen Sie sich doch mal unsere aktuellen Stellenangebote an oder wenden Sie sich direkt per Telefon oder auf Facebook an uns!

 

Welche Perspektiven gibt es nach der Ausbildung in der Pflege?

Wenn die Entscheidung zur Ausbildung in der Pflege gefallen ist, sind damit noch nicht alle Fragen beantwortet. In welche Richtung soll es gehen und was möchte man langfristig arbeiten?

Drei Ausbildungsberufe in der Pflege

Neben den drei Ausbildungsberufen in der Pflege gibt es auch zwei Assistenzberufe in der Pflege sowie immer mehr Studiengänge. Hier wollen wir uns aber die Ausbildungen ansehen und die Möglichkeiten, die man danach hat. Möglich sind für alle nach der Ausbildung in den Assistenzberufen der Pflege oder abgeschlossener zehnjähriger Schulbildung:

  • die Ausbildung zur Altenpflegerin oder zum Altenpfleger
  • in der Gesundheits- und Krankenpflege
  • oder in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

Jeder der Ausbildungen dauert drei Jahre und besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Der praktische Teil der Altenpflege-Ausbildung findet in Pflegediensten statt – wir bieten zum Beispiel Ausbildungsplätze in Altenpflege in Kamen an. Auch der praktische Teil der Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege ist in Pflegediensten möglich – oder in Altenheimen oder Krankenhäusern. Der praktische Teil der Ausbildung in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege findet in Krankenhäusern mit Kinderstation (Pädiatrie) statt.

Nach Ausbildungsende: Aus-gelernt?

In der Pflege gehört „lebenslanges Lernen“ zu einem der Vorteile (oder Nachteile), die jeder und jede Auszubildende erwarten sollten. Auch wenn die Theoriestunden in der Schule irgendwann geschafft sind, gibt es noch viele Möglichkeiten offiziell und inoffiziell dazuzulernen. Im Beruf ergibt sich durch neue Patienten immer wieder etwas Neues und das bedeutet alltägliches Lernen.

Dazu kommen weitere Möglichkeiten. Fort- und Weiterbildungen zum Beispiel. Auch wenn beides oft in einem Atemzug genannt wird, gibt es da einen kleinen Unterschied: In Fortbildungen frischt man sein Wissen auf oder erweitert es, um auf dem aktuellen Stand im aktuellen Beruf zu bleiben. In einer Weiterbildung lernt man dagegen etwas, das eine weitere berufliche Qualifikation bedeuten – zum Beispiel durch ein Zertifikat, das neue Tätigkeiten erlaubt.

In den meisten Pflegeunternehmen werden Fort- und Weiterbildungen angeboten. Ein großer Unterschied zwischen den Unternehmen ist, wer wann diese Kurse belegen und sich so weiter entwickeln darf. Bei uns gilt: Fortbildungen für alle – aus gutem Grund.

Der richtige Arbeitgeber nach der Ausbildung

Wenn man seine Ausbildung in der Pflege beendet hat, kann man oft bei dem Unternehmen bleiben, bei dem man auch den praktischen Teil seines neuen Handwerks gelernt hat. Manchmal ist es aber auch Zeit für einen Wechsel oder etwas Neues. Wer beispielsweise die Ausbildung im Krankenhaus absolviert hat, möchte vielleicht auch mal rausfinden, wie es so in einem ambulanten Pflegedienst läuft und umgekehrt.

Eine andere Möglichkeit ist, in spezielle Pflegebereiche vorzustoßen. Beispielsweise die ambulante Intensivpflege oder die Pflege in Patienten-WGs. In unseren Patienten-WGs im WoKo I und II in Dortmund beispielsweise. Hier steht vor dem Start in die Arbeit noch eine Weiterbildung zur Fachkraft für Intensivpflege. Die bieten wir allen in unseren Teams auch gerne an.

Die dritte Option ist vor allem auch für Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger interessant: Bei Peggy Blue bieten wir ganz besondere Stellen in der ambulanten Kinderintensivpflege im Ruhrgebiet an.

Ein Start im Born Gesundheitsnetzwerk

Egal, ob Sie Ihre Ausbildung in einem der Pflegedienste des Gesundheitsnetzwerks gemacht haben oder neu zu uns kommen würden: Wir freuen uns auf Sie! Wir haben freie Stellen in unterschiedlichen Bereichen für ausgebildete Pflegende aus allen drei Ausbildungsberufen.

Ein gesundes Arbeitsklima für gute Arbeit: Mental Health

Es gibt viele Begriffe aus dem Englischen, die sich zurzeit ihren Weg in unseren Alltag bahnen. Nicht alle davon sind sinnvoll und einige haben eigentlich nicht mal Inhalt. Andere beschreiben dagegen Konzepte, die es so auf Deutsch noch nicht ganz gibt. „Mental Health“ zum Beispiel bedeutet direkt übersetzt bloß „Geistige Gesundheit“.

Während ein Verlust der „geistigen Gesundheit“ aber danach klingt, dass jemand schlichtweg die Fassung verloren hat, fasst man unter dem Begriff Mental Health heute viele Kleinigkeiten zusammen, die wichtig für unser Wohlbefinden sind.

Gesund am Arbeitsplatz: Auch psychisch

Zum Beispiel auch Mental Health am Arbeitsplatz. Also alle Bedingungen, die dafür sorgen, dass uns die Arbeit nicht krank macht – weder körperlich, noch geistig oder psychisch. Bei der Beschreibung der Symptome von solchen Belastungen hat auch jede Generation ihre Lieblinge – wer im 19. Jahrhundert noch hysterisch oder nur „müde“ war, hatte vor etwa zwanzig Jahren eine Erschöpfungsdepression – und heute Burnout. Jedes der Probleme wurde von Zeitgenossen belächelt, die nicht darunter litten. Und jedes ist tatsächlich eine ernsthafte Krankheit.

Verhindern lässt sich so eine Erkrankung zum Beispiel durch ein gutes Arbeitsklima. Dazu gehört natürlich ein Job, den man mag, nette (oder zumindest erträgliche Kollegen), akzeptable Arbeitszeiten, das Gefühl durch Sinn oder Geld für die Zeit kompensiert zu werden und ein guter Chef. Oder, in größeren Unternehmen, mehrere gute Chefs auf mehreren Ebenen.

Neue Serie: Gesund in der Pflege

In den kommenden Monaten wollen wir uns hier stärker noch einem neuen Thema widmen und immer mal wieder Artikel veröffentlichen, in denen es um Gesundheit in der Pflege geht. Die Arbeit in der Pflege bedeutet viele Arten von Belastungen. Einerseits muss man viel wissen, viel können und viel leisten. Andererseits gibt es psychische Belastungen – das Aushalten von Krankheit und Tod als „Alltags“thema, die Schmerzen, die man sieht. Aber auch der Stress durch volle Zeitpläne und miese Arbeitsbedingungen kommt manchmal dazu.

In den Artikeln wird es um Belastungen gehen, um die man sich selbst kümmern „muss“. Ausgleichssport zum Beispiel oder kreative Hobbies. Wir werden auch über Dinge sprechen, die die Arbeit bei uns im Netzwerk einfacher machen – wie die Supervision in der Kinderintensivpflege.

Heute gibt es einen ersten Artikel dazu, wie man Belastungen erkennt, die man nicht aushalten muss und die es für Pflegekräfte auf der Suche nach einem neuen Job in der Pflege einfacher machen sollen, gute Arbeitgeber zu erkennen. Diesen Punkt haben wir allgemein schon in unserer Checkliste für gute Pflegejobs erwähnt, aber hier soll es noch mal ausführlicher werden.

Wir starten mit einem Thema zur psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz: Gute Chefs, böse Chefs – woran erkennt man einen schlechten Chef und wie geht man damit um?

Tipps für die Pflege: Essen zum Mitnehmen

Essen zum Mitnehmen – da schleicht das Gewissen als erstes zur Dönerbude an der Ecke. Manchmal voll okay, aber einen ganzen Sommer über möchte man nicht immer wieder den gleichen Imbiss essen. Vorkochen und Mitnehmen kann eine Lösung sein.

Seit wir unsere Räumlichkeiten für Lazarus und AuK umgestaltet haben, sitzen nach der Arbeit oft Leute in Gruppen zusammen und trinken noch einen Kaffee zusammen. Das ist schön und gemütlich. In Dortmund gibt es regelmäßig warmes Mittagessen für alle. Aber jeder von uns kennt auch die Tage, an denen man eigentlich nicht zwischendurch einen Abstecher in die Küche machen kann. Also haben wir ein paar Rezeptideen gesammelt, die uns den Tag über besser fit halten als Pommes oder Döner.

Fingerfood zum Aufrollen: Pfannkuchen als Essen zum Mitnehmen

Gerade im Sommer sind Pfannkuchen eine Art Universalbasis zum Mitnehmen. Insgesamt haben Pfannkuchen den enormen Vorteil, in Stücke geschnitten auch für mehrere Zwischenmahlzeiten herhalten zu können. Das ist perfekt für alle, die zum Beispiel in der Pflege auf Achse sind und zwischen den großen Mahlzeiten Snacks brauchen.

Sie lassen sich neutral zubereiten – einfach Ei, Mehl, Milch und Salz verrühren – und dann entweder süß oder herzhaft belegen. Schlägt man die Eier für die Zubereitung auf, entstehen dicke Pfannkuchen ohne viel Mehl.
Herzhaft lassen sie sich zum Beispiel wie ein Brot mit Wurst oder Käse aufrollen. Für frischeren Geschmack einfach Gurken, Radieschen oder Kresse dazu legen. Für eine besondere Zwischenmahlzeit kann man es auch mit Lachs versuchen.

Bei veganen Pfannkuchen gibt man am besten etwas Öl zum Teig und gibt Backpulver hinzu. Anstelle von Milch eignen sich unterschiedliche Ersatzprodukte, Wasser oder sogar Säfte und Tee. Als Belag ist natürlich Gemüse super. Zusätzlich gibt es viele vegane Aufstriche, die durch ganz unterschiedliche Gewürze abwechslungsreich schmecken. Süße Pfannkuchen kennt wohl jeder. Aufgerollt und in einer eigenen Box sind sie eine super Nachspeise oder kleine Süßigkeit, die mit Obst gefüllt nicht so schwer ins Gewicht fällt.

Kalter Salat: Reis schmeckt auch ohne Majo

Essen zum Mitnehmen, das man im Supermarkt oder im Imbiss kauft, ist selten gesund. Wenn man zum Salat greifen möchte, gibt es oft nur zwei deprimierende Möglichkeiten: Kartoffeln oder Reis mit viel Öl oder Majo einerseits, und Blattsalat andererseits.

Zuhause kann man besser vorbereiten. Gekochter Reis oder Pellkartoffeln halten sich auch länger im Kühlschrank. In einer Box lässt sich so eine Basis prima zu einem perfekten Essen zum Mitnehmen vermengen. Gekochtes oder gebratenes Huhn (oder Tofu), Lauch, Gurken und Nori-Blätter kann man mit Sojasoße und Wasabi-Pulver oder Meerrettich abschmecken. Das schmeckt wie Sushi – geht aber schnell und ist auch nach einem langen Tag noch lecker.

„In der Not geht die Wurst auch ohne Brot“ lässt sich auch auf einen Salat zum Mitnehmen ausdehnen: Etwas Reis oder Kartoffeln sind sogar nur eine optionale Zutat, wenn man eine Salatgurke kleinschneidet und mit dem Belag für ein Sandwich vermischt: Tomaten, Blattsalat, rote Zwiebeln, Oliven, Schinkenwürfel oder einfach geschnittene Salami und statt Salatdressing ein Löffel Ketchup, Chilisoße oder was immer sonst auf dem Baguette landen würde.

Mehr Tipps für die Pflege?

Wie angekündigt wollen wir mehr Tipps für die Pflege sammeln – wir freuen uns über Ideen! Ob es mehr Rezepte für Essen zum Mitnehmen sind oder Tricks, wie man sich an die Mittagspause erinnert, auch wenn der Tag voll ist. Oder ganz andere Ideen? Über Facebook führt der direkte Weg für Ideen auf den Blog!