Intensivpflege im Ruhrgebiet: Deswegen werden wir gebraucht

Die ambulante Intensivpflege ist die Spezialität von einigen Pflegediensten im Born Gesundheitsnetzwerk. Der Kinderintensivpflegedienst Peggy Blue ist auf die Jüngsten (pädiatrische Intensivpflege) spezialisiert, AuK intensiv und die ipo kümmern sich um erwachsene Patienten.

Heute können Patienten sich – getreu dem Motto „ambulant vor stationär“ – in fast allen Fällen entscheiden, zuhause gepflegt zu werden. Das gilt auch für Intensivpflege. Die ist – wie der Name schon sagt – oft aufwändiger als die ambulante Pflege für andere Patienten. Ein wichtiger Aspekt der Intensivpflege ist, dass rund um die Uhr eine Fachkraft in der Nähe des Patienten sein muss, um in Notfällen eingreifen zu können.

Warum Intensivpflege?

Die Gründe, wieso jemand intensivpflegebedürftig ist, sind unterschiedlich. Grob lassen sie sich in drei Kategorien teilen:

  • Manche Kinder haben von Geburt an beispielsweise Probleme mit dem Atmen. Sie bekommen dann in ihrer Kindheit oder ihr ganzes Leben lang Unterstützung durch Intensivpflege.
  • Einige Menschen werden durch Erkrankungen im Laufe ihres Lebens intensivpflegebedürftig. Manchmal, weil eine Krankheit neu auftritt, manchmal, weil Symptome mit der Zeit schlimmer werden.
  • Die dritte Gruppe sind Menschen, die durch einen Unfall intensivpflegebedürftig geworden sind.

Genauer gibt es natürlich viele konkrete Gründe, wieso unsere Patienten im Ruhrgebiet von unseren Intensivpflegediensten betreut werden.

Was beinhaltet Intensivpflege?

Bei der ambulanten Intensivpflege im Ruhrgebiet und darüber hinaus betreuen wir Patienten mit ganz unterschiedlichen Problemen. Die Behandlung ist individuell unterschiedlich – immer in Absprache mit Ärzten, Physiotherapeuten und anderen Experten, die ihren Beitrag zur Behandlung leisten.

Hier einige Beispiele für die Krankheiten, die unsere Patienten betreffen:

  • Atemwegserkrankungen mit Atemdepression, respiratorischer Insuffizienz oder Atemkettendefekten
    • Wie Asthma, Tracheomalazie, Larynxstenosen, Hämangiome, …
    • Beatmung (rund um die Uhr oder nur nachts (Ganz-, Teil- und Langzeitbeatmung)
  • Komplikationen nach Organtransplantationen
  • Querschnittlähmung
  • Herzfehler, Muskelerkrankungen
  • Anfallsleiden
  • Diabetes Mellitus
  • Traumata
  • Koma, Wachkoma aus unterschiedlichen Gründen mit muskulären oder neurogenen Lähmungen
  • Chiari Syndrom, amyotrophe Lateralsklerose, Trisomien, Spina bifida, Undine Syndrom

Deswegen ist Intensivpflege zuhause so wichtig

Ob für Kinder oder Erwachsene: Intensivpflege ist auch zuhause möglich. Das bedeutet nicht, dass ambulante Intensivpflege für jeden Patienten und jede Familie das richtige ist. Auch Intensivpflege-WGs können beispielsweise genau das richtige für einen Patienten und seine Angehörigen sein.

Trotzdem bleibt es enorm wichtig, dass Patienten und Patientinnen die Möglichkeit haben, zuhause zu bleiben. Auch wenn sich eine Erkrankung verschlimmert oder sich durch einen Unfall etwas ändert. Für Kinder und Jugendliche ist es insbesondere schön, am Familienleben teilnehmen zu können und eine Kindheit in ihrer Familie zu erleben.

Auch ältere Patienten fühlen sich oft zuhause am wohlsten. Wenn die Möglichkeit dazu besteht – wir beraten Sie immer gern, wenn Sie Fragen haben! – kann die Behandlung auch bei komplizierten Beschwerden in der eigenen Wohnung funktionieren.

Wir bieten die ambulante Intensivpflege in Teams an, die sich mit den Familien, die wir betreuen, genau abstimmen. So sind wir immer da, wenn wir gebraucht werden, und stören so wenig wie möglich. Damit der „ganz normale Alltagswahnsinn“ auch in Familien mit intensivpflegebedürftigen Mitgliedern weiterlaufen kann.

 

Peggy Blue: Der Kinder-Intensivpflegedienst im Ruhrgebiet

Wir kümmern uns auch um intensivpflegebedürftige Kinder und Jugendliche: Unsere jüngsten Patienten betreut der Kinderintensivpflegedienst Peggy Blue von Dortmund aus. Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder Mitarbeiter morgens von Dortmund aus ins Ruhrgebiet, ins Rheinland oder bis nach Kaiserslautern fahren. Denn so weit über Deutschland verteilt haben wir schon Patienten – und wir freuen uns über mehr: Mehr Familien, die wir unterstützen können, und mehr Mitarbeiter, die dabei helfen.

Kinderintensivpflege: Täglich zu Gast in Familien

Kinder und Jugendliche, die auf Intensivpflege angewiesen sind, haben meist rund um die Uhr eine Pflegekraft an ihrer Seite. So eine ständige zusätzliche Person im Familienleben soll für keine der Familien, mit denen wir zusammenarbeiten, eine Belastung sein. Wir wollen Eltern und Kinder entlasten und stimmen uns dazu mit den Familien, Ärzten und Therapeuten ab.

Das Familienleben nicht zu stören ist bei den jüngsten Patienten besonders wichtig. In jeder Familie ist es natürlich auch mal etwas chaotisch – aber das soll an Dingen wie dem in letzter Minute noch eingepackten Kuscheltier liegen und nicht daran, dass in der Versorgung etwas fehlt. Wir lachen und lernen mit unseren jüngsten Patienten und ihren Familien – oder schaffen Raum für das ganz persönliche, ungestörte Familienleben.

Wir begleiten unsere Patienten mit in den Kindergarten, die KiTa oder in die Schule, damit sie einen weitgehend normalen Alltag erleben können. Wir kommen auch mit auf Ausflügen mit Freunden oder wenn eine große Urlaubsfahrt ansteht.

Unterstützung bei unterschiedlichen Krankheitsbildern

Wir übernehmen die Intensivpflege für Kinder und Jugendliche in ganz unterschiedlichen Fällen. Manchmal werden wir nur selten und zum Beispiel über Nacht gebraucht. Manchmal sind wir wie gesagt wirklich bei allem dabei und erleben viel mit. Die Gründe dafür sind auch unterschiedlich.

Einige Patienten haben zum Beispiel Magensonden oder Atemregulationsstörungen oder werden aus anderen Gründen beatmet. Teilweise nur nachts, teilweise auch tagsüber. Wir kennen uns mit invasiver und nicht-invasiver Beatmung aus und beraten Familien auch dazu, wie die nötigen Geräte im Kinderzimmer am besten Platz finden.

Wir sind für Kinder, von ihrer manchmal frühen Geburt an da und begleiten sie – wenn das notwendig ist – auch als Kinder und später als Teenager. Egal ob bei Herzerkrankungen, Stoffwechselstörungen, neuronalen Krankheitsbildern oder Mehrfachbehinderungen.

Wenn Ihr Kind und Sie Unterstützung suchen, rufen Sie uns an. Wir besprechen mit Ihnen genau, was Sie brauchen und wie wir helfen können. Egal, ob Sie gerade noch im Krankenhaus sind, schon lange Zuhause selbst zu Experten geworden sind oder eine Veränderung für Sie ansteht. Rufen Sie uns an unter 0231 5557840 oder schreiben Sie uns.

Wir suchen neue Kolleginnen und Kollegen für die Kinderintensivpflege

Wir versorgen unsere Patienten in kleinen, festen Teams, damit Kinder und ihre Familien sich nicht an immer neue Gesichter gewöhnen müssen und auch unsere Pflegekräfte bauen natürlich eine Beziehung zu ihren Patienten auf. Natürlich kann und soll keine Pflegekraft allein die Betreuung rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche übernehmen – die Teams sind groß genug, damit auch der Job in der Kinderintensivpflege genug Freizeit bietet.

Für den speziellen Job in der Kinderintensivpflege interessieren sich immer wieder besondere Menschen. Wir freuen uns auf Zuwachs – egal ob jemand mit Erfahrung eine neue Stelle sucht oder eine ausgebildete Pflegekraft in die Kinderintensivpflege wechseln möchte.

Für einen noch besseren Eindruck haben wir einen kleinen Film zusammengestellt, in dem jeder den Kinderintensivpflegedienst PeggyBlue kennenlernen kann.

Wenn Sie Interesse haben, bei uns mitzuarbeiten, kontaktieren Sie uns. Entweder per Telefon, über das Kontaktformular oder per Email. Hier finden Sie auch aktuelle Stellenausschreibungen.

Pflege im Urlaub II: Urlaub für Patienten

Urlaub wenn man pflegebedürftig ist. Einfach klingt das nicht – aber unmöglich ist es sicher nicht! Wir haben uns vor zwei Wochen angesehen wie es mit Urlaub für pflegende Angehörige aussieht. Diese Woche geht es darum, wie jemand in den Urlaub fahren kann, der selbst Pflege braucht.

Es gibt so einige Möglichkeiten – vom selbst organisierten Urlaub bis zur Fahrt in einer Gruppe. Und um das vorab zu verraten: Wir unterstützen Sie gerne bei jeder davon. Sie müssen nicht auf Urlaub verzichten, weil Sie Pflege brauchen (oder ihre liebste Reisebegleitung pflegebedürftig ist!)

Gute Urlaubsorte für Pflegebedürftige

Es gibt Urlaubsorte, die besonders gut für Pflegebedürftige geeignet sind. Zum Beispiel haben sich die Leute vor Ort die Mühe gemacht, möglichst viele Orte zugänglich zu gestalten, auch wenn man im Rollstuhl, mit Rollator oder einfach nicht ganz sicher zu Fuß unterwegs ist.

Zum Beispiel kommt man auch mit Rollstuhl mittlerweile selbst an der Nordsee weit. In bestimmten Strandabschnitten auf der Insel Föhr kann man auch mit Rollstuhl bis zum Meer – und bei der Suche nach einer Unterkunft kann man „barrierefrei“ als zusätzliches Kriterium wählen. Hier muss natürlich noch die Pflege organisiert werden – dazu unten mehr.

In anderen Orten gibt es sogar Hotels, die speziell auf Gäste mit Pflegebedarf ausgelegt sind. Hier kann man im Urlaub den ambulanten Krankenpflegedienst vor Ort „mitbuchen“ und so auch im Hotel einfach weiter gepflegt werden. Die Organisation und Absprache mit dem Pflegedienst zu Hause übernimmt der Pflegedienst vor Ort.

Es gibt verschiedene Anbieter, die Reisen speziell für Pflegebedürftige anbieten. Oder für bestimmte Gruppen wie zum Beispiel Menschen mit Demenz oder Alzheimer. Hier fährt man gemeinsam in einer festen Gruppe in den Urlaub und nutzt vor Ort auch Ausflugsangebote.

Kurzzeitpflege am Urlaubsort

Kurzzeitpflege wird oft mit Verhinderungspflege verwechselt. Eigentlich geht es aber bei der Kurzzeitpflege darum, dass der Patient oder die Patientin für einige Zeit in einer Pflegeeinrichtung lebt. So eine Pflegeeinrichtung muss nicht am Wohnort liegen. Sie können sich also auch für einen Urlaub in einer Pflegeeinrichtung entscheiden. Begleitpersonen können manchmal in Gästezimmern unterkommen oder mieten einfach ganz normal eine Wohnung am Ferienort. So können alle die Tage gemeinsam verbringen, und die Pflege ist in hoher Qualität sichergestellt.

Mit Pflegekraft in den Urlaub

Ganz klassisch ist auch die Option einer Begleitung im Urlaub. Hier kommt eine Pflegekraft mit in den Urlaub und ist mit dabei – egal, ob Sie an die Nordsee fahren oder nach Spanien. Wichtig für viele unserer Patienten: Diese Möglichkeit gibt es auch als Urlaub für intensivpflegebedürftige Patienten. Auch Kinder und Jugendliche, die intensivpflegerische Leistungen brauchen, fahren gerne mit ihren Familien an den Strand, an einen See oder in die Berge. Wir wissen aus Erfahrung, wie viel Spaß so ein Urlaub allen machen kann.

Auch im Urlaub werden die Pflegeleistungen natürlich von der Pflege- bzw. Krankenkasse bezahlt. Zusätzliche Kosten entstehen oft trotzdem – aber auch hier gibt es oft Lösungen, die wir gerne mit ihnen zusammen ausloten. Was individuell am besten passt, sprechen Sie am besten direkt mit uns ab.

Urlaub mit Pflegegrad: Wir helfen gerne

Wie immer gilt auch für den Bereich Urlaub für unsere Patienten: Wir helfen gerne. Wenn Sie von einem unserer Pflegedienste betreut werden, fragen Sie einfach direkt nach. Natürlich können Sie uns gerne auch anrufen oder uns schreiben, wenn Sie bis jetzt noch nichts mit uns zu tun hatten – vielleicht haben wir ja genau das Angebot, das Sie suchen.

Neue Blogkategorie: Mitarbeiter für Mitarbeiter

Die neue Webseite bekommt eine neue Kategorie: Mitarbeiter für Mitarbeiter. Hier werden Tipps für die Arbeit, dir Organisation im Born Gesundheitsnetzwerk, über Fortbildungen, zur Vereinbarkeit von Job und Familie und vielem mehr landen.

Die Idee

Expertenwissen sammelt man nicht von einem Tag zum nächsten. Klar kann man mit etwas gesundem Menschenverstand eine Menge erreichen: zum Renovieren trägt man lieber alte Klamotten als das Lieblingsshirt. Auch Erfahrung trägt viel bei: Ja, Flecken landen immer dann auf dem Shirt, wenn man sich für ein weißes entschieden hat. Und die Kombination aus beidem liefert die Erkenntnis, dass ein niedriger Preis meist mit niedriger Qualität einhergeht.

Aber es gibt auch Erkenntnisse, die man erst mit der Zeit sammelt. Unzählige Leute haben in Unternehmen schon tausende Seiten einzeln kopiert oder eingescannt, weil sie nicht wussten, dass der Kopierer dafür eine extra Funktion hat. Andere haben dagegen den Kopierer des Unternehmens geschrottet, weil sie nicht wussten, dass er diese Funktion zwar hat – man sie aber an diesem speziellen Gerät nicht benutzen darf.

Hätte mir das mal jemand gesagt, als ich in der Pflege angefangen habe!“ – genau das wollen wir machen. Tipps und Tricks sammeln, die jeder einzelne mit der Zeit sammelt und die man jederzeit teilen würde. Es muss nur mal jemand fragen. Hilft das Smartphone bei der Arbeit oder sind Notizzettel nützlicher? Gibt es bestimmte Kleidungstipps für die ambulante Pflege oder Hilfsmittel, auf die nach fünf Jahren in der Intensivpflege niemand verzichten will?

Die Themen

Bis jetzt gibt es einige Ideen zu Themen, aber wir möchten die gerne noch ausbauen. Die bisherigen Vorschläge:

  • Tipps für den Pflegealltag In der Ausbildung lernt man eine Menge – aber im Job später noch mehr. Was für kleine Tricks machen den Tag leichter?
  • Emotionale Tipps Pflege ist körperlich oft anstrengend – klar. Es ist aber auch nicht immer einfach, emotional mitzuhalten. Welche Kniffe helfen bei Stress? Wie kommt man mit einem Schock klar und wie übersteht man lange, schwierige Phasen?
  • Rezepte zum Mitnehmen und Vorbereiten Es klingt so banal und fast nach Zeitschriftenartikel. Aber ganz ehrlich: Wer hat nicht schon mal ein Mittagessen verpasst oder sich geärgert, dass keine Zeit für bessere Vorbereitung blieb? Wir wollen Alternativen zum täglichen Butterbrot für unterwegs teilen.
  • Umgang mit Patienten, Angehörigen und Kollegen Neben den Fortbildungen zur Familienzentrierten Pflege und anderem Wissen: Gibt es Erfahrungswerte und Tricks für den Umgang mit schwierigen Situationen?
  • Alles, was sonst noch nützlich sein kann.

Auf Facebook sammeln wir gerne Ideen, und sonst auch per E-Mail! In den nächsten Wochen sammeln wir jeweils zu konkreten Themen und freuen uns über Input von allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen!