Wie beantrage ich Pflege?

Wer im Alltag durch physische oder geistige Schwächen eingeschränkt ist, kann Hilfe bekommen. Wenn Sie oder ein Angehöriger Aufgaben des täglichen Lebens nicht mehr leicht erledigen können oder besondere medizinische Versorgung brauchen, sollten Sie einen Pflegegrad beantragen.

Wer einen Pflegegrad hat, bekommt Geld von der Pflegekasse. Das kann er für die Pflege durch einen Pflegedienst (wie uns) ausgeben oder um die Pflege selbst zu finanzieren. Wenn zum Beispiel Angehörige pflegen, kostet das Zeit und Geld.

Der Weg zur Pflege in 5 Schritten

Sie können jederzeit bei Ihrer Krankenkasse Pflege beantragen. Wenn Sie an einer Stelle nicht weiterwissen, können Sie uns jederzeit anrufen und wir helfen Ihnen weiter!

1.      So stellen Sie einen Antrag auf Pflege

Sie stellen bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Pflegeleistungen. Wichtig: Diesen Antrag stellt die Person, die gepflegt wird. Als Angehöriger können Sie den Antrag natürlich schreiben und ausdrucken, aber unterschreiben muss die Person, die pflegebedürftig ist.

Stellen Sie den Antrag auf jeden Fall schriftlich und so früh wie möglich. Die Leistungen werden auch rückwirkend gewährt – das bedeutet: Wenn Sie am 12. März den Antrag ausfüllen und er am 3. April bewilligt wird, erhalten Sie so viel Geld, als wenn der Antrag schon am 12. März genehmigt worden wäre.

Sie beantragen damit den Besuch eines Gutachters, der die Pflegebedürftigkeit beurteilt. Der Antrag auf Pflegeleistungen ist ein einfacher Brief an Ihre Krankenkasse. Schreiben Sie darein:

  • Der Name und die Adresse des Antragstellers (also der Person, die bald gepflegt wird)
  • Die Versicherungsnummer
  • Was Sie möchten: „Hiermit beantrage ich Pflegeleistungen. Bitte kontaktieren Sie mich für eine zeitnahe Begutachtung zur Feststellung des Pflegegrads.“

Vielleicht hat Ihre Krankenkasse auch fertige Formulare oder hilft Ihnen am Telefon weiter. Denken Sie daran, den Antrag auf jeden Fall schriftlich zu stellen oder zu bestätigen.

Wenn Sie sich unsicher sind, an wen Sie sich wenden können, können Sie auch mit uns Kontakt aufnehmen. Rufen Sie uns einfach direkt an (0231 555 78 40) und wir helfen Ihnen ab dem ersten Schritt!

2.      Formular der Krankenkasse zum Pflegeantrag und Termin vereinbaren

Jetzt kontaktiert die Krankenkasse Sie. Oft bekommen Sie zunächst ein Formular. Darin geht es darum, wie Sie die Pflege möchten:

  • zuhause nur durch Angehörige (Pflegegeld),
  • nur durch einen Pflegedienst zuhause oder in einem Pflegeheim (Sachleistungen),
  • oder durch eine Kombination aus beidem (Kombipflege).

Manchmal müssen Sie hier schon eine Pflegeperson eintragen. Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, wer die Pflege übernehmen wird, sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse. Sie können wie gesagt auch uns anrufen oder uns schreiben – wir unterstützen Sie beim Ausfüllen des Antrags!

Außerdem müssen Sie der Krankenkasse sagen, wer von dem Termin zur Begutachtung erfahren soll. Das kann ein Partner, ein Sohn oder eine Tochter sein oder ein Freund. Die andere Person sieht dann auch, was passiert. Wenn Sie Pflege durch einen unserer Pflegedienste möchten, kommen wir auch gerne zu diesem Gespräch! Als Experten kennen wir die richtigen Formulierungen für das Gespräch und können Sie dabei entlasten.

Wenn die Krankenkasse das Formular zurückbekommen hat, schlägt sie einen Termin vor. Wenn der nicht für alle Leute funktioniert, die anwesend sein sollen, bitten Sie um eine Verschiebung!

3.      Vorbereitung auf den Begutachtungstermin

Bereiten Sie für den Tag der Begutachtung wichtige Unterlagen vor. Dazu gehören (jeweils wenn vorhanden!):

  • Arztberichte und Berichte aus dem Krankenhaus (auch Entlassungsberichte)
  • Röntgenbilder, MRT-Aufnahmen und andere Bilder, die ein Krankheitsbild dokumentieren
  • Allergiepass, Diabetikerausweis oder Schwerbehindertenausweis
  • Ein Medikamentenplan, in dem steht, welche Medikamente der Patient (wann) nehmen muss
  • Therapien wie Physiotherapie oder Ergotherapie
  • Ein Vertrag mit einem Pflegedienst, wenn Sie schon einen haben

Am besten machen Sie von all diesen Unterlagen auch Kopien, damit Sie die Originale nicht aus der Hand geben müssen.

Für pflegende Angehörige: Schreiben Sie für eine möglichst lange Zeit (1-2 Wochen mindestens) auf, welche Pflegeaufgaben Sie jeden Tag übernehmen und wie lange Sie dafür brauchen. Notieren Sie auch, wenn eine Aufgabe länger dauert, weil Sie zum Beispiel lange diskutieren mussten. Viele pflegebedürftige Menschen sind manchmal störrisch und verweigern zum Beispiel, sich richtig anziehen zu lassen, ihre Haare zu kämmen oder andere Sachen.

Wenn Sie selbst die Pflege in Anspruch nehmen möchten, gehen Sie ehrlich durch Ihren Tag. Welche Dinge fallen Ihnen schwer, die Sie eigentlich gern machen? Was tun Sie nicht mehr, obwohl sie es gern machen würden? Wobei brauchen Sie Hilfe?

Wenn Sie die Pflege für einen anderen beantragen, erstellen Sie mit ihm so eine Liste. Eine wichtige Grundlage für die pflegebedürftige Person und alle Angehörigen: Verschweigen Sie keine Probleme.

Es ist normal, dass man vor Fremden nicht zugeben möchte, was alles nicht mehr funktioniert. Viele Patienten sind auch selbst davon überzeugt, dass sie alles noch schaffen. Sie nehmen gar nicht wahr, wie viel Hilfe Sie im Alltag bekommen.

Besprechen Sie das vorher, damit sich niemand im Gespräch verraten oder überrumpelt vorkommt. Erklären Sie, dass es wichtig ist, die Schwierigkeiten zuzugeben. Im Gespräch sollte der Pflegebedürftige zum Beispiel nicht sagen, dass er sich manchmal noch gut selbst anziehen kann, wenn das nur alle paar Tage geht.

 

4.      Beim Begutachtungstermin

Beim Begutachtungstermin sind Sie vermutlich etwas nervös – keine Sorge, das ist normal. Der Gutachter wird sich mit der pflegebedürftigen Person unterhalten, sich die Pflegehilfsmittel (wie zum Beispiel einen Rollstuhl, einen Rollator, Stützgriffe und so weiter) ansehen und mit der Person sprechen, die die Pflege übernehmen wird. Wenn ein Pflegedienst da ist, spricht er auch mit der Pflegekraft, die bei dem Gespräch helfen und erklären kann, welche Maßnahmen ihrer Erfahrung nach notwendig sind.

Wenn Sie selbst die Pflege beantragen: Verschweigen Sie keine Schwierigkeiten. Sprechen Sie auch peinliche oder unangenehme Themen an wie Inkontinenz. Der Gutachter ist wie ein Arzt – jemand vor dem Sie sich nicht dafür schämen müssen, wenn Sie etwas nicht mehr können.

Wenn Sie für einen Angehörigen Pflege beantragen, scheuen Sie sich nicht über seine Defizite zu sprechen. Das ist für viele wirklich schwierig. Normalerweise sprechen wir nicht darüber, was jemand nicht mehr kann, wenn er oder sie im Raum ist. Hier ist das aber wichtig. Verschweigen Sie keine Probleme und keinen Aufwand. Schämen Sie sich nicht, weil eine Aufgabe lange dauert oder Sie oft Streit haben. Genau dieser Zeitaufwand ist wichtig für die Beurteilung.

Wenn jemand von einem Pflegedienst anwesend ist, haben Sie eine weitere „neutrale“ Person im Raum, die für Sie mit darauf achtet, dass die Aufgaben und der Aufwand richtig beschrieben werden. Wenn Sie uns vorab anrufen, sind wir gern bei dem Gespräch dabei.

5.      Der Pflegegrad

Der Gutachter sammelt seine Eindrücke und wertet sie aus. Sie bekommen von der Krankenkasse dann eine Mitteilung, welcher Pflegegrad und damit wie viel Geld bewilligt wurde.

Wenn der Pflegegrad Ihrer Meinung nach zu niedrig angesetzt ist, können Sie der Entscheidung widersprechen. Auch dabei helfen wir Ihnen gern.

 

So einfach beantragen Sie Pflegeleistungen

Sie sehen: Der Antrag auf Pflegeleistungen ist nicht unglaublich kompliziert sondern Sie kommen in 5 Schritten leicht dahin:

  1. Sie stellen den Antrag bei der Krankenkasse.
  2. Sie füllen die notwendigen Formulare der Krankenkasse aus.
  3. Sie bereiten das Beurteilungsgespräch vor.
  4. Das Beurteilungsgespräch findet statt.
  5. Sie erhalten eine Antwort Ihrer Krankenkasse und die Einordnung nach Pflegegrad.

Zum Pflegegrad und den Leistungen, die Sie je nach Pflegegrad erhalten, schreiben wir in den kommenden Wochen noch mehr. Wenn Sie uns auf Facebook folgen, sind Sie immer über neue Artikel auf dem Laufenden!

 

Noch einmal unser Hinweis: Wenn Sie wissen wollen, wie Sie Pflege beantragen können, rufen Sie uns an unter 0231 555 78 40 oder schreiben Sie uns. Wir beraten Sie als Experten für Pflege in Dortmund, Bergkamen, Kamen und Umgebung!

Was bedeutet Verhinderungspflege?

Verhinderungspflege ist ein wichtiges Thema und wird in den unterschiedlichsten Situationen relevant.

Was ist Verhinderungspflege?

Es geht um Pflege, die normalerweise beispielsweise durch einen Angehörigen oder eine Nachbarin, einen Freund oder ein Familienmitglied übernommen wird. In diesen Fällen wird (anteilig oder vollständig) das sogenannte Pflegegeld ausgezahlt.

Wenn diese Person ausfällt – egal, aus welchen Gründen – kann Verhinderungspflege beantragt werden. Dann übernimmt zum Beispiel einer unserer Pflegedienste in der Zeit die Pflege. Dabei werden alle Aufgaben aus der ambulanten Pflege übernommen – auch beispielsweise einfach die Anwesenheit und Betreuung der pflegebedürftigen Person.

Die Gründe sind übrigens wirklich vielfältig. Manchmal fällt jemand spontan aus – wegen Krankheit, eines Unfalls oder dringender Termine. Manchmal ist der „Ausfall“ aber auch eine geplante Auszeit: Ein Theaterbesuch oder auch ein Urlaub. Egal, ob die eigentliche Pflegeperson wegen

  • eines wichtigen Termins (zum Beispiel beim Zahnarzt, zur Darmkrebsvorsorge oder zur Besprechung mit dem Steuerberater),
  • einer Pflicht (wie einem besonderen Arbeitsanlasses, einer Schulveranstaltung oder einem Termin beim Amt),
  • eines angenehmen Vorhabens (zum Beispiel einem Theaterbesuch, eines Tanztreffs oder einer Verabredung mit Freunden) oder
  • einer längeren Abwesenheit (für einen Urlaub, eine Geschäftsreise oder einen Besuch)

ausfällt: Ein Pflegedienst kann einspringen und die Pflege übernehmen.

Fragen zur Verhinderungspflege

Ein paar wichtige Fragen zum Thema kurz beantwortet – bei ausführlichen Fragen oder speziellen Problemen, rufen Sie uns an! Wir organisieren die Pflege immer mit allen Beteiligten gemeinsam.

Wie lange darf oder muss die Verhinderungspflege dauern?

Verhinderungspflege können Sie stundenweise oder für mehrere Tage oder sogar Wochen beantragen. Insgesamt dürfen im Jahr maximal 42 Tage zusammenkommen. Dabei zählen keine Tage, an denen die Verhinderungspflege für weniger als acht Stunden eingesetzt war.

Wer bezahlt Verhinderungspflege?

Verhinderungspflege wird von der Pflegekasse bezahlt. Dabei werden Kosten bis zu 1612 Euro im Kalenderjahr erstattet – oder bis zu 2 418 Euro, wenn im Jahr keine Kurzzeitpflege beantragt wird. Allgemeine Infos finden Sie auch auf den Seiten zum Pflegestärkungsgesetz – oder wir beraten Sie am Telefon.

Wie beantragt man Verhinderungspflege?

Den passenden Antrag finden Sie oft auf den Seiten der Krankenkassen – Sie können aber auch ein Anschreiben aufsetzen und so die Leistung beantragen.

Den Antrag stellt formal die gepflegte Person oder ein Bevollmächtigter. Wenn Sie unsicher sind, helfen wir Ihnen gerne.

Wann muss man Verhinderungspflege beantragen?

Verhinderungspflege können Sie auch nachträglich beantragen – sonst wäre es sicher schwer, eine Krankheitsvertretung rechtzeitig zu organisieren. Im Regelfall ist der Antrag vorher aber eine gute Idee – dann ist alles geklärt und Sie können sich ganz auf den Termin konzentrieren oder die Entspannung genießen.

Kein schlechtes Gewissen!

Ein wichtiger Einwurf für alle, die Angehörige pflegen und nach Verhinderungspflege suchen: Es gibt überhaupt keinen Grund für ein schlechtes Gewissen. Manche Leute fühlen sich, als würden sie die gepflegte Person im Stich lassen. Das ist verständlich, weil Sie sich natürlich verantwortlich fühlen und natürlich Ihre Angehörigen sehr mögen. Eine Auszeit ist aber kein Grund für ein schlechtes Gewissen, sondern wohlverdient und immer mal wieder notwendig. Ganz abgesehen von all den alltäglichen Pflichten und Terminen, denen sich niemand entziehen könnte, selbst wenn wir wollten.

Vielleicht haben Sie sogar schon mal blöde Sprüche von Nachbarn oder anderen Außenstehenden gehört, die Ihren Einsatz in Frage stellen. Diese dummen Sprüche sind Quatsch! Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie den Lästermäulern die Meinung sagen oder sie durch Ignorieren abstrafen – Hauptsache, Sie selbst wissen, dass Sie darauf nicht hören müssen.

Verhinderungspflege durch das Born Gesundheitsnetzwerk

Sie sind konkret auf der Suche nach Verhinderungspflege im Ruhrgebiet, in Bergkamen und Umgebung oder im Sauerland? Dann rufen Sie doch einfach bei uns an. Wir besprechen mit Ihnen, was möglich ist und helfen Ihnen bei Anträgen. Wir können gerne regelmäßige Termine vereinbaren – wenn Sie zum Beispiel wöchentlich zum Sport wollen – oder auch in dringenden Fällen einspringen.

Fragen zum Thema Pflegesachleistungen

Pflegegeld und Pflegesachleistungen werden von den Pflegekassen übernommen, wenn jemand pflegebedürftig ist. Die Pflege übernehmen Angehörige oder Pflegedienste – manchmal nur Angehörige, manchmal nur ein Pflegedienst und manchmal eine Kombination aus beiden.

Was ist der Unterschied zwischen Pflegegeld und Pflegesachleistungen?

Wenn die Pflege von einem professionellen Pflegedienst übernommen wird, muss der natürlich bezahlt werden. Die Kosten dafür trägt die Pflegeversicherung, indem sie die Pflegesachleistungen bezahlt. Wird die Pflege von Angehörigen übernommen, kann der Pflegebedürftige Pflegegeld beantragen. Er oder sie kann dieses Geld dann dem Angehörigen als Aufwandsentschädigung geben oder um Ausgaben wie Fahrtkosten auszugleichen.
Zusätzliche Kosten beispielsweise für Pflegehilfsmittel oder Medikamente werden über die Krankenkasse abgerechnet.

Wie viel Geld bekomme ich für Pflegesachleistungen?

Je mehr jemand noch selbst kann, desto niedriger ist der sogenannte Pflegegrad. Wenn viel Unterstützung nötig ist, ist auch der Pflegegrad hoch und damit der Betrag, der für Pflegeleistungen im Monat zur Verfügung steht. Wie viel Pflegegeld man bekommt hängt genauso vom Pflegegrad ab.

Hier sind die Beträge für Pflegesachleistungen nach Pflegegrad:

  • Pflegegrad 2: 689 Euro oder 316 Euro Pflegegeld
  • Pflegegrad 3: 1298 Euro oder 545 Euro Pflegegeld
  • Pflegegrad 4: 1612 Euro oder 728 Euro Pflegegeld
  • Pflegegrad 5: 1995 Euro oder 901 Euro Pflegegeld

Was sind Pflegesachleistungen?

Pflegesachleistungen sind die Dienstleistungen durch einen ambulanten Pflegedienst. Es geht dabei um die Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung – die medizinische oder Behandlungspflege fällt nicht darunter. Hier erfahren Sie mehr über den Unterschied zwischen Grund- und Behandlungspflege.

Kann ich Pflegesachleistungen und Pflegegeld kombinieren?

Ja! Das ist sogar ein häufiger Fall. Viele Pflegebedürftige werden zum Teil von ihren Angehörigen gepflegt. Aber es gibt auch Aufgaben und Bereiche, die ein Pflegedienst übernimmt. Bei der Kombination wird zunächst das Geld für die Sachleistungen abgezogen.

Ein Beispiel: Sagen wir, jemand mit Pflegegrad 3 wird vom Pflegedienst für 750 Euro im Monat versorgt. Er nimmt also 57,78 % des Höchstbetrags in Anspruch. Es verbleiben noch 42,22 % – die können für weitere Sachleistungen aufgewendet oder als Pflegegeld ausgezahlt werden. 42,22 % des Pflegegeld für Pflegegrad 3 sind 230,10 Euro.

Wie erhalte ich Pflegesachleistungen?

Dafür beauftragen Sie einen Pflegedienst – wie zum Beispiel einen unserer Pflegedienste. Sie können uns einfach anrufen oder uns schreiben. Wir vereinbaren dann mit Ihnen einen Termin, um genau abzusprechen, welche Leistungen Sie in Anspruch nehmen möchten.
Wir helfen Ihnen auch gerne bei allen Anträgen und planen mit Ihnen gemeinsam die Pflege.

Grund- und Behandlungspflege

Wenn Pflege ein wichtiges Thema für eine Familie wird, dann oft bald auch der Unterschied zwischen Grund- und Behandlungspflege. In diesem Artikel fassen wir das wichtigste für Sie zusammen

Die meisten Pflegedienste bieten beide Arten an und oft wissen Patienten selbst nicht so ganz, wie sich ihre Versorgung zusammensetzt. Wir starten die Pflege immer erst nach einer Besprechung mit dem Patienten und seinen Angehörigen. Ob Sie sich schon vor einem Gespräch mit uns informieren möchten oder einfach mehr über Ihre Pflege erfahren wollen: Hier finden Sie alles zum Unterschied zwischen Behandlungs- und Grundpflege.

Eine Anmerkung vorab: Offiziell sollen die Begriffe Grund- und Behandlungspflege nicht mehr verwendet werden. Sie sind aber enorm hilfreich, um Pflegedienstleistungen zu verstehen. Und wesentlich handlicher als lange Entsprechungen wie „Pflegedienstleistungen nach SGB XI und Mitarbeitsaufgaben der Pflege“.

Welche Aufgaben gehören zur Grundpflege, welche zur Behandlungspflege?

Grundpflege soll Patienten in Aufgaben des täglichen Lebens unterstützen. Behandlungspflege, wie der Name schon andeutet, beschreibt Pflegeleistungen, die mit der medizinischen Versorgung der Patienten zu tun haben.

Die Unterstützung im Alltag ist vor allem für ältere Menschen oft ab einem gewissen Punkt nötig. Der wichtigste Grund ist die verringerte Bewegungsfähigkeit. Es wird im Alter schwieriger, sich zu waschen und anzuziehen. Hilfe bei diesen Dingen fällt in den Bereich der Grundpflege.

Die Behandlungspflege umfasst die medizinische Versorgung von Patienten. Natürlich sind für die Entscheidungen darüber immer zunächst Ärzte und andere behandelnde Personen zuständig. Die verschreiben auch die notwendigen Maßnahmen. Aber beispielsweise Verbandswechsel, Injektionen, Wundversorgung und so weiter können vom ambulanten Pflegedienst zu Hause beim Patienten übernommen werden.

Wer bezahlt Grund- und Behandlungspflege?

Grund- und Behandlungspflege unterscheiden sich aus Sicht der Patienten vor allem hinsichtlich der Kostenübernahme. Je nach Pflegeart richten sich die Anträge auf Kostenübernahme an eine andere Stelle.

Die Grundpflege wird über die Pflegekassen finanziert. Die Regelungen dazu findet man im elften Sozialgesetzbuch – SGB XI. Hier kann man sehr viel zur gesetzlichen Grundlage der Grundpflege nachlesen. Wichtig ist für einen Patienten meist vor allem, welchen Pflegegrad er hat und welche Leistungen er bekommen kann. Zu diesem Thema bald mehr hier im Blog. Wenn Sie direkt Antworten suchen: Wir beraten Sie gerne zu Ihrer persönlichen Situation.

Die Behandlungspflege wird von den Krankenkassen bezahlt. Die gesetzliche Grundlage der Behandlungspflege findet sich im fünften Sozialgesetzbuch – SGB V. Auf welche Leistungen genau Sie Anspruch haben, entscheidet ein Arzt. Sie bekommen die Leistungen, die er verordnet hat. Auch hier bieten wir Ihnen bei Bedarf persönliche Beratung.

Die Unterschiede zwischen Behandlungspflege und Grundpflege im Überblick

Hier noch mal im Überblick die Unterschiede zwischen Behandlungs- und Grundpflege ganz einfach zusammengefasst:

Behandlungspflege Grundpflege
Ziel Medizinische Versorgung Pflege des täglichen Lebens
Gesetzliche Grundlage SGB V SGB XI
Kostenübernahme durch Krankenkasse Pflegekasse
Maßnahmen durch Verordnung vorgegeben Wählbar durch den Patienten
Pflege durch Ausgebildete Pflegekräfte Pflegekräfte oder Angehörige

Wieso der Unterschied zwischen Grund- und Behandlungspflege wichtig sein kann

Viele Patienten werden von ihrem Pflegedienst gut versorgt und wissen nicht, welche Leistungen zur Behandlungspflege gehören und welche zur Grundpflege. Für den Alltag ist das auch nicht immer wichtig. In manchen Situationen ist es aber schon wichtig, den Unterschied zu kennen.

Wie erwähnt ist die Behandlungspflege durch Verordnungen vorgegeben. Dagegen können Patienten bei der Grundpflege viele Entscheidungen treffen. Sie entscheiden mit ihren Angehörigen, was der Pflegedienst genau für sie tun soll.

Wenn Sie nicht genau wissen, welche Leistungen Ihres Pflegedienstes zur Behandlungs- und welche zur Grundpflege gehören, fragen Sie nach! Für unsere ambulanten Pflegedienste, den AuK und den Lazarus Pflegedienst, ist es übrigens selbstverständlich, dass wir mit unseren Patienten vor Aufnahme der Pflege über ihre Möglichkeiten sprechen. Und wenn sie nach einiger Zeit etwas ändern möchten, ist das auch kein Problem: Sprechen Sie uns einfach an! Sie erreichen uns per Email oder den Alten- und Krankenpflegedienst unter 02307 210410 und den Pflegedienst Lazarus unter 02307 210400.