Pflege nach dem Krankenhaus: Ansprechpartner für Sie

Wenn ihr Partner, ein Elternteil oder ein Familienmitglied aus dem Krankenhaus entlassen wird und danach Pflege braucht, haben Sie eine Reihe Ansprechpartner. Die müssen Sie alle koordinieren – aber natürlich nicht ohne Hilfe.

Wir listen für Sie auf, mit wem Sie sprechen können oder auch müssen. Wichtig: Wenn Sie die Koordination der Pflege nicht allein übernehmen wollen, müssen Sie das nicht. Rufen Sie uns einfach an und wir helfen Ihnen beim Übergang aus dem Krankenhaus nach Hause.

Wir organisieren mit Ihnen dann jeden Schritt und kontaktieren alle Ansprechpartner für Sie. So können wir zusammen die Pflege für Sie organisieren.

Kontaktpersonen für Pflege im Krankenhaus

Sie haben schon im Krankenhaus einige Ansprechpartner. Dazu zählen erst einmal alle behandelnden Ärzte – aber vor allem natürlich der verantwortliche Arzt für den Patienten. Außerdem gibt es in vielen Kliniken einen Sozialdienst, der Ihnen helfen kann.

Der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin in der Klinik

Auch wenn es im Krankenhaus manchmal etwas chaotisch zugeht oder Sie die  behandelnde Ärztin nicht oft sehen: Es gibt garantiert einen Ansprechpartner für Sie. Fragen Sie ruhig nach und bitten Sie um einen Termin, bei dem Sie alle wichtigen Informationen bekommen können.

Dazu gehört zunächst, dass Patient/-in und Angehörige die Situation verstehen. Vor allem, wenn jemand durch einen Unfall ins Krankenhaus gekommen ist, wissen Sie vielleicht noch gar nicht, was Sie zuhause erwarten wird.

Neben der Aufklärung ist die Ärztin auch für einige organisatorische Dinge zuständig: Sie entscheidet, wann der Patient entlassen wird. Sie schreibt auch einen Arzt-Kurzbrief an den Hausarzt, der die weitere Behandlung übernimmt. Mit diesen Informationen können Sie die weitere Planung angehen.

Sozialdienst im Krankenhaus

Wenn Sie die Organisation nicht alleine stemmen wollen oder können, fragen Sie im Krankenhaus nach dem Sozialdienst, der Pflegeüberleitung oder den Entlassungsexperten. Diese Menschen helfen Ihnen bei der Organisation der Entlassung und auch den Schritten danach.

Sie vermitteln beispielsweise auch an Pflegedienste und erklären, wie Sie Hilfsmittel organisieren können. Alternativ können Sie sich, wenn Sie möchten, auch direkt an uns wenden.

 

Wir kooperieren aus Erfahrung auch mit Kliniken und helfen Ihnen, die Entlassung zu organisieren. Dazu besuchen wir Sie und den Patienten auch schon im Krankenhaus.

Kontaktpersonen für Pflege außerhalb des Krankenhauses früh ansprechen

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus werden Sie mit der Pflege auch nicht allein sein. Es gibt eine Reihe von Experten, an die Sie sich wenden können. Dazu gehören der Hausarzt und auch Ihre Apothekerin.

Mit dem Hausarzt absprechen

Ihr Hausarzt ist weiterhin ein wichtiger Ansprechpartner – auch zum Thema Pflege. Er übernimmt ab sofort die Behandlung und beispielsweise auch die Rezepte für weitere Medikamente. Deswegen bekommt er den Arzt-Kurzbrief vom Krankenhaus, in dem er über den aktuellen Stand informiert wird.

Sie besprechen mit Ihrem Hausarzt, der Sie und Ihre Familie vielleicht etwas besser kennt, auch, wie die Pflege weitergehen wird. Viele Hausärzte kennen auch schon Pflegedienste vor Ort und haben mit ihnen zusammengearbeitet. Wir koordinieren uns beispielsweise oft mit unterschiedlichen Ärzten.

Wenn Sie die Pflege mit der Pflegekasse organisieren (s.u.) hilft oft auch die Einschätzung Ihres Hausarztes zum Pflegebedarf. Es ist wichtig, dass der Hausarzt sich die bisherigen Befunde noch einmal ansieht und überprüft, ob alle aktuell wichtigen Informationen für den MDK (medizinischen Dienst der Krankenkassen) zusammengefasst wurden.

Hilfsmittel über die Apotheke organisieren

Auch viele Apothekerinnen kennen sich schon mit dem Thema Pflege aus – sie versorgen immerhin viele Pflegebedürftige und beraten Angehörige. Vor dem Kontakt zur Pflegekasse und zu einem Pflegedienst wissen Sie vielleicht noch nicht, was Sie alles brauchen werden. Aber Sie bekommen im Krankenhaus bereits erste Informationen, die Sie ja auch mit dem Hausarzt besprechen.

Ihre Apothekerin kann Sie auch zu den üblichen Vorgehensweisen beraten und weiß, welche Rezepte Sie brauchen werden.

 

Auch hier gilt: Wenn Sie möchten, sprechen wir für Sie mit Apotheken und Hausärzten und koordinieren die Pflege.

Pflege beantragen: Die Pflegekasse kontaktieren

Pflege beantragen Sie direkt bei der Krankenkasse. Hier erklären wir, wie Sie Pflege beantragen.

Nachdem die Pflege bewilligt wurde, sprechen Sie sich mit vielen Beteiligten noch mal ab: Hausärzte, Apothekerinnen, Physiotherapeuten und andere Gesundheitsprofis bleiben im „Team“. Als Pflegedienst an Ihrer Seite koordinieren wir diese Absprachen gerne für Sie und mit Ihnen!

 

Pflege beantragen: So geht’s

Sie wollen Pflege beantragen? Der richtige Ansprechpartner ist die Krankenkasse des Pflegebedürftigen.

Wir erklären, wie Sie in wenigen Schritten Pflege beantragen. Vorab: Wenn Sie dabei lieber nicht allein sein wollen, kontaktieren Sie uns! Wir helfen auch schon, bevor die Pflege bewilligt wurde.

Schritt 1: Antragsformular besorgen

Als erstes stellen Sie einen Antrag auf Pflege bei der Pflegekasse, die für Ihren Angehörigen zuständig ist. Sie ist immer an seine oder Ihre Krankenkasse angegliedert.

Dazu rufen Sie Ihre Krankenkasse an oder schreiben ohne besondere Form an Ihre Krankenkasse, dass Sie einen Antrag auf Pflegeleistungen stellen wollen.

Machen Sie das so früh wie möglich – das Datum auf dem Antrag zählt später für die Bewilligungszeit.

Bei einigen Krankenkassen können Sie auch direkt das Formular herunterladen:

Hier ein Überblick über den Weg zum Formular bei einigen großen Krankenkassen:

Wenn Ihre Krankenkasse hier nicht aufgelistet ist, kontaktieren Sie sie einfach direkt – zum Beispiel per Telefon, Brief oder auch Fax.

Schritt 2: Antrag ausfüllen

Den Antrag auszufüllen, ist für Laien nicht einfach. Auch wenn alle Fragen eindeutig wirken, kann es Stolperfallen geben. Außerdem punkten oft Fachbegriffe mehr als die einfache Beschreibung.

Lassen Sie sich dabei helfen oder beraten – beispielsweise von uns oder von einer Beratungsstelle für Pflegende in Ihrer Nähe.

Schritt 3: Besuch vom Gutachter

Ein Gutachter vom medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) kommt zu Ihnen, um den Pflegebedarf zu ermitteln.

Dazu vereinbart er mit Ihnen einen Termin – trauen Sie sich ruhig zu sagen, wenn Sie keine Zeit haben. Versuchen Sie, den Termin auf keinen Fall alleine wahrzunehmen: Jemand vom Pflegedienst oder mindestens ein weiterer Angehöriger sollte anwesend sein.

Bei dem Besuch beurteilt der Gutachter, welchen Pflegegrad der oder die Pflegebedürftige bekommt. Das passiert auch anhand von Fragen. Deswegen ist es wichtig, dass jemand die Probleme angemessen beschreiben kann. Beschönigen Sie auf keinen Fall die Situation!

Schritt 4: Mitteilung des Pflegegrads

Als nächstes teilt Ihnen die Pflegekasse den ermittelten Pflegegrad mit. Das muss spätestens fünf Wochen nach Eingang Ihres Antrags passieren.

Abhängig vom Pflegegrad bekommen Sie unterschiedlich viel Geld von der Pflegekasse und können unterschiedlich viele Leistungen in Anspruch nehmen. Auch hier beraten wir Sie gern.

Widerspruch bei Ablehnung

Wenn die Krankenkasse den Antrag ganz ablehnt, können Sie Widerspruch einlegen – aber nur innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Ablehnung.

 

 

Wann ist häusliche Pflege notwendig?

Ab wann braucht jemand Pflege – und wann wird sie von den Krankenkassen bewilligt? Das sind die zwei häufigsten Überlegungen von Angehörigen und Patienten, bevor sie zum ersten Mal häusliche Pflege beantragen. Wir widmen uns hier der ersten Frage, die wir oft gerade bei der ambulanten Pflege in Dortmund hören:  Wann ist Pflege zu Hause durch einen Pflegedienst nötig?

Wir bieten ambulante Pflege in Dortmund und vielen anderen Städten an. Der medizinische Pflegedienst AuK bietet ambulante Pflege in Kamen und Umgebung und Lazarus arbeitet von Bergkamen aus. Dabei hören wir oft, dass Patienten und Angehörige vor dem Antrag auf Pflege noch Bedenken haben. Was viele Angehörige mit der Frage nach der Notwendigkeit meinen ist oft: „Ist es in Ordnung, wenn ich Hilfe hole?“. Für Patienten bedeutet die Frage „Geht es mir schon so schlecht?“. Beide können wir beruhigen.

Ambulante Pflege hilft, damit nicht mehr nötig wird

Wenn ambulante Pflege durch Experten nötig wird, bedeutet das nicht, dass Angehörige die Pflege nicht schaffen könnten oder Patienten zu krank sind. Pflege zu Hause hilft manchmal, das zu verhindern. Angehörige werden nicht zu müde oder erschöpft. Und Patienten werden nicht krank, weil sie sich überanstrengen. Die Pflegeleistung durch einen Pflegedienst entlastet und nimmt so den Druck.

Hilfe annehmen: Pflege vom Arzt empfohlen

Wenn ein Arzt also die Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst empfiehlt, ist es immer eine gute Idee, die Empfehlung anzunehmen. Auch wenn Sie jetzt noch keine Unterstützung von außen brauchen, können Sie Pflegegeld beantragen. Falls Sie dann doch mal Kurzzeitpflege oder andere Pflegeleistungen in Anspruch nehmen wollen, geht das noch leichter.

Selbst Pflege organisieren

Wenn kein Arzt bis jetzt den Vorschlag gemacht hat, aber Sie merken, dass die Unterstützung gut täte – können Sie sich auch direkt bei Ihrer Krankenkasse melden. Die beraten sie – allerdings oft aus der Perspektive der Kostenträger. Eine andere Anlaufstelle bietet das bundesweite Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit.

Oder rufen Sie uns an (0231 555 78 40). Wir beraten Sie unverbindlich telefonisch und kommen auf Wunsch auch vorbei – dann helfen wir Ihnen beim Antrag bei der Krankenkasse.

 

Pflegegrade verstehen

Wer pflegebedürftig ist, bekommt Pflegegeld – das klingt einfach und wir versuchen hier im Blog immer mehr der Themen dazu zu erklären, damit das Thema Pflege auch wirklich einfach wird. Aber ganz so schnell geht es in der Realität dann doch nicht.

Wenn Sie für sich oder einen Angehörigen Pflege beantragen wollen, funktioniert das über die Krankenkasse. Bei einem Begutachtungstermin wird der sogenannte „Pflegegrad“ bestimmt – eine Zahl, mit der beschrieben wird, wie viel Unterstützung jemand im Alltag braucht. Je höher der Pflegegrad, desto mehr Unterstützung ist nötig.

Pflegegrad abhängig davon, was jemand noch kann

Der Pflegegrad soll zeigen, das noch funktioniert, und was nicht. Also wenn jemand sich selbst anziehen und waschen kann, kann er oder sie mehr als jemand, der das nicht kann. Alles, was die Person selbst kann, muss kein Pflegedienst oder Angehöriger übernehmen.

Diese Einschätzung kann die Pflegebedürftige Person zusammen mit ihren Angehörigen natürlich theoretisch selbst treffen. Sie wird aber von einem Beauftragten der Krankenkassen geprüft, um sicher zu stellen, dass niemand betrügt oder einfach Dinge vergisst. Manchmal ist es vollkommen normal geworden, dass zum Beispiel ein Angehöriger alle Mahlzeiten für eine pflegebedürftige Person vorbereitet und zurechtlegt. Dann fällt den Betroffenen gar nicht mehr auf, dass auch das als „Mehraufwand“ zählt und für einen Pflegeantrag wichtig sein kann.

Beurteilungstermin Pflegegrad

Wir haben einen Beitrag dazu, wie Sie Pflege beantragen, geschrieben. Darin finden Sie auch Tipps zum Termin bei der Beurteilung für den Pflegegrad. Wichtig ist, nichts zu beschönigen: Auch wenn sich jemand vielleicht dafür schämt, dass er nicht mehr allein essen kann, darf man das nicht verheimlichen. Als Angehöriger sollten Sie lieber einen kleinen Streit riskieren, als für den Stolz einer pflegebedürftigen Person die Unterstützung zu riskieren.

Die Beurteilung zum Pflegegrad

Der Pflegegrad bestimmt sich nach einem Punktesystem. Für jeden Bereich, in dem jemand auf Hilfe angewiesen ist, bekommt er Punkte – je mehr am Ende zusammen kommen, desto höher der Pflegegrad. Es sind zwischen 0 und 100 Punkte möglich, die aus fünf Bereichen gesammelt werden:

  • Mobilität – also ob sich jemand selbst bewegen kann, gut laufen kann und so weiter.
  • Selbstversorgung – kann eine Person für ihren eigenen Haushalt sorgen? Dieser Punkt ist sehr wichtig. Wer kein Essen mehr einkaufen oder kochen kann, braucht auf jeden Fall Hilfe.
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte – kann jemand Freundschaften aufrecht halten, sich mit Hobbies beschäftigen und allgemein einen angenehmen Alltag für sich schaffen?
  • Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen – Dieser (lang formulierte) Punkt beschreibt, ob und wie jemand mit gesundheitlichen Anforderungen umgeht – zum Beispiel Meidkamente nimmt, sich an Insulin-Spritzen erinnert oder körperliche Übungen schafft.
  • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten ODER Verhaltensweisen und psychische Problemlagen – Dieser Punkt besteht aus zwei „Modulen“ aber nur der höhere Wert fließt ein. Wenn jemand also kognitive oder kommunikative Schwierigkeiten hat – zum Beispiel vergisst, etwas zu tun oder sich nicht mit anderen unterhalten kann, ist das ein Punkt. Der andere Bereich beschreibt psychische Probleme: Wenn jemand zum Beispiel depressiv ist oder aggressiv wird und dadurch für sich und andere Belastungen auslöst.

In jedem dieser Bereiche notiert ein Begutachter im Gespräch Punkte. Die werden nicht direkt addiert, sondern unterschiedlich gewichtet. Eine Übersicht finden Sie auch auf der Webseite zum Pflegestärkungsgesetz.

 

Sie müssen mit dieser Beurteilung übrigens nicht allein zurecht kommen! Wenn Sie uns anrufen, kommen wir gern auch schon bevor der Pflegegrad bewilligt ist, vorbei. Wir beraten Sie dann in Ruhe, welche Pflegeleistungen wir Ihnen oder für Ihren Angehörigen empfehlen würden. Und wir sind dann bei dem Beurteilungstermin dabei – so haben Sie einen „Experten“ an Ihrer Seite.

Rufen Sie uns an (0231 555 78 40) oder schreiben Sie uns!

Wie beantrage ich Pflege?

Wer im Alltag durch physische oder geistige Schwächen eingeschränkt ist, kann Hilfe bekommen. Wenn Sie oder ein Angehöriger Aufgaben des täglichen Lebens nicht mehr leicht erledigen können oder besondere medizinische Versorgung brauchen, sollten Sie einen Pflegegrad beantragen.

Wer einen Pflegegrad hat, bekommt Geld von der Pflegekasse. Das kann er für die Pflege durch einen Pflegedienst (wie uns) ausgeben oder um die Pflege selbst zu finanzieren. Wenn zum Beispiel Angehörige pflegen, kostet das Zeit und Geld.

Der Weg zur Pflege in 5 Schritten

Sie können jederzeit bei Ihrer Krankenkasse Pflege beantragen. Wenn Sie an einer Stelle nicht weiterwissen, können Sie uns jederzeit anrufen und wir helfen Ihnen weiter!

1.      So stellen Sie einen Antrag auf Pflege

Sie stellen bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Pflegeleistungen. Wichtig: Diesen Antrag stellt die Person, die gepflegt wird. Als Angehöriger können Sie den Antrag natürlich schreiben und ausdrucken, aber unterschreiben muss die Person, die pflegebedürftig ist.

Stellen Sie den Antrag auf jeden Fall schriftlich und so früh wie möglich. Die Leistungen werden auch rückwirkend gewährt – das bedeutet: Wenn Sie am 12. März den Antrag ausfüllen und er am 3. April bewilligt wird, erhalten Sie so viel Geld, als wenn der Antrag schon am 12. März genehmigt worden wäre.

Sie beantragen damit den Besuch eines Gutachters, der die Pflegebedürftigkeit beurteilt. Der Antrag auf Pflegeleistungen ist ein einfacher Brief an Ihre Krankenkasse. Schreiben Sie darein:

  • Der Name und die Adresse des Antragstellers (also der Person, die bald gepflegt wird)
  • Die Versicherungsnummer
  • Was Sie möchten: „Hiermit beantrage ich Pflegeleistungen. Bitte kontaktieren Sie mich für eine zeitnahe Begutachtung zur Feststellung des Pflegegrads.“

Vielleicht hat Ihre Krankenkasse auch fertige Formulare oder hilft Ihnen am Telefon weiter. Denken Sie daran, den Antrag auf jeden Fall schriftlich zu stellen oder zu bestätigen.

Wenn Sie sich unsicher sind, an wen Sie sich wenden können, können Sie auch mit uns Kontakt aufnehmen. Rufen Sie uns einfach direkt an (0231 555 78 40) und wir helfen Ihnen ab dem ersten Schritt!

2.      Formular der Krankenkasse zum Pflegeantrag und Termin vereinbaren

Jetzt kontaktiert die Krankenkasse Sie. Oft bekommen Sie zunächst ein Formular. Darin geht es darum, wie Sie die Pflege möchten:

  • zuhause nur durch Angehörige (Pflegegeld),
  • nur durch einen Pflegedienst zuhause oder in einem Pflegeheim (Sachleistungen),
  • oder durch eine Kombination aus beidem (Kombipflege).

Manchmal müssen Sie hier schon eine Pflegeperson eintragen. Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, wer die Pflege übernehmen wird, sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse. Sie können wie gesagt auch uns anrufen oder uns schreiben – wir unterstützen Sie beim Ausfüllen des Antrags!

Außerdem müssen Sie der Krankenkasse sagen, wer von dem Termin zur Begutachtung erfahren soll. Das kann ein Partner, ein Sohn oder eine Tochter sein oder ein Freund. Die andere Person sieht dann auch, was passiert. Wenn Sie Pflege durch einen unserer Pflegedienste möchten, kommen wir auch gerne zu diesem Gespräch! Als Experten kennen wir die richtigen Formulierungen für das Gespräch und können Sie dabei entlasten.

Wenn die Krankenkasse das Formular zurückbekommen hat, schlägt sie einen Termin vor. Wenn der nicht für alle Leute funktioniert, die anwesend sein sollen, bitten Sie um eine Verschiebung!

3.      Vorbereitung auf den Begutachtungstermin

Bereiten Sie für den Tag der Begutachtung wichtige Unterlagen vor. Dazu gehören (jeweils wenn vorhanden!):

  • Arztberichte und Berichte aus dem Krankenhaus (auch Entlassungsberichte)
  • Röntgenbilder, MRT-Aufnahmen und andere Bilder, die ein Krankheitsbild dokumentieren
  • Allergiepass, Diabetikerausweis oder Schwerbehindertenausweis
  • Ein Medikamentenplan, in dem steht, welche Medikamente der Patient (wann) nehmen muss
  • Therapien wie Physiotherapie oder Ergotherapie
  • Ein Vertrag mit einem Pflegedienst, wenn Sie schon einen haben

Am besten machen Sie von all diesen Unterlagen auch Kopien, damit Sie die Originale nicht aus der Hand geben müssen.

Für pflegende Angehörige: Schreiben Sie für eine möglichst lange Zeit (1-2 Wochen mindestens) auf, welche Pflegeaufgaben Sie jeden Tag übernehmen und wie lange Sie dafür brauchen. Notieren Sie auch, wenn eine Aufgabe länger dauert, weil Sie zum Beispiel lange diskutieren mussten. Viele pflegebedürftige Menschen sind manchmal störrisch und verweigern zum Beispiel, sich richtig anziehen zu lassen, ihre Haare zu kämmen oder andere Sachen.

Wenn Sie selbst die Pflege in Anspruch nehmen möchten, gehen Sie ehrlich durch Ihren Tag. Welche Dinge fallen Ihnen schwer, die Sie eigentlich gern machen? Was tun Sie nicht mehr, obwohl sie es gern machen würden? Wobei brauchen Sie Hilfe?

Wenn Sie die Pflege für einen anderen beantragen, erstellen Sie mit ihm so eine Liste. Eine wichtige Grundlage für die pflegebedürftige Person und alle Angehörigen: Verschweigen Sie keine Probleme.

Es ist normal, dass man vor Fremden nicht zugeben möchte, was alles nicht mehr funktioniert. Viele Patienten sind auch selbst davon überzeugt, dass sie alles noch schaffen. Sie nehmen gar nicht wahr, wie viel Hilfe Sie im Alltag bekommen.

Besprechen Sie das vorher, damit sich niemand im Gespräch verraten oder überrumpelt vorkommt. Erklären Sie, dass es wichtig ist, die Schwierigkeiten zuzugeben. Im Gespräch sollte der Pflegebedürftige zum Beispiel nicht sagen, dass er sich manchmal noch gut selbst anziehen kann, wenn das nur alle paar Tage geht.

 

4.      Beim Begutachtungstermin

Beim Begutachtungstermin sind Sie vermutlich etwas nervös – keine Sorge, das ist normal. Der Gutachter wird sich mit der pflegebedürftigen Person unterhalten, sich die Pflegehilfsmittel (wie zum Beispiel einen Rollstuhl, einen Rollator, Stützgriffe und so weiter) ansehen und mit der Person sprechen, die die Pflege übernehmen wird. Wenn ein Pflegedienst da ist, spricht er auch mit der Pflegekraft, die bei dem Gespräch helfen und erklären kann, welche Maßnahmen ihrer Erfahrung nach notwendig sind.

Wenn Sie selbst die Pflege beantragen: Verschweigen Sie keine Schwierigkeiten. Sprechen Sie auch peinliche oder unangenehme Themen an wie Inkontinenz. Der Gutachter ist wie ein Arzt – jemand vor dem Sie sich nicht dafür schämen müssen, wenn Sie etwas nicht mehr können.

Wenn Sie für einen Angehörigen Pflege beantragen, scheuen Sie sich nicht über seine Defizite zu sprechen. Das ist für viele wirklich schwierig. Normalerweise sprechen wir nicht darüber, was jemand nicht mehr kann, wenn er oder sie im Raum ist. Hier ist das aber wichtig. Verschweigen Sie keine Probleme und keinen Aufwand. Schämen Sie sich nicht, weil eine Aufgabe lange dauert oder Sie oft Streit haben. Genau dieser Zeitaufwand ist wichtig für die Beurteilung.

Wenn jemand von einem Pflegedienst anwesend ist, haben Sie eine weitere „neutrale“ Person im Raum, die für Sie mit darauf achtet, dass die Aufgaben und der Aufwand richtig beschrieben werden. Wenn Sie uns vorab anrufen, sind wir gern bei dem Gespräch dabei.

5.      Der Pflegegrad

Der Gutachter sammelt seine Eindrücke und wertet sie aus. Sie bekommen von der Krankenkasse dann eine Mitteilung, welcher Pflegegrad und damit wie viel Geld bewilligt wurde.

Wenn der Pflegegrad Ihrer Meinung nach zu niedrig angesetzt ist, können Sie der Entscheidung widersprechen. Auch dabei helfen wir Ihnen gern.

 

So einfach beantragen Sie Pflegeleistungen

Sie sehen: Der Antrag auf Pflegeleistungen ist nicht unglaublich kompliziert sondern Sie kommen in 5 Schritten leicht dahin:

  1. Sie stellen den Antrag bei der Krankenkasse.
  2. Sie füllen die notwendigen Formulare der Krankenkasse aus.
  3. Sie bereiten das Beurteilungsgespräch vor.
  4. Das Beurteilungsgespräch findet statt.
  5. Sie erhalten eine Antwort Ihrer Krankenkasse und die Einordnung nach Pflegegrad.

Zum Pflegegrad und den Leistungen, die Sie je nach Pflegegrad erhalten, schreiben wir in den kommenden Wochen noch mehr. Wenn Sie uns auf Facebook folgen, sind Sie immer über neue Artikel auf dem Laufenden!

 

Noch einmal unser Hinweis: Wenn Sie wissen wollen, wie Sie Pflege beantragen können, rufen Sie uns an unter 0231 555 78 40 oder schreiben Sie uns. Wir beraten Sie als Experten für Pflege in Dortmund, Bergkamen, Kamen und Umgebung!