Haustiere für Pflegebedürftige Menschen

Haustiere gehören auch für viele pflegebedürftige Menschen zum Leben dazu. Und zwar nicht nur irgendein Haustier, sondern ihr eigenes – ein Hund, eine Katze, ein Vogel oder ein anderer treuer Begleiter. Wenn ein Mensch pflegebedürftig wird und sich selbst nicht mehr so wie vorher um das Tier kümmern kann, muss das nicht das Ende der jahrelangen Freundschaft bedeuten.

Auch Ihr Haustier wird weiterhin versorgt, wenn Sie pflegebedürftig werden!

Tiere helfen dementen und pflegebedürftigen Menschen

Es gibt eine Reihe von Gründen dafür, wieso Tiere pflegebedürftigen Menschen allgemein und dementen Personen insbesondere helfen:

Auch wenn eine pflegebedürftige Person selbst nicht mehr alle Aufgaben rund um die Tierpflege übernehmen kann: Ein Tier hält aktiv. Wenn es nur darum geht, morgens aufzustehen und dem Tier sein Futter zu geben, statt lange liegen zu bleiben. Aber Tiere spielen auch gern oder sind gewohnte Ansprechpartner im Alltag – auch wenn der Dialog einseitig bleibt, erhalten Haustiere oft Aktivität und soziales Verhalten. Gleichzeitig kommunizieren Tiere oft auch nonverbal auf eine Art, die auch für demente Menschen lange zugänglich bleibt.

Neben ihrer anregenden Wirkung haben Tiere oft auch einen beruhigenden Effekt auf Menschen. Sie entspannen und bieten eine Konstante im Leben, auf die sich ihre Besitzer oft seit Jahren verlassen. Selbst ein neues Haustier kann den beruhigenden Effekt auf jemanden haben, der Tiere liebt.

Kürzlich wurde sogar ein Pflegeheim dafür ausgezeichnet, dass es den dementen Bewohnern die Möglichkeit gibt, mit Tieren umzugehen und einen hauseigenen „Streichelzoo“ betreibt.

Behalten Sie Ihr Tier – es wird versorgt!

In einigen Städten gibt es zusätzliche Aktionen als Unterstützung für ältere Menschen: Sie helfen ihnen, Haustiere solang wie möglich behalten zu können. Ein Beispiel dafür sind die Silberpfoten aus Berlin, bei der sich Freiwillige engagieren, indem Sie Hunde ausführen oder sich um die Haustierpflege zuhause kümmern.

Wer zuhause und nicht im Pflegeheim lebt, hat selten einen eigenen kleinen Zoo. Aber das geliebte Haustier sollte natürlich weiter dableiben – auch bei Patienten mit Demenzerkrankungen. Dafür kümmern wir uns um viele Aufgaben: Futter kaufen, Tierarztbesuche, Fellpflege, Katzenklo oder Stall reinigen. Sprechen Sie uns auf die Möglichkeiten an, die Versorgung Ihres Haustiers über den Entlastungsbetrag zu finanzieren.

Pflege zuhause bei Demenz

Die Pflege zuhause ist nicht nur für viele Menschen ein wichtiges Anliegen, die ihre Angehörigen zuhause pflegen möchten. Sie ist auch ein großes Thema für die Politik, die in häuslicher Pflege einen wichtigen Lösungsansatz für die möglichen Probleme durch den demographischen Wandel sieht.

Wenn der Mensch, der auf Pflege angewiesen ist, zusätzlich dement ist oder es langsam wird, dann bedeutet das auch für Angehörige und Pflegekräfte eine zusätzliche Herausforderung. Demente Menschen erleben enorme Schwierigkeiten in ihrem Alltag und es ist für andere psychisch und physisch nicht leicht, damit umzugehen.

Was Pflege bei Demenz bedeutet

Die Pflege zuhause für demenzkranke Patienten bedeutet, dass sie länger ihre emotionalen und sozialen Beziehungen in gewohnter Weise aufrecht erhalten können. Sie bleiben in vertrauter Umgebung und haben vertraute Bezugspersonen – das hilft.

Gleichzeitig ist das perfide an Demenz gerade auch das Vergessen: Auch jemand, der sein ganzes Leben in Dortmund verbracht hat und vielleicht die letzten 50 Jahre sogar in ein und der selben Wohnung gelebt hat, vergisst vielleicht mal den Weg nach Hause. Das kann gefährlich sein, aber es ist vor allem auch erschreckend und für viele Patienten peinlich.

Deswegen wird oft auch die Pflege zu einem Navigations-Kunststück. Viele Patienten mit Demenz haben wegen ihrer Gedächtnislücken Angst und werden wütend – auf die Krankheit, auf sich selbst und auf Bezugspersonen. Es wird schwierig, Probleme oder Hilfsbedürftigkeit anzusprechen, wenn jemand nicht zugeben möchte, dass er immer mehr Fehler macht.

Das ist gerade für Angehörige zuhause anstrengend. Sie sollten sich deswegen früh mit den verschiedenen Möglichkeiten beschäftigen, sich von einem Pflegedienst unterstützen zu lassen.

Demenz früh erkennen und bei der Pflege berücksichtigen

Häufig erkennt man eine beginnende Demenz an bestimmten Symptomen, die als Vorzeichen gelten. Dabei gibt es natürlich Unterschiede – eine nachlassende Konzentrationsfähigkeit beispielsweise kann auch bei Patienten auftreten, die starke Schmerzen haben.

Trotzdem bemerken pflegende Angehörige die ersten Zeichen einer Demenz meist als erstes. Sie haben viel mit dem Patienten zu tun und erkennen, wenn sich beispielsweise die Persönlichkeit einer geliebten Person verändert.

Ist diese Veränderung stark oder wird sie von starken Stimmungsschwankungen oder Teilnahmslosigkeit begleitet, sollten pflegende Angehörige unbedingt mit einem Arzt sprechen.

Ein anderes, meist von Demenz betroffenes Feld ist die Erinnerung der Patienten: Sie verlieren alltägliche Gegenstände (angefangen bei normaler „Schussligkeit“), vergessen dann Namen, Verabredungen oder sogar Personen und ihre Gesichter. Manchmal überschneiden sich alte und neue Erinnerungen und Patienten glauben sich in ihrer Lebenswelt als Kind.

Ein letzter wichtiger Bereich ist die kognitive Leistungsfähigkeit: Einfache Rechenaufgaben, aber auch Sprach- und Stimmverarbeitung bereiten den Patienten Schwierigkeiten.

Pflege für an Demenz erkrankte Menschen

Wer einen Angehörigen pflegt, bringt immer viel Zeit und Mühe für diese Aufgabe auf. Demenzerkrankungen stellen aber an alle Beteiligten zusätzliche Anforderungen. Beispielsweise weil Patienten wichtige Gegenstände „verstecken“ – sie legen sie beiseite und wissen dann nicht mehr wohin. Oder weil sie wütend reagieren, wenn man Probleme anspricht. Im fortgeschrittenen Stadium „wissen“ sie manchmal gar nicht mehr, dass sie etwas nicht alleine können. Einige Patienten beschimpfen auch diejenigen, die ihnen helfen wollen.

Bei der Pflege von an Demenz erkrankten Menschen ist vor allem viel Geduld gefragt. Einerseits, weil man häufig Dinge immer wieder wiederholen muss oder sich auch darauf einstellen muss, den immer gleichen „Fehler“ neu zu beheben. Andererseits, weil es von Seiten der Patienten nicht viel Einsichtsvermögen gibt. Gerade deswegen zermürbt die Pflege häufig Angehörige, die sich der Aufgabe angenommen haben.

Angehörige halten diese Belastung oft viel länger als nötig alleine aus.

Hilfe bei der Pflege von demenzkranken Patienten zuhause

Als Angehöriger können Sie sich jederzeit an uns wenden, um zu erfahren, wie wir Sie bei der Pflege unterstützen können. Egal, ob mit Demenz oder ohne, dauerhaft oder zur Vertretung. Oder auch, wenn Sie gern einfach noch jemanden hätten, der regelmäßig mit dem Patienten zu tun hat und Ihre Eindrücke bestätigen kann.

Kontaktieren Sie uns einfach über unser Kontaktformular oder gleich telefonisch unter 0231 555 78 40.

Wann ist häusliche Pflege notwendig?

Ab wann braucht jemand Pflege – und wann wird sie von den Krankenkassen bewilligt? Das sind die zwei häufigsten Überlegungen von Angehörigen und Patienten, bevor sie zum ersten Mal häusliche Pflege beantragen. Wir widmen uns hier der ersten Frage, die wir oft gerade bei der ambulanten Pflege in Dortmund hören:  Wann ist Pflege zu Hause durch einen Pflegedienst nötig?

Wir bieten ambulante Pflege in Dortmund und vielen anderen Städten an. Der medizinische Pflegedienst AuK bietet ambulante Pflege in Kamen und Umgebung und Lazarus arbeitet von Bergkamen aus. Dabei hören wir oft, dass Patienten und Angehörige vor dem Antrag auf Pflege noch Bedenken haben. Was viele Angehörige mit der Frage nach der Notwendigkeit meinen ist oft: „Ist es in Ordnung, wenn ich Hilfe hole?“. Für Patienten bedeutet die Frage „Geht es mir schon so schlecht?“. Beide können wir beruhigen.

Ambulante Pflege hilft, damit nicht mehr nötig wird

Wenn ambulante Pflege durch Experten nötig wird, bedeutet das nicht, dass Angehörige die Pflege nicht schaffen könnten oder Patienten zu krank sind. Pflege zu Hause hilft manchmal, das zu verhindern. Angehörige werden nicht zu müde oder erschöpft. Und Patienten werden nicht krank, weil sie sich überanstrengen. Die Pflegeleistung durch einen Pflegedienst entlastet und nimmt so den Druck.

Hilfe annehmen: Pflege vom Arzt empfohlen

Wenn ein Arzt also die Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst empfiehlt, ist es immer eine gute Idee, die Empfehlung anzunehmen. Auch wenn Sie jetzt noch keine Unterstützung von außen brauchen, können Sie Pflegegeld beantragen. Falls Sie dann doch mal Kurzzeitpflege oder andere Pflegeleistungen in Anspruch nehmen wollen, geht das noch leichter.

Selbst Pflege organisieren

Wenn kein Arzt bis jetzt den Vorschlag gemacht hat, aber Sie merken, dass die Unterstützung gut täte – können Sie sich auch direkt bei Ihrer Krankenkasse melden. Die beraten sie – allerdings oft aus der Perspektive der Kostenträger. Eine andere Anlaufstelle bietet das bundesweite Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit.

Oder rufen Sie uns an (0231 555 78 40). Wir beraten Sie unverbindlich telefonisch und kommen auf Wunsch auch vorbei – dann helfen wir Ihnen beim Antrag bei der Krankenkasse.