Was ist Grundpflege?

Fast jeder, der sich als Patient, Angehöriger oder auch vor der Ausbildung mit dem Thema Pflege beschäftigt hat, hat auch den Begriff „Grundpflege“ schon einmal gehört. Dabei wird viel darüber gesprochen, was er bedeutet und vor allem auch, wie er sich von anderen Begriffen abgrenzen lässt. Grundpflege, Basispflege, Grundversorgung häufig werden diese Begriffe synonym verwendet. Dabei ist es wichtig, gerade den Unterscheid zwischen den Begriffen Grund- und Behandlungspflege zu kennen.

Was bedeutet Grundpflege?

Grundpflege bedeutet, dass jemand bei alltäglichen Grundverrichtungen unterstützt wird.

Diese alltäglichen Grundverrichtungen umfassen Essen, Körperpflege, Mobilität, Prophylaxe und die Förderung von Eigenständigkeit und Kommunikationsfähigkeit.

Diese Liste umfasst diverse Aufgaben:

  • Ernährung – Essen und Trinken, von der mundgerechten Darreichung bis zur Mahlzeit. (Das Zubereiten von Nahrung gehört zur hauswirtschaftlichen Hilfe!)
  • Körperpflege – vom alltäglichen Waschen und Zähneputzen bis hin zu regelmäßigen Körperpflegeaufgaben wie Nagelpflege oder Rasur.

Außerdem gehören Aufgaben dazu, die weitere Fähigkeiten fördern oder unterstützen sollen:

  • Mobilität – hierzu zählt die Unterstützung beim Bewegen (ob nur der Bewegung wegen oder zu einem Ziel wie einem Arzttermin) und Maßnahmen die helfen sollen, die Bewegungsfähigkeit zu erhalten oder zu fördern.
  • Prophylaxe – viele Tätigkeiten in der Grundpflege sind prophylaktisch, also vorbeugend. Sie verhindern weitere Erkrankungen oder Verschlimmerung von Krankheiten. (Beispiele sind die Prophylaxe von Dekubitus, Thrombose, Kontrakturen, Pneunomie, … viele der Maßnahmen überschneiden sich mit Zielen wie der Förderung von Mobilität oder der Körperpflege)
  • Förderung von Eigenständigkeit – mit der Perspektive auf die noch vorhandenen Fähigkeiten statt der Fehlenden. So sollen Patienten gefördert werden. Sie werden dabei unterstützt, sich selbst zu pflegen und die entsprechenden Fähigkeiten wieder zu lernen, wo möglich.
  • Förderung von Kommunikation und Kommunikationsfähigkeit – das einfache Reden mit Patienten und die Unterstützung bei der Kommunikation mit anderen (zum Beispiel durch Besuch einer Tagespflege, Seniorengruppe oder ähnlichem) gehört in diesen Bereich.

Wer bezahlt die Grundpflege?

Die Grundpflege wird von der Pflegekasse bezahlt.

In der gesetzlichen Pflegeversicherung ist jeder versichert, der auch in der gesetzlichen Krankenversicherung ist. Wer privat versichert ist, muss sich auch um eine private Pflegeversicherung kümmern.

Für so gut wie jeden Menschen in Deutschland gilt deswegen, dass er oder sie pflegeversichert ist.

Wer hat Anspruch auf Grundpflege?

Bei der Grundpflege handelt es sich um eine Leistung der Pflegeversicherung in Deutschland für alle Menschen, die pflegebedürftig werden.

Wenn jemand pflegebedürftig wird, hat er Anspruch auf Grundpflege.  Das kann durch Krankheit, Unfall oder Alter passieren.

Viele ältere Menschen verlieren einige Bewegungsfähigkeit und benötigen deswegen beispielsweise Unterstützung beim An- und Ausziehen oder bei der Körperwäsche. Andere sind zwar körperlich noch zur Durchführung der Tätigkeiten in der Lage, aber ihnen fehlt aufgrund von anderen Krankheiten die Organisationsfähigkeit. Beispielsweise vergessen demente Patienten oft bestimmte Aufgaben oder wiederholen sie immer wieder.

Jüngere Menschen können nach einem Unfall oder durch eine Krankheit pflegebedürftig sein. Manchmal sind sie vorrübergehend, manchmal dauerhaft pflegebedürftig. Wer sich einen oder beide Arme bricht, ist vorrübergehend eingeschränkt und hat während dieser Zeit Anspruch auf Unterstützung. Wer nach dem Unfall langfristig beispielsweise bewegungsunfähig ist, wird auch langfristig gepflegt.

 

Grundpflege von Pflegediensten im Born Gesundheitsnetzwerk

Im Born Gesundheitsnetzwerk finden sich einige Pflegedienste – von der ambulanten Alten- und Krankenpflege bis hin zur Intensivpflege.

Dabei gehört die Grundpflege zu unseren Aufgaben. Wir übernehmen die Grundpflege für alte, kranke oder verunfallte Patienten – im Notfall auch sofort.

Wenn Sie auf der Suche nach Grundpflege sind – für sich oder Angehörige – rufen Sie uns an, schreiben Sie uns oder kontaktieren Sie uns über Facebook.

Was ist Palliativpflege?

Palliativ- oder Hospizpflege ist Pflege am Ende des Lebens eines Patienten mit einer unheilbaren, fortschreitenden Krankheit. Viele Menschen kennen die Palliativpflege auch unter dem Namen Hospizpflege – Hospize sind spezielle Pflegeheime, in denen Menschen die letzte Phase ihres Lebens verbringen können.

Palliativpflege ist eine Form von Pflege, die sich etwas von anderen Pflegearten unterscheidet. Ziel ist keine Heilung einer Krankheit, sondern das Lindern von Leid. Dabei kann es um körperliches oder seelisches Leid gehen. Die Verarbeitung des eigenen Tods ist keine einfache Aufgabe.

Außerdem bezieht die Palliativpflege noch weiter auch Angehörige oder Freunde mit ein. Egal, ob Patienten alt oder jung sind: Der Abschied soll für sie einfacher werden und weniger schmerzhaft.

 

Für wen ist Palliativpflege?

Palliativpflege ist nicht klar abgegrenzt von anderer Pflege. Intensivpflege und Palliativpflege können ebenso miteinander einhergehen wie Palliativpflege und die gleiche Wundversorgung wie in der Krankenpflege.

Patienten werden meist durch einen Palliativpflegedienst versorgt, wenn sie aufwendig versorgt werden müssen, weil sie eine nichtheilbare, fortschreitende und weit fortgeschrittene Erkrankung haben, durch die ihre Lebenserwartung stark beschränkt ist.

Dabei hängt von den individuellen Umständen ab, wann Palliativpflege beginnt und worin genau sie besteht.

Wer übernimmt die Kosten für Palliativpflege?

Palliativpflege ist meist besonders aufwändig und es muss erwähnt werden, dass in diesem Bereich viele Menschen ehrenamtlich arbeiten. Angehörige und Freunde ebenso wie engagierte Freiwillige unterstützen die Versorgung von Palliativpatienten.

Die Pflege durch den Pflegedienst teilt sich in die Kosten für die Grundpflege (übernommen von der Pflegekasse) und Kosten für spezielle Leistungen (die die Krankenkasse bezahlt).

Letztere umfassen die medizinische Versorgung durch Ärzte (meist beim Patienten zuhause), die Krankenpflege durch einen Palliativpflegedienst und oft die spezialisierte ambulante Palliativversorgung.

Wer bietet Palliativpflege an?

Es gibt Pflegedienste, die auf Palliativpflege spezialisiert sind. Dabei bieten einige Pflegedienste insbesondere die Palliativpflege von Kindern an. Andere versorgen Patienten jeden Alters.

Der Palliativpflegedienst im Born Gesundheitsnetzwerk heißt Lazarus Palliativ. Er versorgt Patienten jeden Alters und unterstützt sie und ihre Familien. Dazu gehört auch die Koordination aller an der Pflege Beteiligten: Ärzte, Therapeuten und Apotheker arbeiten miteinander zusammen. Dadurch, dass es eine zentrale Absprache gibt, wird die Familie so wenig wie möglich mit organisatorischen Aufgaben belastet.

Wer kann in der Palliativpflege arbeiten?

Wie erwähnt arbeiten in der Palliativpflege viele ehrenamtliche Helfer. Für sie gibt es Stellen über Hospize, in denen Patienten leben können.

Wer professionell in der Palliativpflege arbeiten möchte, sollte auch professionell pflegen können. Dazu gehört eine Ausbildung.

Eine weitere Voraussetzung für die Palliativpflege ist die Bereitschaft, viel mit Menschen in einer besonders emotionalen Situation umzugehen. Palliativpflegekräfte kommen nicht darum herum, eine persönliche Beziehung mit Menschen aufzubauen, die bald sterben werden. Auch wenn in der Pflege allgemein gilt „Man kann nicht jeden Tod mitsterben“, ist die Herausforderung für Palliativpflegekräfte besonders groß. Denn gleichzeitig ist viel Empathie nötig, um die Patienten und ihre Familien zu begleiten.

Wenn Sie gerne mehr über die Arbeit in der Palliativpflege erfahren möchten oder einen neuen Job in der Palliativpflege suchen, kontaktieren Sie uns oder den Pflegedienst Lazarus Palliativ direkt!

Welche Perspektiven gibt es nach der Ausbildung in der Pflege?

Wenn die Entscheidung zur Ausbildung in der Pflege gefallen ist, sind damit noch nicht alle Fragen beantwortet. In welche Richtung soll es gehen und was möchte man langfristig arbeiten?

Drei Ausbildungsberufe in der Pflege

Neben den drei Ausbildungsberufen in der Pflege gibt es auch zwei Assistenzberufe in der Pflege sowie immer mehr Studiengänge. Hier wollen wir uns aber die Ausbildungen ansehen und die Möglichkeiten, die man danach hat. Möglich sind für alle nach der Ausbildung in den Assistenzberufen der Pflege oder abgeschlossener zehnjähriger Schulbildung:

  • die Ausbildung zur Altenpflegerin oder zum Altenpfleger
  • in der Gesundheits- und Krankenpflege
  • oder in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

Jeder der Ausbildungen dauert drei Jahre und besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Der praktische Teil der Altenpflege-Ausbildung findet in Pflegediensten statt – wir bieten zum Beispiel Ausbildungsplätze in Altenpflege in Kamen an. Auch der praktische Teil der Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege ist in Pflegediensten möglich – oder in Altenheimen oder Krankenhäusern. Der praktische Teil der Ausbildung in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege findet in Krankenhäusern mit Kinderstation (Pädiatrie) statt.

Nach Ausbildungsende: Aus-gelernt?

In der Pflege gehört „lebenslanges Lernen“ zu einem der Vorteile (oder Nachteile), die jeder und jede Auszubildende erwarten sollten. Auch wenn die Theoriestunden in der Schule irgendwann geschafft sind, gibt es noch viele Möglichkeiten offiziell und inoffiziell dazuzulernen. Im Beruf ergibt sich durch neue Patienten immer wieder etwas Neues und das bedeutet alltägliches Lernen.

Dazu kommen weitere Möglichkeiten. Fort- und Weiterbildungen zum Beispiel. Auch wenn beides oft in einem Atemzug genannt wird, gibt es da einen kleinen Unterschied: In Fortbildungen frischt man sein Wissen auf oder erweitert es, um auf dem aktuellen Stand im aktuellen Beruf zu bleiben. In einer Weiterbildung lernt man dagegen etwas, das eine weitere berufliche Qualifikation bedeuten – zum Beispiel durch ein Zertifikat, das neue Tätigkeiten erlaubt.

In den meisten Pflegeunternehmen werden Fort- und Weiterbildungen angeboten. Ein großer Unterschied zwischen den Unternehmen ist, wer wann diese Kurse belegen und sich so weiter entwickeln darf. Bei uns gilt: Fortbildungen für alle – aus gutem Grund.

Der richtige Arbeitgeber nach der Ausbildung

Wenn man seine Ausbildung in der Pflege beendet hat, kann man oft bei dem Unternehmen bleiben, bei dem man auch den praktischen Teil seines neuen Handwerks gelernt hat. Manchmal ist es aber auch Zeit für einen Wechsel oder etwas Neues. Wer beispielsweise die Ausbildung im Krankenhaus absolviert hat, möchte vielleicht auch mal rausfinden, wie es so in einem ambulanten Pflegedienst läuft und umgekehrt.

Eine andere Möglichkeit ist, in spezielle Pflegebereiche vorzustoßen. Beispielsweise die ambulante Intensivpflege oder die Pflege in Patienten-WGs. In unseren Patienten-WGs im WoKo I und II in Dortmund beispielsweise. Hier steht vor dem Start in die Arbeit noch eine Weiterbildung zur Fachkraft für Intensivpflege. Die bieten wir allen in unseren Teams auch gerne an.

Die dritte Option ist vor allem auch für Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger interessant: Bei Peggy Blue bieten wir ganz besondere Stellen in der ambulanten Kinderintensivpflege im Ruhrgebiet an.

Ein Start im Born Gesundheitsnetzwerk

Egal, ob Sie Ihre Ausbildung in einem der Pflegedienste des Gesundheitsnetzwerks gemacht haben oder neu zu uns kommen würden: Wir freuen uns auf Sie! Wir haben freie Stellen in unterschiedlichen Bereichen für ausgebildete Pflegende aus allen drei Ausbildungsberufen.

Peggy Blue: Der Kinder-Intensivpflegedienst im Ruhrgebiet

Wir kümmern uns auch um intensivpflegebedürftige Kinder und Jugendliche: Unsere jüngsten Patienten betreut der Kinderintensivpflegedienst Peggy Blue von Dortmund aus. Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder Mitarbeiter morgens von Dortmund aus ins Ruhrgebiet, ins Rheinland oder bis nach Kaiserslautern fahren. Denn so weit über Deutschland verteilt haben wir schon Patienten – und wir freuen uns über mehr: Mehr Familien, die wir unterstützen können, und mehr Mitarbeiter, die dabei helfen.

Kinderintensivpflege: Täglich zu Gast in Familien

Kinder und Jugendliche, die auf Intensivpflege angewiesen sind, haben meist rund um die Uhr eine Pflegekraft an ihrer Seite. So eine ständige zusätzliche Person im Familienleben soll für keine der Familien, mit denen wir zusammenarbeiten, eine Belastung sein. Wir wollen Eltern und Kinder entlasten und stimmen uns dazu mit den Familien, Ärzten und Therapeuten ab.

Das Familienleben nicht zu stören ist bei den jüngsten Patienten besonders wichtig. In jeder Familie ist es natürlich auch mal etwas chaotisch – aber das soll an Dingen wie dem in letzter Minute noch eingepackten Kuscheltier liegen und nicht daran, dass in der Versorgung etwas fehlt. Wir lachen und lernen mit unseren jüngsten Patienten und ihren Familien – oder schaffen Raum für das ganz persönliche, ungestörte Familienleben.

Wir begleiten unsere Patienten mit in den Kindergarten, die KiTa oder in die Schule, damit sie einen weitgehend normalen Alltag erleben können. Wir kommen auch mit auf Ausflügen mit Freunden oder wenn eine große Urlaubsfahrt ansteht.

Unterstützung bei unterschiedlichen Krankheitsbildern

Wir übernehmen die Intensivpflege für Kinder und Jugendliche in ganz unterschiedlichen Fällen. Manchmal werden wir nur selten und zum Beispiel über Nacht gebraucht. Manchmal sind wir wie gesagt wirklich bei allem dabei und erleben viel mit. Die Gründe dafür sind auch unterschiedlich.

Einige Patienten haben zum Beispiel Magensonden oder Atemregulationsstörungen oder werden aus anderen Gründen beatmet. Teilweise nur nachts, teilweise auch tagsüber. Wir kennen uns mit invasiver und nicht-invasiver Beatmung aus und beraten Familien auch dazu, wie die nötigen Geräte im Kinderzimmer am besten Platz finden.

Wir sind für Kinder, von ihrer manchmal frühen Geburt an da und begleiten sie – wenn das notwendig ist – auch als Kinder und später als Teenager. Egal ob bei Herzerkrankungen, Stoffwechselstörungen, neuronalen Krankheitsbildern oder Mehrfachbehinderungen.

Wenn Ihr Kind und Sie Unterstützung suchen, rufen Sie uns an. Wir besprechen mit Ihnen genau, was Sie brauchen und wie wir helfen können. Egal, ob Sie gerade noch im Krankenhaus sind, schon lange Zuhause selbst zu Experten geworden sind oder eine Veränderung für Sie ansteht. Rufen Sie uns an unter 0231 5557840 oder schreiben Sie uns.

Wir suchen neue Kolleginnen und Kollegen für die Kinderintensivpflege

Wir versorgen unsere Patienten in kleinen, festen Teams, damit Kinder und ihre Familien sich nicht an immer neue Gesichter gewöhnen müssen und auch unsere Pflegekräfte bauen natürlich eine Beziehung zu ihren Patienten auf. Natürlich kann und soll keine Pflegekraft allein die Betreuung rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche übernehmen – die Teams sind groß genug, damit auch der Job in der Kinderintensivpflege genug Freizeit bietet.

Für den speziellen Job in der Kinderintensivpflege interessieren sich immer wieder besondere Menschen. Wir freuen uns auf Zuwachs – egal ob jemand mit Erfahrung eine neue Stelle sucht oder eine ausgebildete Pflegekraft in die Kinderintensivpflege wechseln möchte.

Für einen noch besseren Eindruck haben wir einen kleinen Film zusammengestellt, in dem jeder den Kinderintensivpflegedienst PeggyBlue kennenlernen kann.

Wenn Sie Interesse haben, bei uns mitzuarbeiten, kontaktieren Sie uns. Entweder per Telefon, über das Kontaktformular oder per Email. Hier finden Sie auch aktuelle Stellenausschreibungen.

Was bedeutet Verhinderungspflege?

Verhinderungspflege ist ein wichtiges Thema und wird in den unterschiedlichsten Situationen relevant.

Was ist Verhinderungspflege?

Es geht um Pflege, die normalerweise beispielsweise durch einen Angehörigen oder eine Nachbarin, einen Freund oder ein Familienmitglied übernommen wird. In diesen Fällen wird (anteilig oder vollständig) das sogenannte Pflegegeld ausgezahlt.

Wenn diese Person ausfällt – egal, aus welchen Gründen – kann Verhinderungspflege beantragt werden. Dann übernimmt zum Beispiel einer unserer Pflegedienste in der Zeit die Pflege. Dabei werden alle Aufgaben aus der ambulanten Pflege übernommen – auch beispielsweise einfach die Anwesenheit und Betreuung der pflegebedürftigen Person.

Die Gründe sind übrigens wirklich vielfältig. Manchmal fällt jemand spontan aus – wegen Krankheit, eines Unfalls oder dringender Termine. Manchmal ist der „Ausfall“ aber auch eine geplante Auszeit: Ein Theaterbesuch oder auch ein Urlaub. Egal, ob die eigentliche Pflegeperson wegen

  • eines wichtigen Termins (zum Beispiel beim Zahnarzt, zur Darmkrebsvorsorge oder zur Besprechung mit dem Steuerberater),
  • einer Pflicht (wie einem besonderen Arbeitsanlasses, einer Schulveranstaltung oder einem Termin beim Amt),
  • eines angenehmen Vorhabens (zum Beispiel einem Theaterbesuch, eines Tanztreffs oder einer Verabredung mit Freunden) oder
  • einer längeren Abwesenheit (für einen Urlaub, eine Geschäftsreise oder einen Besuch)

ausfällt: Ein Pflegedienst kann einspringen und die Pflege übernehmen.

Fragen zur Verhinderungspflege

Ein paar wichtige Fragen zum Thema kurz beantwortet – bei ausführlichen Fragen oder speziellen Problemen, rufen Sie uns an! Wir organisieren die Pflege immer mit allen Beteiligten gemeinsam.

Wie lange darf oder muss die Verhinderungspflege dauern?

Verhinderungspflege können Sie stundenweise oder für mehrere Tage oder sogar Wochen beantragen. Insgesamt dürfen im Jahr maximal 42 Tage zusammenkommen. Dabei zählen keine Tage, an denen die Verhinderungspflege für weniger als acht Stunden eingesetzt war.

Wer bezahlt Verhinderungspflege?

Verhinderungspflege wird von der Pflegekasse bezahlt. Dabei werden Kosten bis zu 1612 Euro im Kalenderjahr erstattet – oder bis zu 2 418 Euro, wenn im Jahr keine Kurzzeitpflege beantragt wird. Allgemeine Infos finden Sie auch auf den Seiten zum Pflegestärkungsgesetz – oder wir beraten Sie am Telefon.

Wie beantragt man Verhinderungspflege?

Den passenden Antrag finden Sie oft auf den Seiten der Krankenkassen – Sie können aber auch ein Anschreiben aufsetzen und so die Leistung beantragen.

Den Antrag stellt formal die gepflegte Person oder ein Bevollmächtigter. Wenn Sie unsicher sind, helfen wir Ihnen gerne.

Wann muss man Verhinderungspflege beantragen?

Verhinderungspflege können Sie auch nachträglich beantragen – sonst wäre es sicher schwer, eine Krankheitsvertretung rechtzeitig zu organisieren. Im Regelfall ist der Antrag vorher aber eine gute Idee – dann ist alles geklärt und Sie können sich ganz auf den Termin konzentrieren oder die Entspannung genießen.

Kein schlechtes Gewissen!

Ein wichtiger Einwurf für alle, die Angehörige pflegen und nach Verhinderungspflege suchen: Es gibt überhaupt keinen Grund für ein schlechtes Gewissen. Manche Leute fühlen sich, als würden sie die gepflegte Person im Stich lassen. Das ist verständlich, weil Sie sich natürlich verantwortlich fühlen und natürlich Ihre Angehörigen sehr mögen. Eine Auszeit ist aber kein Grund für ein schlechtes Gewissen, sondern wohlverdient und immer mal wieder notwendig. Ganz abgesehen von all den alltäglichen Pflichten und Terminen, denen sich niemand entziehen könnte, selbst wenn wir wollten.

Vielleicht haben Sie sogar schon mal blöde Sprüche von Nachbarn oder anderen Außenstehenden gehört, die Ihren Einsatz in Frage stellen. Diese dummen Sprüche sind Quatsch! Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie den Lästermäulern die Meinung sagen oder sie durch Ignorieren abstrafen – Hauptsache, Sie selbst wissen, dass Sie darauf nicht hören müssen.

Verhinderungspflege durch das Born Gesundheitsnetzwerk

Sie sind konkret auf der Suche nach Verhinderungspflege im Ruhrgebiet, in Bergkamen und Umgebung oder im Sauerland? Dann rufen Sie doch einfach bei uns an. Wir besprechen mit Ihnen, was möglich ist und helfen Ihnen bei Anträgen. Wir können gerne regelmäßige Termine vereinbaren – wenn Sie zum Beispiel wöchentlich zum Sport wollen – oder auch in dringenden Fällen einspringen.

Was bedeutet Intensivpflege?

Im Born Gesundheitsnetzwerk hat die Intensivpflege einen wichtigen Platz. Die ipo Intensivpflege Organisation nimmt eine wichtige Rolle ein. Ebenso der ambulante Intensivpflegedienst AuK intensiv. Und auf die jüngsten Patienten konzentriert sich der Kinderintensivpflegedienst Peggy Blue. Daneben gibt es bei uns die innovativen Wohngemeinschaften des Wohnkonzept 2016.

Heute werfen wir einen Blick auf die ambulante Intensivpflege, also die intensive Pflege bei unseren Patienten zu Hause. Bald kommen weitere Artikel zur Kinderintensivpflege und unseren Wohngemeinschaften!

Wozu ist Intensivpflege zu Hause gut?

Wenn aufwändige Pflege zu Hause stattfindet, bedeutet das, dass auch z.B. Patienten, die rund um die Uhr beatmet werden müssen, nicht in einem Krankenhaus oder Heim leben müssen. Die notwendigen Hilfsmittel können in der Wohnung oder im Haus einer Familie aufgebaut werden. Damit sind intensivpflegebedürftige Patienten so weit wie möglich weiter mitten im normalen Familienleben aktiv.

Die Pflegekräfte, die intensivpflegebedürftige Patienten rund um die Uhr betreuen, arbeiten deswegen bei uns nach den Grundlagen der familienzentrierten Pflege. Die Pflege konzentriert sich immer auf den Patienten und seine Familie und wir versuchen, so wenig wie möglich zu stören.

Denn Ziel der ambulanten Intensivpflege ist ja (unter anderem), dass der Patient sich weiter zu Hause wohlfühlt – nicht, dass die ganze Familie fortan in einer Krankenhaus-Atmosphäre lebt.

Ab wann zählt Pflege als Intensivpflege?

Viele Pflegedienste sprechen von Intensivpflege, wenn die ständige Beatmung des Patienten notwendig ist. Aber es kann auch andere Gründe für die Pflege rund um die Uhr geben. Die Betreuung zu allen/den meisten Zeiten am Tag ist ein gutes Kriterium: Auch wenn gerade keine Beatmung notwendig ist, kann hier die Rede von Intensivpflege sein.
Gerade, wenn sich Symptome oder Beschwerden verschlimmern oder verbessern entsteht oft eine Übergangzeit, in der manche Patienten nicht sicher sind, an welchen Pflegedienst sie sich wenden sollen. Dadurch, dass sich bei uns ambulante Pflegedienste und Intensivpflegedienste in einer Organisation wiederfinden, ist die Koordination einfacher. Fragen Sie also einfach bei einem Pflegedienst nach und wir helfen Ihnen, den richtigen Ansprechpartner zu finden.

Wer bezahlt Intensivpflege?

Wer die Kosten der Pflege übernimmt, hängt oft vom Einzelfall ab. Sie können sich aber sicher sein: Wenn ein Arzt Pflegeleistungen verordnet hat – zum Beispiel die Beatmung rund um die Uhr – werden die Kosten auch übernommen.

Bei einigen Patienten durch die Pflegekasse, bei anderen durch die Krankenkasse. Zu den Unterschieden und in Ihrem persönlichen Fall beraten wir Sie gerne – rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns. Wir besprechen oder planen mit Ihnen die Intensivpflege bei Ihnen zu Hause.

Die Intensivpflege-Ausbildung – auch für Umsteiger

Interessiert an der Arbeit als Intensivpflegekraft? Auch für Sie sind wir natürlich gerne erreichbar. Kontaktieren Sie uns zu den Möglichkeiten, bei uns um- oder einzusteigen. Auch wenn Sie bisher nicht in diesem Bereich gearbeitet haben, können Sie bei uns damit anfangen. Und wenn Sie schon Experte sind, freuen wir uns natürlich auch, wenn Sie in einem unserer Pflegedienste arbeiten möchten.

Was bedeutet Palliativpflege?

Unser Pflegedienst Lazarus Palliativ bietet unseren Patienten Palliativpflege an. Sie ist für Patienten, die bald sterben werden und soll sie in ihrer letzten Lebensphase begleiten. Auch die Familie und Freunde werden auf Wunsch des Patienten einbezogen. Ziel der Palliativpflege ist, dass der Mensch so wenig wie möglich leidet.

Es gibt Palliativpflege zu Hause, in Pflegeheimen oder Krankenhäusern und in Hospizen. Wo der Patient leben möchte entscheiden er und seine Familie gemeinsam. Wir unterstützen Sie dabei. Wir arbeiten mit Mitarbeitern verschiedener Hospizdienste und der Palliativstation des Katharinen-Hospitals Unna zusammen.

Wozu ist Palliativpflege gut?

Palliativpflege soll das Leiden des Patienten so gering wie möglich machen.

Lindern von körperlichen Schmerzen

Ein Teil davon sind körperliche Schmerzen. In der medizinischen Behandlung oder Pflege ist normalerweise das Ziel, dass der Patient gesunder wird. In der Palliativpflege weiß man, dass ein Patient nicht mehr gesund wird.
Viele unheilbare Krankheiten verursachen auch starke oder überhaupt Schmerzen. Deswegen ist das Ziel, diese Schmerzen zu lindern. Einerseits durch Medikamente wie Schmerzmittel. Andererseits durch viele kleine Maßnahmen. Beispielsweise einen möglichst bequemen Ort zum Sitzen und Schlafen. Das kann das eigene, gewohnte Bett sein oder ein Sessel. Oder ein spezielles medizinisches Bett, in dem das Aufstehen leichter fällt.

Lindern von psychischem Leid

Ein weiterer Aspekt ist das psychische Leiden. Das bezieht sich auf die Gefühle des Patienten und auch seiner Angehörigen. Dazu gehören Angst, Trauer, Wut und Hilflosigkeit. Viele Menschen empfinden aber auch Dankbarkeit und möchten versuchen, die auszudrücken oder in den Vordergrund zu stellen. Die Begleitung dabei gehört zur Palliativpflege.

Sorge für das spirituelle Wohlbefinden

Ein dritter, wichtiger Teil der Palliativpflege ist die Sorge um das spirituelle Wohlbefinden des Patienten. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass auch die Religion des Patienten eine wichtige Rolle spielt. Egal ob christlich (katholisch, evangelisch oder zum Beispiel der Neuapostolischen Kirche), muslimisch oder aus einer anderen Religion – oder gar nicht als Teil einer festen Religion.
Welche Dinge genau einem Menschen und seiner Familie am Ende des Lebens wichtig sind, ist immer eine sehr persönliche Entscheidung.

Wer hat einen Anspruch auf Palliativpflege

Es gibt drei grobe „Kriterien“ für Palliativpflege. Menschen haben Anspruch auf Palliativpflege, wenn sie

  • eine nicht heilbare, fortschreitende und weit fortgeschrittene Erkrankung haben
  • und wenn ihre Lebenserwartung durch die Krankheit begrenzt ist
  • und sie eine aufwendige Versorgung benötigen.

Man kann erkennen, dass diese drei Punkte keinen rigorosen Maßstab aufstellen. Es wird nicht anhand von der Lebenserwartung in Monaten oder Tagen „gemessen“, sondern individuell entschieden. Meistens verschreibt der behandelnde Arzt die Maßnahmen.

Wer zahlt Palliativpflege?

Palliativpflege setzt sich meist aus drei Teilen zusammen:

  • Der Grundpflege, die Patienten mit Pflegegrad vielleicht schon länger bekommen (nach SGB XI). Die Kosten übernimmt weiterhin die Pflegekasse.
  • Die eigentliche Palliativpflege bezahlt die Krankenkasse (nach SGB V). Dazu gehören:
    • Die medizinische Versorgung durch einen Arzt
    • Die häusliche palliative Krankenpflege durch einen Pflegedienst wie Lazarus Palliativ
    • Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), wenn ein Arzt sie verordnet hat.
  • Ehrenamtliche Arbeit durch Freiwillige, die nicht bezahlt wird.

Suchen Sie einen Palliativpflegedienst?

Wenn Sie Fragen zur Palliaitivpflege haben, können Sie uns gerne direkt anrufen (02307-210400) oder eine Nachricht schreiben. Sie erreichen jemanden, der sich mit dem Thema auskennt und Ihnen dabei hilft, die nächsten Schritte zu planen. Die Beratung vorab ist übrigens für Sie kostenlos!

Sie können sich auch gern unter der gleichen Nummer an uns wenden, wenn Sie in diesem herausfordernden Bereich arbeiten möchten. Wir freuen uns über Kolleginnen und Kollegen, die diese besondere Aufgabe übernehmen möchten.