Pflege braucht Vielfalt: Willkommen im Born Gesundheitsnetzwerk

Wir heißen immer wieder neue Pflegekräfte im Netzwerk Willkommen. Ganz oft sieht man auf unserer Facebookseite Fotos von kleinen Gruppen: sie fangen in unterschiedlichen Pflegediensten bei uns an, nutzen die Fortbildungsmöglichkeiten oder steigen in eine neue Position auf. Manchmal machen wir auch Ausflüge und auf den Fotos sind viele unserer Pflegekräfte auf einmal zu sehen.

Ein schöner Aspekt vieler Bilder: Sie zeigen die Vielfalt in unserem Netzwerk. Wir haben Kollegen und Kolleginnen aus vielen Ländern, in allen Altersgruppen und mit ganz verschiedenen Lebensgeschichten. Deswegen wissen wir sicher, dass vielfältige Pflege mehr Spaß macht.

Pflege ist aktive Menschlichkeit

Pflege ist ein Berufszweig, in dem es den wenigsten Leuten um Ansehen oder Reichtum geht. Letzterer insbesondere dürfte auch schwer erreichbar sein, solange nicht ein erheblicher Ruck durch die Gesellschaft geht. Aber auch Ansehen ist nicht immer garantiert.

Pflege ist Arbeit für Menschen mit Menschen an Menschen – und wird deswegen eher belächelt. Die Ausbildung vermittelt, wie man die Würde eines anderen Menschen erhält. Dafür sind kaum einmal Schraubenzieher nötig und man verzichtet auch meist auf das Malen von linearen Graphen. Wer „nur“ Pflegekraft ist, wollte es sich offensichtlich leicht machen – oder hat sich die schwierige Arbeit selbst ausgesucht und sollte sich nicht beklagen. Das schwankt, je nach Gesprächspartner.

Pflegekräfte behaupten sicher nicht, dass es in anderen Berufen keine Menschlichkeit gibt, jeder andere Beruf leichter ist oder weniger Verantwortung mit sich bringt. Aber sie wissen, dass sie einen anspruchsvollen, wichtigen Job haben. Sie wissen auch, dass Pflege nicht nur für bestimmte Leute da ist – und nicht nur von bestimmten Leuten durchgeführt werden muss.

Pflege ist keine Glaubensfrage

Im „Leitbild“ vieler Pflegedienste, das aus Büchern oder Fortbildungen übernommen wird, ist der Respekt für spirituelle Bedürfnisse der Patienten verankert. Wir haben in unserem Netzwerk kein solches Leitbild, sondern verankern unsere Pflege in festen Werten. Respekt zählt dazu und das Eingehen auf unterschiedliche spirituelle Bedürfnisse ist ein selbstverständlicher Teil davon.

Ob jemand Christ ist oder Atheist, Buddhismus mit dem Islam kombiniert oder eine eher naturbezogene, eigene Spiritualität entwickelt hat: Nichts davon macht eine Person als Pflegekraft besser. Und nichts macht eine pflegebedürftige Person der Pflege weniger würdig.

Pflege und Geschlechterfragen

„Natürlich wird nicht wegen des Geschlechts diskriminiert!“, werfen einige Zyniker ein. In Deutschland darf niemand bei seiner Berufsausübung wegen seines Geschlechts oder seiner Sexualität diskriminiert werden – so weit die Regel. Gerade in der Pflege gibt es aber viele Geschlechterfragen, mit denen wir uns beschäftigen müssen.

Es gibt viel mehr Frauen als Männer in der Pflege. Das macht einerseits die Pflege zu einem verwundbaren Bereich, weil traditionell jede „Frauenarbeit“ als weniger wert angesehen wurde. Teilweise kämpft gerade der Pflege-Zweig immer noch mit dem Image-Problem. In unserer Branche ist Familienfreundlichkeit ein Thema, das ganz anders als in vielen anderen betrachtet werden muss. Frauen in Führungskräften sind bei uns genau wie überall sonst ein Thema, über das immer noch gesprochen werden muss – bis alte Ideen wirklich platt sind.

Dass es weniger Frauen als Männer in der Pflege gibt, bedeutet auch, dass die Vorgabe verschiedener Pflegerichtlinien, nach denen jede pflegebedürftige Person das Recht auf Pflege durch eine Person gleichen Geschlechts hat, nicht erfüllt werden kann. Hier müssen wir mit der gesamten (Pflege-)welt darüber nachdenken, was das Geschlecht für Pflege bedeutet.

Zuletzt, aber nicht unwichtig, ist auch das Thema Sexualität in der Pflege in den letzten Jahren wichtig geworden. Traurigerweise vor allem wegen sexualisierter Gewalt – durch Patienten, Pflegekräfte, Angehörige. Kein Pflegedienst darf deswegen die Augen vor dem Thema verschließen.

Die Sexualität unserer Pflegekräfte ist dagegen nur ein weiterer Aspekt von Vielfalt: Genau, wie es unter unseren Patienten Menschen jeder Sexualität gibt, arbeiten bei uns selbstverständlich auch queere Menschen.

Alter, Länder und Lebensgeschichte in der Pflege

Pflege mit Migrationshintergrund – auch das ist manchmal eine Herausforderung für Pflegekräfte. In unseren Pflegeteams sind Menschen aus vielen Ländern: Süd- und Nordhalbkugel der Erde sind repräsentiert und miteinander in engen Netzwerken aus Freundschaft und Kollegialität verbunden. Wir sind stolz auf diese Freundschaften und darauf, als buntes Team in Deutschland zu arbeiten.

Auch die Zusammenarbeit über Generationen hinweg ist ein spannender Teil des Gesundheitsnetzwerks. Erfahrene Mitarbeiter und junge Berufseinsteiger, Quereinsteiger und Leute, die zielstrebig in die Pflege gelaufen sind: Es mischen sich die unterschiedlichsten Lebensgeschichten.

Wir sind froh, dass sie alle in unsere Netzwerk geführt haben und es zu einer bunten und lebendigen Gemeinschaft machen.

Wenn Sie Lust haben, auch ein Teil des Netzwerks zu werden, melden Sie sich!

Was bedeutet Kinderintensivpflege?

Die Frage „Was ist eigentlich Intensivpflege?“ kommt oft genug vor – gerade ambulante Kinderintensivpflege ist aber sogar nicht allen Pflegekräften bekannt.

Das kann daran liegen, dass das Thema viele Leute erschreckt. Dass auch Kinder und Jugendliche manchmal intensivpflegebedürftig sind, ist für viele ein trauriger Gedanke. Und natürlich gibt es Momente, in denen die Arbeit belastet oder traurig macht. Unsere Kolleginnen vom Kinderintensivpflegedienst Peggy Blue in Nordrhein-Westfalen können aber auch bezeugen: Es gibt viele schöne Momente.

Kinderintensivpflege für Kinder und Jugendliche

Was Intensivpflege ist, haben wir schon vorgestellt. Kinderintensivpflege ist „das gleiche für Kinder und Jugendliche“. Zu der Intensivpflege gehört die medizinische Versorgung – das ist ganz abhängig davon, wieso der Patient oder die Patientin die Pflege braucht. Einige Kinder werden mit einer Erkrankung oder Behinderung geboren, andere werden später krank oder haben einen Unfall. Wenn sie es brauchen, steht ihnen jederzeit eine Pflegekraft zur Seite.

Unsere jüngsten Patienten werden meist rund um die Uhr beatmet – also ist auch rund um die Uhr eine Pflegekraft da, die sich mit der Beatmung auskennt. Es ist also eigentlich immer jemand bei der Familie zu Hause zu Besuch.

Das könnte sehr anstrengend und belastend sein: Welche Familie möchte gerne einen Fremden zu Gast haben? Deswegen achten wir auch hier bei der Pflege auf feste, kleine Teams, die sich um einzelne Patienten kümmern. So gibt es nicht ständig neue Gesichter, sondern feste Bezugspersonen für jüngere Patienten und klare Ansprechpartner für Eltern und Familie.

Wichtig ist auch, dass die Kinder und Jugendlichen natürlich nicht von allem abgeschnitten sind: Wir begleiten unsere Patienten und Patientinnen auch in die KiTa, in die Schule oder in den Urlaub.

 

Unser Kinderintensivpflegedienst Peggy Blue für NRW

Wenn Sie sich vorstellen können, in der Kinderintensivpflege in NRW (und darüber hinaus) zu arbeiten oder sogar schon Erfahrung haben, würden wir uns freuen, Sie kennenzulernen. In diesem Video stellt sich der Pflegedienst für Kinder Peggy Blue direkt vor

Wie finde ich einen guten Job in der Intensivpflege?

Es ist kein Geheimnis, dass gerade in der Intensivpflege Fachkräfte händeringend gesucht werden. Aber einer der Gründe dafür ist, dass viele Unternehmen einfach keine guten Arbeitgeber für ihre Mitarbeiter sind.

Wir sind zurzeit auch auf der Suche nach neuen Mitarbeitern – weil wir sogar noch expandieren wollen. Wir haben Platz, Kapazitäten – und viele gute Argumente für die Arbeit mit uns. Direkt von den Kollegen aus dem Wohnkonzept gesagt:

Erzählen können wir natürlich viel. Also: Woran erkennt man, dass die Pflegejobs, die wir anbieten wirklich eine gute Idee sind, wenn man den Mitarbeitern nicht alles glauben möchte?

Kriterien für einen guten Job

Wir haben hier im Blog schon mal eine allgemeine Checkliste für Pflegejobs veröffentlicht. Da waren unsere Punkte:

  • Was verspricht der Arbeitgeber?
  • Welche Bilder gibt es?
  • Was sagen Mitarbeiter?
    • Wie sprechen Mitarbeiter und Unternehmen öffentlich – zum Beispiel bei Facebook – miteinander?
    • Kennen Sie jemanden, der beim neuen Arbeitgeber angestellt ist? Was sagen diese Leute?
    • Bekommen Mitarbeiter Fortbildungen oder ist der Job eine Sackgasse?
  • Welches Gefühl bekommen Patienten?
    • Wie viel Wert legt das Unternehmen darauf, auch mit Patienten zu reden?
    • Gibt es öffentliche Informationen zu Themen der Pflege?
  • Welches Gefühl haben Sie selbst?

Die gleichen Kriterien bleiben weiterhin auch für einen Job in der Intensivpflege bestehen.

Spezielle Kriterien bei der Intensivpflege

Egal, ob die Intensivpflege in einer WG oder Zuhause stattfinden soll: Hier kommt es immer auch auf Fachkenntnis an. Bietet der mögliche Arbeitgeber Fortbildungen an? Bleiben Sie technisch und medizinisch auf dem aktuellen Stand oder müssen Sie sich mit altem Wissen durchschlagen und Weiterbildung auf eigene Kosten unternehmen?

Dafür ist auch wichtig, ob die Geräte mit denen man arbeitet, zuverlässig sind. Die Ausrüstung muss also vernünftig sein – wenn Sie zum Bewerbungsgespräch kommen, werfen Sie ruhig einen Blick darauf. Maschinen aus zweiter oder dritter Hand werden unzuverlässig. Und auch wenn Sie Profi für Beatmung sind: Jeder möchte Notsituationen in der Pflege vermeiden.

Wegen schlechter Vorbereitung gibt es immer wieder auch Stress mit den Nachbarn von Pflege-WGs, die in normalen Wohnungen aufgebaut werden.  Deswegen ist bei Intensivpflege die Professionalität des Anbieters besonders wichtig. Beatmungs-WGs bauen wir speziell auf – für das WoKo II haben wir bislang ungenutzte Flächen im Gebäude von Grund auf renoviert und genau an die Bedürfnisse so einer Pflege-WG angepasst. Denn niemand hat Lust, unter Stress zu arbeiten.

Lust auf einen neuen Pflegejob in der Intensivpflege? Wir bieten Superjobs in der ambulanten Intensivpflege und unseren WGs für Beatmungspatienten an. Rufen Sie direkt an (Sie erreichen Nicole Kapke unter 0231 5557840) oder suchen Sie hier nach der richtigen Anzeige. Wir freuen uns!

 

Wann ist häusliche Pflege notwendig?

Ab wann braucht jemand Pflege – und wann wird sie von den Krankenkassen bewilligt? Das sind die zwei häufigsten Überlegungen von Angehörigen und Patienten, bevor sie zum ersten Mal häusliche Pflege beantragen. Wir widmen uns hier der ersten Frage, die wir oft gerade bei der ambulanten Pflege in Dortmund hören:  Wann ist Pflege zu Hause durch einen Pflegedienst nötig?

Wir bieten ambulante Pflege in Dortmund und vielen anderen Städten an. Der medizinische Pflegedienst AuK bietet ambulante Pflege in Kamen und Umgebung und Lazarus arbeitet von Bergkamen aus. Dabei hören wir oft, dass Patienten und Angehörige vor dem Antrag auf Pflege noch Bedenken haben. Was viele Angehörige mit der Frage nach der Notwendigkeit meinen ist oft: „Ist es in Ordnung, wenn ich Hilfe hole?“. Für Patienten bedeutet die Frage „Geht es mir schon so schlecht?“. Beide können wir beruhigen.

Ambulante Pflege hilft, damit nicht mehr nötig wird

Wenn ambulante Pflege durch Experten nötig wird, bedeutet das nicht, dass Angehörige die Pflege nicht schaffen könnten oder Patienten zu krank sind. Pflege zu Hause hilft manchmal, das zu verhindern. Angehörige werden nicht zu müde oder erschöpft. Und Patienten werden nicht krank, weil sie sich überanstrengen. Die Pflegeleistung durch einen Pflegedienst entlastet und nimmt so den Druck.

Hilfe annehmen: Pflege vom Arzt empfohlen

Wenn ein Arzt also die Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst empfiehlt, ist es immer eine gute Idee, die Empfehlung anzunehmen. Auch wenn Sie jetzt noch keine Unterstützung von außen brauchen, können Sie Pflegegeld beantragen. Falls Sie dann doch mal Kurzzeitpflege oder andere Pflegeleistungen in Anspruch nehmen wollen, geht das noch leichter.

Selbst Pflege organisieren

Wenn kein Arzt bis jetzt den Vorschlag gemacht hat, aber Sie merken, dass die Unterstützung gut täte – können Sie sich auch direkt bei Ihrer Krankenkasse melden. Die beraten sie – allerdings oft aus der Perspektive der Kostenträger. Eine andere Anlaufstelle bietet das bundesweite Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit.

Oder rufen Sie uns an (0231 555 78 40). Wir beraten Sie unverbindlich telefonisch und kommen auf Wunsch auch vorbei – dann helfen wir Ihnen beim Antrag bei der Krankenkasse.

 

Die Zentrale für Pflege in Dortmund

Im Born Gesundheitsnetzwerk finden sich Dienste für die Pflege in Dortmund und Bergkamen, im Sauerland und in Kaiserslautern. Wieso also eine Zentrale in Dortmund und nicht einfach nur die einzelnen Pflegedienste? Wir arbeiten unter dem Schirm unseres Netzwerks und haben dadurch einige Vorteile.

Viele Experten an vielen Orten

Zum Born Gesundheitsnetzwerk gehören eine Reihe von Pflegediensten und Organisationen. Die Pflegedienste sind eigenständig und teilweise auf bestimmte Arbeitsbereiche wie die Kinderintensivpflege oder die Palliativpflege konzentriert. Die einzelnen Pflegedienste bieten Pflege in Dortmund oder an ihrem Stammbereich. Sie arbeiten von Westfalen bis nach Kaiserslautern, im Ruhrgebiet und im Sauerland. Und sie sind selbstständige Unternehmen, wie jeder andere Pflegedienst auch.

Gleichzeitig sind sie zusammengeschlossen unter dem Schirm des Born Gesundheitsnetzwerks. Unsere Pflegedienste arbeiten zusammen, kooperieren und können Informationen aus verschiedenen Fachbereichen teilen. Pflegekräfte in allen Pflegediensten im Netzwerk können sich auf eine starke Struktur verlassen und an vielen verschiedenen Fortbildungen teilnehmen. Unsere Patienten profitieren davon, dass wir zum Beispiel Ausflüge veranstalten können, Weihnachtsfeiern oder andere Treffen.

Eine Zentrale für Pflege in Dortmund

So ist jeder Pflegedienst im Netzwerk eigenständig und ein klarer Ansprechpartner für die jeweiligen Patienten oder Angehörige. Die Pflegedienste selbst finden aber jeweils auch Ansprechpartner, auf die sie sich jederzeit verlassen können.

Eine zentrale Design- und Marketingabteilung kümmert sich um Werbekampagnen und Stellenanzeigen. In der zentralen Buchhaltung werden Fragen beantwortet und Boni zugeordnet. Wir können uns auf eine zentrale IT verlassen, die dafür sorgt, dass alle technischen Hintergründe funktionieren und vom Diensthandy bis zur Webseite alles funktioniert. Die Zentrale für Pflege in Dortmund bietet auch Platz für viele besondere Fortbildungen für Pflegekräfte. Und weil sich die Pflegedienste zusammen im Netzwerk befinden, kann sich jemand vollständig um die Autoflotte kümmern.

Mit anderen Worten: Im großen Netzwerk finden sich Experten für alles. Das macht jeden einzelnen stark und gibt zum Beispiel unseren Pflegekräften Zeit, sich auf die Pflege zu konzentrieren.