Keine Neuigkeit: Pflege wird nicht gut bezahlt

Liebe Kolleginnen und Kollegen, haltet euch fest: Der Gesundheitsminister hat kürzlich verlauten lassen, Pflegekräfte seien zu schlecht bezahlt.

Donnerwetter, denkt man sich da. Eine ziemliche Neuigkeit. Wir würden so weit gehen, etwas mehr zu verraten: Pflege wird zu schlecht bezahlt. Und zwar nicht erst seit gestern.

Etabliertes Wissen: Pflegekräfte verdienen im Schnitt sehr wenig

Dieses Jahr zeigt sich die schlechte Bezahlung von Pflegekräften im Vergleich aber auch mal wieder besonders deutlich. Das durchschnittliche Bruttoeinkommen einer Vollzeitpflegekraft liegt in einigen Bundesländern bei gerade einmal 21 500 € – kein Wunder, dass Pflegekräfte es 2018 auf Platz 9 der schlechtbezahltesten Berufe in Deutschland geschafft haben.

Besser sieht es meist in Pflegediensten aus, die etwas größer sind oder sich mit anderen zusammengeschlossen haben. Denn so kann man auffangen, wenn die Zahlung einer Rechnung mal wieder lange ausbleibt.

Das Problem dabei: Wachstum ist oft mit Fremdinvestoren verbunden.

Gewinn-zentrierte Pflege?

Ein größeres Unternehmen muss sich neuen Herausforderungen stellen. Regelungen und Vorschriften, die ein kleiner Pflegedienst noch nicht erlebt. Das endet nicht mit neuen Datenschutzregelungen, die verschärft greifen, wenn mehr Mitarbeiter im Unternehmen sind.

Eine der Herausforderungen ist auch die Finanzierung von neuen Projekten. Und in diesem Moment entscheidet sich oft, ob ein Pflegedienst in Familienhand bleibt oder zum reinen Investitionsobjekt wird.

Die Welt empfiehlt die Investition in Pflegeimmobilien als sichere Anlage. Das bedeutet, dass jede Menge „Shareholder“ (Leute, deren Interessen berücksichtig werden müssen) in die Pflege kommen, die keine Ahnung von Pflege, aber viel Geld haben. Sie erhoffen sich Renditen und investieren dafür in den Bau von Immobilien, die auch für ältere Menschen gut bewohnbar sind. Oder eben gleich in Pflegeheime.

Das Problem ist auch bei der Bundesregierung angekommen: Man denkt zur Zeit über eine Begrenzung der Rendite durch Pflegeprojekte nach. Wiederum die Welt zeigt sich davon wenig begeistert – wenn es keine Prozente in zweistelliger Höhe mehr geben darf, wer soll dann noch investieren? Die großen Unternehmen und Immobilien-Hedgefonds-Manager nicht.

Stellschrauben für wirtschaftliche Pflege

Wenn Zeitungen wie die Welt Pflegedienste vorstellen, die wirtschaftlich arbeiten, nehmen sie als Beispiel ein Pflegeheim, das seinen Gewinn neben der Pflege vor allem auch über die Vermietung der Räume erwirtschaftet und von der privaten Zuzahlung der Bewohner finanziert. Dann schieben sie die Faktoren nach, an denen das Unternehmen spart: Kopierpapier zum Beispiel. Naja, und die Miete für Gebäude, die das Pflegeheim nutzt, denn die Immobilien sei längst in Hand des Unternehmens.

Ein wichtiger Punkt aus einem Beisatz: „Zudem spart er sich die Kosten für die Verhandlungen mit den Pflege- und Sozialkassen.“ – der Beispielbetreiber eines Pflegeheims kann auf Verträge zurückgreifen und sich scheinbar auch darauf verlassen, dass die Kassen zahlen. Das ist unglücklicherweise aus mancher Perspektive auch ein besonderer Luxus.

Lösungsvorschläge – „Jemand muss mehr bezahlen“

Die Lösungsvorschläge zum Thema sind interessant. Sie lassen sich – natürlich – zusammenfassen unter dem Zitat von Gesundheitsminister Spahn: „Pflegekräfte müssen besser verdienen“. Was für eine Erkenntnis …

Es fehlen allerdings die weiteren Schritte. Denn in allen Zitaten aus Interviews mit Herr Spahn fällt auf, dass er zwar von Milliardeninvestitionen spricht („Am Ende müssen auch Milliarden investiert werden“), aber auffällig offen lässt, wer die Milliarden investiert – und wann „Am Ende“ sein wird.

Auch sonst bedient sich der Minister indirekter Formulierungen und passiver Ausdrücke. Er hätte gern weniger Leiharbeit in der Pflege und mehr Festangestellte. Hätten wir auch gern.

Wenn wir aber dabei sind, eine Liste zu machen: Wir hätten auch gern klarere Ansagen und zuverlässige, bedeutende Versprechen. Dann können Pflegedienste Einstellungen auf einer sicheren Grundlage verstärken. Und mit etwas mehr Unterstützung für die Pflegeseite im ewigen Seilziehen zwischen Pflegediensten und Krankenkassen können wir mehr Energie in das stecken, was wir eigentlich tun wollen: Für Menschen da sein.

Intensivpflege-WG Wohnkonzept: Das zeichnet uns aus

Unser Wohnkonzept besteht aus mittlerweile zwei Intensiv-Pflege-WGs in Dortmund – WOKO I und WOKO II. Hier leben mehrere Intensivpflegebedürftige Patienten in eigenen Zimmern, für die es so eine Lösung „zwischen“ der Pflege zuhause und in einem Heim gibt.

Die zweite WG ist kürzlich eröffnet worden und bietet einigen Patienten Raum und Räume – sie sind natürlich nicht auf ihr Zimmer beschränkt. In der WG gibt es neben den privaten Zimmern der Patienten eine offene Küche und einen großen Gemeinschaftsraum, in dem sie zum Beispiel auch mit Besuchern zusammensitzen können.

Was das WoKo für unsere Patienten bedeutet

Für unsere intensivpflegebedürfitgen Patienten bedeutet die Beatmungs-WG ein Zuhause außerhalb von Klinik oder Pflegeheim. Sie sind meist auf künstliche Beatmung angewiesen und müssen deswegen rund um die Uhr gepflegt werden. Viele haben auch noch andere Erkrankungen, wegen der die Pflege durch ausgebildete Fachkräfte notwendig ist.

Viele Patienten, die auf künstliche Beatmung und intensive Pflege angewiesen sind, stehen scheinbar vor zwei Möglichkeiten: Für die Pflege in ein Heim umziehen, oder zuhause die ambulante Intensivpflege in Anspruch nehmen. Der Umzug in ein relativ unpersönliches Pflegeheim ist für viele ein Graus. Die Pflege zuhause funktioniert aber auch nicht für jeden.

Das WoKo ist eine Zwischenmöglichkeit, bei der jeder Bewohner der WG ein eigenes Zimmer hat und das Zimmer auch nach seinen Wünschen einrichten kann. Hier können wir die Versorgung rund um die Uhr vornehmen und auch Besuche durch Angehörige sind immer möglich.

Durch die Zusammenarbeit mit Ärzten und anderen Experten können wir wirklich gute Versorgung und Pflege versprechen.

Für Angehörige von Intensivpflegebedürftigen Patienten

Das WoKo bedeutet auch für viele Angehörige eine echte Erleichterung. Sie wissen, dass ein geliebter Mensch gut versorgt und aufgehoben ist.

Einige unserer Patienten wurden vor ihrem Umzug ins WoKo von ihren Angehörigen und einem Pflegedienst zuhause gepflegt. Das ist aber auch für den Rest der Familie oft Stress: Rund um die Uhr ist jemand in der Wohnung zu Besuch und viele medizinische Geräte stehen im Schlafzimmer. Das ist eine zusätzliche Belastung für die ganze Familie, kostet oft viel Nerven und auch Zeit. Der Umzug ins WoKo ist eine Entlastung für alle und entzerrt die Familie etwas. So bleibt wieder etwas mehr Zeit für alle und das ohne schlechtes Gewissen.

Andere Patienten wohnten bisher allein. Dann bedeutet der Umzug ins WoKo auch mehr Kontakte und Begegnungen. Das WoKo ist außerdem speziell dafür ausgelegt, dass Patienten auch Besuch bekommen können.

In unseren Intensiv-WGs in Dortmund gibt es große Aufenthaltsräume und eine geteilte Küche. So können Besucher immer vorbeikommen – auch zu mehreren – und im Leben der WG-Bewohner präsent bleiben.

Platz für Bewohner und Pflegekräfte

Wenn Sie Interesse am Wohnkonzept haben und für einen pflegebedürftigen Menschen einen WG-Platz in einer der Intensivpflege-WGs in Dortmund suchen, kontaktieren Sie uns.

Genauso, wenn Sie Interesse haben, als Intensivpflegekraft im Wohnkonzept mitzuarbeiten.

Sie finden weitere Informationen zur Beatmungs-WG Wohnkonzept 2016 online oder Sie können sich direkt telefonisch oder per E-Mail an uns wenden.

Wie geht’s weiter nach dem Job-Interview beim Pflegedienst?

Viele Pflegekräfte sind auf der Suche nach neuen Jobs und viele Pflegedienste suchen neue Mitarbeiter. Es gibt viel Bewegung in unserer Branche – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Nicht aus jedem ersten Kontakt wird auch ein neuer Job, das ist vermutlich ganz normal.

Wir werfen trotzdem einmal einen Blick auf die Zahlen von unserer Seite – vielleicht haben Sie Lust, Ihre Erfahrungen auch mal mit uns zu teilen?

Der Weg vom ersten Kontakt zum neuen Job

Der erste Kontakt mit unserem Unternehmen entsteht auf ganz unterschiedliche Arten. Wir schalten Werbeanzeigen in unterschiedlichen Portalen, versuchen auch Noch-Nicht-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter über Facebook zu erreichen und freuen uns natürlich über persönliche Empfehlungen. In einem typischen Monat werden wir täglich von 1 oder 2 Pflegekräften kontaktiert, die Interesse an einer neuen Stelle hätten.

Der nächste Schritt wäre ein Bewerbungsgespräch, indem man sich gegenseitig kennenlernt. Im Bewerbungsgespräch klären wir, ob die Wünsche an die neue Stelle und die Anforderungen zusammenpassen. Wenn es auf beiden Seiten passt, bieten wir einen Vertrag an – und freuen uns, wenn der von einer neuen Pflegekraft im Team unterschrieben wird.

Ein Blick auf die Statistik: Bewerbungsgespräch im Pflegeunternehmen

Von allen Menschen, mit denen wir einen ersten Kontakt aufnehmen, …

  • … treffen wir etwa 2/3 zu einem Bewerbungsgespräch.
  • … startet 1/3 gleich in einen neuen Job bei uns.
  • … verschwindet 1/3 ohne Rückmeldung

Aus unserer Sicht ist also das Mysterium: Das Drittel, das ohne Rückmeldung verschwindet.

Etwa die Hälfte aller Bewerbungsgespräche läuft für beide Seiten gut und „endet“ in einer Anstellung, die natürlich ein Neubeginn auf beiden Seiten ist. Die andere Hälfte lässt sich wiederum halbieren: In die Kontakte, die mit einer Rückmeldung enden und die, die ganz ohne Kommentar abbrechen.

Ohne Kommentar – Aus dem Gespräch verschwunden

Insgesamt erhalten wir von etwa einem Drittel der Menschen, die ursprünglich Kontakt mit uns aufgenommen haben, irgendwann einfach gar keine Antwort mehr. Bei etwa einem Sechstel – also im Schnitt 16 von 100 Leuten – sogar, nachdem wir ein Bewerbungsgespräch geführt und einen möglichen Vertrag besprochen hatten.

Wir rätseln natürlich intern, wie sich diese Quote ergibt. Die Absage mit der Angabe eines Grunds ist keine Pflicht. Aber wir freuen uns trotzdem, wenn wir hören, dass wir im Interview einfach zu unfreundlich waren, die Arbeitszeiten nicht stimmen oder jemand einfach ein besseres Angebot gefunden hat.

Das klingt erst mal vielleicht paradox, aber tatsächlich bedeutet eine klare Absage nicht nur Sicherheit über den Stand einer möglicherweise besetzten Stelle, sondern auch einen Verbesserungsvorschlag für uns. Was hat nicht gepasst? Was können wir besser machen? Gab es vielleicht nur ein Missverständnis? Da wollen wir keine großen Diskussionen starten und den Eindruck unserer ehemaligen Bewerber wegargumentieren, sondern informiert sein.

Aus der anderen Perspektive: Wie verhalten sich mögliche Arbeitgeber in der Pflege?

Wir würden also gerne wissen: Wie sieht es andersrum aus? Was erleben die Bewerber auf der Suche nach einer neuen Stelle in der Pflege? Haben Sie schon mal einfach keine Rückmeldung mehr von einem möglichen Arbeitgeber bekommen? Oder haben Sie Geschichten erlebt, wegen derer Sie jetzt keinem Arbeitgeber mehr Rückmeldung geben?

Auf Facebook freuen wir uns deswegen über die Diskussion!

 

Gesunde Arbeit: Macht Pflege wirklich traurig?

Wir haben letzten Monat schon darüber gesprochen, dass Pflege manchmal stressig sein kann und den letzten Nerv raubt. Da kann man gegensteuern und sich im Zweifel Hilfe holen.

Eine andere Frage, die Pflegekräfte oft gestellt bekommen und sich vielleicht auch mal selbst stellen: Macht Pflege traurig? Viele Menschen assoziieren mit Pflege vor allem, dass man viel mit alten und kranken Menschen zu tun hat (richtig so weit!) und dass das auf die Dauer deprimierend ist. Immerhin fühlt man sich selbst mit einer Krankheit eher schlecht. Jeder kennt die Laune, in der man nach drei Tagen Kopfschmerzen ist oder wenn eine Grippe ordentlich auf die Stimmung geschlagen hat. Das ist kein unlogischer Gedankengang, aber trotzdem Quatsch: Unsere Patientinnen und Patienten sind nicht ständig traurig oder immer nur müde. Wir haben durchaus auch Spaß an und bei der Arbeit.

Aber ganz von der Hand zu weisen ist natürlich nicht, dass Pflege manchmal auch bedeutet, dass man mit sehr ernsten oder traurigen Themen in Berührung kommt. Ein wichtiger Tipp schon für Auszubildende ist, dass sie lernen müssen, sich ein wenig von dem Leid der andern zu distanzieren: „Man kann nicht jeden Tod mitsterben“.  Das ist leichter gesagt als getan.

Wieso und wie machen Pflegekräfte also immer weiter, obwohl sie mit so vielen negativen Dingen zu tun haben?

Empathie und Distanz in der Pflege

Pflege ohne Empathie wäre grausam, und ziemlich kalt. Pflege ohne Empathie wäre auch einfach schlechte Pflege, und einen schlechten Job zu machen, macht die Laune sicher nicht besser. Empathie aufzugeben ist also in keinem Fall die richtige „Lösung“, um die Schwierigkeiten des Pflegeberufs zu bewältigen.

Pflege ohne Distanz frisst aber auf. Wenn jeder Patient so viel bedeutet wie ein guter Freund, dann kann man den einen kaum für den anderen verlassen. Gebraucht werden wir aber immer an mehreren Betten und außerdem ja auch noch in unserem eigenen zuhause. Außerdem ist Pflege ohne Distanz „unprofessionell“ auf eine sehr unangenehme Weise: Wir sind bei Patienten zu Gast und auch wenn man sich mit der Zeit natürlich kennenlernt, bleibt Pflege eine „Dienstleistung“.

Die „goldene Mitte“?

Die „Mitte“ ist nicht für jeden am gleichen Punkt gefunden. Das ist wichtig zu verstehen, um sich nicht mit anderen zu vergleichen.

Einige Menschen in den pflegenden und heilenden Berufen ziehen eine klare Grenze zwischen einem „Arbeitsich“ und einem „privaten Ich“. Sie halten das aufrecht, indem sie bei Feierabend ganz abschalten und nicht mehr an die Probleme im Job denken, das Handy ausschalten und ihre Gedanken auf andere Themen konzentrieren.

Andere brauchen diese Trennung nicht und würden sie auch nicht gut vertragen. Sie denken auch zuhause manchmal an einen Patienten oder eine Patientin oder ein bestimmtes Problem, das sie lösen müssen oder wollen. Sie stehen im Supermarkt und notieren sich im Handy schnell etwas, das sie noch mit einem Arzt absprechen wollen. Dann setzen sie den Einkauf ganz normal fort.

Es gibt viele unterschiedliche Menschen. Wir denken daran immer wieder, wenn es um unsere Kunden und ihre Familien geht – jede Familie ist ein bisschen anders und jeder Patient ist eine eigenständige Person. Aber auch Pflegekräfte sind nicht alle gleich und für jeden sieht die passende Balance ein wenig anders aus.

Damit Pflege nicht traurig macht

Diese „goldene Mitte“ für sich selbst zu finden, ist ein erster Schritt dahin, dass Pflege nicht traurig macht. Ein anderer ist der Austausch mit Kollegen. Einerseits informell – einfach reden, quatschen und sich austauschen, gerade wenn irgendwo der Druck mal hoch ist. Unter anderem dafür gibt es bei uns ja auch die gemütlichen Sitzecken und Küchen an allen Standorten. Der Austausch unter Kollegen ist enorm wichtig fürs Wohlfühlen bei der Pflege.

Bei uns gibt es außerdem auch „organisierte“ gegenseitige Unterstützung. In der Kinderintensivpflege entlasten wir uns ein wenig durch Supervisionstermine. Und sollte es doch mal zu viel werden: Reden und sich Pausen einräumen!

Pflege bringt Glücksmomente

Zum Abschluss aber noch einmal: Pflege macht nicht traurig. Pflege macht ziemlich oft glücklich. Im Alltag, durch das Miteinander, durch die Hilfe, durch den leichteren Weg und bei besonderen Gelegenheiten.

Zum Beispiel auch im Urlaub!

Tipps für die Pflege: Essen zum Mitnehmen

Essen zum Mitnehmen – da schleicht das Gewissen als erstes zur Dönerbude an der Ecke. Manchmal voll okay, aber einen ganzen Sommer über möchte man nicht immer wieder den gleichen Imbiss essen. Vorkochen und Mitnehmen kann eine Lösung sein.

Seit wir unsere Räumlichkeiten für Lazarus und AuK umgestaltet haben, sitzen nach der Arbeit oft Leute in Gruppen zusammen und trinken noch einen Kaffee zusammen. Das ist schön und gemütlich. In Dortmund gibt es regelmäßig warmes Mittagessen für alle. Aber jeder von uns kennt auch die Tage, an denen man eigentlich nicht zwischendurch einen Abstecher in die Küche machen kann. Also haben wir ein paar Rezeptideen gesammelt, die uns den Tag über besser fit halten als Pommes oder Döner.

Fingerfood zum Aufrollen: Pfannkuchen als Essen zum Mitnehmen

Gerade im Sommer sind Pfannkuchen eine Art Universalbasis zum Mitnehmen. Insgesamt haben Pfannkuchen den enormen Vorteil, in Stücke geschnitten auch für mehrere Zwischenmahlzeiten herhalten zu können. Das ist perfekt für alle, die zum Beispiel in der Pflege auf Achse sind und zwischen den großen Mahlzeiten Snacks brauchen.

Sie lassen sich neutral zubereiten – einfach Ei, Mehl, Milch und Salz verrühren – und dann entweder süß oder herzhaft belegen. Schlägt man die Eier für die Zubereitung auf, entstehen dicke Pfannkuchen ohne viel Mehl.
Herzhaft lassen sie sich zum Beispiel wie ein Brot mit Wurst oder Käse aufrollen. Für frischeren Geschmack einfach Gurken, Radieschen oder Kresse dazu legen. Für eine besondere Zwischenmahlzeit kann man es auch mit Lachs versuchen.

Bei veganen Pfannkuchen gibt man am besten etwas Öl zum Teig und gibt Backpulver hinzu. Anstelle von Milch eignen sich unterschiedliche Ersatzprodukte, Wasser oder sogar Säfte und Tee. Als Belag ist natürlich Gemüse super. Zusätzlich gibt es viele vegane Aufstriche, die durch ganz unterschiedliche Gewürze abwechslungsreich schmecken. Süße Pfannkuchen kennt wohl jeder. Aufgerollt und in einer eigenen Box sind sie eine super Nachspeise oder kleine Süßigkeit, die mit Obst gefüllt nicht so schwer ins Gewicht fällt.

Kalter Salat: Reis schmeckt auch ohne Majo

Essen zum Mitnehmen, das man im Supermarkt oder im Imbiss kauft, ist selten gesund. Wenn man zum Salat greifen möchte, gibt es oft nur zwei deprimierende Möglichkeiten: Kartoffeln oder Reis mit viel Öl oder Majo einerseits, und Blattsalat andererseits.

Zuhause kann man besser vorbereiten. Gekochter Reis oder Pellkartoffeln halten sich auch länger im Kühlschrank. In einer Box lässt sich so eine Basis prima zu einem perfekten Essen zum Mitnehmen vermengen. Gekochtes oder gebratenes Huhn (oder Tofu), Lauch, Gurken und Nori-Blätter kann man mit Sojasoße und Wasabi-Pulver oder Meerrettich abschmecken. Das schmeckt wie Sushi – geht aber schnell und ist auch nach einem langen Tag noch lecker.

„In der Not geht die Wurst auch ohne Brot“ lässt sich auch auf einen Salat zum Mitnehmen ausdehnen: Etwas Reis oder Kartoffeln sind sogar nur eine optionale Zutat, wenn man eine Salatgurke kleinschneidet und mit dem Belag für ein Sandwich vermischt: Tomaten, Blattsalat, rote Zwiebeln, Oliven, Schinkenwürfel oder einfach geschnittene Salami und statt Salatdressing ein Löffel Ketchup, Chilisoße oder was immer sonst auf dem Baguette landen würde.

Mehr Tipps für die Pflege?

Wie angekündigt wollen wir mehr Tipps für die Pflege sammeln – wir freuen uns über Ideen! Ob es mehr Rezepte für Essen zum Mitnehmen sind oder Tricks, wie man sich an die Mittagspause erinnert, auch wenn der Tag voll ist. Oder ganz andere Ideen? Über Facebook führt der direkte Weg für Ideen auf den Blog!