Urlaub trotz Pflege? Kein Problem

Pflege und Urlaub – das kann für alle Beteiligten schwierig sein. Patienten, Angehörige und auch die Pflegekräfte sehen oft den Weg zu einem richtigen Urlaub nicht vor sich.

Dabei gibt es für jeden die Chance auf Urlaub. Wichtig ist ein guter und verlässlicher Pflegedienst als Kooperationspartner. Solche Pflegedienste finden im Born Gesundheitsnetzwerk ihren Platz und wir können deswegen – mit Vorsprung auf die Sommerferien – einige Möglichkeiten für Urlaub präsentieren.

Urlaub für Patienten: Mit Pflegestufe verreisen

Wer eine Pflegestufe hat, ist auf tägliche Unterstützung angewiesen. Das scheint erst mal der Urlaubsreise komplett zu wiedersprechen: Man kann ja schlecht den Pflegedienst mit in den Urlaub nehmen?!

Doch! Wir fahren auch mit unseren Patienten und ihren Familien in den Urlaub. Entweder als Team mit einzelnen Patienten, als Begleitung für eine Familie mit intensivpflegebedürftigen Mitgliedern oder mit einer Gruppe von Patienten, die gemeinsam Urlaub machen können. Und es sind bei Weitem nicht nur Tagesausflüge oder Städtetrips möglich: Wir waren schon am Meer und in den Bergen.

Solche Ausflüge sind möglich, weil wir tolle Mitarbeiter haben, die vollen Einsatz zeigen. Außerdem übernehmen die Krankenkasse die Kosten für die Pflege auch unterwegs. Und wir haben mittlerweile Übung in der Organisation vom „Drumherum“ – das macht es leichter. Sprechen Sie uns an, wenn Sie mit einem pflegebedürftigen Menschen in den Urlaub fahren möchten oder für einen Angehörigen eine Urlaubsreise organisieren möchten.

Urlaub für Angehörige: Auszeit von der Pflege

Auch wer andere pflegt, braucht mal eine Auszeit oder will einfach Urlaub machen. Das geht wie er wähnt mit der pflegebedürftigen Person, aber auch alleine und unabhängig.

In der Zwischenzeit wird der Pflegebedarf zuhause dann durch den Pflegedienst gedeckt. Das gilt für Familien, die sonst keinen Pflegedienst beauftragen, aber auch Patienten, die durch zusätzliche Termine oder Leistungen in der Zeit den Mehrbedarf ausgleichen.

Für die Pflege während des Urlaubs gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und Modelle – Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege und Ergänzungsangebote. Wenn Sie gerne in den Urlaub fahren möchten und sicherstellen wollen, dass ein pflegebedürftiger Angehöriger in der Zeit gut versorgt ist, rufen Sie uns an.

Urlaub für Pflegekräfte: Wirklich frei haben

In einem aktuellen Kurzfilm zum Notstand in der Pflege, den wir auch auf Facebook geteilt haben, geht es auch darum, wie viele Pflegekräfte „immer flexibel“ und „immer auf Abruf“ sein müssen. Auch wenn vermutlich die meisten Pflegedienste vermeiden, ihre Kollegin ausgerechnet vor dem Traualtar anzurufen, haben gerade kleine Pflegedienste durch fehlendes Personal oft keine andere Wahl.

Bei uns kann sich jeder auf viele Kollegen und Kolleginnen verlassen, sodass wirklich gilt: frei ist frei.

Das passt auch für den Urlaub: Wenn Urlaub ist, dann ist frei. Und mit den Jahren im Team wächst sogar der Urlaubsanspruch: Immer um einen Tag.

Wenn Sie Lust haben, unter den Bedingungen vor oder nach Ihrem nächsten Urlaub in unserem Team einzusteigen, melden Sie sich!

Pflegekräfte und Angehörige: Mit Vorwürfen umgehen

Pflegekräfte sind in Familien zu Besuch oder betreuen Patienten rund um die Uhr in einer unserer Patienten-WGs. Angehörige reagieren mit vielen unterschiedlichen Gefühlen auf die Situation, die Umgebung und die Anforderungen. Sehr oft sehen wir: Wut. Die sich beispielsweise im Meckern über eine Situation äußert, in Vorwürfen oder sogar in Beschwerden.

Nicht immer fühlen sich diese Vorwürfe tatsächlich gerechtfertigt an – und nicht immer sind sie es. Oft ist das Problem wesentlich kleiner als die enorme Wut-Menge, die uns entgegenschwappt. Woher kommt Wut und wie gehen wir damit um?

Kritik an Pflegekräften

Wer in der Pflege arbeitet, hat garantiert schon mal Kritik abbekommen. Von Kollegen oder Patienten und vor allem von Angehörigen. Manchmal ist die Kritik gerechtfertigt, manchmal nicht. Sehr oft ist sie viel heftiger und lauter, als der Anlass eigentlich auslösen „sollte“. Wie kommt das?

Bei Angehörigen mischt sich oft viel „Wut“ in die Kritik.

  • Aus der berechtigten Frage „Wann kommen Sie vorbei?“ wird dann plötzlich „Sind Sie eigentlich auch mal pünktlich?“.
  • Statt „Haben Sie die Medikamente schon vorbereitet?“ hört man „Wieso haben Sie die Medikamente verschlampt?“.
  • Auch berechtigte Kritik („Ich hatte letzte Woche eine schriftliche Aufstellung der Leistungen gebeten. Die fehlt noch!“) wird schnell zu heftigen Vorwürfen („Sie wollen uns doch nur ausnehmen!“).

Der Ton macht die Musik. Gleichzeitig ist die Formulierung der Vorwürfe oft ziemlich verwirrend oder irreführend: Der Angehörige will ja nicht wirklich über betrügerische Absichten des Pflegediensts reden, sondern einfach nur die Auflistung, die noch fehlt. Das zu raten ist aber oft extrem schwierig.

Wieso Angehörige wütend werden

Wut wirft unseren Verteidigungs- und Angriffsmechanismus an. Meistens gehen wir von „Verteidigung“ zu „Angriff“ über, ohne es so richtig zu merken. Sicherer ist die Position allemal. Wieso also Verteidigung? In den seltensten Fällen hat die Pflegekraft oder der Pflegedienst ja wohl „angegriffen“.

Wir verteidigen uns aber auch, wenn wir uns hilflos fühlen. Viele Angehörige möchten den Patienten natürlich gerne selbst helfen – es sind immerhin ihre geliebten Partner, Eltern, Freunde oder Kinder! –, und fühlen sich nutzlos oder hilflos, weil sie das nicht können.

Einen Pflegedienst im Haus zu haben, bedeutet immer, etwas Kontrolle abzugeben. So sehr wir auch versuchen, rücksichtsvolle Gäste zu sein, sind wir immer „Fremde“. Zum Ausgleich möchten sie wenigstens alles kontrollieren, was sie beeinflussen können: Wann und wie passieren Dinge?

Hilflosigkeit und Kontrollverluste führen zu Angst – vor der man sich verteidigen möchte.

Ein dritter häufiger Grund ist Trauer um eine gesunde Partnerin, ein Elternteil, das früher alles selbst geschafft hat oder einen Freund, der nicht mehr so fit ist, dass er an allem teilnehmen kann. Die Anwesenheit des Pflegediensts macht deutlich, dass eben nicht mehr alles so ist, wie es mal war. Der Pflegedienst ist zwar eigentlich die Lösung eines Problems, aber das Problem ist nicht angreifbar oder lösbar. Traurigkeit wird oft zu Wut.

Zuletzt kann es natürlich immer sein, dass die Wut des Angehörigen schlicht aufgebaut wurde, weil es in letzter Zeit mehrere Fehler gab. Das kann passieren – jeder macht Fehler und selbst wenn es eigentlich kein großes Problem gibt, können die sich zufällig alle bei einem Patienten häufen.

Wie man wütenden Angehörigen begegnen kann

Den unterschiedlichen Formen von Wut kann man unterschiedlich begegnen.

Wenn man als Pflegekraft einen Fehler gemacht hat, dann sollte man den immer eingestehen. Es ist nicht nur unhöflich, sondern herabwürdigend, in so einer Situation die berechtigte Wut als Hilflosigkeit oder Angst vor einem Kontrollverlust abzutun. Deswegen lohnt es sich immer, erst einmal kurz zu überlegen, ob tatsächlich etwas schiefgelaufen ist. Wer sich ehrlich für Fehler entschuldigt, nimmt einem wütenden Angriff viel Wind aus den Segeln.

Die anderen Motive können dann immer noch mitspielen.

Hilflosen Angehörige und solchen, die sich schwer damit tun, Kontrolle abzugeben, kann man oft mit Informationen helfen. Wer versteht, was passiert, hat weniger Angst. Und auch wenn wir als Pflegeexperten „Profis“ in unserem Job sind, sollten wir als Gäste immer erklären, warum wir etwas tun. Statt „Ich habe die Medikamente nur an einen besseren Ort geräumt“: „Wir haben die Medikamente in diesen Schrank geräumt, damit sie nicht in der Sonne liegen.“ Vorab vermeiden kann man die Gefühle, indem man die Erklärungen auch schon vor der ersten Nachfrage gibt – im Zweifel als höfliche Frage formuliert („Mir ist aufgefallen, dass die Medikamente hier in der Sonne liegen. Ist in diesem Schrank vielleicht Platz für sie?“).

Gegen Trauer um alte Möglichkeiten können wir nicht viel tun – das ist auch nicht unsere Aufgabe. Wir können aber Hilfen anbieten: Eine Familie ermutigen, gemeinsam spazieren zu gehen, auch wenn jemand langsamer geworden ist. Hilfsmittel erwähnen, die alte Tätigkeiten leichter machen (zum Beispiel Kartenhalter zum Skat spielen). Oder Alternativen vorschlagen: Wer nicht mehr im Garten arbeiten kann, kann Pflanzen im Balkonkasten pflegen.

Hilfe bei ständigen Problemen

Wenn die Kritik sehr häufig kommt und sich immer wieder auf beliebige Dinge konzentriert, kann es Zeit sein, das zugrunde liegende Problem zu lösen. Vielleicht gibt es einen ungelösten Konflikt in der Vergangenheit, vielleicht gibt es auch Sorgen um formale Aspekte (Rechnungen, Krankenkassenleistungen, …) und so weiter.

Mitarbeiter im Born Gesundheitsnetzwerk können an Fortbildungen zu unterschiedlichen Themen teilnehmen. Einige davon beziehen sich auf die familienzentrierte Pflege. Inhalt ist auch der Umgang mit Konflikten.

Bei konkreten Problemen kann es helfen, sich mit anderen Pflegekräften auszutauschen oder mit Vorgesetzten zu sprechen: Vielleicht hilft ein vermittelndes Gespräch, vielleicht ein Tausch mit einer anderen Pflegekraft.

Menschen mit Demenz zu Hause pflegen

Alzheimer und andere Formen von Demenz sind sehr häufige Erkrankungen bei älteren Menschen. Sie sind im Alltag unterschiedlich spürbar und viele Menschen können und wollen in frühen und mittleren Stadien der Krankheiten zu Hause leben. Die vertraute Umgebung ist für viele Menschen nicht nur ein wichtiger Teil ihres Wohlbefindens. Sie hilft auch, weil es viele Erinnerungsstücke und Punkte gibt, durch die jemand zurückfinden kann, wenn er kurzfristig verwirrt ist.

Dabei unterstützen sie oft ihre Familien. Aber durch die Reform der Pflegedienste wird der geistigen Einschränkungen mehr Bedeutung eingeräumt und viele Familien schöpfen nicht alle Unterstützungsmöglichkeiten aus.

Auch wenn die Entscheidung zwischen Pflege zu Hause und in einem Heim schon gefallen ist, bleiben noch viele Fragen offen. Unsere Pflegedienste unterstützen Sie auf Ihrem Weg und bei allen Entscheidungen.

Demenz macht Angst

Für viele Patienten und ihre Angehörigen ist Alzheimer etwas Unheimliches. Plötzlich verschwinden Erinnerungen an Menschen oder sogar Bewegungsabläufe. Das Gehirn, auf das man sich immer verlassen konnte, lässt einen hängen. Viele Menschen versuchen, die ersten Symptome zu ignorieren oder zu vertuschen. Sie hoffen, dass es sich um normale Alterserscheinungen handelt, mit denen sie sich arrangieren werden.

Oft reagieren Patienten auch wütend, wenn ihre Angehörigen sie das erste Mal auf ihr nachlassendes Gedächtnis oder ihre Desorientierung ansprechen. Sie fürchten, Respekt zu verlieren oder nicht mehr ernst genommen zu werden, wenn sie die Schwächen eingestehen. Andererseits ist es für viele Familien und gerade Kinder manchmal sehr schwierig, mit den Gedächtnislücken einer geliebten Person umzugehen.

Es hilft, dass es mittlerweile für alle Beteiligten – Betroffene und Angehörige, Gesprächsgruppen und Beratungsstellen gibt. Hier kann man mit anderen Erlebnisse besprechen, Sorgen teilen und zum Beispiel sehen, dass andere Probleme bereits erlebt und bewältigt haben.

Pflege bei Demenz: Wir unterstützen Sie

Wir helfen auch gern, indem wir bei der Pflege an Ihrer Seite sind. Wir haben Erfahrung mit Patienten mit Demenzerkrankungen und können Ihnen Tipps dazu geben, wie Sie mit den Herausforderungen im Alltag umgehen können.

Unsere Mitarbeiter kennen sich auch in der Pflege von Demenzpatienten aus. In Dortmund, Kamen, Bergkamen und vielen umliegenden Städten betreuen wir Patienten mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen. Wir gehen nicht nur wegen eines Leitbildes, an das wir uns bei unserer Arbeit erinnern, sondern aus Gewohnheit und ganz selbstverständlich immer auf jeden einzelnen Patienten und seine Familie ein.

Wenn Sie Pflege für jemanden mit Demenz im Raum Dortmund, Kamen oder Bergkamen suchen, rufen Sie uns an. Wenn Sie weiter entfernt leben, können Sie uns auch ansprechen und wir sehen, wie wir Sie unterstützen können.

Und wir bieten auch Pflege im Urlaub für Demenzkranke Patienten und fahren mit Ihnen oder organisieren den Urlaub!

Tagespflege und Verhinderungspflege

Neben der täglichen, ambulanten Pflege für Demenzkranke gibt es weitere Möglichkeiten für Familien, die Pflege zu Hause mit ihren anderen Verpflichtungen und Wünschen zu verbinden. Wir unterstützen Sie beispielsweise täglich aber können mit Ihnen auch besondere Pflege zu bestimmten Terminen vereinbaren. Die sogenannte Verhinderungspflege springt ein, wenn Sie etwas vorhaben oder dringend zu einem Termin müssen. Dann kommen wir zum Beispiel nicht nur wie gewohnt vormittags, sondern bleiben am Abend für einige Stunden.

Wer tagsüber regelmäßig weg ist – zum Beispiel zur Arbeit oder, weil Kinder zur Schule gebracht und Einkäufe erledigt werden müssen – kann auch über Tagespflege nachdenken. Hier besuchen Patienten mit Demenz, die nicht gut den Tag allein Zuhause verbringen können, tagsüber eine Wohngruppe oder Pflegeeinrichtung. Nachmittags fahren sie nach Hause und nehmen abends wie bisher am Familienleben teil.

Wenn Sie Beratung zum Thema Pflege bei Demenz suchen oder direkt Pflege für Demenzkranke in Dortmund, Bergkamen und Umgebung möchten, rufen Sie uns an (0231-5557840) oder schreiben Sie uns.

Pflege zu Hause oder im Heim?

Bei der Entscheidung zwischen ambulanter Pflege und dem Umzug in ein Pflege- oder Altenheim spielen viele Faktoren eine Rolle.

Im Born Gesundheitsnetzwerk finden sich Pflegedienste mit unterschiedlichem Fokus:

  • Ambulante Pflege, die zum Beispiel der AuK anbietet. Auk steht für „Alten- und Krankenpflegedienst“ in Bergkamen und die meisten unserer Patienten sind ältere Menschen. Die können oft viel in ihrem Alltag selbst organisieren und tun, aber sie brauchen Unterstützung bei einigen Alltagshandlungen oder medizinische Versorgung. Ambulante Pflege ist eine Alternative zum Umzug in ein Heim.
  • Intensivpflege für Erwachsene. Die meisten von ihnen müssen rund um die Uhr beatmet werden oder bekommen eine andere Form von intensiver Unterstützung durch unsere Pflegedienste – wie die ipo –, sodass rund um die Uhr ein Mitarbeiter des Pflegediensts in der Wohnung anwesend ist.
  • Intensivpflege für Kinder, die zusätzlich zu ihren Eltern weitere Schutzengel zur Seite gestellt bekommen und zu Hause, im Kindergarten und in der Schule von PeggyBlue betreut werden.
  • Patienten, die in den Wohngruppen Intensivpflege bekommen und hier selbstbestimmt weiterleben.

Viele Patienten und ihre Familien haben zunächst die Entscheidung zwischen der Pflege zu Hause und der Pflege in einer Wohngruppe, einem Alten- oder einem Pflegeheim treffen müssen. Diese Entscheidung ist oft schwierig. Wir haben einige Aspekte gesammelt, die dabei helfen können.

Ambulante Pflege vs. Heim – Was bedeutet der Umzug?

Wenn die Frage ansteht: „Pflege im Heim oder zu Hause?“, ist zum Beispiel wichtig, was Pflege für Familien bedeutet. Die Ansprüche an Zeit, Emotionen und Geld sind oft hoch und jede Familie muss für sich entscheiden, welche Variante – die Pflege zu Hause oder im Heim – sie insgesamt weniger belastet. Dabei zählen natürlich die Wünsche des Patienten. Wo kann er oder sie am besten leben?

Die gewohnte Umgebung zu Hause ist für viele der wichtigste Aspekt einer Entscheidung für die Pflege zu Hause. Ein Umzug bedeutet vor allem eine Veränderung und vielleicht einen Abschied von einem gewohnten Leben. So eine Veränderung hat Nachteile – aber sie hat auch Vorteile. Manchmal ist ein Neuanfang etwas Gutes: Neue Dinge sind aufregend, wecken vielleicht neue Interessen und sind eine Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen.

Ein Heim hat außerdem den Vorteil, dass garantiert immer jemand da ist. Für Patienten, die größtenteils selbstständig leben, aber gelegentlich hinfallen oder akute Hilfe brauchen, kann das ein enormer Vorteil sein. Eine Rund-um-die-Uhr-Pflege zu Hause ist schwieriger einzurichten. Deswegen entscheiden sich oft auch Pflegebedürftige für einen Umzug, die in vielen Bereichen absolut fit sind. Hier kommt es sehr auf die richtige Wahl des Heims an: Gibt es viele Patienten, die noch ähnlich aktiv sind, bedeutet das all die Vorteile des letzten Abschnitts.

Irgendwann ist aber auch die Machbarkeit eines Unterfangens der entscheidende Faktor. Weniger technisch ausgedrückt: Nicht jeder Patient kann zu Hause gut gepflegt werden. Wenn die Wohnung nicht passt, nicht genug Raum ist oder auch andere Mitglieder der Familie pflegebedürftig sind, kann das Schwierigkeiten bedeuten. Schwierigkeiten, die unsere Experten für ambulante Pflege vielleicht mit Ihnen überwinden können.

Unterstützung auf dem Weg und bei der Entscheidung

Es beruhigt, Experten bei der Entscheidung an Ihrer Seite zu wissen. Auch wenn Sie die besten Experten für Ihre Familie und ihre Bedürfnisse sind, sind wir die besten Ansprechpartner bei der Entscheidung zwischen Pflegeheim und Pflege zu Hause.

Vielleicht kennen Sie noch nicht alle Optionen bei der Pflege zu Hause, vielleicht brauchen Sie eine gute Übersicht zur finanziellen Seite? Rufen Sie uns an und wir besprechen mit Ihnen persönlich Ihre nächsten Schrit

Familien und Pflege: Was Pflege für Familien bedeutet

Pflege ist ein Thema, das mehr als nur eine Person betrifft. Familien sind davon betroffen und neben der famlienzentrierten Pflege ist vor allem Wissen als Ressource für Angehörige und Pflegekräfte ein entscheidender Faktor.

Sie sollten wissen, dass Pflege auch für andere kein einfaches Thema ist und sie mit ihren Problemen nicht allein sind. Es gibt Experten für Pflege, die ihnen helfen können – auch wenn die Entscheidung letztlich immer bei den Familien selbst liegt.

Kein Patentrezept

Auch wenn wir als Experten für Pflege Tipps für viele Bereiche der Pflege haben, gibt es kein Patentrezept, dass wir allen Familien anbieten können. Einigen Patienten und Familien geht es am besten, wenn sie wissen, dass die sich Experten um alle Bereiche der Pflege kümmern. Andere Familien fühlen sich wohler, wenn sie möglichst viel selbst kontrollieren können.

Deswegen beginnen wir die Pflege auch mit einem Gespräch mit dem Patienten und seinen Angehörigen – natürlich dann, wenn dafür Zeit ist. Manchmal muss alles ganz schnell gehen und wir beginnen mit der Pflege und stimmen danach schrittweise Details mit Ihnen ab. Pflege ist neben vielem Anderen vor allem pragmatisch: Wenn wir gebraucht werden, sind wir da.

Die Entscheidung treffen Sie – und sie ist auch nicht immer endgültig. Wenn für Sie Rundum-Pflege zunächst die beste Lösung ist, um erst einmal Raum zum Nachdenken zu schaffen, können Sie später neu überlegen.

Wie Pflege Familien beeinflussen kann

 

  • Pflege benötigt Zeit – eine unserer wichtigsten Grundsätze für unsere Mitarbeiter. Auch Angehörige müssen mindestens die gleiche Zeit für die Pflege aufbringen und sind natürlich nicht so routiniert wie unsere Mitarbeiter. Ein wichtiger Aspekt der Entscheidung ist also Zeit: Haben Angehörige oder Freunde genug Zeit für die Pflege.
    Oder möchten Sie und Ihre Familie lieber ihre ganze gemeinsame Zeit mit anderen Dingen verbringen – Unterhaltungen, Erledigungen, Spiele oder einfach gemeinsamem Fernsehen? Keine Lösung ist allgemein besser als die andere! Es gibt nur gute Möglichkeiten für Sie und Ihre Angehörigen oder Freunde.
  • Pflege ist oft körperlich anstrengend – Viele Aufgaben sind anstrengend. Um einen Patienten im Bett umzudrehen braucht man Technik und Kraft. Um jemanden auf dem Weg irgendwohin zu stützten, braucht man Kraft. Selbst einen Rollstuhl zu schieben – auch wenn er sehr leichtgängig ist – kostet Kraft. Aber auch einfach viele Aufgaben immer wieder erledigen zu müssen, ist ermüdend. Es ist in Ordnung, dass nicht jeder diese Kraft hat.
  • Pflege ist auch emotional anstrengend – Das gilt für Pflegekräfte, die sich jeden Tag auf ihre Patienten einlassen und gleichzeitig Abstand halten müssen. Wenn ein Familienmitglied oder ein Freund pflegebedürftig wird, bedeutet das intensive Pflege einer Person, mit der man sich normalerweise auch mal streitet, deren Schmerz doppelt trifft und die umgekehrt auch eine Stütze ist. Wenn jemand plötzlich pflegebedürftig wird, ist dieser Übergang besonders schwer. Unterstützung durch einen Pflegedienst zu Hause kann diese Belastung reduzieren.
  • Pflege kostet Geld – Die Finanzierung von Pflege ist ein Thema, das anfangs sehr kompliziert aussieht. Es gibt Pflegegrade und die Wahl zwischen Sachleistungen und Pflegegeld. Ein Pflegedienst bietet auch dabei Unterstützung – wir zumindest. Bei Fragen rufen Sie uns gerne an und wir besprechen mit Ihnen Möglichkeiten.

Pflege mit der ganzen Familie besprechen

Wenn ein Familienmitglied pflegebedürftig wird, hat das oft Einfluss auf alle anderen Familienmitglieder: in der gleichen Wohnung oder weiter entfernt lebend, voll in die Pflege integriert oder nur Angehöriger von der pflegenden Person. Das gilt auch, wenn ein Pflegedienst mit der Pflege beauftragt wurde.

Diese Einflüsse sind nicht alle schlecht – und sie sind nicht die „Schuld“ des Pflegebedürftigen. Sie können sich trotzdem schlecht anfühlen. Beispielsweise für Kinder, wenn eine Mutter viel Zeit damit verbringt, die Großmutter zu pflegen und weniger Zeit für andere Unternehmungen hat. Kinder können dadurch aber auch den Zusammenhalt einer Familie sehen. Mit ihnen zu sprechen und auch erste Gefühle wie Wut, Frust oder Angst zu erlauben, kann den Unterschied machen.

Erwachsene halten sich gern für rationaler. Niemand ist aber gegen Stress, Angst, Wut, Frust, Ungeduld und Müdigkeit immun. Auch diese Gefühle zu erlauben und damit nicht immer allein umgehen zu müssen, ist wichtig.

Sprechen Sie in der Familie miteinander. Und wenn Sie allein sind oder nicht wissen, wie Sie das Gespräch beginnen sollen, können Sie auch an anderen Stellen Hilfe finden. Sprechen Sie mit uns über Möglichkeiten, Sie bei der Pflege zu unterstützen und etwas Druck aus der Situation zu nehmen.

Pflege im Urlaub I: Urlaub für pflegende Angehörige

Pflege und Urlaub – wie passt das zusammen? Viele Menschen verzichten auf Urlaub, weil sie jemanden pflegen und ihn oder sie nicht allein lassen möchten oder können. Das ist nicht nur schade – oft ist es auch richtig ungesund. Denn eine Pause braucht jeder – auch von der Pflege eines lieben Menschen.

Wir widmen uns in einigen Artikeln dem Thema Pflege und Urlaub. Heute aus der Perspektive von pflegenden Angehörigen, in zwei Wochen aus der von pflegebedürftigen Menschen. Dazu sehen wir uns ein paar wichtige Fragen an.

Urlaub von der Pflege nehmen – ist das überhaupt in Ordnung?

Vielleicht erscheint Ihnen die These sehr rabiat: Wieso sollte man von der Pflege keinen Urlaub nehmen dürfen? Es handelt sich immerhin oft um harte Arbeit – körperlich und emotional. Wenn Pflege nur schön wäre, gäbe es sicher keinen Mangel an Pflegekräften in Deutschland.

Tatsächlich ist Pflege aber eben auch schön und persönlich. Gerade wenn man Angehörige pflegt, fühlt sich das längst nicht immer wie „Arbeit“ an. Und man braucht keinen Urlaub von einer geliebten Person. Also fühlen sich gerade pflegende Angehörige manchmal schlecht, wenn sie das Gefühl haben, doch eine Pause von der Pflege zu brauchen.

Dabei ist genau das der wichtige Punkt: Es ist vollkommen normal, auch von der körperlichen Belastung, von der Verantwortung und von den psychischen Anstrengungen bei der Pflege eine Pause zu brauchen. Abgesehen davon darf jeder manchmal einfach Urlaub wollen – von allem, vor allem vom Alltag.

Also haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Sie in den Urlaub fahren möchten. Ganz egal, ob allein, mit dem Rest der Familie oder auch den Angehörigen, die Sie pflegen!

Ruhe im Urlaub für pflegende Angehörige

Ein wichtiges Ziel im Urlaub ist Entspannung. Also ist eine Kernidee auch, dass Sie Ruhe haben sollten. Insbesondere auch vor Sorgen um alles und alle Zuhause. Deswegen ist es wichtig, dass zu Hause alles in Ordnung ist.

Normalerweise pflegen Sie Ihre Mutter, Ihren Vater, Ihren Partner, Ihr Kind oder eine Freundin – und jetzt stehen zwei Wochen Urlaub an. Natürlich können Sie in dieser Zeit andere in der Familie, Freunde oder Nachbarn um Hilfe bitten. Gerade bei Menschen mit einem niedrigen Pflegegrad lässt sich die „Urlaubsvertretung“ oft gut organisieren.

Denken Sie daran, die „Vertretung“ nicht von jetzt auf gleich allein zu lassen. Unterschätzen Sie nicht, was Sie schon alles über Pflege wissen und gelernt haben – jemand, der keine Ahnung von Pflegetätigkeiten hat, muss sich erst mal zurecht finden. Wenn es zum Beispiel um einen Verbandswechsel geht, Hilfe beim Anziehen oder eine Injektion, machen Sie das einmal gemeinsam.

Wenn es Tabletten zu organisieren gibt, schreiben Sie die Liste lieber noch mal sauber ab. Unsere eigenen Notizzettel können wir oft zwar perfekt lesen – andere aber eher nicht. Auf einen Übersichtszettel können Sie auch Notfallnummern schreiben und erklären, wie Sie im Zweifel zu erreichen sind. Oder wer sonst einspringen kann, während Sie im Urlaub sind.

Verhinderungspflege während Angehörige im Urlaub sind

Ab dem Pflegegrad 2 kommen die Pflegekassen aber auch für eine professionelle Urlaubsvertretung auf. Verhinderungspflege nennt sich das Konzept und für bis zu sechs Wochen je Kalenderjahr und bis zu 1 612 Euro werden die Kosten durch die Pflegekasse übernommen. Auf der Seite zum Pflegestärkungsgesetz finden Sie alle formalen Informationen zur Verhinderungspflege.

So übernimmt während Ihres Urlaubs jemand die Pflege, der sich bestens mit Pflege auskennt. Vorher wird natürlich genau besprochen, was alles wichtig ist. So können Sie ganz in Ruhe in den Urlaub fahren und wirklich ausspannen.

Wenden Sie sich einfach an einen Pflegedienst in Ihrer Nähe. Sie können uns beispielsweise online oder am Telefon erreichen, um eine Verhinderungspflege zu vereinbaren und zu besprechen, was genau Sie brauchen und wir anbieten können.