Pflegewissen: Welche finanzielle Unterstützung gibt es?

Wer Pflege braucht, bekommt von der Pflegekasse und Krankenkasse Geld. Wie viel Geld jemand für Pflege bekommt, hängt vom Pflegegrad ab. In einem früheren Beitrag haben wir einen Überblick darüber gegeben, wie der Pflegegrad bestimmt wird.

Heute wollen wir einen Eindruck davon vermitteln, was für finanzielle Leistungen es genau gibt. Die spalten sich im Wesentlichen in vier große Kategorien: Geldleistungen, Sachleistungen, den Entlastungsbetrag und den Leistungsbetrag.

Für Menschen mit Pflegegrad 1 stehen der Entlastungsbetrag und der Leistungsbetrag zur Verfügung. Ab Pflegegrad 2 kommen Geldleistungen oder Sachleistungen hinzu.

Entlastungsbetrag

Der Entlastungsbetrag beträgt für alle Pflegegrade 125 Euro im Monat. Er ist dazu da, pflegende Angehörige und andere nahestehende Personen zu entlasten. Mit dem Betrag können zum Beispiel für einzelne Tage Pflegezeiten bezahlt werden. Die Kurzzeitpflege wird ebenfalls aus diesem „Topf“ finanziert, aber auch zum Beispiel der Besuch einer Demenzgruppe am Tag oder ähnliches.

Die Beträge können teilweise in den nächsten Monat übertragen werden, sodass eine Person beispielsweise Geld „sammeln“ kann, um eine Kurzzeitpflege im Urlaub oder zu einem Wochenend-Trip zu finanzieren.

Leistungsbetrag

Der Leistungsbetrag wird für vollstationäre Pflege gezahlt. Hier unterscheiden sich die Beträge stark nach Pflegegrad:

  • Für Pflegegrad 1 stehen 125 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 2 stehen 770 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 3 stehen 1262 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 4 stehen 1775 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 5 stehen 2005 € zur Verfügung.

Mit diesen Beträgen werden die Kosten der vollstationären Pflege getragen – beispielsweise in unseren Wohngruppen und der Intensivpflege.

Geldleistung

Geldleistungen erhalten Patienten ab dem zweiten Pflegegrad. Geld und Sachleistungen können beliebig kombiniert werden – wir haben in unserem Artikel zu Pflegesachleistungen bereits etwas darüber geschrieben.

Die Geldleistungen in Form von „Pflegegeld“ können Angehörige bekommen. Auch hier richtet sich der Betrag nach dem Pflegegrad:

  • Für Pflegegrad 2 stehen 316 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 3 stehen 545 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 4 stehen 728 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 5 stehen 901 € zur Verfügung.

 

Sachleistung

Neben unserem ausführlichen Artikel zum Thema Pflegesachleistungen hier noch eine kurze Übersicht über die Beträge:

  • Für Pflegegrad 2 stehen 689 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 3 stehen 1298 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 4 stehen 1612 € zur Verfügung.
  • Für Pflegegrad 5 stehen 1995 € zur Verfügung.

 

Wir helfen Ihnen gern, diese Beträge zu beantragen oder zu entscheiden, wie sie am besten verteilt werden können. Kontaktieren Sie uns einfach!

Menschen mit Demenz zu Hause pflegen

Alzheimer und andere Formen von Demenz sind sehr häufige Erkrankungen bei älteren Menschen. Sie sind im Alltag unterschiedlich spürbar und viele Menschen können und wollen in frühen und mittleren Stadien der Krankheiten zu Hause leben. Die vertraute Umgebung ist für viele Menschen nicht nur ein wichtiger Teil ihres Wohlbefindens. Sie hilft auch, weil es viele Erinnerungsstücke und Punkte gibt, durch die jemand zurückfinden kann, wenn er kurzfristig verwirrt ist.

Dabei unterstützen sie oft ihre Familien. Aber durch die Reform der Pflegedienste wird der geistigen Einschränkungen mehr Bedeutung eingeräumt und viele Familien schöpfen nicht alle Unterstützungsmöglichkeiten aus.

Auch wenn die Entscheidung zwischen Pflege zu Hause und in einem Heim schon gefallen ist, bleiben noch viele Fragen offen. Unsere Pflegedienste unterstützen Sie auf Ihrem Weg und bei allen Entscheidungen.

Demenz macht Angst

Für viele Patienten und ihre Angehörigen ist Alzheimer etwas Unheimliches. Plötzlich verschwinden Erinnerungen an Menschen oder sogar Bewegungsabläufe. Das Gehirn, auf das man sich immer verlassen konnte, lässt einen hängen. Viele Menschen versuchen, die ersten Symptome zu ignorieren oder zu vertuschen. Sie hoffen, dass es sich um normale Alterserscheinungen handelt, mit denen sie sich arrangieren werden.

Oft reagieren Patienten auch wütend, wenn ihre Angehörigen sie das erste Mal auf ihr nachlassendes Gedächtnis oder ihre Desorientierung ansprechen. Sie fürchten, Respekt zu verlieren oder nicht mehr ernst genommen zu werden, wenn sie die Schwächen eingestehen. Andererseits ist es für viele Familien und gerade Kinder manchmal sehr schwierig, mit den Gedächtnislücken einer geliebten Person umzugehen.

Es hilft, dass es mittlerweile für alle Beteiligten – Betroffene und Angehörige, Gesprächsgruppen und Beratungsstellen gibt. Hier kann man mit anderen Erlebnisse besprechen, Sorgen teilen und zum Beispiel sehen, dass andere Probleme bereits erlebt und bewältigt haben.

Pflege bei Demenz: Wir unterstützen Sie

Wir helfen auch gern, indem wir bei der Pflege an Ihrer Seite sind. Wir haben Erfahrung mit Patienten mit Demenzerkrankungen und können Ihnen Tipps dazu geben, wie Sie mit den Herausforderungen im Alltag umgehen können.

Unsere Mitarbeiter kennen sich auch in der Pflege von Demenzpatienten aus. In Dortmund, Kamen, Bergkamen und vielen umliegenden Städten betreuen wir Patienten mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen. Wir gehen nicht nur wegen eines Leitbildes, an das wir uns bei unserer Arbeit erinnern, sondern aus Gewohnheit und ganz selbstverständlich immer auf jeden einzelnen Patienten und seine Familie ein.

Wenn Sie Pflege für jemanden mit Demenz im Raum Dortmund, Kamen oder Bergkamen suchen, rufen Sie uns an. Wenn Sie weiter entfernt leben, können Sie uns auch ansprechen und wir sehen, wie wir Sie unterstützen können.

Und wir bieten auch Pflege im Urlaub für Demenzkranke Patienten und fahren mit Ihnen oder organisieren den Urlaub!

Tagespflege und Verhinderungspflege

Neben der täglichen, ambulanten Pflege für Demenzkranke gibt es weitere Möglichkeiten für Familien, die Pflege zu Hause mit ihren anderen Verpflichtungen und Wünschen zu verbinden. Wir unterstützen Sie beispielsweise täglich aber können mit Ihnen auch besondere Pflege zu bestimmten Terminen vereinbaren. Die sogenannte Verhinderungspflege springt ein, wenn Sie etwas vorhaben oder dringend zu einem Termin müssen. Dann kommen wir zum Beispiel nicht nur wie gewohnt vormittags, sondern bleiben am Abend für einige Stunden.

Wer tagsüber regelmäßig weg ist – zum Beispiel zur Arbeit oder, weil Kinder zur Schule gebracht und Einkäufe erledigt werden müssen – kann auch über Tagespflege nachdenken. Hier besuchen Patienten mit Demenz, die nicht gut den Tag allein Zuhause verbringen können, tagsüber eine Wohngruppe oder Pflegeeinrichtung. Nachmittags fahren sie nach Hause und nehmen abends wie bisher am Familienleben teil.

Wenn Sie Beratung zum Thema Pflege bei Demenz suchen oder direkt Pflege für Demenzkranke in Dortmund, Bergkamen und Umgebung möchten, rufen Sie uns an (0231-5557840) oder schreiben Sie uns.

Was bedeutet Verhinderungspflege?

Verhinderungspflege ist ein wichtiges Thema und wird in den unterschiedlichsten Situationen relevant.

Was ist Verhinderungspflege?

Es geht um Pflege, die normalerweise beispielsweise durch einen Angehörigen oder eine Nachbarin, einen Freund oder ein Familienmitglied übernommen wird. In diesen Fällen wird (anteilig oder vollständig) das sogenannte Pflegegeld ausgezahlt.

Wenn diese Person ausfällt – egal, aus welchen Gründen – kann Verhinderungspflege beantragt werden. Dann übernimmt zum Beispiel einer unserer Pflegedienste in der Zeit die Pflege. Dabei werden alle Aufgaben aus der ambulanten Pflege übernommen – auch beispielsweise einfach die Anwesenheit und Betreuung der pflegebedürftigen Person.

Die Gründe sind übrigens wirklich vielfältig. Manchmal fällt jemand spontan aus – wegen Krankheit, eines Unfalls oder dringender Termine. Manchmal ist der „Ausfall“ aber auch eine geplante Auszeit: Ein Theaterbesuch oder auch ein Urlaub. Egal, ob die eigentliche Pflegeperson wegen

  • eines wichtigen Termins (zum Beispiel beim Zahnarzt, zur Darmkrebsvorsorge oder zur Besprechung mit dem Steuerberater),
  • einer Pflicht (wie einem besonderen Arbeitsanlasses, einer Schulveranstaltung oder einem Termin beim Amt),
  • eines angenehmen Vorhabens (zum Beispiel einem Theaterbesuch, eines Tanztreffs oder einer Verabredung mit Freunden) oder
  • einer längeren Abwesenheit (für einen Urlaub, eine Geschäftsreise oder einen Besuch)

ausfällt: Ein Pflegedienst kann einspringen und die Pflege übernehmen.

Fragen zur Verhinderungspflege

Ein paar wichtige Fragen zum Thema kurz beantwortet – bei ausführlichen Fragen oder speziellen Problemen, rufen Sie uns an! Wir organisieren die Pflege immer mit allen Beteiligten gemeinsam.

Wie lange darf oder muss die Verhinderungspflege dauern?

Verhinderungspflege können Sie stundenweise oder für mehrere Tage oder sogar Wochen beantragen. Insgesamt dürfen im Jahr maximal 42 Tage zusammenkommen. Dabei zählen keine Tage, an denen die Verhinderungspflege für weniger als acht Stunden eingesetzt war.

Wer bezahlt Verhinderungspflege?

Verhinderungspflege wird von der Pflegekasse bezahlt. Dabei werden Kosten bis zu 1612 Euro im Kalenderjahr erstattet – oder bis zu 2 418 Euro, wenn im Jahr keine Kurzzeitpflege beantragt wird. Allgemeine Infos finden Sie auch auf den Seiten zum Pflegestärkungsgesetz – oder wir beraten Sie am Telefon.

Wie beantragt man Verhinderungspflege?

Den passenden Antrag finden Sie oft auf den Seiten der Krankenkassen – Sie können aber auch ein Anschreiben aufsetzen und so die Leistung beantragen.

Den Antrag stellt formal die gepflegte Person oder ein Bevollmächtigter. Wenn Sie unsicher sind, helfen wir Ihnen gerne.

Wann muss man Verhinderungspflege beantragen?

Verhinderungspflege können Sie auch nachträglich beantragen – sonst wäre es sicher schwer, eine Krankheitsvertretung rechtzeitig zu organisieren. Im Regelfall ist der Antrag vorher aber eine gute Idee – dann ist alles geklärt und Sie können sich ganz auf den Termin konzentrieren oder die Entspannung genießen.

Kein schlechtes Gewissen!

Ein wichtiger Einwurf für alle, die Angehörige pflegen und nach Verhinderungspflege suchen: Es gibt überhaupt keinen Grund für ein schlechtes Gewissen. Manche Leute fühlen sich, als würden sie die gepflegte Person im Stich lassen. Das ist verständlich, weil Sie sich natürlich verantwortlich fühlen und natürlich Ihre Angehörigen sehr mögen. Eine Auszeit ist aber kein Grund für ein schlechtes Gewissen, sondern wohlverdient und immer mal wieder notwendig. Ganz abgesehen von all den alltäglichen Pflichten und Terminen, denen sich niemand entziehen könnte, selbst wenn wir wollten.

Vielleicht haben Sie sogar schon mal blöde Sprüche von Nachbarn oder anderen Außenstehenden gehört, die Ihren Einsatz in Frage stellen. Diese dummen Sprüche sind Quatsch! Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie den Lästermäulern die Meinung sagen oder sie durch Ignorieren abstrafen – Hauptsache, Sie selbst wissen, dass Sie darauf nicht hören müssen.

Verhinderungspflege durch das Born Gesundheitsnetzwerk

Sie sind konkret auf der Suche nach Verhinderungspflege im Ruhrgebiet, in Bergkamen und Umgebung oder im Sauerland? Dann rufen Sie doch einfach bei uns an. Wir besprechen mit Ihnen, was möglich ist und helfen Ihnen bei Anträgen. Wir können gerne regelmäßige Termine vereinbaren – wenn Sie zum Beispiel wöchentlich zum Sport wollen – oder auch in dringenden Fällen einspringen.

Fragen zum Thema Pflegesachleistungen

Pflegegeld und Pflegesachleistungen werden von den Pflegekassen übernommen, wenn jemand pflegebedürftig ist. Die Pflege übernehmen Angehörige oder Pflegedienste – manchmal nur Angehörige, manchmal nur ein Pflegedienst und manchmal eine Kombination aus beiden.

Was ist der Unterschied zwischen Pflegegeld und Pflegesachleistungen?

Wenn die Pflege von einem professionellen Pflegedienst übernommen wird, muss der natürlich bezahlt werden. Die Kosten dafür trägt die Pflegeversicherung, indem sie die Pflegesachleistungen bezahlt. Wird die Pflege von Angehörigen übernommen, kann der Pflegebedürftige Pflegegeld beantragen. Er oder sie kann dieses Geld dann dem Angehörigen als Aufwandsentschädigung geben oder um Ausgaben wie Fahrtkosten auszugleichen.
Zusätzliche Kosten beispielsweise für Pflegehilfsmittel oder Medikamente werden über die Krankenkasse abgerechnet.

Wie viel Geld bekomme ich für Pflegesachleistungen?

Je mehr jemand noch selbst kann, desto niedriger ist der sogenannte Pflegegrad. Wenn viel Unterstützung nötig ist, ist auch der Pflegegrad hoch und damit der Betrag, der für Pflegeleistungen im Monat zur Verfügung steht. Wie viel Pflegegeld man bekommt hängt genauso vom Pflegegrad ab.

Hier sind die Beträge für Pflegesachleistungen nach Pflegegrad:

  • Pflegegrad 2: 689 Euro oder 316 Euro Pflegegeld
  • Pflegegrad 3: 1298 Euro oder 545 Euro Pflegegeld
  • Pflegegrad 4: 1612 Euro oder 728 Euro Pflegegeld
  • Pflegegrad 5: 1995 Euro oder 901 Euro Pflegegeld

Was sind Pflegesachleistungen?

Pflegesachleistungen sind die Dienstleistungen durch einen ambulanten Pflegedienst. Es geht dabei um die Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung – die medizinische oder Behandlungspflege fällt nicht darunter. Hier erfahren Sie mehr über den Unterschied zwischen Grund- und Behandlungspflege.

Kann ich Pflegesachleistungen und Pflegegeld kombinieren?

Ja! Das ist sogar ein häufiger Fall. Viele Pflegebedürftige werden zum Teil von ihren Angehörigen gepflegt. Aber es gibt auch Aufgaben und Bereiche, die ein Pflegedienst übernimmt. Bei der Kombination wird zunächst das Geld für die Sachleistungen abgezogen.

Ein Beispiel: Sagen wir, jemand mit Pflegegrad 3 wird vom Pflegedienst für 750 Euro im Monat versorgt. Er nimmt also 57,78 % des Höchstbetrags in Anspruch. Es verbleiben noch 42,22 % – die können für weitere Sachleistungen aufgewendet oder als Pflegegeld ausgezahlt werden. 42,22 % des Pflegegeld für Pflegegrad 3 sind 230,10 Euro.

Wie erhalte ich Pflegesachleistungen?

Dafür beauftragen Sie einen Pflegedienst – wie zum Beispiel einen unserer Pflegedienste. Sie können uns einfach anrufen oder uns schreiben. Wir vereinbaren dann mit Ihnen einen Termin, um genau abzusprechen, welche Leistungen Sie in Anspruch nehmen möchten.
Wir helfen Ihnen auch gerne bei allen Anträgen und planen mit Ihnen gemeinsam die Pflege.

Was bedeutet Intensivpflege?

Im Born Gesundheitsnetzwerk hat die Intensivpflege einen wichtigen Platz. Die ipo Intensivpflege Organisation nimmt eine wichtige Rolle ein. Ebenso der ambulante Intensivpflegedienst AuK intensiv. Und auf die jüngsten Patienten konzentriert sich der Kinderintensivpflegedienst Peggy Blue. Daneben gibt es bei uns die innovativen Wohngemeinschaften des Wohnkonzept 2016.

Heute werfen wir einen Blick auf die ambulante Intensivpflege, also die intensive Pflege bei unseren Patienten zu Hause. Bald kommen weitere Artikel zur Kinderintensivpflege und unseren Wohngemeinschaften!

Wozu ist Intensivpflege zu Hause gut?

Wenn aufwändige Pflege zu Hause stattfindet, bedeutet das, dass auch z.B. Patienten, die rund um die Uhr beatmet werden müssen, nicht in einem Krankenhaus oder Heim leben müssen. Die notwendigen Hilfsmittel können in der Wohnung oder im Haus einer Familie aufgebaut werden. Damit sind intensivpflegebedürftige Patienten so weit wie möglich weiter mitten im normalen Familienleben aktiv.

Die Pflegekräfte, die intensivpflegebedürftige Patienten rund um die Uhr betreuen, arbeiten deswegen bei uns nach den Grundlagen der familienzentrierten Pflege. Die Pflege konzentriert sich immer auf den Patienten und seine Familie und wir versuchen, so wenig wie möglich zu stören.

Denn Ziel der ambulanten Intensivpflege ist ja (unter anderem), dass der Patient sich weiter zu Hause wohlfühlt – nicht, dass die ganze Familie fortan in einer Krankenhaus-Atmosphäre lebt.

Ab wann zählt Pflege als Intensivpflege?

Viele Pflegedienste sprechen von Intensivpflege, wenn die ständige Beatmung des Patienten notwendig ist. Aber es kann auch andere Gründe für die Pflege rund um die Uhr geben. Die Betreuung zu allen/den meisten Zeiten am Tag ist ein gutes Kriterium: Auch wenn gerade keine Beatmung notwendig ist, kann hier die Rede von Intensivpflege sein.
Gerade, wenn sich Symptome oder Beschwerden verschlimmern oder verbessern entsteht oft eine Übergangzeit, in der manche Patienten nicht sicher sind, an welchen Pflegedienst sie sich wenden sollen. Dadurch, dass sich bei uns ambulante Pflegedienste und Intensivpflegedienste in einer Organisation wiederfinden, ist die Koordination einfacher. Fragen Sie also einfach bei einem Pflegedienst nach und wir helfen Ihnen, den richtigen Ansprechpartner zu finden.

Wer bezahlt Intensivpflege?

Wer die Kosten der Pflege übernimmt, hängt oft vom Einzelfall ab. Sie können sich aber sicher sein: Wenn ein Arzt Pflegeleistungen verordnet hat – zum Beispiel die Beatmung rund um die Uhr – werden die Kosten auch übernommen.

Bei einigen Patienten durch die Pflegekasse, bei anderen durch die Krankenkasse. Zu den Unterschieden und in Ihrem persönlichen Fall beraten wir Sie gerne – rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns. Wir besprechen oder planen mit Ihnen die Intensivpflege bei Ihnen zu Hause.

Die Intensivpflege-Ausbildung – auch für Umsteiger

Interessiert an der Arbeit als Intensivpflegekraft? Auch für Sie sind wir natürlich gerne erreichbar. Kontaktieren Sie uns zu den Möglichkeiten, bei uns um- oder einzusteigen. Auch wenn Sie bisher nicht in diesem Bereich gearbeitet haben, können Sie bei uns damit anfangen. Und wenn Sie schon Experte sind, freuen wir uns natürlich auch, wenn Sie in einem unserer Pflegedienste arbeiten möchten.

Pflege im Urlaub II: Urlaub für Patienten

Urlaub wenn man pflegebedürftig ist. Einfach klingt das nicht – aber unmöglich ist es sicher nicht! Wir haben uns vor zwei Wochen angesehen wie es mit Urlaub für pflegende Angehörige aussieht. Diese Woche geht es darum, wie jemand in den Urlaub fahren kann, der selbst Pflege braucht.

Es gibt so einige Möglichkeiten – vom selbst organisierten Urlaub bis zur Fahrt in einer Gruppe. Und um das vorab zu verraten: Wir unterstützen Sie gerne bei jeder davon. Sie müssen nicht auf Urlaub verzichten, weil Sie Pflege brauchen (oder ihre liebste Reisebegleitung pflegebedürftig ist!)

Gute Urlaubsorte für Pflegebedürftige

Es gibt Urlaubsorte, die besonders gut für Pflegebedürftige geeignet sind. Zum Beispiel haben sich die Leute vor Ort die Mühe gemacht, möglichst viele Orte zugänglich zu gestalten, auch wenn man im Rollstuhl, mit Rollator oder einfach nicht ganz sicher zu Fuß unterwegs ist.

Zum Beispiel kommt man auch mit Rollstuhl mittlerweile selbst an der Nordsee weit. In bestimmten Strandabschnitten auf der Insel Föhr kann man auch mit Rollstuhl bis zum Meer – und bei der Suche nach einer Unterkunft kann man „barrierefrei“ als zusätzliches Kriterium wählen. Hier muss natürlich noch die Pflege organisiert werden – dazu unten mehr.

In anderen Orten gibt es sogar Hotels, die speziell auf Gäste mit Pflegebedarf ausgelegt sind. Hier kann man im Urlaub den ambulanten Krankenpflegedienst vor Ort „mitbuchen“ und so auch im Hotel einfach weiter gepflegt werden. Die Organisation und Absprache mit dem Pflegedienst zu Hause übernimmt der Pflegedienst vor Ort.

Es gibt verschiedene Anbieter, die Reisen speziell für Pflegebedürftige anbieten. Oder für bestimmte Gruppen wie zum Beispiel Menschen mit Demenz oder Alzheimer. Hier fährt man gemeinsam in einer festen Gruppe in den Urlaub und nutzt vor Ort auch Ausflugsangebote.

Kurzzeitpflege am Urlaubsort

Kurzzeitpflege wird oft mit Verhinderungspflege verwechselt. Eigentlich geht es aber bei der Kurzzeitpflege darum, dass der Patient oder die Patientin für einige Zeit in einer Pflegeeinrichtung lebt. So eine Pflegeeinrichtung muss nicht am Wohnort liegen. Sie können sich also auch für einen Urlaub in einer Pflegeeinrichtung entscheiden. Begleitpersonen können manchmal in Gästezimmern unterkommen oder mieten einfach ganz normal eine Wohnung am Ferienort. So können alle die Tage gemeinsam verbringen, und die Pflege ist in hoher Qualität sichergestellt.

Mit Pflegekraft in den Urlaub

Ganz klassisch ist auch die Option einer Begleitung im Urlaub. Hier kommt eine Pflegekraft mit in den Urlaub und ist mit dabei – egal, ob Sie an die Nordsee fahren oder nach Spanien. Wichtig für viele unserer Patienten: Diese Möglichkeit gibt es auch als Urlaub für intensivpflegebedürftige Patienten. Auch Kinder und Jugendliche, die intensivpflegerische Leistungen brauchen, fahren gerne mit ihren Familien an den Strand, an einen See oder in die Berge. Wir wissen aus Erfahrung, wie viel Spaß so ein Urlaub allen machen kann.

Auch im Urlaub werden die Pflegeleistungen natürlich von der Pflege- bzw. Krankenkasse bezahlt. Zusätzliche Kosten entstehen oft trotzdem – aber auch hier gibt es oft Lösungen, die wir gerne mit ihnen zusammen ausloten. Was individuell am besten passt, sprechen Sie am besten direkt mit uns ab.

Urlaub mit Pflegegrad: Wir helfen gerne

Wie immer gilt auch für den Bereich Urlaub für unsere Patienten: Wir helfen gerne. Wenn Sie von einem unserer Pflegedienste betreut werden, fragen Sie einfach direkt nach. Natürlich können Sie uns gerne auch anrufen oder uns schreiben, wenn Sie bis jetzt noch nichts mit uns zu tun hatten – vielleicht haben wir ja genau das Angebot, das Sie suchen.

Was bedeutet Palliativpflege?

Unser Pflegedienst Lazarus Palliativ bietet unseren Patienten Palliativpflege an. Sie ist für Patienten, die bald sterben werden und soll sie in ihrer letzten Lebensphase begleiten. Auch die Familie und Freunde werden auf Wunsch des Patienten einbezogen. Ziel der Palliativpflege ist, dass der Mensch so wenig wie möglich leidet.

Es gibt Palliativpflege zu Hause, in Pflegeheimen oder Krankenhäusern und in Hospizen. Wo der Patient leben möchte entscheiden er und seine Familie gemeinsam. Wir unterstützen Sie dabei. Wir arbeiten mit Mitarbeitern verschiedener Hospizdienste und der Palliativstation des Katharinen-Hospitals Unna zusammen.

Wozu ist Palliativpflege gut?

Palliativpflege soll das Leiden des Patienten so gering wie möglich machen.

Lindern von körperlichen Schmerzen

Ein Teil davon sind körperliche Schmerzen. In der medizinischen Behandlung oder Pflege ist normalerweise das Ziel, dass der Patient gesunder wird. In der Palliativpflege weiß man, dass ein Patient nicht mehr gesund wird.
Viele unheilbare Krankheiten verursachen auch starke oder überhaupt Schmerzen. Deswegen ist das Ziel, diese Schmerzen zu lindern. Einerseits durch Medikamente wie Schmerzmittel. Andererseits durch viele kleine Maßnahmen. Beispielsweise einen möglichst bequemen Ort zum Sitzen und Schlafen. Das kann das eigene, gewohnte Bett sein oder ein Sessel. Oder ein spezielles medizinisches Bett, in dem das Aufstehen leichter fällt.

Lindern von psychischem Leid

Ein weiterer Aspekt ist das psychische Leiden. Das bezieht sich auf die Gefühle des Patienten und auch seiner Angehörigen. Dazu gehören Angst, Trauer, Wut und Hilflosigkeit. Viele Menschen empfinden aber auch Dankbarkeit und möchten versuchen, die auszudrücken oder in den Vordergrund zu stellen. Die Begleitung dabei gehört zur Palliativpflege.

Sorge für das spirituelle Wohlbefinden

Ein dritter, wichtiger Teil der Palliativpflege ist die Sorge um das spirituelle Wohlbefinden des Patienten. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass auch die Religion des Patienten eine wichtige Rolle spielt. Egal ob christlich (katholisch, evangelisch oder zum Beispiel der Neuapostolischen Kirche), muslimisch oder aus einer anderen Religion – oder gar nicht als Teil einer festen Religion.
Welche Dinge genau einem Menschen und seiner Familie am Ende des Lebens wichtig sind, ist immer eine sehr persönliche Entscheidung.

Wer hat einen Anspruch auf Palliativpflege

Es gibt drei grobe „Kriterien“ für Palliativpflege. Menschen haben Anspruch auf Palliativpflege, wenn sie

  • eine nicht heilbare, fortschreitende und weit fortgeschrittene Erkrankung haben
  • und wenn ihre Lebenserwartung durch die Krankheit begrenzt ist
  • und sie eine aufwendige Versorgung benötigen.

Man kann erkennen, dass diese drei Punkte keinen rigorosen Maßstab aufstellen. Es wird nicht anhand von der Lebenserwartung in Monaten oder Tagen „gemessen“, sondern individuell entschieden. Meistens verschreibt der behandelnde Arzt die Maßnahmen.

Wer zahlt Palliativpflege?

Palliativpflege setzt sich meist aus drei Teilen zusammen:

  • Der Grundpflege, die Patienten mit Pflegegrad vielleicht schon länger bekommen (nach SGB XI). Die Kosten übernimmt weiterhin die Pflegekasse.
  • Die eigentliche Palliativpflege bezahlt die Krankenkasse (nach SGB V). Dazu gehören:
    • Die medizinische Versorgung durch einen Arzt
    • Die häusliche palliative Krankenpflege durch einen Pflegedienst wie Lazarus Palliativ
    • Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), wenn ein Arzt sie verordnet hat.
  • Ehrenamtliche Arbeit durch Freiwillige, die nicht bezahlt wird.

Suchen Sie einen Palliativpflegedienst?

Wenn Sie Fragen zur Palliaitivpflege haben, können Sie uns gerne direkt anrufen (02307-210400) oder eine Nachricht schreiben. Sie erreichen jemanden, der sich mit dem Thema auskennt und Ihnen dabei hilft, die nächsten Schritte zu planen. Die Beratung vorab ist übrigens für Sie kostenlos!

Sie können sich auch gern unter der gleichen Nummer an uns wenden, wenn Sie in diesem herausfordernden Bereich arbeiten möchten. Wir freuen uns über Kolleginnen und Kollegen, die diese besondere Aufgabe übernehmen möchten.

Beispiele für grundpflegerische Leistungen

Was sind grundpflegerische Leistungen? Eine Frage, die sich Pflegekräfte am Anfang ihrer Arbeit oder Ausbildung genauso stellen wie Patienten, die Pflege beantragen möchte. Ein guter Grund für uns, einige Beispiele für grundpflegerische Leistungen vorzustellen.

Über die Unterschiede zwischen Grund- und Behandlungspflege haben wir schon berichtet, jetzt wollen wir mehr ins Detail gehen. Sie erfahren hier heute mehr über Grundpflegerische Leistungen. Wir möchten die typischen Begriffe zur Grundpflege etwas erklären und mit konkreten Beispielen versehen. Außerdem wollen wir erklären, worauf wir besonders achten und was unser „Genug Zeit“-Prinzip für die einzelnen Bereiche bedeutet.

Hilfe beim An- und Ausziehen

Wer sich schlecht bücken kann, kann oft auch keine Schuhe oder Strümpfe selbst anziehen. Oder es ist schwierig, die Arme hochzuheben oder auf den Rücken zu bewegen, um einen Pullover oder eine Jacke anzuziehen.

Hier hilft eine Pflegekraft zum Beispiel morgens und abends dabei, die gewünschte Kleidung anzuziehen oder sich umzuziehen – von der Wäsche bis zum Wintermantel.

Jeder, der schon mal versucht hat, sich in Eile anzuziehen, hatte bestimmt auch schon mal zwei Beine im gleichen Hosenbein oder das T-Shirt falsch herum an. So sieht es auch aus, wenn man sich bei der Hilfe beim Ankleiden nicht genug Zeit lässt oder einfach zu wenig hat. Deswegen hat jede unserer Kolleginnen und Kollegen nicht nur genügend Zeit für die Aufgabe, sondern lernt auch, wie man einem anderen Menschen rücksichtsvoll in seine Kleidung hilft.

 

Unterstützung bei der Körperpflege

Auch Waschen, Duschen oder Baden ist nicht einfach, wenn man sich nicht gut bewegen kann. Trotzdem sind Sauberkeit, Körperhygiene und ein wenig Schönheitspflege auch im Alter nicht nur Grundbedürfnisse. Sie tun auch richtig gut.

Rücksichtsvolle Körperpflege und Unterstützung bei der Körperpflege bedeutet für uns, dass wir unseren Kunden zum Beispiel unter die Dusche oder in die Badewanne helfen. Wer sich dann selbst waschen kann, wird natürlich in Ruhe gelassen. Wer Unterstützung braucht, bekommt sie.  Immer in angemessener Weise.

Wir wissen, dass diese Situation für viele Menschen am Anfang schwierig ist. Als ausgebildete Pflegekräfte sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein bisschen wie Ärzte – keiner muss sich vor ihnen schämen. Unterstützung bei der Körperpflege ist etwas anderes als Autos waschen und braucht deswegen Zeit: Es geht um Hilfe von Mensch zu Mensch. Deswegen ist die Unterstützung bei der Körperpflege eines der wichtigen Beispiele für grundpflegerische Leistungen: Sie macht viel aus und muss bedacht durchgeführt werden.

Hilfe im Haushalt

„Das bisschen Haushalt“ sagt man so leicht. Aber mit Wäschewaschen, Putzen, Einkaufen und Kochen kann man sich lange beschäftigen – wenn man es kann. Denn auch der Haushalt fällt im Alter oder nach einer Krankheit nicht mehr so leicht.

Ein Teil der ambulanten Krankenpflege ist deswegen oft auch Hilfe im Haushalt. Auch hier bleibt der zentrale Punkt, dass die Hilfe keine Invasion des Haushalts bedeutet. Wenn fremde Leute „aufräumen“, aber alles an den falschen Platz stellen, bringt das nichts.

Bei vielen Sachen ist die beste Lösung, dass jemand hilft statt die Aufgabe ganz zu übernehmen. Wir gehen zum Beispiel gerne auch mit Ihnen zum Markt oder in den Supermarkt, damit Sie selbst Aussuchen und Einkaufen können.

Möchten Sie mehr Beispiele für grundpflegerische Leistungen?

Lesen Sie weiter – unser Blog wächst ständig.

Und wenn Sie konkrete Fragen haben: Schreiben Sie uns gern – über unser Kontaktformular oder bei Facebook!

Grund- und Behandlungspflege

Wenn Pflege ein wichtiges Thema für eine Familie wird, dann oft bald auch der Unterschied zwischen Grund- und Behandlungspflege. In diesem Artikel fassen wir das wichtigste für Sie zusammen

Die meisten Pflegedienste bieten beide Arten an und oft wissen Patienten selbst nicht so ganz, wie sich ihre Versorgung zusammensetzt. Wir starten die Pflege immer erst nach einer Besprechung mit dem Patienten und seinen Angehörigen. Ob Sie sich schon vor einem Gespräch mit uns informieren möchten oder einfach mehr über Ihre Pflege erfahren wollen: Hier finden Sie alles zum Unterschied zwischen Behandlungs- und Grundpflege.

Eine Anmerkung vorab: Offiziell sollen die Begriffe Grund- und Behandlungspflege nicht mehr verwendet werden. Sie sind aber enorm hilfreich, um Pflegedienstleistungen zu verstehen. Und wesentlich handlicher als lange Entsprechungen wie „Pflegedienstleistungen nach SGB XI und Mitarbeitsaufgaben der Pflege“.

Welche Aufgaben gehören zur Grundpflege, welche zur Behandlungspflege?

Grundpflege soll Patienten in Aufgaben des täglichen Lebens unterstützen. Behandlungspflege, wie der Name schon andeutet, beschreibt Pflegeleistungen, die mit der medizinischen Versorgung der Patienten zu tun haben.

Die Unterstützung im Alltag ist vor allem für ältere Menschen oft ab einem gewissen Punkt nötig. Der wichtigste Grund ist die verringerte Bewegungsfähigkeit. Es wird im Alter schwieriger, sich zu waschen und anzuziehen. Hilfe bei diesen Dingen fällt in den Bereich der Grundpflege.

Die Behandlungspflege umfasst die medizinische Versorgung von Patienten. Natürlich sind für die Entscheidungen darüber immer zunächst Ärzte und andere behandelnde Personen zuständig. Die verschreiben auch die notwendigen Maßnahmen. Aber beispielsweise Verbandswechsel, Injektionen, Wundversorgung und so weiter können vom ambulanten Pflegedienst zu Hause beim Patienten übernommen werden.

Wer bezahlt Grund- und Behandlungspflege?

Grund- und Behandlungspflege unterscheiden sich aus Sicht der Patienten vor allem hinsichtlich der Kostenübernahme. Je nach Pflegeart richten sich die Anträge auf Kostenübernahme an eine andere Stelle.

Die Grundpflege wird über die Pflegekassen finanziert. Die Regelungen dazu findet man im elften Sozialgesetzbuch – SGB XI. Hier kann man sehr viel zur gesetzlichen Grundlage der Grundpflege nachlesen. Wichtig ist für einen Patienten meist vor allem, welchen Pflegegrad er hat und welche Leistungen er bekommen kann. Zu diesem Thema bald mehr hier im Blog. Wenn Sie direkt Antworten suchen: Wir beraten Sie gerne zu Ihrer persönlichen Situation.

Die Behandlungspflege wird von den Krankenkassen bezahlt. Die gesetzliche Grundlage der Behandlungspflege findet sich im fünften Sozialgesetzbuch – SGB V. Auf welche Leistungen genau Sie Anspruch haben, entscheidet ein Arzt. Sie bekommen die Leistungen, die er verordnet hat. Auch hier bieten wir Ihnen bei Bedarf persönliche Beratung.

Die Unterschiede zwischen Behandlungspflege und Grundpflege im Überblick

Hier noch mal im Überblick die Unterschiede zwischen Behandlungs- und Grundpflege ganz einfach zusammengefasst:

Behandlungspflege Grundpflege
Ziel Medizinische Versorgung Pflege des täglichen Lebens
Gesetzliche Grundlage SGB V SGB XI
Kostenübernahme durch Krankenkasse Pflegekasse
Maßnahmen durch Verordnung vorgegeben Wählbar durch den Patienten
Pflege durch Ausgebildete Pflegekräfte Pflegekräfte oder Angehörige

Wieso der Unterschied zwischen Grund- und Behandlungspflege wichtig sein kann

Viele Patienten werden von ihrem Pflegedienst gut versorgt und wissen nicht, welche Leistungen zur Behandlungspflege gehören und welche zur Grundpflege. Für den Alltag ist das auch nicht immer wichtig. In manchen Situationen ist es aber schon wichtig, den Unterschied zu kennen.

Wie erwähnt ist die Behandlungspflege durch Verordnungen vorgegeben. Dagegen können Patienten bei der Grundpflege viele Entscheidungen treffen. Sie entscheiden mit ihren Angehörigen, was der Pflegedienst genau für sie tun soll.

Wenn Sie nicht genau wissen, welche Leistungen Ihres Pflegedienstes zur Behandlungs- und welche zur Grundpflege gehören, fragen Sie nach! Für unsere ambulanten Pflegedienste, den AuK und den Lazarus Pflegedienst, ist es übrigens selbstverständlich, dass wir mit unseren Patienten vor Aufnahme der Pflege über ihre Möglichkeiten sprechen. Und wenn sie nach einiger Zeit etwas ändern möchten, ist das auch kein Problem: Sprechen Sie uns einfach an! Sie erreichen uns per Email oder den Alten- und Krankenpflegedienst unter 02307 210410 und den Pflegedienst Lazarus unter 02307 210400.

Was bedeutet ambulante Pflege?

Ambulante Pflege ist Pflege, die bei Ihnen zu Hause stattfindet, auch wenn Sie Unterstützung im Alltag oder medizinische Versorgung brauchen. Das bedeutet für viele Menschen, dass sie aus dem Krankenhaus nach Hause kommen können oder nicht in ein Pflege- oder Altenheim müssen. Deswegen heißt die ambulante Pflege auch häusliche Pflege oder einfach Pflege zu Hause.

Bei uns im Born Gesundheitsnetzwerk bieten die Pflegedienste Lazarus und der Alten- und Krankenpflegedienst (AuK) ambulante Pflege an. Wer ambulante Pflege in Anspruch nimmt, ist typischerweise älter und braucht vor allem Unterstützung im Alltag. Außerdem gehört auch die medizinische Versorgung zu Hause zur ambulanten Pflege und manchmal auch Unterstützung im Haushalt.

Neben der ambulanten Pflege im Allgemeinen gibt es auch noch die ambulante Intensivpflege (auch für Kinder) und Palliativpflege, die auch zu Hause stattfindet. Beide sind für Menschen mit schwereren Einschränkungen.

Wozu ist ambulante Pflege gut?

Ziele der ambulanten Pflege ist, Menschen zu Hause medizinisch zu versorgen und sie in Ihrem Alltag zu unterstützen. Dazu gehören zwei große Kategorien, die traditionell Grund- und Behandlungspflege genannt werden. Heute werden diese Begriffe offiziell seltener gebraucht, aber sie sind immer noch sehr hilfreich.

Grundpflege: Unterstützung im Alltag

Viele ältere Menschen brauchen im Alltag Unterstützung, weil sie sich nicht mehr so gut bewegen können, weil sie vergesslicher werden oder nicht mehr so kräftig sind wie früher. Das ist ziemlich normal, aber viele Leute haben trotzdem Angst, dass sie deswegen in ein Pflegeheim müssen. Nicht immer haben Angehörige Zeit, bei allem zu helfen.

Deswegen gibt es die Leistungen der Grundpflege. Hier geht es zum Beispiel um Hilfe bei der Körperpflege, beim An- und Ausziehen oder beim Essen. Wichtig ist uns immer, mit jedem Menschen einzeln abzustimmen, was er selbst kann und machen möchte, und wobei Hilfe nötig ist. Egal was wir tun: Wir gehen respektvoll mit Ihnen um und helfen rücksichtsvoll.

Behandlungspflege: Medizinische Versorgung

Kranke Menschen brauchen medizinische Versorgung. Nur, weil jemand zum Beispiel einen Verband trägt oder täglich Injektionen bekommt, muss er nicht täglich zum Arzt oder gar in einem Krankenhaus liegen. Die medizinische Versorgung übernimmt ebenfalls die ambulante Pflege.

Die Aufgaben werden von ausgebildeten Personen übernommen und richten sich danach, was ein Arzt verschreibt. Manchmal müssen Verbände täglich gewechselt werden, andere müssen nur alle paar Tage geprüft werden. Auch bei Injektionen oder Medikamenten gibt es unterschiedlichen Bedarf: Täglich, wöchentlich oder sogar nur monatlich.

Unterstützung im Haushalt

Eine dritte Kategorie von Leistungen der ambulanten Pflege ist die Unterstützung im Haushalt. Dazu zählen Tätigkeiten wie Einkaufen, Wäsche waschen und Putzen.

Auch diese Leistungen werden natürlich mit Ihnen abgesprochen: Niemand kommt einfach vorbei und räumt Ihre Wohnung um! Wir helfen da, wo Sie Hilfe möchten.

Diese Leistungen gibt es regelmäßig als Teil der Pflege für ältere Menschen. Oder manchmal für Patienten, die gerade aus dem Krankenhaus kommen und ihren Haushalt noch nicht selbst wieder übernehmen können.

Wer hat Anspruch auf ambulante Pflege?

Ambulante Pflege bekommt, wer

  • Einen Pflegegrad hat und Leistungen in Anspruch nehmen möchte
  • oder konkrete medizinische Versorgung vom Arzt verschrieben bekommen hat.

Den Pflegegrad kann man selbst für sich beantragen – oder Angehörige für jemanden. Es wird beurteilt, was die Person noch selbst kann und wobei Hilfe nötig ist. Je weniger jemand selbst schafft, desto mehr Unterstützung bekommt er oder sie.

Medizinische Versorgung verschreibt immer ein Arzt. Wenn Sie selbst einen Verband nicht wechseln oder sich keine Spritzen geben können, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Manchmal verschreibt der Arzt diese Leistungen auch direkt als Pflegeleistungen, wenn er die Behandlung verordnet.

Wer bezahlt ambulante Pflege?

Die Leistungen der ambulanten Pflege werden unterschiedlich finanziert. Grob gesagt gibt es folgende Unterteilung:

  • Die Leistungen der Grundpflege übernimmt die Pflegeversicherung nach SGB XI.
  • Die Leistungen der Behandlungspflege zahlen die Krankenkassen nach SGB V.
  • Unterstützung im Haushalt zählt manchmal zur Pflege (also zahlt die Pflegeversicherung) und ist manchmal eine Leistung der Krankenversorgung (also zahlt die Krankenkasse).

Manchmal hat jemand zwar keinen Pflegegrad, aber braucht trotzdem Unterstützung. Dann kann er selbst einen Pflegedienst beauftragen und bezahlen. Oder Sie können Hilfe bei der Sozialkasse beantragen.

Sie suchen ambulante Pflege?

In jedem Fall bieten wir im Born Gesundheitsnetzwerk Ihnen gern nicht nur die Pflegeleistungen an, sondern auch Unterstützung bei der Beantragung der Leistungen. Wir helfen Ihnen mit Formularen und Verhandlungen mit Ihrer Krankenkasse oder der Pflegekasse (den Kostenträgern).

Sie können sich online mehr über unsere Pflege informieren. Oder Sie rufen uns an: 02307-210400 für den Lazarus-Pflegedienst für Kamen und Umgebung und 02307-210410 für den Alten- und Krankenpflegedienst, der seit 1993 im Raum Bergkamen häusliche Krankenpflege anbietet.