Fürs Alter vorsorgen: Freunde treffen

01.12.2023

Fürs Alter vorsorgen: Freunde treffen

Menschen sind sozial – und, wer hätte es gedacht, sozial sein hilft auch, gesund zu bleiben. Das gilt auch noch im Alter, zeigen immer wieder Studien zu Alterung und dem Einfluss unterschiedlicher Lebensstile.

Soziales Leben verlängert das Leben

Es gibt viele Ansätze, das eigene Leben zu verlängern – oder den Teil davon, der sich nach „gesund und fit“ anfühlt. Viele konzentrieren sich auf Bewegung und Ernährung, aber es gibt auch den großen Teil des seelischen Wohlbefindens, der maßgeblich auch von „sozialer Zufriedenheit“ beeinflusst wird: hat man ausreichend Kontakt zu Menschen, mit denen man sich versteht?

Insgesamt hängen diese Faktoren natürlich alle irgendwie zusammen: wer viel andere Menschen trifft, ist meist aktiver (allein schon, weil er vor die Tür muss, um diese anderen Leute zu treffen) und bleibt auch geistig „fit“ (um in Gesprächen aktiv richtig auf unterschiedliche Menschen eingehen zu können, braucht man einiges an Flexibilität).

Wie genau so ein Kontakt aussieht, ist natürlich von Mensch zu Mensch verschieden – für einige ist zeitlebens enger Kontakt zu einigen wenigen Menschen angenehmer, für andere gehört Vielfalt und Abwechslung dazu.

Für ein soziales Leben sorgen und damit vorsorgen

Einsamkeit ist in Deutschland ein großes Problem und viele Menschen leiden unter dem Gefühl und den – auch körperlichen – Folgen. Trotzdem ist es nicht immer einfach, eine „Lösung“ für Einsamkeit zu finden. Denn wie gesagt ist die Bedürfniserfüllung nicht für jeden gleich – und es fällt vielen Menschen erstaunlich leicht, das Bedürfnis nach sozialem Kontakt einfach gar nicht zu erfüllen, wenn es kein gutes Angebot gibt. Während bei Hunger die meisten Menschen schnell lieber irgendwas akzeptieren als nichts zu haben, zieht man sich tendenziell zurück, wenn das soziale „Angebot“ nicht passt.

Deswegen ist es wichtig, auf die richtige Weise für sich selbst fürs Alter vorzusorgen. Wer sich in großen Gruppen wohl fühlt, sollte in Vereinen aktiv bleiben oder werden. Im Zweifel kann man hier auch früh eine eigene Sparte für die ältere Truppe gründen und damit auch in Sportvereinen mehr Verweildauer ermöglichen.

Wer weniger gruppenorientiert ist, muss sich trotzdem der unglücklichen Möglichkeit stellen, dass gerade im Alter aus „ein paar guten Freunden“ schnell einzelne Menschen werden, die nicht immer erreichbar sind. Hier tut man gut daran, sich doch immer wieder um neue Kontakte zu bemühen.

Gesellschaftlich sozial: in der Gemeinschaft leben

Neben persönlichen sozialen Kontakten zählt vor allem das Gefühl, weiter Teil einer Gemeinschaft zu sein und auch selbst dazu beitragen zu können.

An so etwas kann man nicht immer selbst arbeiten. „Gebraucht werden“ ist nicht umsonst passiv formuliert, irgendjemand muss „brauchen“. Hier kann man fürs Alter vorsorgen, indem man Strukturen schafft, die jetzt schon für andere „alte Leute“ da sind. Sie aktiv brauchen und integrieren, auch wenn das vielleicht Umdenken in einigen Bereichen erfordert.

Im Alter noch Anschluss finden?

Wer schon „im Alter“ angekommen ist und feststellen muss, dass die sozialen Kontakte nicht (mehr) reichen, hat natürlich etwas weniger Möglichkeiten. Andererseits ist man mit der Einsamkeit ja auch nicht allein: viele andere wünschen sich ebenfalls Gesellschaft.

Eine Möglichkeit sind Aktivitäten in Seniorenzentren. Da viele Kirchengemeinden schließen oder zusammengelegt werden, sinkt hier das Angebot, dafür bieten aber beispielsweise sogar Wohnungsgenossenschaften oft einen Treffpunkt an. Wenn die Suche nach solchen Aktivitäten schwierig ist, kann man gut beim Seniorenbüro der Stadt starten oder sich im Zweifel auch beim Sozialamt informieren – von hier geht die Informationsreise dann weiter.

Eine andere, einfache Möglichkeit auch für alle, die nicht mehr voll mobil sind, ist der Besuch einer Tagesstätte. In Bergkamen bietet sich beispielsweise unsere an, die Tagesstätte am Wasserpark.